Edith Pearlman Honeydew

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Inhaltsangabe zu „Honeydew“ von Edith Pearlman

Eine Schuldirektorin muss sich nicht nur um ein magersüchtiges Mädchen kümmern, sondern auch die Affäre mit deren Vater geheimhalten. Da sie schwanger ist, wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis man der alleinstehenden Frau Fragen stellt, doch am Ende fügt sich alles auf eine etwas unkonventionelle, aber für alle Seiten irgendwie gute Art. Ein Au-pair-Mädchen bei einer New Yorker Akademikerfamilie findet eine Reihe verstörender Zeichnungen von entstellten Kindern, die einem überraschenden Zweck dienen. Zwei Cousinen unternehmen eine Kreuzfahrt und machen seltsame Beobachtungen, deren Höhepunkt die Entdeckung der Parallelgesellschaft des taubstummen Schiffspersonals ist.§§Zwanzig Erzählungen von einer ungekrönten Königin des Genres. Edith Pearlman ist eine genaue Beobachterin menschlicher Beziehungen und eine Meisterin darin, komplexe Gefühle und uneindeutige Situationen zu schildern. Ihre Sprache ist von zurückhaltender Virtuosität, ihre Geschichten sind von jener schlichten Größe, wie sie Klassikern zu eigen ist. Eine literarische Entdeckung.

sehr enttäuschend

— Amber144
Amber144

Wer Freude hat, Geschichten zu lesen, die die kleinen Störungen in den Rhythmen des Lebens als Aufhänger nehmen, der ist hier genau richtig.

— JulesBarrois
JulesBarrois

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  • Leider sehr enttäuschend

    Honeydew
    Amber144

    Amber144

    12. April 2017 um 18:53

    Ich habe das Buch gekauft, weil es sich vom Klappentext her sehr interessant angehört hat.Allerdings wurde ich sehr enttäuscht.Die Schreibweise sagt mir gar nicht zu und es werden teilweise sehr lange Schachtelsätze verwendet, bei denen man am Ende völlig den Faden verliert. Die Geschichte ist für mich auch überhaupt gar nicht zusammenhängend. Es gibt Zeitsprünge, die mitten im Lesefluss geschehen.Das einzig schöne ist der Einband. Eine wirklich tolle Haptik, aber der Inhalt ist leider nur enttäuschend.

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  • Filigran

    Honeydew
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    05. May 2015 um 10:58

    Filigran Auf eine ganze eigene Weise in Ausdruck und Atmosphäre, sehr filigran in der Sprache und wunderbar das Innere Ihrer Personen (und das des Lesers) treffend (schon mit nur einigen Andeutungen), so zeigen sich diese zwanzig Erzählungen, Kurzgeschichten in Edith Pearlman´s neuem Werk. Dass aus einem Hut Lose gezogen werden können für spätere Ehepartner. Und das initiiert von der vom Leben bereits mitgenommenen Mutter eines der vier lebenslustigen Mädchen an diesem besonderen Abend. Mitten hinein in eine Lebensphase der beginnenden Schwärmerei, der romantischen Überzeugung, dass es „den Richtigen“ gibt, der nur gefunden werden muss in der großen Masse der Männer, das ist schon ein besonderes Setting. Und dabei wissen die Mädchen noch nicht einmal, dass die Verlosung ein wenig „aufgefrischt“ worden ist. Sei es nun das vordergründige Thema der „Überbewertung von Schwärmerei und Liebe“ in der Ehe. Sei es die klare These, dass man sich an jede andere Person durchaus „hineinlieben“ kann (oder zumindest ein vernünftiges Leben mit dieser organisieren kann). Sei es das hintergründige Thema einer gewissen Wahllosigkeit des Lebens, das offen ist gegenüber Manipulationen, wenn sie nur bestimmt genug vorgetragen werden. Oder sei es die Beobachtung, dass auch die „Spielerinnen“ das System dennoch durchbrechen können, in ihrer lakonischen Sprache, dem hier und da kurz angedeuteten Erschrecken vor der eigenen Courage, vor allem aber in der Schilderung der Hinfälligkeit von allem, wenn es dann eines Tages soweit ist, das liest sich intensiv und sehr, sehr wohl überlegt. Wobei die „Liebe in besonderer Form“ nicht nur in dieser Geschichte eine Rolle spielt. Ohne offenkundig erotisch zu werden, mehr aus den einfachen Schilderungen eines alltäglichen Lebens und familiärer Notwendigkeiten heraus betrachtet Pearlman in einer anderen Geschichte die Grenzenlosigkeit innerer Bindungen und körperlicher Anziehung, selbst bei Jahrzehnten des Altersunterschiedes zwischen der alternden Frau mit ihrem eigentlich metropolischen Lebensstil und ihrem viel jüngeren Verwandten, dem sie nur in einer angespannten Zeit kurzfristig zur Hand gehen sollte. Hier wie da und wie in den anderen Geschichten, die Grundthemen eines modernen Lebens, eine gewisse Orientierungslosigkeit, ein Handeln „ins Blaue hinein“, die Kraft zum Verzicht und die Horizontlinie der Vergänglichkeit und damit der Relativierung all dieser manchmal so drängend wirkenden „Wichtigkeiten“, das sind Themen, die Pearlman in ihrer persönlichen bildkräftigen Sprachform dem Leser vor Augen führt. Und dabei, in diesem Buch, vielfach Frauen in den Mittelpunkt der Handlungen setzt (die keine einfach glücklichen Leben in der „Normalität“ zu kennen scheinen). So wie dieses alte Ehepaar ein ganzes Leben voller Gewohnheiten, voller gleicher Abläufe und voll der Sammlung alter, antiquarischer „Dinge“ einfach so aus den Händen verliert. Und, wie sich herausstellen wird, hinter der Fassade der langen, gemeinsamen Jahre nicht alles so war, wie es schien. Und sich als Illusion erweist, als die Kräfte der Frau nicht mehr ausreichen für ihre exotische „Sammlung des Lebens“. Ein Hauch, der umgehend vergeht. Gerade in dieser Geschichte ist dies ganz kühle, lakonische Betrachtung des letztendlichen Verlustes von allem (der zwar ein Drama für die Beteiligten darstellt, aber sich in den Abläufen des Lebens einfach so, unprätentiös, vollzieht) voll unnachgiebiger Härte, dem Leben und den Versuchen des Menschen gegenüber, sich selbst durch Dinge und Gewohnheiten einen Sinn zu geben. Es sind ganz einfache Leben, die durch große und kleine Ereignisse in ihrer gewohnten Bahn verändert, beeinträchtigt werden, mit ganz verschiedenen Folgen, immer aber mit einem Hauch des Sinnlosen versehen, Als ob es genauso gut auch ganz anders sein könnte, kommen könnte, ohne dramatische Veränderungen wirklich zu bewirken. Eine intensive, besondere, sehr empfehlenswerte Lektüre mit vielen Impulsen, die dem Leser das Leben an sich mit seinem unerbittlichen Lauf und seinen Enttäuschungen vor allem über die Sucht nach Bedeutung vor Augen führen. In denen auch vermeintliche „Starke“ (wie die Besitzerin eines Antiquitätenladens“ innerlich bei weitem nicht so standfest sind, wie sie zunächst erscheinen mögen. Und ein hoher sprachlicher Genuss.

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  • Die kleinen Störungen in den Rhythmen des Lebens

    Honeydew
    JulesBarrois

    JulesBarrois

    22. April 2015 um 08:29

    Honeydew -  Edith Pearlman (Autorin)  Susanne Höbel. (Übersetzerin) 176 Seiten, Verlag: Ullstein Hardcover (08. April 2014), 20,00 €, ISBN-13: 9783550080999  Die wenigsten Leser werden die fast 80-jährige Edith Pearlman kennen. Jetzt gibt es eine gute Gelegenheit diese ausgewöhnliche amerikanische Erzählerin, mit der scharfen Beobachtungsgabe und der präzisen Prosa kennen zu lernen. 20 Erzählungen umfasst die vorliegende Sammlung von neuen und ausgewählten Geschichten. Sie sind relativ kurz. Eine typische Pearlman Geschichte reicht von 10 bis 15 Seiten, die längste ist 22 Seiten lang. Und diese Kürze schränkt Pearlman nicht ein, sondern zeigt ihr ausgesprochenes Talent für schnelle Charakterentwicklung und konzentrierte Handlungsstränge. Schön beobachtet Geschichten voller komplexer, faszinierender Charaktere. Die meisten von ihnen finden in einem fiktiven Vorort namens Godolphin in New England statt. Ein Ort der kleine Ladenbesitzer, Professoren, Künstler und Kinder. Es ist ein Ort, an dem nicht viel passiert, außer der ewigen Suche nach irgendeiner Art von Glück oder zumindest Zufriedenheit. Wie bei Alice Munro, mit der ich Alice Pearlman vergleiche, ist das vorherrschende Thema das emotionale Leben der Frauen. Ihre Figuren sind sehr gut ausgebildet, selbstbewusst und, in den meisten Fällen, fest in der oberen Mittelklasse angesiedelt. Es ist eine reich angerichtete Tafel, mit Momentaufnahmen von vielen verschiedenen Leben. Es sind Geschichten von Liebe und Sehnsucht, Verlust, Misserfolg und Missverständnis und oft der Isolation. Geschichten von Hoffnung, Alter und Jugend, Schmerz, Trauer, Enttäuschung und sogar die Eskapaden von kleinen Insekten und den nussigen Freuden des Ehebruchs. Edith Pearlman schreibt mit lapidaren Präzision, jeder Beschreibung ist klug und exakt. Ihre Prosa lebhaft und sehr farbig, die bei passenden Gelegenheiten in überbordende Üppigkeit ausartet. Fast jede ihrer Geschichten beinhaltet auch Elemente, andere zu belauschen, aus zu spionieren. Und so verbindet sie Nähe und Distanz. Und sie schafft eine Faszination für die komplizierte Welt der Erwachsenen, vor allem für die kuriosen Menschen, die politisch nicht korrekt sind. Charaktere reagieren miteinander in unerwarteter Weise. Hinzu kommt ihr unverwechselbarer Witz und eine Leichtigkeit und Schnelligkeit in ihrem Tonfall. Pearlman-Prosa ist subtil, ironisch und meist schmucklos, sodass die wunderbaren Metaphern umso mehr Wirkung erzielen. Sie hat einen feinen Blick für das Intime. Edith Pearlman hat mal gesagt: „Für mich ist die Kurzgeschichte ein Gespräch zwischen Schreiber und Leser. Und da nur der Schreiber sprechen kann, müssen sie darauf achten, den Leser zu respektieren und vermeiden, ihm zu sagen, was sie denken, sondern höchstens mit Metaphern, Dialogen und Pausen andeuten.“ Und genau das tut sie in ihre Geschichten. Ihre Geschichten bieten uns Reflexionen über uns selber an. Wer Freude hat, Geschichten zu lesen, die die kleinen Störungen in den Rhythmen des Lebens als Aufhänger nehmen, der ist hier genau richtig. Jede Geschichte ist ein Meisterwerk und die Sammlung als Ganzes ist das perfekte Buch, um es im Bett zu lesen. Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Ullstein Verlages http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/honeydew-9783550080999.html?cHash=579c68cd3d1c4b7c5f69d04817dc28cb Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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