Edith Kneifl Schön tot

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Inhaltsangabe zu „Schön tot“ von Edith Kneifl

DER TOD, DAS MUSS EIN WIENER SEIN Ein Großstadtkrimi der besonderen Art vor dem Hintergrund des Wiener "Grätzels" Margareten: Eine junge Frau wird grausam getötet, eine Serbin kommt bei einer mysteriösen Gasexplosion ums Leben, eine dritte, die eigentlich keine Frau ist, entgeht dem Tod nur knapp. Dann schlägt der Serienkiller noch ein weiteres Mal zu … Die rothaarige Romni Katharina Kafka, Kellnerin in einem Margaretner Café, verfolgt die Morde in ihrem Stadtviertel mehr mit Neugier als mit Schrecken. Doch als der geheimnisvolle Täter dann auch sie ins Visier zu nehmen scheint, nimmt sie selbst die Fährte auf. Gemeinsam mit ihrem Freund, dem exaltierten Transvestiten Orlando, verfolgt sie die Spuren des Täters quer durch Margareten. Immer enger wird der Kreis der Verdächtigen, die eines mit Sicherheit nicht sind: die üblichen. Vor dem lebendigen Hintergrund des Wiener Grätzels Margareten legt Edith Kneifl einen Großstadtkrimi der besonderen Art vor: Ein spannender Psychothriller, garniert mit dem liebevoll ausgeschmückten Flair des Viertels rund um das Schlossquadrat und gewürzt mit einer guten Prise schwarzem Wiener Humor. WEITERE KRIMIS MIT DEM ERMITTLERDUO KATHARINA KAFKA UND ORLANDO: - Endstation Donau - Blutiger Sand - Stadt der Schmerzen

Krimi mit viel Wiener Schmäh

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  • Schön tot! von Edith Kneifl

    Schön tot

    tani210

    23. January 2015 um 21:48

    Ich lese manchmal ganz gerne Krimis, daher war ich nicht unbedingt abgeneigt, einen Heimatkrimi zu probieren. Es war auch eine gute Idee, denn die Beschreibung von Margarethen ist sehr genau gelungen. Prinzipiell ist auch die Handlung spannend, ich fand allerdings, dass sie sich zeitweise ziemlich streckt. Die Hauptpersonen, eine bindungsunfähige Roma und ein Transvestit mit Sissi-Tick, sind nett gezeichnet und man kann sich teilweise gut mit ihnen identifizieren. Leider muss ich sagen, dass mir das Ende nicht ganz so gut gefallen hat, ich hätte auf etwas anderes gehofft. Alles in allem ein manchmal spannender, manchmal anstrengender Krimi mit nettem Heimattouch und interessanten Figuren. 

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  • Rezension zu "Schön tot" von Edith Kneifl

    Schön tot

    Solifera

    27. May 2013 um 20:38

    Mordalarm in Margareten! Katharina Kafka ist fast vierzig, gescheiterte Geisteswissenschaftlerin und schlägt sich als Kellnerin im Café Cuadro durch, im Margaretenviertel, dem 5. Bezirk von Wien. Als sie frühmorgens auf dem Weg nach Hause ist wird sie Zeugin einer Gasexplosion, bei der eine junge Serbin zu Tode kommt. Wenig später "stolpert" sie über ihren Freund und Transvestiten Orlando, blutend und im Sissi-Outfit. Der erzählt ihr, dass er im Bacherpark eine Frauenleiche gefunden hat. Nun ist er auf der Flucht, wurde niedergeschlagen, vielleicht hat es der Mörder nun auf ihn abgesehen?   Katharina und Orlando, die sind schon zwei ganz besondere Gestalten. Katharina, eine Roma, immer getrieben, auf der Suche nach Identität, nirgendwo richtig zu Hause, bindungsunfähig. Aber trotzdem lässt es ihr keine Ruhe, dass in "ihrem" Bezirk gemordet wird. Und Orlando ist eigentlich total ein Klischee-Schwuler, aber deshalb nicht minder liebenswert. Vielleicht auch gerade deswegen weil sie nicht die "typischen" Ermittler sind.   Dieser Krimi ist nicht wie die anderen, er ist geistreich, ironisch, witzig und bewegt sich abseits des Mainstreams, und vor allem aber enthält er viel Lokalkolorit. Der erste "Fall" von Katharina und Orlando hat mir soweit recht gut gefallen.

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  • Rezension zu "Schön tot" von Edith Kneifl

    Schön tot

    Tialda

    09. February 2013 um 17:59

    Rezension: Obwohl ich eigentlich nicht besonders angetan bin von Kriminalromanen, habe ich mich trotzdem dazu hinreißen lassen, Edith Kneifls “Schön tot” zu lesen. Ich dachte mir, an einem Buch mit spannend erscheinendem Klappentext, das nicht besonders dick ist, könne man nicht viel falsch machen. Weit gefehlt. Wieder einmal. Zu behaupten, dass die Autorin schlecht schreibt, wäre gelogen. Sie beherrscht es zumindest, so zu schreiben, dass man sich nicht durch komplizierte Satzgebilde kämpfen muss. Hier endet mein Lob dann allerdings auch schon. Es war mehr der Inhalt, der mich ehrlich gesagt ‘schön tot’ langweilte. Allerdings kann ich jetzt von mir behaupten, dass ich mich fühle, als wäre ich schon einmal für einige Wochen im 5. Wiener Gemeindebezirk Margareten gewesen. Denn beschreiben kann Edith Kneifl sehr gut – ob sie es gerade deshalb so oft und ausschweifend tut oder umgekehrt sei dahingestellt. Das Problem war einfach, dass sie immer und immer wieder derart genau die Umgebung inkl. Straßennamen beschreibt und detailliert abendfüllende Stammtischgespräche wiedergibt, dass man zwar vor allem bei zweiteren oft sogar amüsiert ist über den ganzen ‘Schmarrn’, den die alten Herren so von sich geben, blablabla (genau so wie dieser Satz läuft “Schön tot”) – Was ich damit sagen möchte ist: Man vergisst irgendwann ganz einfach worum es überhaupt ging, bevor die Protagonistin z.B. am Stammtisch vorbeiging. Man sollte meinen, es wäre spektakulär, wenn sich eine Kellnerin im mittleren Alter auf eigene Faust daran macht, nach einem Killer zu fahnden – aber stattdessen ist es einfach nur endlos öde, daran ändert dann auch die detaillierte Schilderung ihrer Entjungferung nichts mehr. Um ehrlich zu sein, weiß ich überhaupt nicht, was ich zur Geschichte selbst sagen soll. Ich habe für 170 Seiten eine ganze Woche gebraucht – auf den restlichen Seiten befinden sich nur noch Rezepte aus den Lokalen, in denen die Story spielt. Die Auflösung, wer die Verbrechen begangen hat findet man erst auf den letzten beiden Seiten und mehr als “Ahja… … … ok, das XY das war, hätte ich nicht gedacht.” gab mein Kopf als Kommentar nicht ab, was wohl alles aussagt. Fazit: Ein Stadtführer durch den Wiener Bezirk Marageten? Ein “Best of Alt-Männer-Stammtisch”? Nein, ein Krimi. Prädikat Schnarch.

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  • Wir lieben österreichische Krimis! Ihr auch?

    Tote nur nach Voranmeldung

    VeroG

    20. May 2011 um 18:08

    Krimis & Thriller, geschrieben von österreichischen Autoren/innen, erobern zunehmend auch den deutschen Markt. Einige schrieben die derzeit so beliebten und erfolgreichen Regionalkrimis, aber es gibt auch grenzüberschreitende und internationale Thriller. Das Angebot ist groß. Was sagt ihr dazu? Gefallen euch die Geschichten aus Österreich? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht? Sind sie anders als die deutschen Kriminalgeschichten? Stört es, wenn Ausdrücke im Dialekt vorkommen oder wird das als liebenswerte Eigenheit der Region angenommen? Über regen Gedankenaustausch zu diesem Thema freue ich mich sicher nicht alleine. Liebe Grüße aus Niederösterreich Vero

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  • Rezension zu "Schön tot" von Edith Kneifl

    Schön tot

    Bellexr

    29. November 2010 um 14:02

    Krimi in 5 Akten . Katharina Kafka ist Kellnerin im Café Cuadro im Margaretenviertel, dem 5. Bezirk von Wien. Frühmorgens ist sie Zeugin einer Gasexplosion, bei der eine junge Serbin ums Leben kommt. Kurz darauf findet sie ihren Freund Orlando blutend auf einer Toilette. Der Transvestit ist scheinbar knapp einem Mordanschlag entkommen. Als Orlando ihr dann noch erzählt, dass er im wahrsten Sinne des Wortes kürzlich über die Leiche einer jungen Frau gestolpert ist, wähnen Orlando und Katharina einen Serienmörder in Magareten. Die Neugier ist geweckt und ab sofort begeben sich die Beiden auf Spurensuche in ihrem Bezirk. . Das vorliegende Buch ist definitiv kein Psychothriller, sondern mehr ein Krimi mit sehr viel Lokalkolorit. Das Hauptaugenmerk liegt weniger bei den Ermittlungen, sondern ganz eindeutig beim Magaretenviertel selbst. Dies schildert Edith Kneifl sehr ausführlich, farbenfroh und äußerst unterhaltsam mit seinen Kneipen, Gasthäusern und auch den Menschen, die in dem Viertel leben. Hier kennt man sich, was Katharina bei ihren Nachforschungen sehr zur Hilfe kommt. . Katharina ist eine Frau kurz vor den 40, sehr sprunghaft und lebensfroh. Bedingt wahrscheinlich durch ihre Roma-Wurzeln hält es sie nie lange an einem Ort und so kehrte sie nach einigen Jahren in den USA und Frankreich wieder zurück in den 5. Wiener Bezirk, in dem sie aufgewachsen ist. Doch auch jetzt ist sie wieder am überlegen, zumindest ihren Arbeitsplatz zu wechseln. Doch diese Überlegungen geraten ins Hintertreffen als sie von den Morden erfährt. Durch ihre Aufgeschlossenheit knüpft sie schnell Kontakte und viele Menschen kennt sie auch noch aus ihrer Kindheit, sodass sie bald einiges über die Mordopfer erfährt. Tatkräftig zur Seite steht ihr Orlando. Der junge Mann erfüllt voll und ganz das Klischee eines Transvestiten: Orlando zelebriert sein Sissi-Image, welches Katharina ihm unbedingt abgewöhnen will; zickt liebend gern herum; ist in einem Moment himmelhochjauchzend und ganz schrecklich und unsterblich verliebt, nur um sich im nächsten Moment umbringen zu wollen und zudem liebt er theatralische Auftritte. . Nach dem Überfall auf ihn nistet sich Orlando bei Katharina in deren Wohnung ein und verursacht das absolute Chaos: Sein Handtuchbedarf ist grenzenlos, seine Besuche auf Pornoseiten setzt Katharinas Laptop außer Betrieb und bringt sie hierdurch - und mit seinem ganzen Verhalten sowieso - an den Rand der Verzweiflung. Aber gerade diese übertriebene Darstellung des Charakters macht ihn für einen sofort liebenswert und auch Katharina gelingt es nicht, Orlando lange böse zu sein. So akzeptiert sie seine Schrulligkeit und macht das Beste daraus. . Edith Kneifl lässt Katharina selbst den Krimi erzählen und dies auf sehr warmherzige, humoristische Weise. Hierdurch lernt man sie sehr schnell kennen und ihre offenherzige, freche Art macht sie einen sofort sympathisch. Da die rothaarige Katharina eine Romni und stolz hierauf ist, erfährt man so auch noch ganz nebenbei einiges über das Leben der Roma kennen. Zusätzlich sind die Beschreibungen des 5. Bezirks so liebenswert und unterhaltsam gehalten, dass in einem schon bald der Wunsch erwacht, dass Viertel mit eigenen Augen kennen zu lernen. . Somit ist der Krimi an sich eigentlich nur Nebensache, allerdings stört dies auch nicht sonderlich, da Edith Kneifl es trotzdem versteht, durchweg eine gewisse Spannung aufzubauen und somit die Neugier auf die Lösung des Falls aufrecht zu erhalten. Allerdings kam für mich das Ende dann doch etwas plötzlich und ließ auch einige Fragen unbeantwortet. . Alles in allem eine unterhaltsame Hommage an das Magaretenviertel in Wien und seine Bewohner, bei dem der Krimi eher nur Nebenschauplatz ist.

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  • Rezension zu "Schön tot" von Edith Kneifl

    Schön tot

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. October 2010 um 11:18

    Die Whisky-Flasche ist leer, doch die liebevolle Nervensäge Orlando hellwach. Katharina Kafka ist todmüde und wollte eigentlich zeitig ins Bett gehen, doch so wie es aussieht, würde Orlando noch lange keine Ruhe geben. Nun verlangt er auch noch, dass sie ihre Karten holen soll. Schließlich müsse er wissen, ob er überleben wird oder nicht. Leider hat Katharina die abgegriffenen Karten aber längst weggeworfen, bietet ihm aber schmunzelnd an, ihm die Zukunft aus Bohnen oder Maiskörnern vorhersagen zu können, falls sie welche im Haus hätte ... Katharina Kafka, 39 Jahre alt, arbeitet als Kellnerin im Café Cuadro, einem der Lokale im Schlossquadrat in Wien-Margareten. Die ebenso rothaarige wie arbeitslose Magistra der Geisteswissenschaften, die noch immer kein geeignetes Thema für ihre Dissertation gefunden hat, will endlich nach Hause, nachdem das Lokal pünktlich um Mitternacht geschlossen wurde. Die letzten Tage waren anstrengend für sie, denn schnell sprach es sich herum, dass sie Zeugin einer Gasexplosion ganz in der Nähe war. Dieses Ereignis war im Viertel natürlich Gesprächsthema Nr. 1, zumal es sich bald herausstellte, dass in dem alten Haus irgendetwas nicht gestimmt hatte. An der Gasleitung wurde manipuliert. Eine junge Frau aus dem Kosovo, die am frühen Morgen in der Praxis von Doktor Bischof geputzt hatte, kam ums Leben, als sie sich eine Zigarette ansteckte und damit das Haus in die Luft jagte. Sie verlässt das Lokal durch den Seiteneingang und bemerkt, dass die Tür zur Damentoilette einen Spalt offen steht. Da sie niemanden einschließen will, entschließt sie sich zu einer Kontrolle, geht hinein und schaltet das Licht ein. Das erste, was sie bewusst wahrnimmt, ist "ein Traum von einem bordeauxroten Lackschuh mit zehn Zentimeter hohem Bleistiftabsatz". Auf dem Boden liegt "Kaiserin Sisi" in einem langen weißen Kleid. Sie stöhnt. Und da ist jede Menge Blut. Schritte entfernen sich vom Ort des Geschehens, doch Katharina bleibt, um der Frau zu helfen ... die jedoch gar keine ist. Die beiden teilen nicht unbedingt eine enge Freundschaft, aber sie verstehen sich bestens, seit sie sich bei einem Barkeeper-Kurs kennengelent hatten. Orlando ist Ende zwanzig, witzig, zickig und schwul - lediglich dass er auch Transvestit ist, ist für sie eine Überraschung, weshalb sie auch in dieser Situation etwas unpassend reagiert und fragt: "Wie schaust du denn aus? Der Fasching ist längst vorbei." Orlando kontert Unverständliches und sie will sofort die Rettung alarmieren, doch nun reagiert er sofort, denn auf keinen Fall will er mit der Polizei etwas zu tun haben. Er berichtet, dass man mit einem Ice Pick auf ihn eingeschlagen hat. Wie in "Basic Instinct, nur mit dem Unterschied, dass der verwendete Pick sechs Zacken hatte! Glücklicherweise hätte der Angreifer aber nur seinen Busen damit zerhackt - also die "Brustprothese", wie er noch ergänzend hinzufügt. Orlando ist allerdings schwerer verletzt, als er zunächst wahrhaben möchte. Katharina findet eine schreckliche Fleischwunde unter der rechten Schulter und will erst einmal die Blutung stillen. Sie reißt ein Stück vom Saum des Kleides ab und presst es auf die Wunde, was die nächste heftige Reklamation des Opfers auslöst, denn schließlich hätte das Kleid 300 Euro gekostet! Den nächsten Protest gibt es, als sie ihm reinen Alkohol auf die Wunde kippt, den sie rasch im Keller des Cuadro besorgt. Anschließend gibt es noch einen provisorischen Druckverband aus Servietten und zuvor auf die Wunde gelegte, frisch gepflückte Salbeiblätter aus dem hauseigenen Kräutergarten. Nach Hause möchte Orlando auf keinen Fall, da er dort den Killer vermutet, der sein Werk ganz bestimmt vollenden will. Folglich schleppt ihn Katharina zu sich nach Hause und dort geht die Lachplatte weiter ... ... denn jetzt muss erst einmal das sehr eng geschnürte Korsett - ebenfalls blutig und zerfetzt - ausgezogen werden. Rasch wird ein Notbett auf der Chaiselongue eingerichtet und Orlando in Ermangelung eines Schmerzmittels mit Whisky behandelt. Leider denkt er gar nicht daran, sich hinzulegen und wirkt nach einem doppelten Espresso und der hochprozentigen Medizin wie neu geboren und fragt nach einem Joint, den ihm Katharina aber leider nicht anbieten kann. Schließlich schildert er den Tathergang und wie er sich gegen den Angreifer erfolgreich gewehrt hat. Mit seinen Schilderungen kommt er zu keinem Ende und gegen drei Uhr wechselt er plötzlich das Thema und sieht einen Zusammenhang zu einem anderen Verbrechen, denn er war es, der vor gar nicht langer Zeit das erste Opfer gefunden hatte. Es war die schöne Tote im Bacherpark - die mit dem Webpelzmantel und dem hochgerutschten Minirock, der ihren "nackten Hintern entbößte". Orlando erinnert sich genau, dass sie keinen Slipp trug, dafür aber schwarze Strümpfe und violette Strapse. Ihr schwarzes langes Haar auf dem schneebedeckten Boden erinnerte ihn sofort an Schneewittchen. Auf der linken Arschbacke hatte sie eine große Tätowierung - ein feuerspeiender Drache - und von diesem "phantastischen Anblick" hätte er sich nur schwer losreißen können ... Mit seinen weiteren Beschreibungen treibt es Orlando dann auf die Spitze, und schließlich schlägt er vor, gemeinsam mit Katharina die Frauenmorde in Margareten aufklären zu wollen ...! Es ist nicht der erste Klappentext, der uns etwas weismachen will - was insofern schade ist, da alle Fans von Psychothrillern vielleicht enttäuscht sein werden. "Schön tot" ist nämlich keiner. Punkt. Und das war es dann auch schon mit Kritik, denn dieser Krimi hat das, was Psychothrillern meist fehlt: Humor. Aber nicht irgendeinen Humor, sondern die überaus schräge Wiener Variante. Und diese besondere Gattung vermag Edith Kneifl gnadenlos einzusetzen. Die in Wien lebende Psychoanalytikerin und Schriftstellerin schüttelt auf eine ebenso schwer zu beschreibende wie hinterlistige Art und Weise Pointen aus dem Ärmel, dass man mit dem Lachen schier nicht mehr hinterher kommt. Nicht selten baut die Autorin diese Situationskomik selbstverständlich genau an den Stellen ein, wo sie der Leser als Letztes erwarten würde! Die Schauplätze sind authentisch und das Flair im Viertel des Schlossquadrats ist erlebbar. Wir befinden uns als Leser mitten in Wien-Margareten und erleben das Böse hautnah. Und was kann schlimmer sein, als ein "Mordalarm" in der unmittelbaren Nachbarschaft und ein Täter, der sich möglicherweise mitten unter uns versteckt ... © Thomas Lawall - www.querblatt.com

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  • Rezension zu "Schön tot" von Edith Kneifl

    Schön tot

    Steffi153

    06. April 2010 um 11:08

    Gleich zu Anfang muss ich sagen: ein wirklicher Krimi ist dieses Buch in meinen Augen nicht. Der Klappentext verspricht Spannung, die im Laufe des Buches aber leider nur sehr kurz kommt. Man erfährt viel über Margareten, vorallem über die dort ansässigen Lokale und Wirtschaften. Nebenbei ermittelt Katharina Kafka mit ihrem schwulen Freund Orlando ein paar Frauenmorden hinterher, ohne eigentlich wirklich etwas zur Klärung des Falls beitragen zu können. Der Fall klärt sich aber zu Ende natürlich trotzdem auf, sogar mit unerwarteter Wendung. Was ich definitiv negtativ finde ist, dass sehr viel Werbung für Skoda gemacht wird! Das Buch ist ganz gut und schnell zu lesen, aber es fehlen Spannung und Anspruch. Die Handlung könnte, würden nicht so viel Lokale darin vorkommen, wirklich interessant sein, so ist das Ganze etwas lasch. Schön sind die am Ende des Buches beigefügten Rezepte, deren Gerichte im Laufe der Geschichte genannt wurden.

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  • Rezension zu "Schön tot" von Edith Kneifl

    Schön tot

    dark_angel

    18. January 2010 um 13:01

    Zwei hübsche Frauen sind bereits tot, doch der Serienmörder, der zur Zeit im österreichischen St. Margareten wütet, hat noch lange nicht vor, damit aufzuhören ... Von Neugier getrieben wird aus der Kellnerin Katharina Kafka eine Amateur-Detektivin. Zusammen mit ihrem Freund Orlando nimmt sie die Verfolgung des Mörders auf. Zwar steht auf dem Klappentext, dass es sich um einen Psychothriller handelt, doch es ist meiner Meinung nach eher ein kurzweiliger Krimi-Roman. Denn die eigentliche Handlung mit der Ermordung mehrerer junger Frauen und deren Aufklärung spielt nur eine Nebenrolle. Die Hauptrollen spielen vielmehr das kleine Städtchen St. Margareten und die darin vorkommenden Hauptcharaktere, wie z.B. Katharina Kafka, von Beruf Kellnerin und eine halbe Roma, die St. Margareten wie ihre Westentasche kennt. An ihrer Seite finden wir den Transvestiten Orlando - auch genannt Sisi - der sich als Dauergast bei Katharina einquartiert. Die Autorin Edith Kneifl verwendet viel Zeit und Aufmerksamkeit, den Charakteren Leben einzuhauchen. Dadurch wirken sie überaus glaubwürdig und real. Dieser Krimi lebt von seinen Charakteren und verzichtet auf jegliche Effekthascherei. Daher dürfte er für Leser geeignet sein, die nicht auf harte Krimi-Kost aus sind, sondern eine schöne, kurzweilige Krimi-Unterhaltung suchen. Als nettes Extra am Ende des Buches findet der Leser Rezepte über die im Buch vorkommenden Wiener Gerichte zum Nachmachen.

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  • Rezension zu "Schön tot" von Edith Kneifl

    Schön tot

    liebelein

    22. December 2009 um 16:05

    Die junge Romni Katharina Kafka lebt und arbeitet als Kellnerin im Wiener Margarethen-Viertel. Hier scheint es jemand auf junge Frauen abgesehen zu haben; denn nacheinander kommen hier rund um das Schlossquadrat Frauen ums Leben oder können einem Anschlag oder einer Vergewaltigung nur knapp entgehen. Als auch Katharinas homosexueller Freund Orlando durch seine Aufmachung verwechselt und Opfer eines Angriffs wird, interessiert sich Katharina immer mehr für die potentiell in Frage kommenden Tatverdächtigen und scheint damit vielleicht selbst die Aufmerksamkeit auf ihre eigene Person zu lenken… Als Leser wird man gegenüber den vielen Personen sofort misstrauisch: Welche Rolle spielt der Psychiater Dr. Mader oder der charmant-dreiste Gigolo Toni, der sich schon zu sehr für Katharina interessiert? Kommt man hier dem Mörder ein Stückchen näher? Und wer steckt hinter den anonymen Telefonanrufen? Langsam wird man in verschiedene Richtungen gelenkt, doch die Auflösung ist für mich eher überraschend und hätte vielleicht noch ein wenig mehr ausgebaut werden können. Aber ansonsten bin ich mit dem Verlauf des Krimis sehr zufrieden ;o). Sehr geistreich und mit viel ironischem Witz führt uns Edith Kneifl mit der Figur der jungen Katherina durch die Ermittlungen und betreibt indirekt eine Milieustudie über dies Wiener Viertel und ihre unterschiedlichen sowie auch interessanten Bewohner. Hierdurch wird diese Geschichte um die Vorfäller in Wien–Margareten sehr lebendig und bildreich gehalten. So kommt es mir aufgrund der schönen Beschreibungen und des Wiener Flairs fast so vor, als wäre ich selbst schon einmal da gewesen. Dreh- und Angelpunkt im Geschehen ist hier insbesondere die Gastronomie – der öffentliche Raum - in welcher man die Personen, die wichtig für die Auflösung des Krimis sind, auch immer wieder antrifft. Das Zitat „Edith Kneifls Spezialität ist das Böse, das sich im Alltag verbirgt“ (Sächsische Zeitung, Bettina Schmidt) bringt es meines Erachtens genau auf den Punkt. Ein sehr unterhaltsamer Wien-Krimi, der jedoch mehr Augenmerk auf die eigens ernannte Ermittlerin und lebendige Umfeld legt als auf ausschweifende Details grausamer Mordbeschreibungen. Die Sprache ist niveauvoll und sehr flüssig, mit einem bisschen Wiener Schmäh abgerundet. Sehr schön auch zum Schluss des Buches: Typische Rezepte aus der Wiener Küche mit Bezug auf das vorher gelesene. Sehr nett! Daher: Wer kein Interesse an einem Thriller in Schockmanier hat, ist mit diesem “Krimi“ mit Wiener Flair sehr gut beraten. Ich kann diesen Roman sehr empfehlen!

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  • Rezension zu "Schön tot" von Edith Kneifl

    Schön tot

    sab-mz

    30. November 2009 um 09:41

    Der im Klappentexrt angekündigte Psychothriller ist es nicht,aber ein Krimi der eher leisen Töne.Die eigentliche Handlung,die Ermordung mehrerer junger Frauen im Wiener Viertel Maragreten tritt in den Hintergrund.Im Vordergrund steht die Kellnerin Katharina Kafka,eine halbe Roma,die gemeinsam mit ihrem Dauergast Sisi (dem Transvestiten Orlando) die Hintergründe der Morde erkundet.Dabei nutzt sie ihre Kenntnis des Viertels und seiner Bewohner,man erfährt viel über Katharinas Leben und das Leben der Bewohner des Viertels. Edith Kneifl schildert dies auf eine liebevolle Art und Weise,die den Leser ganz in die Handlung entführt.Ein rundum lesenswertes Buch,wenn man keinen harten Krimi erwartet,sondern bereit ist sich auf die handelnden Personen einzulassen.

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