Edith Wharton Haus Bellomont. Die verborgene Leidenschaft der Lily Bart.

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Inhaltsangabe zu „Haus Bellomont. Die verborgene Leidenschaft der Lily Bart.“ von Edith Wharton

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    Haus Bellomont. Die verborgene Leidenschaft der Lily Bart.
    blueberlin49

    blueberlin49

    13. July 2011 um 15:26

    Das Buch wurde 1905 von der amerikanischen Schriftstellerin Edith Wharton geschrieben. In ihren Romanen verspottet sie häufig die höher gestellten in der Gesellschaft. Das trifft auch auf das Buch "Haus Bellomont" zu. Im Englischen heißt das Buch "The House of Mirth" (Das Haus der Freude) und wurde im Jahr 2000 mit Gillian Anderson, Dan Acroyd, Laura Linney, Anthony LaPaglia und Eric Stolz in den Hauptrollen unter der Regie von Terence Davies verfilmt. Leider hat der Film durch die Insolvenz der Vertriebsfirma nie in die Kinos geschafft. Allerdings wurde er 2008 auf DVD veröffentlicht. Ich gebe zu, daß ich das Buch erst gelesen habe, nachdem ich den Film gesehen hatte, dennoch hat es mich voll und ganz überzeugt. Die Handlung dreht sich um Lily Bart, einer jungen Frau, die versucht in ihren Stand in der Gesellschaft des beginnenden 20. Jhs. zu finden. Von ihrer reichen Tante aufgezogen werden von ihr gewisse gesellschaftliche Pflichten abverlangt. Um in der höheren Gesellschaft anerkannt zu werden, muß sie nicht nur an gesellschaftlichen Spielen teilnehmen, sondern auch für das richtige Auftreten durch Kleidung und Verhalten sorgen. Das alles bringt sie an den Rand des Ruins. Das wenige Geld, was sie von ihrer Tante als Unterhalt bekommt, reicht nicht aus, um ihren hohen Lebensstandard zu finanzieren. Als ihre Tante dann stirbt hofft Lily auf das versprochene Erbe. Doch ihrer Tante hatte nicht gefallen, daß Lily über ihre Verhältnisse lebte und hat ihr Erbe an eine Cousine weitergereicht. Damit steht Lily mittellos dar und sie muss zusehen, daß sie möglichst bald an Geld kommt. Sie muss sich entscheiden, ob sie alleine durchs Leben gehen will oder eines der Heiratsangebote in Betracht zieht. Den Mann, den sie begehrt kann sie unter keinen Umständen haben und so trifft sie eine folgenschwere Entscheidung.... Mit "Haus Bellomont" hat Edith Wharton wieder einmal ihren Sinn für Gesellschaftsatiren bewiesen. Eine interessante Geschichte um eine junge Frau, die durch Intrigen und familiären Pflichten in die Verzweiflung getrieben wird. Mich hat die Geschichte berührt und wenn ich herrlich bin wirklich zum heulen gebracht. Ich musste das Buch zwischendurch sogar weglegen, damit sich meine Augen beruhigen konnten. Klingt irgendwie bescheuert, aber das ging mir beim Film bereits so. Ich kann dieses Buch absolut jedem empfehlen, der ein wenig Interesse an diesem Thema hat. Das Buch ist auf jedenfall gleich zusetzen mit den klassischen Roman von Jane Austen, allerdings nur noch selten über Zweithändler zu bekommen.

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