Edo Popovic Anleitung zum Gehen

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Inhaltsangabe zu „Anleitung zum Gehen“ von Edo Popovic

»Beim Gehen werden wir die eigenen Schritte hören und auch den eigenen Atem und das eigene Herz, und wenn wir uns vollständig entspannen, werden wir auch unsere eigenen Gedanken hören.« In seinem poetisch-philosophischen Essay »Anleitung zum Gehen« versammelt Edo Popovic´ alles, was er in fünfzig Jahren an Weisheit über die Menschheit und ihr oft selbstzerstörerisches Wesen zusammengetragen hat. Über uns, die wir uns benehmen wie Hamster im Laufrad. Die wir rennen, so lange wir Kraft haben, um irgendwann einfach zu erlöschen. Wir sind in Eile. Und wir beschleunigen ständig. Wer nicht beschleunigt, ist verdächtig. Edo Popovic´ćbeschreibt diesen ständigen Drang zur Selbstoptimierung als einen Hunger, der uns verunstaltet, uns in Automaten zum Verdienen und Verbrauchen verwandelt hat. Von diesem Hunger befreien seine klugen, erfahrungsreichen Texte. Und sie lehren uns: Das, was wir tatsächlich brauchen, wird nicht beworben, es findet sich nicht in Schaufenstern und ist nicht mit Geld zu kaufen.

Anders als gedacht aber trotzdem was zum Nachdenken – viele private Bilder von tollen Stellen der Erde.

— Kellerbandewordpresscom
Kellerbandewordpresscom

Habe nicht bereut das Buch gelesen zu haben, aber dennoch...

— Filzblume
Filzblume

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  • Anleitung zum Gehen oder eher ein Gedankengang?

    Anleitung zum Gehen
    Kellerbandewordpresscom

    Kellerbandewordpresscom

    27. September 2016 um 21:56

    Ein poetischer Ratgeber, der uns lehrt, was wir selbst und die Welt zum Überleben brauchen Inhaltsangabe von Randomhouse.de: »Beim Gehen werden wir die eigenen Schritte hören und auch den eigenen Atem und das eigene Herz, und wenn wir uns vollständig entspannen, werden wir auch unsere eigenen Gedanken hören.« In seinem poetisch-philosophischen Essay »Anleitung zum Gehen« versammelt Edo Popovic´ alles, was er in fünfzig Jahren an Weisheit über die Menschheit und ihr oft selbstzerstörerisches Wesen zusammengetragen hat. Über uns, die wir uns benehmen wie Hamster im Laufrad. Die wir rennen, so lange wir Kraft haben, um irgendwann einfach zu erlöschen. Wir sind in Eile. Und wir beschleunigen ständig. Wer nicht beschleunigt, ist verdächtig. Edo Popovic beschreibt diesen ständigen Drang zur Selbstoptimierung als einen Hunger, der uns verunstaltet, uns in Automaten zum Verdienen und Verbrauchen verwandelt hat. Von diesem Hunger befreien seine klugen, erfahrungsreichen Texte. Und sie lehren uns: Das, was wir tatsächlich brauchen, wird nicht beworben, es findet sich nicht in Schaufenstern und ist nicht mit Geld zu kaufen. Meine Buchbewertung: Das sehr philosphische Buch entsprach leider nicht meinen eigentlichen Vorstellungen. ich dachte, er schriebe mehr übers Laufen und der eigentlichen Wanderung. Dabei schreibt er übers Denken beim Laufen und übers Erleichtern beim Gewichte schleppen auf einer Wanderung. „Ich begriff, dass all das, was ich brauche, in einen 40-Liter-Ruckßck passt.“ Aber seine Begegnungen mit den Wolken mit diesen genialen Bildern entschädigt alles. Er beschreibt eine Entschleunigung und gibt einem einen poetischen Schubs das Wesentliche im Leben zu achten. Seine Wanderung zum und um den Velebit/Kroatien schildert er sehr eindrucksvoll mit sehr viel persönlichen Annekdoten. Was Pferde mit der Meteorologie zu tun haben erfährt man ebenfalls im Buch. Das sind dann wieder die Feinheiten, auf die man sonst nie im Leben achten würde. Abschliessend findet man eine Buchempfehlung für Wanderer. Mit leichten Büchern für den Rucksack und schweren Büchern für das Regal. Fazit: Anders als gedacht aber trotzdem was zum Nachdenken – viele private Bilder von tollen Stellen der Erde. Vielen Dank an das Bloggerportal und an den Luchterhand Verlag für das kostenfreie Rezensionsexemplar auf Anfrage. Mehr Buchtipps findest du bei Kellerbande.wordpress.com

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  • Anleitung zum Gehen

    Anleitung zum Gehen
    Claudia_Poesie

    Claudia_Poesie

    26. July 2016 um 11:12

    Es handelt sich hierbei nicht um ein Sachbuch, wie man vielleicht zunächst denken würde, sondern um einen poetisch-philosophischen Ratgeber, der uns zeigt was wir im Leben tatsächlich brauchen. Der Autor kritisiert die Hektik, den Umgang mit der Natur und das selbstzerstörerische Wesen des Menschen. Durch die poetische Darstellung, der lyrischen Sprache, vielen Zitaten und traumhaften Bildern der Velebit Gebirge teilt der Autor seine Wandererfahrungen und gewonnenen Weisheiten mit dem Leser. Meine Meinung: Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da viele Textzeilen und ausgewählte Zitate einen immer wieder Denkanstöße bieten und zum Nachdenken anregen. Zudem schafft es der Autor seine Kritik durch seinen besonderen und poetischen Schreibstil, der zugleich an einigen Stellen seinen Humor durch-schimmern lässt, gut rüber zu bringen. Insgesamt ist das Buch außerdem durch die vielen Fotografien und eingebauten Zitate wundervoll gestaltet. 

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  • Entschleunigend und nachdenklich

    Anleitung zum Gehen
    Eva-Maria_Obermann

    Eva-Maria_Obermann

    08. July 2016 um 13:31

    Poetisch-philosophisch wird Edo Popovics Essay Anleitung zum Gehen angepriesen. Das hat mich auf die 176 Seiten des kroatischen Schriftstellers sehr neugierig gemacht. Mit geradezu elementaren Fragen geht der Autor hier seine Erlebnisse des Wanderns an. Er berichtet, wie er die Berge Kroatiens besteigt. Natürlichkeit, Besinnung, aber auch Existenzfragen und Stille sind es, die den Erzähler begleiten. Der ist hier nahe am Autor anzusiedeln. Unterlegt sind die philosophischen Gedankengänge mit Bildern, Momentaufnahmen aus den Bergen. Wieviel gerade in die anekdotenhaften Erlebnisse als literarisch zu verorten ist, bleibt unklar. Irgendwie ist alles im Bereich des Möglichen. Das zwischen den Steinen versteckte Mobiltelefon, weil nur dort Empfang ist etwa. Oder diese eigentümliche Verbindung von Menschen, weit ab der Großstädte. Dort, wo Einsamkeit Alltag ist, verschiebt sich der Blickwinkel. Doch nicht nur auf der sozialen Ebene, auch auf der der Wahrnehmung. Diese Mischung aus Faszination und Gefahr, aus Heimat und Fremde, die der Natur innewohnt. Sie dringt durch in den gemächlichen Seiten. Denn der Erzähler will nicht hetzen, im Gegenteil. Vielmehr verweigert er sich in Handlung und Wort der Beschleunigung des Alltags. Er stellt sie sogar zur Rede, die Hast, die uns jeden Tag ergreift. Karikiert sie in den Wanderern, die Gipfel abhaken, anstatt sie zu erfahren. Dass dabei Fragen nach Sinn und Zweck aufkommen, ist logisch wie verblüffend. Denn die Antworten werden, teilweise nur in Ansätzen, gleich mitgeliefert. Die große Kritik, die das allumfassende Böse in unserem Leben anklagt, bleibt aus. So sind eben Menschen, scheint der Text zu sagen. Ein bisschen großväterlich vielleicht. Aber auch mit Blick auf die Auszeit, die auch der Erzähler im Wandern erfährt. Eine Pause, aus der er aber wieder zurückkehren wird. Dass Popovic dabei nicht belehrend, sondern viel mehr betrachtend bleibt, finde ich sehr gut gelöst. Er schwingt keinen Zeigefinger, sondern staunt viel mehr. Das Staunen steht auch im Mittelpunkt, wenn es um die Natur geht. Die Berge, die Tiere, die Pflanzen, den Wind. Alltägliches eigentlich und doch in neuen Fokus gerückt. Bestaunenswert. Mit Sicherheit ist Anleitung zum Gehen kein aufregendes Buch. Der Text geht eben, er rennt nicht. Wer sich schon einmal im Wandern verloren und doch eigentlich gefunden hat, wird den Erzähler und den Autor verstehen. Es sind auch im Grund keine neuen Fragen, die dabei gestellt werden. Aber sie werden gut gestellt und weitergedacht. Ein Buch zum Mitdenken also. Nicht nur für alle, die diesen Sommer in Kroatien wandern gehen wollen. Auch Menschen, die einfach gerne den Wiedererkennungsmoment mit der Natur erleben, lesen sich in Anleitung zum Gehen völlig ein. Auf jeden Fall aber ist es tatsächlich poetisch-philosophisch. So einfach – einfach so.

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  • anders als erwartet

    Anleitung zum Gehen
    katze102

    katze102

    06. November 2015 um 19:47

    Edo Popovic, kroatischer Schriftsteller und Journalist, bekanntester Kriegsberichterstatter Kroatiens, hat 50 Jahre lang Weisheiten über die Menschheit und ihr oft selbstzerstörerisches Wesen gesammelt und zusammengetragen in der „Anleitung zum Gehen“ , erschienen bei Luchterhand. Auf seiner Rückseite wird das Buch beschrieben als „ein poetischer Ratgeber, der uns lehrt, was wir selbst sind und unsere Welt zum Überleben brauchen.“ Zunächst vergleicht Popovic den heutigen Menschen mit seinen Vorfahren, die vor dreieinhalb bis vier Millionen Jahren lebten und die ersten aufrechten Schritte machten. Was haben wir noch mit dieser Kreatur gemeinsam und welche Entdeckungen, Errungenschaften und völlig Überflüssiges hat die Menschheit seitdem gesammelt und sich selber dadurch zum Sklaven dieser Errungenschaften gemacht. Angereichert werden diese Überlegungen zu den Aspekten Beschleunigung, Parzellieren der Welt und der Zeit mit Zitaten und Beschreibungen bekannter Denker wie z.B. Seneca. Es folgt eine Liste von überflüssigen Dingen und dann nimmt Popovic den Leser mit auf mehrere Wanderungen durch den Velebrit; er, der gerade ein schweres Lungenleiden einigermaßen überstanden hat und beim Wandern seine Lungen trainieren will, erfreut sich an der Natur. Ihn beeindruckt, das erste Mal eine Wolke zu atmen und den Felsen, die er sieht bringt er Hochachtung und Bewunderung entgegen, erfreut sich an frischem Wasser und der Gastfreundschaft, die ihm entgegengebracht wird und über sies und das – und begreift, dass alles, was er wirklich braucht in einen 40 Liter Rucksack paßt. Viele Fotos, hauptsächlich von Bergen und unberührter Natur lockern das Buch auf. Zugegeben, ich hatte mir unter einem poetischen Ratgeber etwas anderes vorgestellt und für mich zogen sich die Wanderungsbeschreibungen schon etwas, ohne mich wirklich zu begeistern. Nichts desto trotz sind die aufgestellten Denkanstöße interessant, wenn auch nicht so ganz neu. Was ist genug und hast Du soviel angesammelt, dass Deine Sachen Dich besitzen? Frage Deine Seele, was Du brauchst und bedenke, dass Du wirklich Wichtiges nicht kaufen kannst.

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  • Anleitung zum Gehen

    Anleitung zum Gehen
    Filzblume

    Filzblume

    16. August 2015 um 20:14

    Einige Kapitel des Buches hinterließen bei mir einen starken Eindruck. Z.Bsp.: " Die Zeit" oder die "Liste der überflüssigen Dinge".  Als der Autor, (geboren im ehemaligen Jugoslawien),  jedoch mit "mir" im "Velebit - Gebirge ankam, fiel mir das Gehen schwerer. Die vielen, zum Teil schwierigen, landestypischen Namen von Menschen, Orten sind für meine Augen etwas fremd, und ließen mich nicht so flüssig lesen, wie ich es für gewöhnlich tue. Meine Gedanken schweiften immer ab.  Dennoch nahm ich die Wanderung wieder auf und habe bis zum Schluss durchgehalten. Das Buch beinhaltet Bilder vom Pfad des Autors durch das wohl sehr schöne Velebit-Gebirge (ich war leider noch nicht dort).  Das gab dieser Anleitung zum Gehen einen gewissen Charakter.

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