Edith M. Almedingen

 3.7 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Die Romanows.

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Rezension zu "Die Romanows" von Edith M. Almedingen

Als grober Überblick über das Wesentliche der Regierung Romanows recht gut.
Wedmavor 10 Monaten

Diesen Sammelband der Kurzbiographien „Die Romanows“ habe ich vor etlichen Jahren geholt, um einen Überblick zu haben, wer wann regiert und wodurch er sich gekennzeichnet hat. Und in dem Sinne erfüllt das Buch den Zweck. Es gibt eine übersichtlichte Ahnentafel im Anhang, die kurz vor Iwan dem Schrecklichen anfängt, zum ersten Romanow übergeht und nur die Romanows auf dem Zarenthron auflistet, samt den Jahren, in denen sie regiert haben. Zudem gibt es die Zeittafel, auch kurz, nur auf einer Seite, die angibt, wer wann regiert hat, angereichert mit Kriegen und Revolutionen. Eine s/w Karte gibt es zum Schluss auf zwei Seiten, die abbildet, wie sich das russische Reich im Laufe der Romanow Regierung vergrößert hatte. Namensregister schließt das Werk ab. Keine Quellen, weiterführende Literatur oder ähnl., was schon seltsam anmutet. Einige s/w Bilder/Fotos, die die Portraits der ersteren Kaiser wie Peter I, Katharina I, Paul I, zeigen, oder auch den letzteren Zar Nikolaus II, seine Frau, die beiden mit Kindern, etc.


Die Biographien der Zaren sind eher kurz, 30-40 Seiten, in kleiner  Schrift. Sie erzählen das Wesentliche über die überwiegend politische Seite der Regierung des jeweiligen Regenten/Regentin. An sich keine schlechte Idee, denn zum schnellen Nachschlagen eignet sich das Buch recht gut.


Mein Problem war eher der eingeschlagene Ton, weshalb ich das Buch eher verschmäht hatte und auf besser geschriebene Biographien ausgewichen war. Diese Trockenheit, gepaart mit der Abschätzigkeit der Ausführungen, diese von Oben-herab-Erzählung über das Leben und Wirken der kaiserlichen Familie, haben mich jedes Mal zuverlässig dazu verleitet, das Buch nach paar Seiten zuzuklappen und andere Werke heranzuziehen. Aber immerhin hat dieses Buch geschafft, mich dazu zu bringen, mich näher mit den Romanows zu beschäftigen. Und das war eine sehr schöne und bereichernde Leseerfahrung, denn die Trilogie über die deutsche Prinzessinnen auf dem Zarenthron aus der Feder von Marianna Butenschön, die Biographie der letzten Zarin „Alexandra Romanowa“ von Carolly Erickson, „Little Mother of Russia“ von Corny Hall möchte ich in meinem Leseschatz nicht mehr missen.


Die Autorin E.M. Almedingen ist laut Klappentext eine studierte Historikerin, die aus einer russisch-englischen Aristokratenfamilie stammt und erst 1922 St. Petersburg in Richtung England verlassen konnte. Dieses Buch hat Copyright von 1966, dt Erstausgabe 1968, Neuauflage 1991. Warum es da keine Quellen gibt, wenn es schon von einer Historikerin geschrieben worden ist, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben.


Fazit: Als grober Überblick über das Wesentliche der Regierung Romanows eignet sich das Buch ganz gut. Man sieht, dass sich die Autorin in der Materie prima auskennt. Aber Spaß machen tun andere Werke o.g. Autoren, die mit viel mehr Liebe und Respekt geschrieben worden sind. Drei Sterne kann ich hier gerade noch vergeben.

 

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