Ednor Mier , Edna Schuchardt Jetlag. Turbulenter, witziger Liebesroman - Liebe, Sex und Leidenschaft ...

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Inhaltsangabe zu „Jetlag. Turbulenter, witziger Liebesroman - Liebe, Sex und Leidenschaft ...“ von Ednor Mier

Auszeit mit Folgen - locker, leicht erzählt. Schnell gelesen. Einfach unterhaltsam.

— SinjeB
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  • Von spießigen Verlobten und einem Jetlag allererster Güte

    Jetlag. Turbulenter, witziger Liebesroman - Liebe, Sex und Leidenschaft ...

    kleinfriedelchen

    26. July 2013 um 13:08

    Claire ist gerade frisch aus den USA zurück, wo sie David kennengelernt hat, der Mann, in den sie sich Hals über Kopf verliebt hat. Doch daheim wartet eigentlich ihr spießiger Verlobter Bertram, zusammen mit seiner alles beherrschenden Mutter. Nachdem die Verwandschaft schon anfängt, Fragen zu stellen, drängt sie ihren Sohn nun endlich zur Heirat mit Claire. Aber Claire sucht eigentlich nur noch nach dem geeigneten Moment, um die Beziehung zu beenden. Und zusätzlich macht ihr auch noch der Jetlag zu schaffen und vernebelt ihre Gedanken. Da ist Chaos vorprogrammiert! "Jetlag" ist ein schöner kurzweiliger, nach eigener Aussage nur für Frauen gedachter Roman im ebook-Format, der mir ein paar amüsante Lesestunden beschert hat. Lacher, Gefühlschaos und Turbulenzen sind auf den ca. 84 Seiten garantiert. An der Seite von Claire erleben wir nämlich einen Jetlag allererster Güte. Nicht nur ist sie ständig müde und erschöpft, nun muss sie auch gleich wieder die Leitung ihrer Boutique übernehmen. Und natürlich noch mit ihrem Langzeitverlobten Bertram Schluss machen. Denn Claire hat in Amerika ihren Traummann David kennengelernt, der sie drängt, die Beziehung zu Bertram so schnell wie möglich zu beenden. Wäre da nur nicht Bertrams Mutter, die vehement zur Heirat drängt und diese ständige Übelkeit durch den Jetlag... Claire erschien mir sehr sympathisch und ich konnte ihren Gefühlskonflikt wirklich nachvollziehen. Immerhin ist es nicht gerade leicht, eine jahrelange Beziehung inklusive Verlobung so schnell zu beenden, wenn der Neue am anderen Ende der Welt ist und weit entfernt vom eigenen Alltag. Aber ganz ehrlich, Bertram kann man eigentlich nur in den Wind schießen! :-) Er ist ein Muttersöhnchen der schlimmsten Sorte und hängt selbst mit Mitte Dreißig immer noch an Mamas Rockzipfel. Aber kein Wunder bei der Mutter. Hilde-Marie ist herrisch, alles bestimmend und traut ihrem erwachsenen Sohn einfach nicht zu, selbst Entscheidungen zu treffen oder gar den Laden der Familie zu leiten, pah! Und nun drängt sie Bertram und Claire zur Hochzeit, immerhin redet die Verwandschaft schon. Ich muss gestehen, die Charaktere in dieser Geschichte sind doch wirklich ziemlich klischeehaft, aber gerade wegen der überspitzen Charaktere hat das Ganze viel Spaß gemacht zu lesen. Wobei ich hoffe, so verbohrten und nervigen Menschen wie Bertram und seiner fürchterlichen Mutter niiiie im wahren Leben zu begegnen. :-) Ein Punkt, den ich bei "Jetlag" eher schade fand: Die Liebesgeschichte zwischen Claire und David, die ja der eigentliche Grund für das ganze Gefühlschaos ist, steht hier leider sehr im Hintergrund und von den großen Gefühlen zwischen den beiden merkt man nicht ganz so viel. Hier hätte ich mir durchaus noch ein wenig mehr Tiefe gewünscht, denn David blieb recht blass. Aber auch wenn mich die Entwicklungen in der Geschichte nicht wirklich überrascht haben und ich Claire zum Ende hin am liebsten mal einen Klaps auf den Hinterkopf versetzt hätte (bei einigen ihrer Handlungen konnte ich mir wirklich nur denken: Mädchen, was tust du da?!), hat mir "Jetlag" gut gefallen und durch die witzigen Szenen schönen Lesespaß für zwischendurch geboten. Für Frauen auf der Suche nach leichter, humorvoller Lektüre genau das Richtige!

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  • Leichte Unterwegs-Lektüre mit Schmunzel- und Herzmomenten

    Jetlag. Turbulenter, witziger Liebesroman - Liebe, Sex und Leidenschaft ...

    SinjeB

    23. April 2013 um 17:14

    Zum Inhalt: Claires Auszeit ist vorbei. Nach einem Vierteljahr in Colorado, wo die junge Boutique-Inhaberin nicht nur den American Way of Life genossen, sondern sich auch noch in den smarten David verliebt hat, erwartet sie wieder der Alltag. Und dazu gehört ihr Verlobter Bertram, den Claire auf einmal mit ganz anderen Augen sieht. Überhaupt will es ihr nicht so recht gelingen, sich wieder in Deutschland einzuleben, denn sie kann David nicht vergessen. Außerdem mietet sich ihre Freundin Melanie bei ihr ein, die gerade erst ihren Mann verlassen hat und nun mit ihren Beziehungssorgen und Eskapaden Claires Alltag einigermaßen durcheinander bringt. Und dieser blöde Jetlag will auch partout nicht verschwinden ... Meine Meinung: Noch kann ich mich mit meinem E-Reader nicht vollkommen anfreunden, vor allem umfangreichere Werke stellen eine Lesehürde dar. Unterwegs weiß ich ihn allerdings inzwischen zu schätzen, und gerade kürzere Werke können hier punkten.  "Jetlag" ist solch ein Kurzroman für unterwegs und sorgt mit nicht einmal einhundert Seiten für vergnügliche Lesemomente, vornehmlich für die LeserIN.  Edna Schuchardts Geschichte beginnt mit der Rückkehr der Protagonistin aus den USA.  Mit dieser Reise hat sie sich einen Traum erfüllt und kehrt demnach um eine wertvolle Lebenserfahrung reicher zurück. Wie das Leben aber manchmal so spielt, sieht nach einer solchen Auszeit das Leben, das man zurückgelassen hat, gerne mal anders aus.  So erlebt Claire vor allem beziehungstechnisch einen kleinen Kulturschock bzw. wird sich bewusst, warum sie unterbewusst die Eheschließung mit Bertram immer wieder auf die lange Bank geschoben hat.  Unterstützt wird dieser Verlust der rosaroten Brille durch die recht amüsante, klischeehafte Zeichnung des Verlobten, der von vornherein auf dem besten Weg ist, zum Ex zu werden.  Er hat einen ordentlichen Stock im Allerwertesten und zu allem Überfluss auch noch die typische Schwiegermutter namens Hilde-Marie im Schlepptau, die man wahrscheinlich auch mit florierendem Geschäft als Mitgift nicht geschenkt haben möchte.   Beide Charaktere vermitteln den Eindruck, sie seien direkt aus einer Daily Soap entsprungen, wodurch Claires Colorado-Erfahrungen, die bereits zurückliegen und nur als Erinnerungen thematisiert werden, wesentlich authentischer wirken und die Sympathien ganz und gar nicht subtil dem anderen Mann zugespielt werden. Claires und Bertrams Beziehung wird von Anfang an nicht als perfekt dargestellt.  Als Claire von ihrer Freundin vom Flughafen abgeholt wird, ist der Verlobte, den der Leser noch kennenlernen muss, Gegenstand von Sticheleien und Trennungsgedanken. Dass der allwissende Erzähler Claire darüber nachsinnen lässt, wie oder wann er so geworden ist und warum sie sich überhaupt in ihn verliebt hat, kündigt zwar unmissverständlich an, dass in ihrem Leben Veränderungen anstehen, zeigt aber auch, dass sie nicht leichtfertig entscheiden will. Auch wenn sie in Colorado ihre leidenschaftliche Seite auslebte, scheint ein im Grunde ein recht bodenständiger Charakter durch, dem im Leben viel an Sicherheit gelegen ist. Dort empfand ich einen Widerspruch, bei dem ich mir nicht sicher war, ob ich ihn als typisch weiblich hysterisch einstufen sollte. Zum einen ist Claire kein sprunghaftes Mädchen mehr, sondern hat eine Wohnung mit Gästezimmer, führt eine eigene Boutique, beschäftigt eine Mitarbeiterin und war in der Lage, dieses Geschäft ein Vierteljahr allein zu lassen. Zum anderen aber wird sie angesichts ihres hartnäckigen Jetlags plötzlich von Existenzängsten geplagt.  Während es mich in anderen Roman häufig stört, wenn die Charaktere so offensichtlich auf der Leitung stehen, fand ich das in "Jetlag" wirklich amüsant. Dort wird Claire nämlich immer wieder von tausend Dingen davon abgelenkt, auf ihren Körper zu hören.  Da ist die Boutique, in der die neue Winterkollektion ausgepackt werden muss.   Da ist auch Freundin Melanie, die nach nur einem Jahr Ehe ihren Mann verlassen hat und jetzt mit Anfang Zwanzig einen drauf macht, in Claires Gästezimmer, und dafür sorgt, dass Claire hübsch zwischen den Stühlen sitzt.  Und natürlich sind da Pantoffelheld Bertram und seine Mutter. Insbesondere letztere drängt auf baldige Entscheidung in Sachen Heirat und plant allerlei, bei dem Claire natürlich rasend gern dabei sein möchte, während Bertram fein der Frau Mama nach dem Mund redet.  Nicht zu vergessen ist auch David, der täglich bei Claire anruft und ihre leidenschaftlichen Gefühle wachhält.  Da kann man schon mal übersehen, dass ein Jetlag kaum länger als eine Woche dauert ...  Auch wenn mir "Jetlag" zum Ende hin etwas zu schnell war und die Figuren gern mehr Nuancen hätten haben dürfen, fühlte ich mich sehr gut unterhalten.  Mehr von Edna Schuchardt wartet bereits auf meinem E-Reader.  Die nächste Zugreise kommt bestimmt.  Fazit:  Routiniert erzählter Frauenroman, der trotz seiner Kürze mit allerlei Turbulenzen aufwartet, die zwar nicht unbekannt und durchaus vorhersehbar sind, aber für amüsante Lesemomente sorgen, und den Wunsch nach Happy End befriedigt. Empfehlenswert, wenn die Lesezeit begrenzt ist und man sich noch vor Erreichen des Reiseziels zum glücklichen Ausgang schmökern möchte.  Gesamteindruck:  4 von 5 Punkten

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