Edith Wharton

 4 Sterne bei 142 Bewertungen
Autor von Dämmerschlaf, Zeit der Unschuld und weiteren Büchern.
Autorenbild von Edith Wharton (©kein Urheberrecht mehr)

Lebenslauf von Edith Wharton

Edith Wharton wurde am 24. Januar 1862 in New York geboren. Sie wuchs in gehobenen Kreisen auf und genoß eine hervorragende Ausbildung. Später unterwarf Wharton in ihren Werken die feine Gesellschaft immer wieder strenger Kritik. Große Teile ihrer Kindheit verbrachte sie in Frankreich, Deutschland und Italien. 1907 siedelte Wharton nach Paris über, wo sie eine Zeit sexueller Befreiung erlebte. In Paris widmete sie sich intensiv der Schriftstellerei; sie schrieb Romane, Erzählungen und Reiseberichte. Während des Ersten Weltkrieges schrieb sie Kriegsberichte für amerikanische Zeitungen und engagierte sich in Flüchtlingslagern. 1921 reiste sie zum letzen Mal in die USA, um den Pulitzerpreis für Age of Innocence (1920) entgegenzunehmen. Den Rest ihres Lebens verbrachte Wharton in Frankreich, wo sie Freundschaften u.a. mit Hemingway und Roosevelt pflegte. Sie starb am 11. August 1937 bei Paris.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Edith Wharton

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Cover des Buches Dämmerschlaf (ISBN: 9783442749607)

Dämmerschlaf

 (34)
Erschienen am 08.09.2015
Cover des Buches Ein altes Haus am Hudson River (ISBN: 9783641106614)

Ein altes Haus am Hudson River

 (11)
Erschienen am 31.01.2013
Cover des Buches Zeit der Unschuld (ISBN: 9783492550031)

Zeit der Unschuld

 (13)
Erschienen am 15.12.2017
Cover des Buches Traumtänzer (ISBN: 9783869150413)

Traumtänzer

 (4)
Erschienen am 01.03.2011
Cover des Buches Ethan Frome (ISBN: 9783737410595)

Ethan Frome

 (1)
Erschienen am 20.09.2017
Cover des Buches Der flüchtige Schimmer des Mondes (ISBN: 9783492222716)

Der flüchtige Schimmer des Mondes

 (1)
Erschienen am 01.01.1996

Neue Rezensionen zu Edith Wharton

Neu

Rezension zu "The Age of Innocence. Zeit der Unschuld, englische Ausgabe" von Edith Wharton

The Age of Innocence
Mira123vor 2 Monaten

Langsam aber sicher nähert sich meine Liste dem Ende. Das ist sehr gut, denn Anfang Oktober habe ich meine Prüfung dazu. Heute schreiben wir den 19.9.2020. Das nur zur Info, weil diese Rezension mit großer Wahrscheinlichkeit erst erscheinen wird, wenn ich die Prüfung schon abgelegt habe.

In diesem Buch geht es um Archer, der bald die junge May heiraten soll. May ist in etwa genau so, wie man Frauen aus vielen Klassikern kennt. Sehr traditionell, will alle glücklich machen und befolgt jede Regel, die ihr von der Gesellschaft auferlegt wird. Die perfekt Hausfrau also. Ellen ist da das genaue Gegenteil: Sie lässt sich gerade von ihrem Ehemann schreiben, ist sehr modern und lässt sich von niemandem etwas vorschreiben. Sie lebt ihr Leben so, wie sie es für richtig hält und keiner kann ihr da reinreden. Das müsste Archer eigentlich abschrecken - tut es aber nicht. Ihm gefällt das total und er verliebt sich in sie. Ellen ist einfach seine absolute Traumfrau. Wir folgen in diesem Buch der Frage, für wen Archer sich entscheiden wird. Für die brave May oder die mysteriöse Ellen?

Ich fand dieses Buch vor allem wegen dem Dilemma interessant, in dem Archer da steckt. Er muss sich zwischen May und Ellen und damit zwischen seiner gesellschaftlichen Pflicht und seiner Leidenschaft entscheiden. Anstrengend fand ich, dass es in diesem Buch sehr, sehr viele gesellschaftliche Verpflichtungen gab, so wie halt wahrscheinlich auch in den realen USA, die die Autorin miterlebt hat. Das sorgte bei mir dafür, dass ich mich total eingeengt fühlte - was vielleicht auch das Ziel der Autorin war. Vielleicht wollte sie ja echt das Korsett an gesellschaftlichen Regeln aufzeigen, das jeden Menschen eingeschränkt hat, der nicht unbedingt zum Ausgestoßenen werden wollte. Allein schon die Frage, wie lang man zwischen der Verlobung und der eigentlichen Hochzeit warten sollte... Könnt ihr euch vorstellen, dass das bei uns noch eine Rolle spielt? Also ich wirklich nicht.

Mit dem Schreibstil hatte ich Probleme, was aber wahrscheinlich hauptsächlich mit meinen Englischkenntnissen zusammenhängt. Ich denke eigentlich, dass ich ganz gut Englisch kann und vor allem im Lesen auch gewaltig viel Übung habe - hier bin ich trotzdem an meine Grenzen gelangt.

Mein Fazit? Ein spannendes Buch über den Konflikt zwischen gesellschaftlicher Norm und Leidenschaft. Leider aber für mich fast zu schwierig.

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Rezension zu "Zeit der Unschuld" von Edith Wharton

Ein subtiler Ausbruch aus der Gesellschaft des 19.Jh
zeilenrauschenvor 5 Monaten

Die ersten Kapitel habe ich mich noch schwer getan, in das Geschehen einzufinden. Ich musste mich erst durch ellenlange Beschreibungen von Einrichtungsstilen, Kleidung und strengen Ritualen der High Society kämpfen, doch nach der Einwöhnungsphase entwickelte sich eine spannende Geschichte um Ellen, May und Archer.

Archer war mir anfangs zutiefst unsympathisch, neigt er doch dazu, alle Frauen zu unterschätzen. Insbesondere May war allzu oft das Opfer einer völlig romantischen Vorstellung von Tugend, Zurückhaltung und Naivität. Doch hier muss das Werk in das Zeitalter seiner Entstehung gesetzt werden. So erscheint Archer im 19. Jahrhundert natürlich weitaus fortschrittlicher als heutzutage. Zumal Wharton es verstand, durch subtile Andeutungen Ironie auf die Spießigkeit der Gesellschaft zu legen und seinen Charakter nicht zu idealisieren. Die Dialoge erschlossen sich zum Teil erst auf den zweiten Blick. Man muss hier genau lesen.

Leider verlor der zweite Teil des Buches etwas an Spannung. Das Ende war absehbar und natürlich wenig befriedigend, aber ein angenehmes Ende hätte auch die Intention des Romans verfehlt. Was wohl einige ebenfalls kritisch finden würden: Whartons ausufernde Beschreibungen. Wer schnelle Literatur mag, wird sie hier nicht finden.

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Rezension zu "The Age of Innocence" von Edith Wharton

Edith Wharton: The Age of Innocence
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Meine Meinung

Ich bin normalerweise kein großer Fan von Dreiecksgeschichten, „The Age of Innocence“ war da jedoch eine seltene Ausnahme. Protagonist Archer steht zwischen zwei Frauen, die repräsentativ auch für zwei unterschiedliche Lebensentwürfe stehen. Auf der einen Seite ist da seine Verlobte May Welland, die für alles steht, was sein Umfeld als konventionell und „angebracht“ betrachtet. Auf der anderen Seite ist da Ellen Olenska, in jeder Hinsicht unkonventionell und von der Gesellschaft aus Gründen, für die sie nichts kann, geächtet. Die Geschichte der drei und insbesondere die von Archer und Ellen mitzuverfolgen war herzzerreißend und oft frustrierend.

Die Figuren sind in den Konventionen ihrer Zeit gefangen, auch wenn sie sich gegen sie auflehnen, und können nicht aus ihrer Haut. Alle drei Figuren war äußerst interessant und vielschichtig. Ich habe lange gebraucht, um zu entscheiden, ob ich den Protagonisten Archer nun mag oder nicht. Ich würde sagen, dass er ein guter Mensch ist, auch wenn ich über sein Verhalten manchmal nur den Kopf schütteln konnte. Wir lernen Ellen Olenska nur aus Archers Perspektive kennen – bis zum Ende bleibt sie mysteriös und es fiele mir schwer, ihren Charakter in ein paar wenige Adjektive zu zwängen. May habe ich anfangs als unschuldiges, naives und ein bisschen einfältiges Mauerblümchen eingeschätzt. An mehreren Stellen im Roman wird jedoch deutlich, dass hinter der stillen, braven Fassade um einiges mehr steckt als man denkt.

„The Age of Innocence“ gibt einen schillernden, sehr lebendigen Einblick ins Leben der New Yorker Oberschicht der 1870er Jahre. Die Anmerkungen meiner Ausgabe (Penguin Classics Taschenbuch) haben mir sehr dabei geholfen z.B. die Symbolik bestimmter Details zu verstehen.

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