Edmund Stoiber

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Edmund StoiberEuropa in der Krise – Vom Traum zum Feindbild?
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Europa in der Krise – Vom Traum zum Feindbild?
Edmund StoiberStadtmuseum Sulzbach-Rosenberg - Neustadt 16
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Edmund StoiberKonrad Adenauer - Der erste Kanzler
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Erschienen am 08.04.2002
Edmund StoiberDie Organisationsstruktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der aktuellen Diskussion
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Die Organisationsstruktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der aktuellen Diskussion
Edmund StoiberWeil die Welt sich ändert
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Erschienen am 24.09.2012
Edmund StoiberDas Maß der Dinge
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Das Maß der Dinge

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Rezension zu "Europa in der Krise – Vom Traum zum Feindbild?" von Edmund Stoiber

Die Krise ist nicht kleiner geworden
WinfriedStanzickvor einem Jahr



Als die beiden Herausgeber dieses Buches, beides erfahrene Politiker und Publizisten, ihre Veröffentlichung planten und um Beiträge deutscher Politiker und Journalisten baten, da war die Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen noch nicht gefallen und es war auch noch lange nicht klar, dass es in Frankreich im ersten Wahlgang zur Präsidentschaft ein so enges Rennen geben würde.

Nun, nachdem die Briten draußen sind, und Macron als überzeugter aber kritischer Europäer es gestern geschafft hat, kann man die Beiträge dieses Buches noch einmal genauer lesen und ihre dringenden Warnungen und Empfehlungen zu nachhaltigen Reformen der politischen Union ernst nehmen.

Denn die heftigen Vorgeplänkel vor den Austrittsverhandlungen und die weitreichenden Vorschläge, mit denen Macron die EU verändern will, zeigen, dass die Idee eines gemeinsamen Europa längst nicht mehr von allen, insbesondere den neuen im Bunde geteilt wird.

Es gibt auch ohne Brexit und Le Pen heftige Disruptionen unter den verblieben 27 Staaten und mir persönlich scheint es schon längere Zeit fraglich, ob es gelingen wird, die zu managen. Joschka Fischer wies schon 2014, lange vor der Flüchtlingskrise, in seinem Buch “Scheitert Europa?“ auf die Schwierigkeiten hin.

Die Lehre, die er als ehemaliger Außenpolitiker und Verfechter der europäischen Idee aus seinen Überlegungen zog war klar und überzeugend:
Der Weg zu dem Ziel der Vereinigten Staaten von Europa muss konsequent weitergegangen werden, wobei ein ganz besonderer Wert gelegt werden muss, auf die Herausbildung einer europäischen Demokratie. Deutschland und Frankreich machte er dabei als entscheidende Faktoren dafür aus, ob dieser Prozess gelingt.

Doch war damals schon skeptisch und schrieb:

„Ich muss gestehen, dass ich bei aller Würdigung des Buches, sehr skeptisch bin, ob dieser Prozess gelungen kann. Zu schnell, zu unüberlegt ist die EU in den letzten zehn Jahren durch Länder erweitert worden, die weder ökonomisch noch rechtsstaatlich in diesen Kreis passten. Zu eigennützig und nationalistisch agieren viele Ländern, als dass man sich ernsthaft vorstellen könnte, sie wären bereit, noch mehr nationalstaatliche Kompetenzen an eine zentrale europäische Regierung abzugeben. Die vielen eurokritischen  und -feindlichen Parteien in den meisten Mitgliedsstaaten kommen ja nicht von ungefähr. Sie drücken eine Stimmung in der Bevölkerung aus, die für die Zukunft Europas in Fischers Sinne wenig Gutes erwarten lässt.

Alles, was in der Zwischenzeit passiert, bestärkt mich in dieser Skepsis. Dennoch stimme ich den meisten Autoren des vorliegenden Buches zu, dass man unbedingt dafür kämpfen muss, Europa zusammenzuhalten.

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