Edith Nesbit

 4.1 Sterne bei 69 Bewertungen
Autor von Der verzauberte Garten, Die Kinder von Arden und weiteren Büchern.

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Cover des Buches Der verzauberte Garten (ISBN:9783791535975)

Der verzauberte Garten

 (18)
Erschienen am 01.08.2002
Cover des Buches Der Traum von Arden (ISBN:9783791535104)

Der Traum von Arden

 (7)
Erschienen am 01.02.1988
Cover des Buches Das verzauberte Schloss (ISBN:9783791536088)

Das verzauberte Schloss

 (3)
Erschienen am 01.08.2005
Cover des Buches Der Sandelf (ISBN:9783938899342)

Der Sandelf

 (3)
Erschienen am 24.10.2008
Cover des Buches Die Eisenbahnkinder (ISBN:9783458353195)

Die Eisenbahnkinder

 (2)
Erschienen am 12.08.2010
Cover des Buches Die Eisenbahnkinder (ISBN:9783730605349)

Die Eisenbahnkinder

 (1)
Erschienen am 31.08.2017
Cover des Buches Gruselkabinett - Folge 59 (ISBN:9783785745304)

Gruselkabinett - Folge 59

 (4)
Erschienen am 11.11.2011
Cover des Buches Gruselkabinett - Folge 74 (ISBN:9783785748138)

Gruselkabinett - Folge 74

 (3)
Erschienen am 19.04.2013

Neue Rezensionen zu Edith Nesbit

Neu

Rezension zu "Die Eisenbahnkinder" von Edith Nesbit

Neues Leben ohne Vater
EmiliAnavor 4 Monaten

Ursprünglich als Serie in "The London Magazine" geschrieben, wurde "Die Eisenbahnkinder" 1905 als Buch in England erstveröffentlicht und zählt seitdem zu den unsterblichen Kinderbuchklassikern - und die Autorin Edith Nesbit zu den Großen der englischen Kinderbuchautoren neben Lewis Carroll und Kenneth Graham.
Laut ihrer Biographin Julia Briggs ist Nesbit nicht nur die Erfinderin der Abenteuergeschichten für Kinder, sondern zudem die erste Autorin, die sich von der großen Tradition der Kinderliteratur, in der Scheinwelten abgebildet wurden, ab- und den "harten Wahrheiten", der wahren Welt also, zuwandte, was vor allem in der Geschichte um die drei Londoner Kinder Bobbie, Peter und Phyllis zum Tragen kommt, deren behütetes und sorgenfreies Leben in materiellem Wohlstand urplötzlich endet und die buchstäblich über Nacht in die harte Wirklichkeit katapultiert werden, in der Schule, für die ja Geld bezahlt werden musste, kein Thema mehr ist und in der sie sich entscheiden müssen, entweder Butter auf ihr Frühstücksbrot zu schmieren oder Marmelade, aber nicht beides.
Ja, sie müssen gar ihr schönes Haus verlassen und aufs Land ziehen, nachdem der geliebte Vater, der, ungewöhnlich modern für das England vor über hundert Jahren, sich immer Zeit nahm für seine Kinder, wegen Spionageverdachts von der Polizei abgeholt wurde.
Doch werden die Kinder lange darüber im Unklaren gelassen von ihrer Mutter, ebenso ein Vorbild an Geduld und Fürsorge, die den Kindern wenigstens ein Stück heile Welt bewahren möchte.
Zum Glück für alle finden sich die Kinder aber rasch in ihr neues Leben ein, zu dessen Mittelpunkt sehr bald die ihrem neuen Zuhause benachbarte Bahnlinie mit ihren regelmäßig verkehrenden Zügen wird, die sie nicht müde werden zu beobachten, um ihnen, symbolisch, Grüße für den Vater, den sie irgendwo in London wähnen, mitzugeben.
Schnell auch freunden sich die Geschwister mit einer Menge unterschiedlicher Menschen an, denn dank ihrer Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft gibt es kaum jemanden, der ihnen widerstehen kann, vor allem, nachdem sie eine Reihe wahrer Heldentaten vollbracht haben!
So retten sie in letzter Minute einen Zug, nachdem die Gleise durch einen Erdrutsch verschüttet wurden, bewahren das Baby eines zunächst grantigen Schiffers vor dem Feuertod, sorgen dafür, dass die Familie eines russischen Dissidenten, der zeitweise bei ihnen Unterschlupf gefunden hat, ausfindig gemacht wird und retten schließlich einen Jungen, der bei einer Schnitzeljagd im Tunnel verunglückt ist.
Frühzeitig schon schließen sie enge Freundschaft mit einem alten Herrn, der jeden Morgen mit dem selben Zug an ihnen vorüberfährt und dem sie eifrig zuwinken - und besagter alter Herr ist im Grunde die Schlüsselfigut der Geschichte, denn dank seiner hohen Position als Direktor der Eisenbahngesellschaft und seiner Zuneigung zu Bobbie, der Vernünftigen, Peter, der sich gerne als Herr im Hause aufspielt, und Phyllis, der Jüngsten, die unbedingt eine kleine Lady sein möchte, macht er das Unmögliche möglich und sorgt dafür, dass der zu Unrecht im Gefängnis sitzende Vater am Ende wieder mit seiner Familie vereint ist.

Eine herzerwärmende Geschichte - das ist das Hauptattribut, das dem Roman zugeschrieben wird, der, so sagt es Gore Vidal, nicht für sondern über Kinder geschrieben ist, die ihn dennoch lesen, und immer wieder lesen, auch wenn sie schon längst erwachsen sind. Derselbe Gore Vidal bescheinigt der Autorin, darüber nachsinnend, warum "Die Eisenbahnkinder" in Amerika relativ unbekannt sind, darüberhinaus einen geistreichen und intelligenten Erzählstil.
Beidem kann ich zustimmen, obwohl der Roman für heutige Leser sicherlich etwas altertümlich daherkommt und die Protagonisten Bobbie, Peter und Phyllis fast zu gut sind, um wahr zu sein. Einzig Peter gelingt es, sich immer wieder einmal gründlich daneben zu benehmen, was für Konflikte zwischen den Geschwistern sorgt und was durchaus erfrischend zu lesen ist.
Und obgleich Edith Nesbit hier ihren wohl persönlichsten Roman geschrieben hat und der Leser, der ein wenig mit ihrem Leben als Ernährerin ihrer ungewöhnlichen Familie vertraut ist, sie unschwer in der treusorgenden Mutter, die um das Überleben ihrer Familie kämpft, wiedererkennen kann, idealisiert sie hier eine viktorianische Familie und malt die ländliche Idylle eines Englands, das es nie gegeben hat, schöpfend aus der Erinnerung an eigene, einigermaßen glückliche Kinderjahre auf dem Land, die sie freilich, so muss man mutmaßen, ebenso idealisiert.
Da aber auch immer wieder die harte Realität in das Leben der drei Geschwister eindringt und damit die Sozialistin und Kämpferin gegen soziale Ungerechtigkeit und Ungleichheit durchkommt, die sie zeitlebens war, mag man Edith Nesbit ihre manchmal gar zu glorifizierten Beschreibungen der Mutter ohne Fehl und Tadel und ihrer beinahe perfekten Kinder gerne nachsehen - und den Roman ob der Lobpreisung der menschlichen Werte jeder jugendlichen Leseratte in die Hand drücken!

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Rezension zu "Die Schatzsucher" von Edith Nesbit

Enttaeuschend
Ritamausvor 2 Jahren

Inhalt (Buchrückseite)
Als es mit dem Geschäft ihres Vaters bergab geht, beschließen die sechs Bastable-Kinder, ihm wieder zu Vermögen zu verhelfen - oder zumindest ihr eigenes Taschengeld aufzubessern. Sie graben nach Schätzen, versuchen sich als Detektive und retten einen alten Mann aus "tödlicher" Gefahr. Doch keine ihrer gutgemeinten Eskapaden bringt den ersehnten Erfolg. Bis eines ihrer Abenteuer einen Überraschenden Ausgang nimmt...


Meine Meinung
Titel = Der Titel klingt nach einer spannenden Kindergeschichte.
Cover = Das Cover sieht gut aus und hat sofort mein Interesse erweckt.
Text Buchrückseite = Überzeugt mich voll und ganz, es mit einem aufregenden und abenteuerlichen Kinderbuch zu tun zu haben.

Ich habe Seite um Seite gelesen und mich nach jedem Kapitel gefragt, wann denn nun das große Abenteuer der Schatzsucher beginnt. Wer ein aufregendes und spannendes Abenteuerbuch erwartet, der wird mit dieser Geschichte derbe enttäuscht. Das große Abenteuer, das ich mir vom Titel, vom Cover und vom Text der Buchrückseite erhofft hatte, ist bis zum letzten Satz nicht eingetroffen. Stattdessen zog sich die Geschichte wie ein zäher Kaugummi in die Länge, der nicht enden wollte. Die Beschreibung der Kinder, deren Wortwahl, deren Benehmen entspricht nicht den Persönlichkeiten der heutigen Kinder.

Das hat mich zwischendurch neugierig gemacht, ob und was über die Autorin geschrieben wurde - immerhin steht ebenfalls auf der Buchrückseite, dass es "Ein wiederentdecktes Juwel der klassischen englischen Kinder-Literatur" sei. Die Autorin hat von 1858 bis 1924 gelebt. Das erklärt vieles. Was ich jedoch nicht als interessierter Käufer eines (Kinder) Buches in der Buchhandlung mache, ist, dass ich den Autor google und suche, aus welcher Zeit er stammt. Möchte ich ein historisches (Kinder) Buch lesen, gehe ich in die entsprechende Ecke, die jede Buchhandlung dafür vorgesehen hat. Da war ich jedoch nicht gewesen, als ich mich für dieses Buch entschieden habe.

Wenn ein Leser jedoch an Geschichten um 1900 interessiert ist und sich auf den Schreibstil der damaligen Zeit sowie der für heutige Verhältnisse sehr absurden Einstellungen von Kindern zu "Recht" und "Unrecht" einlassen kann, könnte sich mit diesem Buch anfreunden.

Fazit
Ich vergebe ein Sternchen für den Titel, das Cover und den Text der Buchrückseite. Für die Geschichte kann ich jedoch kein Sternchen vergeben. Auch kann ich das Buch nicht an Leser empfehlen, die ein spannendes Abenteuerbuch suchen.

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Rezension zu "Die Eisenbahnkinder" von Edith Nesbit

Glückliche Geschwister
Buchgespenstvor 3 Jahren

Die Geschwister Roberta, Peter und Phyllis hätten sich nie träumen lassen, dass sie einmal das wunderschöne Haus, in dem sie mit ihren Eltern so glückliche Zeiten hatten verlassen müssten. Doch eines Tages müssen sie wegziehen, ohne den Vater, und die Mutter muss die Geschichten, die sie den dreien zum Vergnügen erzählte, verkaufen, um den Lebensunterhalt zu verdienen. Für die Kinder ändert sich der Alltag gänzlich. Statt zur Schule zu gehen, können sie den ganzen Tag durch die Gegend streifen und ihr größtes Vergnügen ist die nahe Eisenbahn. Sie grüßen sie jeden Tag, lernen die Angestellten am Bahnhof kennen und so manches Mal können sie ihren Mut und ihre Hilfsbereitschaft unter Beweis stellen. Was sie nicht wissen ist, dass ihr Vater verhaftet wurde und im Gefängnis sitz, für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat. Fieberhaft versucht die Mutter seine Unschuld zu beweisen und das Geheimnis vor ihren Kindern zu wahren.

Ein märchenhafter Kinderklassiker, der mit den Illustrationen von Dinah Dryhurst seinen ganzen Zauber entfaltet. Die drei lebendigen Kinder, die trotz der drastischen Veränderung ihrer Lebensumstände, nichts von ihrer warmen Kinderwelt hergeben müssen, faszinieren und machen wieder mal deutlich, dass Reichtum nicht finanziell definiert wird. Manchmal ist die Welt von Nesbit vielleicht etwas zu heile. Dass die Kinder nie von ihren Mitmenschen, gerade in einem kleinen Dorf, mit der Geschichte ihres Vaters konfrontiert werden, kam mir manchmal etwas unglaubwürdig vor, wenn ich es auch genossen habe, dass es keine hämischen und erniedrigenden Szenen gab, die mich stets nur wütend machen. Ich liebe dieses Buch mit seiner ganzen Märchenwelt, dem traumhaften Bildern und dem Zauber der wunderschönen Kinderzeit, in der jeder Tag ein Abenteuer ist. Bis heute absolut lesenswert! Es sei jedem wärmstens ans Herz gelegt.

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