Edmund Crispin Der wandernde Spielzeugladen

(13)

Lovelybooks Bewertung

  • 14 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(4)
(4)
(5)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der wandernde Spielzeugladen“ von Edmund Crispin

Der wandernde Spielzeugladen Richard Cadogan, Dichter in der Midlife-Krise, fährt nach Oxford. Bei seinem nächtlichen Eintreffen entdeckt er in einem Spielzeugladen die Leiche einer Frau. Es kommt, wie es immer kommt: Als die Polizei eintrifft, ist nicht nur die Leiche verschwunden, sondern gleich der ganze Laden. Nur Literaturprofessor Gervase Fen glaubt die Geschichte – er weiß, dass die Wirklichkeit manchmal seltsamer ist als die Fiktion. Mit allerlei seltsamen Gehilfen gelingt es Fen, einen Fall voller Slapstick aufzudecken.

Nicht der Stärkster seiner Fen Gervaise-Romane, doch auch dieser hier ist lesenswert

— Duffy
Duffy

Stöbern in Krimi & Thriller

Housesitter

Untermauert Winkelmanns Ruf, einer der besten deutschen Thrillerautoren zu sein.

Stuffed-Shelves

SCAR

Eher Drama als Horror...

PeWa

Finster ist die Nacht

Spannende Verwicklungen

bookfox2

Eine von uns

Die Idee und das Ende des Buches sind sehr gut, bei der Umsetzung finde ich gibt es doch kleine Mankos.

Gelinde

Das Porzellanmädchen

Eine gelungene Mischung aus Psychothriller und Horror.

frauhollestoechter

AchtNacht

Leider bisher das schwächste Buch von Fitzek.

Agi1007

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leserunde zu "Stableford" von Rob Reef

    Stableford
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Suche 10 Testleser/innen, die gerne klassische englische Krimis lesen und Lust auf einen rätselhaften Mord, ein altes Herrenhaus und jede Menge verdächtige Golfspieler haben. England 1936. Acht Golfer folgen der Einladung des Bankhauses Milford & Barnes zu einem Golf-Wochenende in Cornwall. Obwohl von ihrem Gastgeber jede Spur fehlt, beschließen sie, das Turnier auszutragen. Doch es endet vorzeitig – mit einem Mord. Durch ein Unwetter von der Außenwelt abgeschnitten, beginnen sie, den Mörder auf eigene Faust zu suchen. Der Literaturprofessor Stableford, ein eifriger Leser von Kriminalromanen, übernimmt die Rolle des Detektivs nur allzu gern. Doch es gibt ein Problem: Er hat sich Hals über Kopf in die Hauptverdächtige verliebt. Für ihn steht fest, dass sie es nicht gewesen sein kann, aber sollte er sich wirklich auf sein Gefühl verlassen? Da geschieht ein zweiter Mord … Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 7.10. Die Teilnehmer der Leserunde werden zu den ersten Lesern gehören, die das bis dahin nagelneu erschienene Buch in der Hand halten können. Der Autor Rob Reef und ich als Verlegerin freuen uns auf die Leserunde mit euch! Eine Leseprobe aus dem Buch findet sich unter „Blick ins Buch“ auf der Verlagswebseite: http://www.dryas.de/britcrime/stableford

    Mehr
    • 242
  • Rezension zu "Der wandernde Spielzeugladen" von Edmund Crispin

    Der wandernde Spielzeugladen
    R-E-R

    R-E-R

    27. November 2012 um 18:42

    Der Dichter Richard Cadogan findet die Leiche einer älteren Dame. Der, lebensmüde Lyriker befindet sich auf Reisen in Oxford und entdeckt die Tote in einem verlassenen Spielzeugladen, in den er auf der Suche nach einer Schlafgelegenheit des Nachts einfach eingestiegen ist. Als am kommenden Morgen sowohl die Leiche als auch der Laden verschwunden sind und die Polizei ihn für einen Geisteskranken hält, schaltet der verzweifelte Mann seinen ehemaligen Kommilitonen Gervase Fen ein. Zusammen gehen die beiden auf die Suche nach der verschwundenen Leiche und deren Geheimnis. Als Fan englischer Kriminalliteratur bin ich immer auf der Suche nach Autoren, die ich noch nicht kenne. In diesem Zusammenhang bin ich in dem Bildband “England und die Detektive” von Luise Berg-Ehlers auf Edmund Crispin gestoßen, einen britischen Chorleiter und Organisten aus dem vergangenen Jahrhundert. Neben seiner Tätigkeit als Komponist schrieb er auch Kriminalromane. Seine Serie um den Oxforder Literaturprofessor Gervase Fen zählt zu den Klassikern des Genres. Sprachlich wirkt der Roman heute antiquiert. “Der wandernde Spielzeugladen” erschien erstmalig 1946 und spielt im Jahr 1938. Inhalt und Sprache versprühen aber einen heute noch wirksamen nostalgischen Charme und eine geradezu rührende Unschuld. Wenn, beispielsweise ein junger Mann mit “melancholischem Blick” die Frauen reihenweise mit Pralinen betört. Generell kann man auch anhand der verwendeten Adjektive herausfinden, welche Gesinnung eine Figur hat. Im guten sind diese freundlich, bescheiden, rotwangig, groß und glattrasiert oder wie im Falle der weiblichen Heldin wohlproportioniert, gelenkig, mit einem in natürlichem Gold schimmernden Haar und großen, ehrlichen, blauen Augen. Schurken dagegen sind kraftlos, hager, haben die Zähne eines Nagetiers, rot unterlaufene Augen oder eine flache Stirn. Man weiß sofort mit wem man es zu tun hat. Die literarischen Anspielungen dagegen sind wesentlich anspruchsvoller und heben die ohnehin eher skurrile Verbrecherjagd auf eine vergeistigte Ebene mit humorvollem Hintergrund. Da erörtert der Polizeipräsident kurz einmal die Sinnfrage von Shakespeares “Maß für Maß” und für die zu Hilfsdiensten abkommandierten Studenten muss T. S. Eliot als Erkennungssymbol herhalten. Die Limericks des großen Nonsens Dichters Edward Lear dienen schließlich als Schlüssel zur Lösung des Falles der, ein wenig Dramatik am Ende, auf einem außer Kontrolle geratenen Karussell endet. Luise Berg-Ehlers schreibt in ihrem oben genannten Buch folgendermaßen: “Gervase Fen nimmt sich und seine Tätigkeit als Detektiv ziemlich ernst - sofern er sich nicht gerade über beides lustig macht; Edmund Crispin, der Autor, nimmt hingegen weder Fen noch dessen Ermittlungen und schon gar nicht das Genre “Detektivroman” ernst. Ihm kommt es weniger darauf an, Spannung zu erzeugen, vielmehr möchte er dem Leser Spaß beim Aufspüren von Bösewichtern bereiten.” Dieser Beurteilung stimme ich zu. Allerdings hatte ich beim vorliegenden Fall nicht wirklich Spaß beim Lesen, denn das völlige Fehlen der Spannung gleichen die literarischen Finnessen nun einmal nicht aus. Dann lieber, wenn man in der guten alten Krimiliteratur bleiben möchte, einen Lord Peter Wimsey Roman von Dorothy Sayers. Da findet man literarischen Anspruch, Humor und Spannung.

    Mehr
  • Wilde Jagd durch Oxford

    Der wandernde Spielzeugladen
    Stefan83

    Stefan83

    08. October 2011 um 14:27

    Wenn man selbst genug von der dunklen Jahreszeit hat und die weiße Pracht des Schnees so langsam zum eisigen Ärgernis wird, ist es vielleicht nur wenig klug, sich ausgerechnet einen klassischen Krimi des Golden Age als Lektüre auszuwählen, denn. diese sind bekanntlich von gemächlichem Tempo und nicht selten durchsetzt von einer finsteren bis gruseligen Kulisse. Wie gut, dass es Ausnahmen von der Regel gibt. Edmund Crispin, Pseudonym des britischen Autors Bruce Montgomery, ist eine davon. Wer zuvor stets behauptet hat, den Vertretern der Rätsel-Krimi-Fraktion mangele es an Geschwindigkeit, sieht sich hier äußerst eindringlich und geistreich eines Besseren belehrt. Gervase Fens drittes Abenteuer hat mich nicht nur endgültig zum Fan dieser Serie, sondern streckenweise auch an den Rand eines Lachkrampfs gebracht. Die Geschichte sei schnell angerissen: England im sonnigen Herbst des Jahres 1938. Der Dichter und Schriftsteller Richard Cardogan hat genug von der Schreiberei und sehnt sich nach Abwechslung und Abenteuer. Nachdem er seinem zerknirschten Verleger fünfzig Pfund Reisegeld aus der Tasche geleiert hat, reist er noch am selben Abend los – sein Ziel: Oxford. Er kann zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen, dass mit seiner Ankunft, die sonst so idyllische englische Universitätsstadt zum Schauplatz hektischster Aktivitäten werden wird. Angelockt von der Neugier und angetrieben von schier unerschöpflichem Tatendrang betritt er die offene Eingangstür eines Spielzeugsladens, um dort im oberen Stockwerk die erdrosselte Leiche einer älteren Frau zu entdecken. Bevor ihm die Zeit bleibt irgendetwas zu unternehmen, schickt ihn ein Hieb in die schmerzvolle Dunkelheit. Erst Stunden später, am nächsten Morgen, erwacht Cardogan, und begibt sich, nachdem er seinen Magen ausgiebig im Hinterhof des Hauses entleert hat, zur Polizei, um diese zum Tatort zu führen. Zu seiner Überraschung findet sich unter dieser Adresse jedoch kein Spielzeug-, sondern ein Lebensmitteladen. Und von der Leiche fehlt natürlich ebenfalls jede Spur. Die Polizei, welche Cardogan inzwischen für einen verrückten Spinner hält, speist ihn mit wohlmeinenden Platitüden ab und legt den Fall zu den Akten. In seiner Verzweiflung sucht dieser nun seinen alten Freund, den exzentrischen Englisch-Dozenten und Amateur-Detektiv, Gervase Fen auf. Dieser ist von der Aussicht auf ein wenig Abwechslung sehr begeistert und stürzt sich in der ihm eigenen Art und Weise auf den Fall. Und Cardogan, der jetzt an Fens Seite durch Oxford eilt, beginnt seinen Wunsch nach Abenteuer mit jeder Stunde mehr zu bereuen … Was nun folgt ist eine aberwitzige Geschichte mit wortwörtlich durchgetretenem Gaspedal, welche mit allen Regeln des Golden Age Krimis aufs abenteuerlichste bricht. Wo sonst andere Vertreter des Genres lange am Tatort verweilen, um Motive, Indizien und Ideen in Gedanken zu umreißen, stürzt sich hier der Detektiv augenscheinlich ohne Sinn und Verstand in die Arbeit. Gervase Fen läuft in „Der wandernde Spielzeugladen“ absolut zur Hochform auf. Der selbstherrliche Chaot, dem natürlich klar ist, dass er nur eine Figur in einem Kriminalroman ist, wirft jede Konvention über Bord und schert sich dementsprechend auch wenig um irgendwelche Gesetze. Frei nach dem Motto: Wenn die Polizei zu behäbig ist, muss man die Sache selbst in die Hand nehmen und dabei auf jedwedes Hilfsmittel zurückgreifen. In diesem Fall ist das die angetrunkene Rudermannschaft des Colleges, welche, angelockt von der Belohnung durch noch mehr Alkohol, in den nächsten vierundzwanzig Stunden von Fen als Verbrechensbekämpfungseinheit rekrutiert wird. Die Folge ist eine Reihe grotesker Verfolgungsjagden, die beim Leser garantiert keine Auge trocken lassen. Crispin schreibt amüsant, köstlich ironisch, und spickt seinen intelligenten Krimi mit einer Reihe literarischer Anspielungen, wie es sich halt auch für eine in Oxford spielende Handlung gehört. Wen störts da, dass die Figuren schon dermaßen überzeichnet sind, dass sie wie Karikaturen wirken? Vom D.H. Lawrence zitierenden Lastwagenfahrer über den rattengesichtigen Tatverdächtigen bis hin zur verschrobenen alte Dame. Crispin reizt das Spektrum der typischen Krimifiguren bis an die Grenzen aus und verwandelt Oxford in einen turbulenten Hexenkessel. Umso erstaunlicher ist es dann, dass aus diesem komödiantischen Kammerspiel keine komplett platte Komödie wird, denn der Autor, welcher „künstlich-kunstvolle“ Krimis schreiben wollte, schafft es trotz allem immer wieder die Spannung hoch und die Frage nach der Identität des Mörders offen zu halten. Was kann er schon dafür, dass bei all dieser Rasanz und Hektik dem Leser die Antwort darauf bald herzlich egal ist. Er gibt sie trotzdem und lässt das Buch in einem Showdown schließen, der für Vertreter des Golden Age eher unüblich ist und das ohnehin schon überstrapazierte Zwerchfell des Lesers noch ein letztes Mal auf die Probe stellt. Insgesamt ist „Der wandernde Spielzeugladen“ der bis hierhin beste Band der Gervase-Fen-Reihe, dem eine höhere Bewertung nur aus folgenden Gründen versagt bleibt: Bei all der Slapstick und augenzwinkernden Ironie (Crispin macht sich mehr als einmal über das Genre lustig), wirkt der Humor doch an mancher Stelle etwas zu gewollt und übertrieben. Und auch Fen bleibt eine Figur, die man als handelnden Ermittler akzeptieren, allerdings ganz sicher nicht mögen kann. Ein kurzweiliger, erfrischender Thriller-Whodunit-Mischling aus der Nachkriegszeit, der zur Erheiterung besser taugt, als zum Miträtseln.

    Mehr
  • Rezension zu "Der wandernde Spielzeugladen" von Edmund Crispin

    Der wandernde Spielzeugladen
    Aurora

    Aurora

    23. March 2011 um 22:32

    Anfangs fand ich das Buch recht seltsam. Der Spielzeugladen, um den sich das Buch mehr oder weniger rankt und in dem der Dichter Richard Cardogan die Leiche einer älteren Frau findet, ist kurze Zeit später unauffindbar. Auf einmal steht an dieser Stelle ein Gemischtwarenhändler. Mir schien, als wäre nicht viel Zeit vergangen seit der Entdeckung der eliche und bis Cardogan samt Polizei zurückkam. Diese glaubt Cardogan natürlich kein Wort, denn nicht nur der Laden ist plötzlich ein anderer, auch die leiche ist nicht mehr da. Zusammen mit seinem alten Studienfreund Garvase Fen macht sich Cardogan auf die Suche nach der Wahrheit. Der Schreibstil ist selbstverstänlich etwas älter gehalten, so auch die etwas hochgestochenen Dialoge. Denn die Handlung spielt im England von 1938 und das Buch erschien erstmals 1946. man kann sich allerdings recht gut in die einzelnen Szenen hineinversetzen, da diese sehr anschaulich beschrieben werden. Gut finde ich auch den kleinen Stadtplan von Oxford am Anfang des Buches, der die Orientierung für den Leser noch besser macht. zum Ende hin wird das Buch auch ein wenig spannender, sodass man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Allerdings gibt es in dem Buch zum Schluss nur eine Überraschung, die allerdings nur nebensächlich ist und nicht wirklich zur Lösung des Falls besteuert. Der Leser kann den eigentlichen Täter meiner Meinung nach ziemlich leicht selbst erraten.

    Mehr
  • Rezension zu "Der wandernde Spielzeugladen" von Edmund Crispin

    Der wandernde Spielzeugladen
    dyke

    dyke

    12. November 2009 um 17:30

    Der moderne Lyriker Richard Cadogan findet die Leiche einer betagten Lady in einem Spielzeugladen. Als er die Polizei holt, hat sich der Spielzeug- in einen Gemischtwarenladen verwandelt - und die Leiche ist verschwunden. Ein Fall für den Spezialisten: Gervase Fen, Professor für englische Sprache und Literatur an der Universität Oxford, ein höchst exzentrischer Gelehrter. Damit beginnt ein parforce-Ritt durch einen spannende Handlung und durch die englische Literatur, den zu den zwei literarischen Vollprofis stossen ein Lkw-Fahrer, der Lawrence liest, ein Kneipengast, der Jane Austen rühmt, ein Polizeichef, der mit einer Shakespeare-Interpretation beschäftigt ist. Ein Feuerwerk von literarischen Anspielungen, Sprachwitz und nonsense der Spitzenklasse - ein absolutes Starlight Ich habe mich köstlich amüsiert - ist aber nix für Krimi-Puristen ohne Humor

    Mehr