Edith Kneifl Stadt der Schmerzen

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Inhaltsangabe zu „Stadt der Schmerzen“ von Edith Kneifl

KNISTERNDE KRIMISPANNUNG VOR DER TRAUMHAFTEN KULISSE VON FLORENZ
Edith Kneifl inszeniert ein atemberaubendes Krimi-Drama und erzählt ganz nebenher, aber umso eindrücklicher, interessante Geschichten und kulturhistorische Details über Florenz.

DER ZWEITE FALL DES KULT-ERMITTLERDUOS KATHARINA KAFKA UND ORLANDO
Familiäre Verpflichtungen führen Orlando, Transvestit mit einem Faible für den Sisi-Look, und seine beste Freundin Katharina Kafka nach Florenz. Was als entspannter Kurztrip geplant war, entwickelt sich jedoch rasch zu einem mörderischen Inferno von Dante’schen Ausmaßen: Wenige Stunden nach ihrer Ankunft taucht die übel zugerichtete Leiche eines Cousins von Orlando auf, und statt in Ruhe dem Sightseeing und langen Einkaufsbummeln zu frönen, werden Katharina und Orlando immer weiter in die Mordermittlungen hineingezogen. Je tiefer sie in der Familiengeschichte wühlen, desto mehr unappetitliche Details tauchen auf: Mädchenhandel und Schlepperwesen, Verbindungen zur italienischen und rumänischen Mafia, Diebstahl und illegaler Handel mit gefälschten Parfüms – es scheint kaum ein kriminelles Geschäft zu geben, in dem die ehrenwerte Florentiner Familie Pazzini nicht ihre Finger hat …

Weitere Krimis mit dem Ermittlerduo Katharina Kafka und Orlando:
- Endstation Donau
- Blutiger Sand
- Schön tot

Der Meinung von Bellexr kann ich mich nur anschließen! Ein sehr gelungener Krimi!

— Sternenstaubfee

Fazit: Ein sehr unterhaltsamer, spannender Krimi, der vor einer traumhaften Kulisse spielt und zwei Protagonisten, die man einfach ins Herz schließen muss.

— Bellexr

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Flugangst 7A

Wieder ein sehr guter Fitzek. Spannend und undurchschaubar bis zum Schluß.

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Untiefen

Ich hätte mir von diesem Buch mehr erhofft.

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  • Rezension zu "Stadt der Schmerzen" von Edith Kneifl

    Stadt der Schmerzen

    maroma

    29. August 2011 um 21:33

    Frau und Mann (der eigentlich auch fast eine Frau ist) fahren zur Beerdigung vom Vater des Mannes nach Florenz. Doch nach einem neuerlichen Todesfall auf der Beerdigung machen sie sich auf die Suche nach dem Mörder. Spannender österreichischer Krimi.

  • Rezension zu "Stadt der Schmerzen" von Edith Kneifl

    Stadt der Schmerzen

    Volpina

    01. August 2011 um 18:01

    Ein packendes Krimidrama" und raffinierte(r) Psychothriller", wie der Text auf der Rückseite des Schutzumschlages verspricht, hatte ich gesucht, doch leider nicht gefunden. Dabei muss sich der außergewöhnliche Stadtführer mit Krimi-Note gar nicht hinter solch schlagkräftigen Genre-Schubladen verstecken. Eigentlich schade, dass der Lesespaß durch eine solch unnütze Fehleinschätzung gemildert wird. Auf der Beerdigung von Orlandos Vater in Florenz kommt es zu einem weiteren Todesfall. Ein Mord. Während sich Orlando mit einem neuen Flirt amüsiert, gerät Katharina immer wieder in gefährliche Situationen. Es scheint, als stecke die Familie des Verstorbenen tief in schmutzigen Geschäften. Auf dem heruntergekommenen Landsitz finden sie junge Roma, von denen man angeblich nichts gewusst haben will. Hat Orlandos Familie tatsächlich etwas mit dem Mädchenhandel zu tun? Ich habe Gefallen an dem ungewöhnlichen Genremix gefunden. Edith Kneifl hat ihre Figuren mit Charakter und sympathischen Eigenheiten gezeichnet, da stört es auch nicht, wenn sie hin und wieder ein klein wenig überzeichnet wirken. Wenn man Interesse an Florenz hat und darauf einlässt von Edith Kneifl enthusiastisch durch Kirchen und Straßen führen zu lassen, dann macht das Buch nicht nur Lust auf einen Besuch in dieser geschichts- und kunstträchtigen Stadt, sondern auch auf einen neuen Fall mit Katharina und Orlando. Ich bin schon gespannt, wohin mich die Autorin als nächsten führt. © wortsplitter (Simone Wilhelmy) ausführliche Rezension:http://wp.me/pN7E1-vr

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  • Rezension zu "Stadt der Schmerzen" von Edith Kneifl

    Stadt der Schmerzen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. June 2011 um 13:46

    Kurzbeschreibung: Familiäre Verpflichtungen führen Orlando, Transvestit mit einem Faible für den Sisi-Look, und Katharina Kafka nach Florenz. Was als entspannter Kurztrip geplant war, entwickelt sich rasch zu einem mörderischen Inferno von Dante'schen Ausmaßen: Wenige Stunden nach ihrer Ankunft taucht die übel zugerichtete Leiche eines Cousins von Orlando auf, und statt in Ruhe dem Sightseeing und Einkaufsbummeln zu frönen, werden Katharina und Orlando immer weiter in die Mordermittlungen hineingezogen. Je tiefer sie in der Familiengeschichte wühlen, desto mehr unappetitliche Details tauchen auf: Mädchenhandel, Schlepperwesen, Diebstahl und Handel mit gefälschten Parfüms - es scheint kaum ein kriminelles Geschäft zu geben, in dem die ehrenwerte Florentiner Familie Pazzini nicht ihre Finger hat... Zur Autorin: Edith Kneifl, geboren 1954 in Wels, lebt und arbeitet als Psychoanalytikerin und Schriftstellerin in Wien. Zahlreiche Auszeichnungen, erhielt u.a. 1992 als erste Frau den Glauser-Preis für den besten deutschsprachigen Kriminalroman des Jahres. Übersetzungen in mehrere Sprachen. ROMY 2003 für die Verfilmung des Romans Ende der Vorstellung (Regie: Wolfgang Murnberger). 14 Kriminalromane und ca. 50 Kurzgeschichten. Rezension: Katharina Kafka, studierte Historikerin und momentan Kellnerin in einem Wiener Caféhaus, reist zusammen mit ihrem Freund, dem schwulen Orlando, der sich gerne in Frauenkleidern zeigt und dem es insbesondere der Sisi-Look angetan hat, nach Florenz zur Beerdigung von Orlandos Vater. Kaum dort angekommen, wird die Leiche von Riccardo, einem Cousin Orlandos, in einem Kühlhaus aufgefunden. Katharina und Orlando beschließen, gemeinsam in diesem Fall zu ermitteln. Was dann so alles ans Tageslicht kommt hat es in sich, denn die Familie Pazzini hat es wirklich faustdick hinter den Ohren und da ist der Handel mit gefälschten Parfüms noch das kleinste Übel... "Stadt der Schmerzen" ist bereits der zweite Fall des sehr ungewöhnlichen Ermittlerduos Katharina und Orlando. Da ich den ersten Teil nicht gelesen habe, kann ich guten Gewissens sagen, dass kein Vorwissen dessen nötig ist, was ich sehr begrüße. Die beiden Hauptcharaktere haben mich gut unterhalten und könnten unterschiedlicher nicht sein: Katharina ist neugierig, was sie zur perfekten Ermittlerin macht und immer leicht genervt von ihrem Freund Orlando, der sie dauernd vom Rauchen abbringen will, stets unpünktlich zu Treffen erscheint und sie mit seinem Mode- und Schminkfimmel öfter auf die Palme bringt. Orlando selbst kommt etwas naiv daher und bei ihm bedient sich die Autorin auch an ein paar typischen Klischees, die aber nicht allzu sehr ins Gewicht fallen. "Stadt der Schmerzen" lebt nicht nur von dem sehr verwickelten Mord an Riccardo und dessen Aufklärung, sondern auch von den spritzigen Dialogen zwischen Katharina und Orlando und vielen eingeflochtenen historischen Begebenheiten, die sich in Florenz zugetragen haben, die aber gut dosiert sind, sodass man nebenbei noch einiges Wissenswertes über diese Stadt erfährt. Der Roman bietet eine sehr ausgewogene Mixtur aus Spannung und Unterhaltung - und ich hoffe, zukünftig noch mehr von diesem originellen Ermittlerduo lesen zu dürfen! Zur Gestaltung des Buchs: Auf dem Cover ist eine Statue zu sehen, im Hintergrund erstreckt sich schemenhaft die Stadt Florenz. Sehr gut gefallen haben mir die Schwarz-Weiß-Fotos von Lorenzo Carlmagno zwischen den einzelnen Teilen, in die der Roman aufgeteilt ist, die die Atmosphäre von Florenz einfangen und die Stimmung des Romans widergeben. Fazit: Ein spannender Florenz-Krimi mit einem ungewöhnlichen und erfrischenden Ermittlerduo, von dem ich gerne noch mehr lesen würde.

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  • Rezension zu "Stadt der Schmerzen" von Edith Kneifl

    Stadt der Schmerzen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. May 2011 um 08:55

    Katharina begleitet ihren besten Freund Orlanda nach Florenz, um die Beerdigung dessen Vater beizuwohnen. Jedoch ist nicht nur der Tod Orlandos Grund dafür, dass aus diesem Besuch kein Kurzurlaub in einer malerischen Stadt wird, sondern zusätzlich noch ein Mord innerhalb der Familie. Katharina ist auch gleich Feuer und Flamme und kann es mal wieder nicht lassen, sich in die Gelegenheit einzumischen und ihr guter Freund muss sie dabei natürlich unterstützen. Bei dieser Geschichte muss man nicht lange warten, denn gleich zu Anfang spielt sich ein Mord ab, der auch gleich jede Mengen Fragen aufwirft, da man nicht nur den Täter nicht kennt, sondern auch das Opfer noch unbekannt ist. Ereignisreich geht es danach auch weiter, denn Edith Kneifl schreckt nicht davor zurück, ausgerechnet eine Beerdigung für ihre einleitende Geschichte zu verwenden und sorgt auch hier für alles andere als Langeweile und zieht den Leser in den Bann der Geschichte mit einem aufregenden Mordfall. Mit der fortfließenden Geschichte befindet man sich wie auf einer Rundführung durch Florenz. Eine Stadtführung der besonderen Art, verteilt auf mehrere Tage, während derer man die Stadt Florenz von allen seinen Seiten näher kennen lernen kann und dessen kunstvolle Sehenswürdigkeiten, sowie dessen Geschichte näher gebracht bekommt. >>"Krimilesen bildet, ich weiß", sagte er kichernd.<< Leider konzentriert sich die Geschichte anfangs darauf so stark, dass der Mord selbst sehr in den Hintergrund rückt, was zu Folge hat, dass dem Buch die anfängliche Spannung genommen wird. Jedoch ist man irgendwann mit dieser scheinbaren Stadtführung fertig und ab dem Moment geht es dann auch wieder wirklich spannend weiter. Die Such nach dem Täter ist dabei nicht gerade leicht. Man ist sich zwar sicher, dass es eine der schon bekannten Personen ist, jedoch gibt es einen ständiges Hin und Her, immer wieder neue Hinweise und Vermutungen, so dass man sich nie auf eine Person festlegen kann. Nur das Ende kam mir letztlich etwas zu abrupt und mir persönlich hat der ausklingende Teil gefehlt. Katharina, genannt Kafka, und Orlando geben ein wunderbar unterhaltsames Ermittlerpaar ab. Obwohl sie sich beide immer wieder fürchten und in manchen Situationen anstellen wie Kleinkinder, begeben sie sich trotzdem immer wieder in gefährliche Situationen und können es nicht lassen, sich einzumischen. Außerdem sind sie beide sehr sympathische Persönlichkeiten, die mit viel Witz und ihrer scharmanten und verrückten Art bestechen. Vor allem Orlando ist dabei sehr herausstechend, der sich gerne in Frauenkleidern zeigt, sich darum aber auch immer wieder beklagt, dass ihm die Füße wegen seiner Schuhe schmerzen. Mit dem Schreibstil kam ich sehr gut zurecht. Ich fand schnell in die Geschichte rein, sie ließ sich flüssig lesen und es gab keinen holprigen Formulierungen, die das Lesen erschwert hätten. Auch dass die Wahl der Perspektive auf Kafka gefallen ist, hat mir gut gefallen. Die ganzen Ereignisse aus ihrer Sicht zu betrachtet, erschwerte die Sache, die anderen Personen einschätzen zu können, was zu diesem Buch wunderbar gepasst hat. Insgesamt ein gelungert Krimi, der vor allem für diejenigen interessant ist, die sich gerne mal mit Florenz beschäftigen möchten.

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  • Rezension zu "Stadt der Schmerzen" von Edith Kneifl

    Stadt der Schmerzen

    Sternenstaubfee

    24. May 2011 um 16:12

    Katharina fährt mit ihrem schwulen Freund Orlando nach Florenz, um dort der Beerdigung von Orlandos Vater beizuwohnen. Doch die Beerdigung ist alles andere als friedlich! Im Kühlhaus von Orlandos Onkel Livio wird Cousin Riccardo aufgefunden - ermordet! Schnell kommen Katharina und Orlando hinter so allerlei schmutzige Geschäfte, in die Orlandos Familie verwickelt zu sein scheint... * Meine Meinung * Ein super Buch, das ich sehr gerne gelesen habe und jedem Krimifan wärmstens ans Herz legen kann! Es ist durchweg spannend, auch wenn es eine eher "ruhige" Spannung ist. Der Krimi kommt mir sehr durchdacht vor; es ist ein intelligenter Krimi, der ohne viel Action auskommt. Der Handlung kann man leicht folgen, und die Figuren sind sehr schön dargestellt. Besonders gefallen hat mir der schwule Transvestit Orlando, der sich gerne anzieht wie die Kaiserin Sissi. Ein Unikat! Der Schreibstil ist leicht und das Buch läßt sich flüssig lesen. Besonders wertvoll machen dieses Buch dann noch einige schöne schwarz-weiß Fotos und die immer wieder mal in die Geschichte mit hineinfliessenden Informationen über Florenz (Geschichte und Sehenswürdigkeiten). Insgesamt also ein sehr gelungener Krimi, der mein Interesse für die Autorin Edith Kneifl geweckt hat. Bestimmt werde ich noch andere Bücher von ihr lesen!

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  • Wir lieben österreichische Krimis! Ihr auch?

    Tote nur nach Voranmeldung

    VeroG

    Krimis & Thriller, geschrieben von österreichischen Autoren/innen, erobern zunehmend auch den deutschen Markt. Einige schrieben die derzeit so beliebten und erfolgreichen Regionalkrimis, aber es gibt auch grenzüberschreitende und internationale Thriller. Das Angebot ist groß. Was sagt ihr dazu? Gefallen euch die Geschichten aus Österreich? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht? Sind sie anders als die deutschen Kriminalgeschichten? Stört es, wenn Ausdrücke im Dialekt vorkommen oder wird das als liebenswerte Eigenheit der Region angenommen? Über regen Gedankenaustausch zu diesem Thema freue ich mich sicher nicht alleine. Liebe Grüße aus Niederösterreich Vero

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  • Rezension zu "Stadt der Schmerzen" von Edith Kneifl

    Stadt der Schmerzen

    sabatayn76

    10. May 2011 um 17:51

    San Miniato al Monte, Medici, Michelangelo Inhalt: Die Ich-Erzählerin Katharina fährt mit ihrem homosexuellen, Frauenkleider und Make-up tragenden Freund Orlando zur Beerdigung seines Vaters nach Florenz. Während des Begräbnisses ertönt ein Schrei: Orlandos Cousin Riccardo wurde in einem Kühlhaus ermordet. Bald stoßen Katharina und Orlando auf dunkle Geheimnisse der Familie - anscheinend gibt es Verbindungen zur Mafia, zu Prostitution und Menschenhandel sowie Geschäfte mit gefälschtem Parfüm. Die beiden decken immer mehr düstere Machenschaften auf und wissen bald nicht mehr, wem sie trauen können. Mein Eindruck: Anfangs war ich skeptisch: Katharina ist notorisch schlecht gelaunt und unsympathisch, Orlando ist meiner Meinung nach viel zu stereotyp und überzogen, jammert viel und ist weinerlich. Nach und nach entfaltet sich jedoch eine sehr spannende Geschichte, bei der mir zwar sehr schnell klar war, wer der Täter ist, die mich jedoch durchgehend gefesselt hat. Sehr schön fand ich auch die im Buch abgedruckten Bilder von Florenz und die von der Autorin so wunderbar beschriebene Atmosphäre, die viel Lust auf Florenz macht. Zudem kann man nicht nur etwas über die Stadt und die Medici, sondern auch über die Roma und Dantes Göttliche Komödie lernen. Mein Resümee: Wer Lust auf einen wirklich besonderen Krimi fernab des Mainstreams hat, sollte hier zuschlagen. Sehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Stadt der Schmerzen" von Edith Kneifl

    Stadt der Schmerzen

    Bellexr

    31. March 2011 um 19:32

    Leben und Sterben in Florenz . Zusammen mit ihrem Freund Orlando reist Katharina Kafka nach Florenz zum Begräbnis von dessen Vater. Kaum in der Kirche angekommen, geht das Fiasko los. Orlandos Cousin Ricardo wird am selben Morgen ermordet im Kühlhaus von Orlandos Onkel gefunden. Diese Neuigkeit wird sogleich von einem Familienmitglied noch in der Kirche verkündet. Sofort bricht das italienische Temperament unter den Trauergästen durch, der Sarg des Vaters macht sich auf den Kirchenstufen selbständig und die groß geplante Trauerfeier ist dahin. Natürlich können Katharina und Orlando es nicht lassen, selbst wieder einmal auf eigene Faust zu ermitteln und hierbei müssen sie schon bald feststellen, dass hinter der Fassade der angesehenen florentinischen Familie anscheinend nicht alles zum Besten steht. . Edith Kneifl lässt ihre extravaganten Hobbydetektive in ihrem zweiten Fall in der traumhaften Kulisse Florenz ermitteln und dies gestaltet sich ein wenig chaotisch, überaus humoristisch und sehr spannend. Durchsetzt sind die Ermittlungen mit vielen historischen Hintergrundinformationen über die geschichtliche Vergangenheit dieser wunderbaren Stadt in der Toskana. So bekommt man einen spannenden Krimi wie auch interessante Informationen zu Florenz geboten, die dafür sorgen, dass man eigentlich augenblicklich die Koffer packen möchte, um die Stadt selbst zu erkunden. . Der Krimi gestaltet sich von Anfang an fesselnd, spannend und komplex angelegt. Weder ist das mögliche Motiv schnell ausgemacht noch ist früh ersichtlich, welches Familienmitglied der umfangreichen Verwandtschaft von Orlando nun hinter dem Mord steht oder ob gar die italienische oder rumänische Mafia hier ihre Finger im Spiel hat. Zumal die Autorin hier viele unterschiedliche Themen wie Kinderprostitution, Mädchenhandel, Diebstahl, Mord sowie das Fälschen von Parfüm im großen Stil aufgreift und diese geschickt zu einer schlüssigen Geschichte zusammenfasst. . Neben der komplexen Story stehen bei Edith Kneifl klar ihre Protagonisten im Vordergrund und diese sind wirklich zwei Originale. Da ist zum einem der Transvestit Orlando, der mit Vorliebe seinem Sissi-Look frönt, den Katharina jedes Mal auf die Palme bringt. Orlando ist zickig, herrlich naiv, geht nie ohne ausgefeiltes Make-Up aus dem Haus, braucht im Bad immer Stunden und sein größter Traum ist es, als uneheliches Kind von seiner italienischen Familie akzeptiert zu werden. So hofft er natürlich auch darauf, im Testament seines Vaters bedacht zu werden und sieht sich schon als Landedelmann mit eigenem Weingut. Und dann die Romni Katharina Kafka: Die studierte Historikerin arbeitet in Wien als Kellnerin, ist äußerst freiheitsliebend, aufbrausend und extrem neugierig. Was ihr in Florenz auch noch zum Verhängnis werden soll. . Die Szenen zwischen Katharina und Orlando sind herrlich erfrischend und warmherzig und so wirkt der Krimi auch durchweg äußerst locker, flüssig und packend erzählt. Und da die Story aus Sicht von Katharina dargestellt wird, erhält man auch sofort einen Bezug zu ihrer Person wie auch zu ihrem schwulen Freund Orlando, der sie mehr als einmal zur Weißglut bringt. Sei es sein Sissi-Look, sein ständiges Genörgel, wenn Katharina sich eine Zigarette ansteckt oder seine notorische Unpünktlichkeit. Beide Charaktere wirken durchweg sehr authentisch und auch, wenn Edith Kneifl bei Orlando sich schon des einen oder anderen Klischees bedient, ist seine Figur absolut sympathisch angelegt und sein Verhalten nie aufgesetzt. . Fazit: Ein sehr unterhaltsamer, spannender Krimi, der vor einer traumhaften Kulisse spielt und zwei Protagonisten, die man einfach ins Herz schließen muss.

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  • Rezension zu "Stadt der Schmerzen" von Edith Kneifl

    Stadt der Schmerzen

    Solifera

    29. March 2011 um 19:34

    Zwei Wiener in Florenz Katharina Kafka, die eigentlich Geschichte und Kunstgeschichte studiert hat, schlägt sich mit einem Kellnerjob durch. Auf Einladung ihres schwulen Freundes Orlando reisen die beiden nach Florenz zur Beerdigung von Orlandos Vater. Dort angekommen, geschieht gleich ein zweiter Mord: Riccardo, Onkel von Orlando, ist brutal zugerichtet tot im Kühlhaus aufgefunden. Und schon sind Katharina und Orlando mitten drin in unfreiwilligen Hobby-Ermittlungen. Dabei decken sie unschöne dunkle Familiengeheimnisse auf (Prostitution, Menschenhandel, Betrug und mehr). Schaffen sie Lichts ins Dunkle zu bringen und den Fall zu lösen? Es bleibt extrem spannend * Die zwei Hauptfiguren Katharina und Orlando sind einfach total lieb und absolut glaubwürdig gestaltet und durch die Ich-Perspektive kann man sich super gut in Katharina hinein versetzen. Der Stil ist einfach gehalten, aber dennoch mitreißend, so dass der Leser direkt in die Story eingesogen wird. Außerdem finden sich im Buchinneren gelegentlich Bilder, die das Geschehen untermalen! * Das Buch von Edith Kneifl hat mich wirklich positiv überrascht! Es ist kein typische Krimi mit Inspektor sondern unsere zwei Helden "kriminalisieren" hobbymäßig. Es bietet super-gute Leseunterhaltung und ist nicht nur für Krimifans geeignet, oder vielleicht auch gerade denjenigen ans Herz zu legen, die sonst dieses Genre meiden. Meine Stimme hat das Buch in jeden Fall!

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  • Rezension zu "Stadt der Schmerzen" von Edith Kneifl

    Stadt der Schmerzen

    NiliBine70

    28. March 2011 um 16:04

    Bella Italia! Katharina Kafka begleitet ihren homosexuellen und Frauenkleider-liebenden besten Freund Orlando nach Florenz. Sein Vater, dessen unehelicher Sohn er war, ist verstorben und Orlando freut sich, zu den Trauerfeierlichkeiten eingeladen worden zu sein und betrachtet augenscheinlich alles sehr naiv als eine Möglichkeit, im mondänen Florenz Urlaub zu machen und bei seiner vermeintlich wohlhabenden, gut angesehenen Familie zu residieren. Doch bereits während der Trauerfeier kommt es zu einer Katastrophe. Ein Cousin Orlandos wird ermordet im Kühlhaus eines weiteren Onkels gefunden, der ein Restaurant mit Metzgerei betreibt. Katharina und Orlando betätigen sich nun als Hobbydetektive, was ihnen anscheinend schon in der Vergangenheit sehr viel Ärger einbrachte. Immer tiefer werden sie in die kriminellen Machenschaften der ehrenwerten Familie Pazzini hineingezogen. Mord, Prostitution, Menschenhandel, Parfumfälscherei im großen Stil, Betrug wo es nur geht… Dazu alles gewürzt mit italienischer und rumänischer Mafia, was Katharina ganz besonders trifft, da sie eine Halb-Roma ist. Und all das vor der wundervollen Kulisse des vor Kunst nur so strotzenden Florenz. Man lernt als Leser unheimlich viel, wenn man will. Man sieht Kunstwerke, Bauten, Paläste, Gärten, alles mehr als deutlich vor sich, riecht die Blumen. Mir hat die Story sehr gut gefallen, weil es nicht so an den Haaren herbeigezogen scheint. Die Problematik der „Zigeuner“ –ich wähle bewusst diese Bezeichnung- ist allgegenwärtig, überall in Europa und da ist es nicht verwunderlich, wenn solche Fälle tatsächlich passieren. Schockierend ja, aber eben nicht von der Hand zu weisen! Auch die mafiösen Machenschaften sind ja keine Ausgeburt der Fantasie der Autorin. Nein, das alles ist Wirklichkeit und deshalb umso packender. Für mich liegt die Vermutung nahe, dass noch weitere Fälle von Katharina und Orlando gelöst werden, vielleicht vor dem Hintergrund anderer, historischer Städte? Es würde mich freuen. Dieser Kriminalroman liest sich zügig, trotz vieler Erläuterungen zu den Kunstschätzen in und um Florenz, den historischen Schätzen, der Parfumherstellung etc. Man muss kein Kunstkenner sein, nur interessiert, um dem Charme dieser Stadt zu erliegen und sich in die Geschichte ziehen zu lassen.

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  • Rezension zu "Stadt der Schmerzen" von Edith Kneifl

    Stadt der Schmerzen

    Sophia!

    19. March 2011 um 17:18

    „Er schmeckt sein eigenes Blut. Die Faust seines Gegners hat ihn mitten ins Gesicht getroffen, seine Oberlippe ist aufgeplatzt.“ _ Der Prolog setzt ein mit der detaillierten Schilderung der grausamen Ermordung eines Mannes. Spannung und gleichzeitiges Entsetzen wird ausgerechnet mit Cavaradossis großartiger Arie „E lucevan le stelle“ verbunden. Ein planvoll inszenierter Mord, der die gestörte Psyche des Täters deutlich macht, bis schließlich die qualvollen Schreie des Opfers die Gesänge des Tenors übertönen. _ Katharina Kafka wird von ihrem Freund Orlando gebeten, ihn zur Beerdigung seines Vaters nach Florenz zu begleiten. Die junge Kellnerin und ehemalige Studentin der Geschichte und Kunstgeschichte schlägt ihm diese Bitte natürlich nicht aus. Auf der italienischen Beerdigung kommt es später zu einem skurrilen Zwischenfall, denn ausgerechnet hier muss die gesamte Verwandtschaft erfahren, dass Riccardo, den sie unter den Anwesenden vermissten, brutal ermordet und im Kühlhaus des Metzgers aufgefunden wurde. Somit folgt auf das traurige Ereignis ein weiterer Schock. Riccardo ist Orlandos Onkel, weswegen der lustige Transvestit mit einer Vorliebe für den Sissi-Look beschließt, in dieser Sache eigene Ermittlungen anzustellen. Katharina, die mit Orlando bereits in Wien einen Mord aufdecken konnte, möchte ihm dabei helfen. Die beiden forschen nun in Orlandos Familiengeschichte und decken so manches düsteres Geheimnis auf, wozu z.B. Kontakte zur Mafia und Verstrickungen in den Mädchenhandel gehören. Werden Katharina und Orlando die Flut an Informationen ordnen und den Fall aufdecken können? Es bleibt spannend. _ Die Protagonistin schildert die Erlebnisse aus der Ich-Perspektive. Ihre eigene Meinung wird dem Leser nicht vorenthalten. Edith Kneifl, die sowohl im Bereich der Psychoanalyse als auch als freie Schriftstellerin tätig ist, wurde bereits mehrfach für ihre gelungenen Kriminalgeschichten ausgezeichnet, u.a. mit dem Glauser-Preis für den besten deutschen Kriminalroman. Eines ihrer Werke existiert als erfolgreicher Film. Das Buch ist angenehm lesbar, der Schreibstil sehr lebendig und trägt wesentlich zum Aufbau von Spannung bei. Als Leser wird man regelrecht hineingezogen in die Geschichte und möchte so schnell wie möglich herausfinden, was hier wirklich geschehen ist. Besonders interessant sind einzelne Schwarz-Weiß-Illustrationen, die Landschaften aber auch Kunstgegenstände der Stadt Florenz zeigen. Die italienische Stadt mit ihrer atemberaubenden Schönheit ist eine gut gewählte Kulisse und stellt einen Kontrast zu dem erschütternden Mordfall dar. _ Fazit: Edith Kneifl schuf mit „Stadt der Schmerzen“ eine überzeugende Kriminalgeschichte, die man gerne liest und mit Spannung verfolgt. Die Autorin wurde völlig zu Recht ausgezeichnet. Ich würde gerne mehr von ihr lesen.

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