Edmund de Waal Die weiße Straße

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Inhaltsangabe zu „Die weiße Straße“ von Edmund de Waal

Wie in seinem Bestseller „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ beweist Edmund de Waal hier seine großartige Fähigkeit, Privates und Historisches ineinanderfließen zu lassen. Es war in Japan, als Edmund de Waal mit 17 das erste Mal Porzellanerde in die Hand bekam. Seither arbeitet er mit diesem Material, und er hat wunderbare Kunstwerke daraus geschaffen. Nun macht er sich auf Spurensuche nach dem Stoff, an dem sich über Jahrhunderte die Phantasie des Abendlandes entzündete. Sie führt ihn nach Deutschland, nach Frankreich und Amerika, ins heimatliche England und schließlich nach China, woher Marco Polo mit einer kleinen Vase einst angeblich das erste Porzellanobjekt überhaupt nach Europa gebracht hat.

Eine gewaltige Leistung ist. Hut ab vor Edmund de Waal, der wie ein Besessener Geschichte und Geschichten zusammenführt.

— JulesBarrois

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  • Reine Leidenschaft

    Die weiße Straße

    JulesBarrois

    24. October 2016 um 09:59

    Die weiße Straße: Auf den Spuren meiner Leidenschaft - Edmund de Waal (Autor), Brigitte Hilzensauer (Übersetzer) 464 Seiten, Paul Zsolnay Verlag (26. September 2016), 26 €, ISBN-13: 978-3552057715 Ohne Leidenschaft bleibt jedes Tun und Handeln ein Flickwerk. Die Leidenschaft garantiert das berühmte Quäntchen Engagement, welches über Erfolg und Misserfolg entscheidet. Und Erfolg hat er. Edmund de Waal nennt sich selbst „potter“, einen Töpfer. Hier stapelt er natürlich etwas tief, denn immerhin ist er einer der bekanntesten Keramiker, der seit mehr als einem Vierteljahrhundert mit Porzellan arbeitet. Edmund de Waal ist ein Künstler, dessen Porzellanarbeiten in Museen und Galerien auf der ganzen Welt ausgestellt sind. In diesem Buch begibt er sich auf Spurensuche nach Porzellan. Seine Absicht hinter diesem Buch beschreibt er so: „Es ist eigentlich ganz einfach, eine Art Wallfahrt zu den Anfängen, eine Chance, den Berg zu besteigen, von dem die weiße Erde kommt. […] Ich habe vor, drei Orte aufzusuchen, wo das Porzellan erfunden oder wiedererfunden wurde, drei weiße Berge in China und Deutschland und England.“ (Seite 17) Er begibt sich auf die Reise, die er uns in drei Hauptabschnitten schildert: China, Dresden, Cornwall – jeder hat seine Hügel und jeder seine weißen Objekte. Seit Jahrhunderten wussten nur die Chinesen, wie Porzellan zu machen ist. Sie hatten zwei Mineralien entdeckt, die sie miteinander mischten: Petuntse, was weißer Ziegel bedeutet und Kaolin. Beide sind weiß. Beide müssen in den richtigen Verhältnissen abgebaut, gereinigt und gemischt werden. Bei intensiver Hitze von 1300° C verschmolzen die beiden. Porzellan ist fast eine Form von Glas. Auf über 400 Seiten reiht de Waal aneinander: Namen, Ereignisse, Wunder, Elend, Reiseerlebnisse, geschichtliche Anmerkungen, Kaiser und Königen, Handwerkern, Bergleuten, Arbeitern, Luxusgüter und Gebrauchsgegenstände, Alchimisten und Mystiker, Künstler und Macher, persönliche Eindrücke, alles um seine Leidenschaft, dem Stoff der Welt, alles um Porzellan. Was ist das: eine Biographie, eine Geschichte, ein Reisebericht, eine philosophische Betrachtung? Auf jeden Fall ein bisschen von allem. Es gibt keinen Zweifel, dass „Die weiße Straße“ eine gewaltige Leistung ist. Hut ab vor Edmund de Waal, der wie ein Besessener Geschichte und Geschichten zusammenführt und sie in diesem Buch verarbeitet. Und dann ist er doch erleichtert, als er wieder an seiner Töpferscheibe sitzt und 2453 weiße Gefäße herstellt. „Ich verwende all das vollkommene, vorläufige, tröstliche, melancholische, bedrohliche, leuchtende Weiß von meiner Reise.“ (Seite 456) Das ist De Waals unbestrittenes Talent: obsessive Forschung zu betreiben, zu suchen, zu stapeln und zusammen zu führen, den Leser an dieser fast hektischen Reise zu beteiligen und Notizen zu machen und zu Lesen. Und dann das Ganze in ein Buch voller Charme, mit einem gewissen selbstironischen Humor zu gießen. Es ist ein elegantes, aber fast atemloses Buch. Lassen Sie sich von diesem Buch verführen. Unausgesprochen übt es eine sogartige Wirkung aus. Wenn Ihnen Porzellan bisher nur wenig sagte, werden Sie ihm verfallen. Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Paul Zsolnay Verlages https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/die-weisse-strasse/978-3-552-05771-5/ Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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