Edith Wharton Der Prüfstein

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Inhaltsangabe zu „Der Prüfstein“ von Edith Wharton

Als er zufällig eine Anzeige im Spectator liest, erkennt Stephen Glennard darin den Weg, ein neues Leben zu beginnen und die Hand der schönen Alexa Trent zu gewinnen. In seinem Besitz befindet sich etwas von höchstem Wert: Briefe, die ihm die große verstorbene Autorin Margaret Aubyn vor Jahren geschrieben hat. Alles, was er tun muß, ist sein schlechtes Gewissen beruhigen und ihre Briefe gegen einen hohen Vorschuß einem Verlag anbieten. Die Publikation von 'Mrs Aubyns Briefen' wird ein großer Erfolg, das Buch ein Bestseller und der Gesprächsstoff der gehobenen New Yorker Gesellschaft, zu der Glennards neu erworbener Reichtum ihm nun Zutritt verschafft. Die Faszination der Leser liegt in der Anonymität des Mannes, den Aubyn so geliebt hat.

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  • Rezension zu "Der Prüfstein" von Edith Wharton

    Der Prüfstein

    emeraldeye

    12. April 2012 um 13:33

    Das zentrale Thema in Edith Whartons Novelle "Der Prüfstein" ist, wie auch in ihren anderen Romanen (z.B. "Zeit der Unschuld" und "Haus Bellomont") die Abhängigkeit des Menschen von eisenharten gesellschaftlichen Konventionen. Ihre Protagonisten sind fast immer Frauen, die aus verschiedenen Gründen an den Rand der Gesellschaft des 19.Jahrhunderts geraten sind und alles versuchen, um wieder "in Gnaden" aufgenommen zu werden. Edith Wharton gönnt in ihnen diese (zweifelhafte?) Gnade jedoch nicht. Ellen Olenska geht ins Exil nach Italien und Lily Barton wählt den Freitod. "Der Prüfstein" bietet gleich zwei erstaunliche Veränderungen des Sujets. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Mann, Stephen Glennard, und er bekommt sein Happy-End. Und das, trotzdem er mehrere moralisch verwerfliche Handlungen begeht, nur um an ausreichend Geld für die Heirat mit der Liebe seines Lebens, Alexa Trent, zu kommen. Er verrät die Liebe einer anderen Frau, Margaret Aubyn, einer berühmten, früh verstorbenen Autorin, die er nicht erwidert hat und die ihm deshalb gleichgültig ist. Mit Mr. Flamel, einem zwielichtigen Bekannten, fädelt er den Verkauf der Briefe, die ihm Margaret Aubyn geschrieben hat, ein und gibt das daraus gewonnene Vermögen als Erbschaft aus. Doch er wird immer häufiger von Zweifeln geplagt, die noch verstärkt werden, als sich seine Frau abfällig über den anonymen Empfänger der Briefe äußert. Auch fühlt er sich zunehmend von der ständigen Anwesenheit Mr. Flamels unter Druck gesetzt, weil er vermutet, dass dieser Alexa längst die Wahrheit über den plötzlichen Reichtum ihres Mannes eröffnet hat. Irgendwann kann er es nicht mehr aushalten und beichtet Alexa alles. Sie verzeiht ihm und eröffnet ihm einen ganz anderen Blick auf Margaret Aubyn und das Geschenk, das sie Stephen gemacht hat. Auch wenn in "Der Prüfstein" ein Mann im Mittelpunkt steht, so sind es doch die Frauen, die der Geschichte Richtung und Tiefe geben. Sowohl Glennard als auch Mr. Flamel erscheinen als orientierungslose, eher materialistisch ausgerichtete Charaktere. Glennard will Alexa zwar unbedingt heiraten, aber eben nicht um jeden Preis. Seine Gefühle sind nicht stark genug, um mit ihr in Armut zu leben. Erst die Liebe zweier Frauen macht aus ihm den Mann, der er immer sein wollte. Alexa erklärt es ihm: "Nicht mich-dich hat sie dir gegeben!" und weiter "Siehst Du nicht, daß du bis heute nie der gewesen bist, für den sie dich hielt, und daß sie nun auf wunderbare Weise doch noch den Mann aus dir gemacht hat, den sie liebte?"

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