Edo Popovic

 3.6 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Anleitung zum Gehen, Die Spieler und weiteren Büchern.
Edo Popovic

Lebenslauf von Edo Popovic

Edo Popovic wurde 1957 in Bosnien-Herzegowina geboren und ist ein kroatischer Schriftsteller und Journalist. Heute lebt er in Zagreb. Er arbeitete u.a. als Kriegsberichterstatter. "Mitternachtsboogie" war sein erster Roman und viele weitere folgten. Popovic ist ein anerkannter osteuropäischer Erzähler.

Alle Bücher von Edo Popovic

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Anleitung zum Gehen

Anleitung zum Gehen

 (6)
Erschienen am 15.06.2015
Mitternachtsboogie

Mitternachtsboogie

 (2)
Erschienen am 01.10.2010
Die Spieler

Die Spieler

 (2)
Erschienen am 14.04.2015
Der Aufstand der Ungenießbaren: Roman

Der Aufstand der Ungenießbaren: Roman

 (1)
Erschienen am 08.10.2012
Die Spieler

Die Spieler

 (0)
Erschienen am 01.07.2010
Stalins Birne

Stalins Birne

 (0)
Erschienen am 09.12.2013
Oci. Kalda, kroatische Ausgabe

Oci. Kalda, kroatische Ausgabe

 (0)
Erschienen am 17.02.2009

Neue Rezensionen zu Edo Popovic

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Kellerbandewordpresscoms avatar

Rezension zu "Anleitung zum Gehen" von Edo Popovic

Anleitung zum Gehen oder eher ein Gedankengang?
Kellerbandewordpresscomvor 2 Jahren

Ein poetischer Ratgeber, der uns lehrt, was wir selbst und die Welt zum Überleben brauchen

Inhaltsangabe von Randomhouse.de:

»Beim Gehen werden wir die eigenen Schritte hören und auch den eigenen Atem und das eigene Herz, und wenn wir uns vollständig entspannen, werden wir auch unsere eigenen Gedanken hören.« In seinem poetisch-philosophischen Essay »Anleitung zum Gehen« versammelt Edo Popovic´ alles, was er in fünfzig Jahren an Weisheit über die Menschheit und ihr oft selbstzerstörerisches Wesen zusammengetragen hat. Über uns, die wir uns benehmen wie Hamster im Laufrad. Die wir rennen, so lange wir Kraft haben, um irgendwann einfach zu erlöschen. Wir sind in Eile. Und wir beschleunigen ständig. Wer nicht beschleunigt, ist verdächtig.

Edo Popovic beschreibt diesen ständigen Drang zur Selbstoptimierung als einen Hunger, der uns verunstaltet, uns in Automaten zum Verdienen und Verbrauchen verwandelt hat. Von diesem Hunger befreien seine klugen, erfahrungsreichen Texte. Und sie lehren uns: Das, was wir tatsächlich brauchen, wird nicht beworben, es findet sich nicht in Schaufenstern und ist nicht mit Geld zu kaufen.

Meine Buchbewertung:

Das sehr philosphische Buch entsprach leider nicht meinen eigentlichen Vorstellungen. ich dachte, er schriebe mehr übers Laufen und der eigentlichen Wanderung.

Dabei schreibt er übers Denken beim Laufen und übers Erleichtern beim Gewichte schleppen auf einer Wanderung.

„Ich begriff, dass all das, was ich brauche, in einen 40-Liter-Ruckßck passt.“

Aber seine Begegnungen mit den Wolken mit diesen genialen Bildern entschädigt alles. Er beschreibt eine Entschleunigung und gibt einem einen poetischen Schubs das Wesentliche im Leben zu achten.

Seine Wanderung zum und um den Velebit/Kroatien schildert er sehr eindrucksvoll mit sehr viel persönlichen Annekdoten.

Was Pferde mit der Meteorologie zu tun haben erfährt man ebenfalls im Buch. Das sind dann wieder die Feinheiten, auf die man sonst nie im Leben achten würde.

Abschliessend findet man eine Buchempfehlung für Wanderer. Mit leichten Büchern für den Rucksack und schweren Büchern für das Regal.

Fazit:

Anders als gedacht aber trotzdem was zum Nachdenken – viele private Bilder von tollen Stellen der Erde.

Vielen Dank an das Bloggerportal und an den Luchterhand Verlag für das kostenfreie Rezensionsexemplar auf Anfrage.

Mehr Buchtipps findest du bei Kellerbande.wordpress.com

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Claudia_Poesies avatar

Rezension zu "Anleitung zum Gehen" von Edo Popovic

Anleitung zum Gehen
Claudia_Poesievor 2 Jahren

Es handelt sich hierbei nicht um ein Sachbuch, wie man vielleicht zunächst denken würde, sondern um einen poetisch-philosophischen Ratgeber, der uns zeigt was wir im Leben tatsächlich brauchen. Der Autor kritisiert die Hektik, den Umgang mit der Natur und das selbstzerstörerische Wesen des Menschen. Durch die poetische Darstellung, der lyrischen Sprache, vielen Zitaten und traumhaften Bildern der Velebit Gebirge teilt der Autor seine Wandererfahrungen und gewonnenen Weisheiten mit dem Leser. 
Meine Meinung: Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da viele Textzeilen und ausgewählte Zitate einen immer wieder Denkanstöße bieten und zum Nachdenken anregen. Zudem schafft es der Autor seine Kritik durch seinen besonderen und poetischen Schreibstil, der zugleich an einigen Stellen seinen Humor durch-schimmern lässt, gut rüber zu bringen. Insgesamt ist das Buch außerdem durch die vielen Fotografien
 und eingebauten Zitate wundervoll gestaltet. 

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Eva-Maria_Obermanns avatar

Rezension zu "Anleitung zum Gehen" von Edo Popovic

Entschleunigend und nachdenklich
Eva-Maria_Obermannvor 2 Jahren

Poetisch-philosophisch wird Edo Popovics Essay Anleitung zum Gehen angepriesen. Das hat mich auf die 176 Seiten des kroatischen Schriftstellers sehr neugierig gemacht.

Mit geradezu elementaren Fragen geht der Autor hier seine Erlebnisse des Wanderns an. Er berichtet, wie er die Berge Kroatiens besteigt. Natürlichkeit, Besinnung, aber auch Existenzfragen und Stille sind es, die den Erzähler begleiten. Der ist hier nahe am Autor anzusiedeln. Unterlegt sind die philosophischen Gedankengänge mit Bildern, Momentaufnahmen aus den Bergen.

Wieviel gerade in die anekdotenhaften Erlebnisse als literarisch zu verorten ist, bleibt unklar. Irgendwie ist alles im Bereich des Möglichen. Das zwischen den Steinen versteckte Mobiltelefon, weil nur dort Empfang ist etwa. Oder diese eigentümliche Verbindung von Menschen, weit ab der Großstädte. Dort, wo Einsamkeit Alltag ist, verschiebt sich der Blickwinkel.

Doch nicht nur auf der sozialen Ebene, auch auf der der Wahrnehmung. Diese Mischung aus Faszination und Gefahr, aus Heimat und Fremde, die der Natur innewohnt. Sie dringt durch in den gemächlichen Seiten. Denn der Erzähler will nicht hetzen, im Gegenteil. Vielmehr verweigert er sich in Handlung und Wort der Beschleunigung des Alltags. Er stellt sie sogar zur Rede, die Hast, die uns jeden Tag ergreift. Karikiert sie in den Wanderern, die Gipfel abhaken, anstatt sie zu erfahren.

Dass dabei Fragen nach Sinn und Zweck aufkommen, ist logisch wie verblüffend. Denn die Antworten werden, teilweise nur in Ansätzen, gleich mitgeliefert. Die große Kritik, die das allumfassende Böse in unserem Leben anklagt, bleibt aus. So sind eben Menschen, scheint der Text zu sagen. Ein bisschen großväterlich vielleicht. Aber auch mit Blick auf die Auszeit, die auch der Erzähler im Wandern erfährt. Eine Pause, aus der er aber wieder zurückkehren wird.

Dass Popovic dabei nicht belehrend, sondern viel mehr betrachtend bleibt, finde ich sehr gut gelöst. Er schwingt keinen Zeigefinger, sondern staunt viel mehr. Das Staunen steht auch im Mittelpunkt, wenn es um die Natur geht. Die Berge, die Tiere, die Pflanzen, den Wind. Alltägliches eigentlich und doch in neuen Fokus gerückt. Bestaunenswert.

Mit Sicherheit ist Anleitung zum Gehen kein aufregendes Buch. Der Text geht eben, er rennt nicht. Wer sich schon einmal im Wandern verloren und doch eigentlich gefunden hat, wird den Erzähler und den Autor verstehen. Es sind auch im Grund keine neuen Fragen, die dabei gestellt werden. Aber sie werden gut gestellt und weitergedacht.

Ein Buch zum Mitdenken also. Nicht nur für alle, die diesen Sommer in Kroatien wandern gehen wollen. Auch Menschen, die einfach gerne den Wiedererkennungsmoment mit der Natur erleben, lesen sich in Anleitung zum Gehen völlig ein. Auf jeden Fall aber ist es tatsächlich poetisch-philosophisch. So einfach – einfach so.

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