Wellen

von Eduard Graf von Keyserling 
4,0 Sterne bei63 Bewertungen
Wellen
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ein fein gezeichnetes Sittenbild mit dem Meeresgestade als Hauptdarsteller

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Ein mit feiner Ironie gezeichnetes Porträt der untergehenden Adelsgesellschaft um 1900.

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Inhaltsangabe zu "Wellen"

«Nicht der letzte Autor des neuzehnten, sondern der erste des zwanzigsten Jahrhunderts» (Florian Illies)
Knisternde Sommerkleider, Meeresschaum und glitzernder Sand – ein entlegener Badeort an der Ostsee und seine malerischen Dünen sind Schauplatz von Keyserlings berühmtestem Roman. In flirrender Hitze entspinnt sich ein Beziehungsgeflecht von hoher atmosphärischer Dichte und subtiler Dramatik.
Generalin von Palikow hat ihre Familie zur Sommerfrische an die Ostsee geladen. Um die preußisch-strenge Gastgeberin scharen sich ihre Tochter Baronin von Buttlär samt Ehemann, deren halbwüchsige Kinder und der Schwiegersohn in spe. In den Fokus der durch Müßiggang geschärften Aufmerksamkeit gerät rasch die ebenso anmutige wie selbstbewusste Gräfin Doralice. Ihr scheinbar unkonventionelles Leben an der Seite des Malers Hans Grill weckt das Interesse und beschäftigt die Phantasien der Feriengesellschaft. Lang verborgene Sehnsüchte werden zum immer gleichen Rhythmus der Wellen an die Oberfläche gespült – bis am Ende der Urlaubstage nichts ist, wie es einmal war.
Gleich allen seinen Werken bezaubert auch dieser Roman Eduard von Keyserlings (1855–1918) durch eine Atmosphäre praller Sinnlichkeit, wechselseitige Spiegelungen von Innen- und Außenwelt und durch erzählerische Raffinesse. Wie leicht sich bei aller Stimmungskunst die Ironie übersehen lässt, mit der «Wellen» gleichsam unter der Hand zum zeitkritischen, «antiutopischen Manifest» gerät, beschreibt Florian Illies in seinem Nachwort zu dieser Ausgabe.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783717522669
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:253 Seiten
Verlag:Manesse
Erscheinungsdatum:21.03.2011
Das aktuelle Hörbuch ist am 25.10.2005 bei DELTA MUSIC erschienen.

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    Barbara62s avatar
    Barbara62vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein mit feiner Ironie gezeichnetes Porträt der untergehenden Adelsgesellschaft um 1900.
    Sommertage an der Ostsee

    Klaus Modicks biografischer Roman „Keyserlings Geheimnis“ hat in mir den Wunsch geweckt, ein Buch dieses bisweilen als „baltischer Fontane“ titulierten Autors zu lesen. „Wellen“, erstmals 1911 erschienen, war eine wirkliche Entdeckung für mich. Der kleine, von Ironie durchzogene Roman, der während einiger Sommertag an der Ostsee spielt, konfrontiert die erstarrte Adelsgesellschaft der Jahrhundertwende mit der wilden Unberechenbarkeit des Meeres. 

    Neben den hier ansässigen Fischern tummeln sich auch in diesem Sommer die Feriengäste. Die lebenskluge alte Generalswitwe von Palikow hat ihre Familie im Bullenkrug um sich versammelt: ihre bornierte Tochter Baronin Bella von Buttlär, ihren Schwiegersohn und Gutsherrn, der vor der häuslichen Enge gerne in Berlin das Abenteuer sucht, ihre soeben erwachsen gewordenen, schwärmerischen Enkelinnen Lolo und Nini, den 15-jährigen Enkel Wedig und Lolos Verlobten, den Leutnant Hilmar von der Hamm. In unmittelbarer Nachbarschaft hat sich zum Entsetzen Bellas das frischverheiratete Ehepaar Grill einquartiert. Hans Grill ist Maler, dem es nicht gelingen will, das Meer auf seine Leinwand zu bannen, sie die atemberaubend schöne ehemalige Gräfin Doralice Köhne-Jasky, die wegen Hans vor einem Jahr aus der Ehe mit dem alten Grafen geflohen ist. Die Neuvermählten ringen darum, einen Modus für ihr Alltagsleben zu finden, Doralice leidet unter den gekappten Fäden zu ihrer Vergangenheit, der Ächtung durch ihre Standesgenossen und unter der von Hans so gepriesenen Freiheit, die für sie nach Einsamkeit klingt. Last but not least ist auch der bucklige Geheimrat Knospelius anwesend, dem nichts entgeht, der fein seine Fäden spinnt und mit einem Fest zu seinem Geburtstag alle zusammenbringt.

    Mag die Handlung auch nicht spektakulär sein, so ist es doch die Art, wie Eduard von Keyserling sie erzählt. Jede seiner Figuren ist sehr deutlich gezeichnet, in jede scheint sich der Autor hineinversetzen zu können, besonders in die Frauen. Die kühle, klarsichtige Generalin, die alle und alles durchschaut und auf den Punkt bringt, hat es mir besonders angetan. Mal weist sie ihre spießige Tochter zurecht, die neben Doralice nicht atmen zu können glaubt („Sie wird das Meer nicht unrein machen, wenn sie darin badet.“), mal liest sie der verzagten Doralice die Leviten („Nun ja, Sie sind Ihrem alten Grafen davongelaufen. Das muss man nicht tun, schon wegen der Moral, aber es war eine dumme Heirat, und Sie haben sich von Ihrem Maler entführen lassen, nun gut. Aber jetzt, meine Liebe, ist es doch genug, man kann sich doch nicht immerfort entführen lassen.“) und verfolgt, wie vom pubertierenden Wedig bis zum gestandenen Familienvater alle Herren und jungen Mädchen den Reizen Doralices erliegen.

    Ein neuer klassischer Autor für mich und ganz bestimmt nicht das letzte Buch, das ich von ihm gelesen habe!

    http://xn--mit-bchern-um-die-welt-wlc.de/eduard-von-keyserling-wellen/

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    Xirxes avatar
    Xirxevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Klassiker, der noch immer aktuell ist mit schönen Landschaftsbeschreibungen und einigem Nachdenkenswerten.
    Eine Sommerfrische am Meer

    Vor über 100 Jahren ist dieses Buch das erste Mal erschienen, aber in vielem liest es sich auch wie ein Bild unserer Zeit und wirkt hochaktuell.
    Generalin Palikow hat für ihre Familie einen Sommerurlaub organisiert - und selbstverständlich sind alle gekommen: ihre Tochter Bella mit ihrem Ehemann Baron Buttlär, deren Kinder Lolo, Nini und Wedig ebenso wie Lolos Bräutigam Hilmar. Ein Haus direkt am Meer wurde gemietet, nur wenige kleine Fischerhäuser befinden sich in der Umgebung. Doch in einem davon logiert das Ehepaar Grill, das 'berühmtberüchtigt' ist. Denn Doralice Grill, eine wunderschöne junge Frau, war zuvor mit dem Grafen Köhne verheiratet und verließ ihn für den Maler Grill - welch ein Skandal! Insbesondere Bella ist darüber verstimmt, eine solche Person in unmittelbarer Nachbarschaft zu wissen, was nicht zuletzt daran liegt, dass sie um die Schwäche ihres Ehemannes Bescheid weiß - schöne Frauen.
    Etwas altertümlich klingt die Sprache, aber Eduard von Keyserling beschreibt sehr bildhaft und ausdrucksvoll den Strand mit der ihn umgebenden Landschaft sowie die daran angrenzende See; seine Begeisterung über die Schönheit der Natur und die Kraft des Meeres waren für mich durch seine Worte hindurch regelrecht spürbar. Doch noch bestechender empfand ich seine Darstellung der Personen, die in ihrer Gesamtheit beinahe schon eine Welt für sich darstellten: Auf der einen Seite die adlige Familie, deren jüngere Generationen gegen die Einhaltung der überkommenen Konventionen, für die die Generalin steht, rebellieren. Und auf der anderen Seite der Maler Grill sowie die Fischer, die scheinbar ohne Zwänge ihr Leben leben dürfen wie sie wollen. Dazwischen steht Doralice, die es zwar wagte, die Welt dieser Zwänge zu verlassen, sich aber trotzdem immer wieder nach dem Komfort dieses Lebens sehnt und sich in ihrer neuen Welt noch immer nicht heimisch fühlt. Sie ist eine Ausgestossene ebenso wie der Geheimrat Knospelius (der ebenfalls dort in einem Fischerhaus residiert), der zwar eine geachtete Stelle in der Reichsbank innehat, aber aufgrund seiner Missbildung dennoch nicht dazu gehört.
    Es ist überdeutlich, dass von Keyserling diesem ländlichen Adel nicht viel Sympathie entgegenbrachte, was vermutlich aus ähnlichen Erfahrungen resultierte wie sie der Geheimrat erfahren musste. Vieles ist mit einer derart spitzen Feder geschrieben, dass das Buch bei seinem ersten Erscheinen in bestimmten Kreisen vermutlich nicht gelesen wurde. Oder falls doch, nur, um sich aufzuregen ;-) Beispielsweise die Beschreibung von Bella: 'Aufgebraucht von Mutterschaft und Hausfrauentum war sie sich ihres Rechtes bewußt, kränklich zu sein und nicht mehr viel auf ihr Äußeres zu geben.' Oder als die Generalin ihrer Tochter das Wesen der Männer erklärt: 'Es ist immer dieselbe Geschichte, wenn ihr heiratet, wollt ihr hübsche Männer haben, aber ein hübscher Mann konserviert sich länger als unserein, der bringt keine Kinder zur Welt, der schont sich mehr ...' und 'Die Ehe, meine Liebe, ..., ist vielleicht sehr heilig, aber unsere Männer sind es nicht.' Es gibt viele solcher kleiner Bösartigkeiten, sehr zur Freude der heute Lesenden, vermute ich. Darüber hinaus hatte der Autor ebenso einen überaus guten Blick für diverse andere gesellschaftliche Probleme, die auch heute noch aktuell sind.
    Ein schönes, witziges und nachdenklich machendes Buch, das in Manchem wohl seiner Zeit voraus war.

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    The iron butterflys avatar
    The iron butterflyvor 3 Jahren
    "...ich bin der geborene Kamerad des Wellentals."

    Wagemutig haben die zauberhafte Gräfin Doralice Köhne-Jasky und der Maler Hans Grill sich über alle bestehenden Konventionen hinweg gesetzt und leben nun am idyllischen Ostseestrand in einem kleinen Haus. Zuvor musste sich Doralice von ihrem Gemahl lösen, der ihr sie mit seiner einerseits fürsorglichen, aber auch bevormundenden Art in eine Hülle presste, die sie zu erdrücken schien. So kam der junge Maler Hans gerade recht, der sie bewundernd die schöne Doralice sein ließ und ihr seine tiefe Liebe gestand. Der Graf ließ die beiden ziehen, die nun in der sommerlichen Atmosphäre zwischen Dünen und Meer ihre Liebe vertiefen möchten. Doch Hans leidet vor lauter Zuneigung und Liebe zu Doralice unter einer schöpferischen Blockade und so genießen die beiden Liebenden lange Spaziergänge am Strand und machen sich Gedanken, was die Zukunft für sie bereit hält.

    Als die Großfamilie der Generalin von Palikow eintrifft, um den Sommer am Meer zu verbringen, spaltet sich die Familie in zwei Lager auf. Die einen, die die Gräfin und ihren Maler am liebsten meiden würden, schließlich sind sie gesellschaftlich nicht tragba, und nur Unheil aufkommen sehen und die anderen, die sich zu der schönen Doralice fasziniert hingezogen fühlen. Selbst Lolo und ihr Verlobter Hilmar bewundern Doralice, jeder auf seine Weise.

    Man trifft sich bei Spaziergängen am Strand oder bei der Gesellschaft, die der krummbuckelige Geheimrat Knospelius veranstaltet. Und immer fliegen bewundernde und besorgte Blicke in Richtung Doralice. Als Hilmar dann nicht mehr an sich halten kann und der Gräfin mit seinen Gefühlen aufwartet, droht  nicht nur sein Idyll mit Lolo zu zerbrechen, sondern auch die Beziehung von Hans und Doralice. Sie wird auf eine harte Bewährungsprobe gestellt.

    Eduard von Keyserling verfasste „Wellen“ auf eine erstaunlich leichte, beschwingte Art, so dass sich seine Geschichte um die trügerische Kraft der Liebe sehr kurzweilig liest. Keyserling gelingt es die kleine Gesellschaft in diesen Sommertagen an der Ostsee für den Leser zum Leben zu erwecken. Sehr stimmungsvoll eingebunden in seine Beschreibungen von Licht und Meer, von Farben und Schatten, darf man gespannt sein, ob sich Doralice beeinflussen lässt oder mit Hans ihre Liebe des Lebens gefunden hat. Sehr interessant ist auch der Charakter des krummen Knospelius, der eingangs als wirrer Sonderling beschrieben, schnell einen klugen Überblick über das sich ihm bietende Schauspiel auf der Bühne Ostseestrand gewinnt.

    Kommentare: 3
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    PaulTemples avatar
    PaulTemplevor 3 Jahren
    Gesellschaftliche Tragik

    Hat mir "Schwüle Tage" schon reizend gefallen, so fand ich die "Wellen" schlicht grandios! Die gesellschaftliche Tragik, in der sich die junge Gräfin - geschieden vom früheren Gemahl und somit nicht mehr gesellschaftsfähig -und ihr freigeistiger Ehemann befinden, wird vom Autor meisterlich beschrieben. Auf der anderen Seite befindet sich die Adelsfamilie, welche an der Ostsee die Sommerfrische verbringt, und deren männliche Mitglieder,  ebenfalls gefangen im gesellschaftlichen Korsett,  von der abtrünnigen Gräfin mehr als nur fasziniert sind. Wieder einmal glänzt von Keyserling durch detailreiche Naturbeschreibungen, schließlich nimmt das Meer als Symbol des Auf und Ab des Lebens in diesem Roman eine Hauptrolle ein. Ein wirklich wundervoller Roman mit beeindruckender sprachlicher Raffinesse! 

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    MitAussichts avatar
    MitAussichtvor 5 Jahren
    Und immer wieder das Meer

    Ich habe mal in Estland einen deutschen Touristen sagen hören, dass die Ostsee doch überall gleich wäre. Zu gern würde ich diesem Menschen "Wellen" in die Hand geben und hoffen, dass er seinen Irrtum erkennt. Hier rauscht es, tobt, plätschert, glitzert, kräuselt sich, die Wellen torkeln betrunken, schäumen, springen, dass es eine wahre Freude ist weiterzulesen.



    Darum geht es


    In einem warmen Sommer finden sich die Urlaubsgäste am Ostseestrand ein: Im Gasthaus "Bullenkrug" hoch oben auf der Düne die gesellschaftlich anerkannten - unter ihnen die Generalin von Palikow mit ihre Tochter Frau von Buttlär, den 2 Töchtern und Sohn, Ehemann und Verlobtem der Tochter Lolo. Unten am Strand jedoch wohnt bei den Fischerhäusern die Gräfin Doralice, die ihren Ehemann für den Maler Hans Grill verlassen hat und von der Gesellschaft gemieden wird. Zwischen dem Meer und den Dünen entspinnt sich eine Liebesgeschichte, die so ganz anders endet, als erwartet.


    Das meine ich


    Eduard von Keyserling wurde 1855 in Kurland geboren und das Baltikum findet sich in seinen Erzählungen, Novellen und Romanen in jeder Zeile wieder. Die Sprache des Autors ist so zart und so poetisch, dass selbst Mondscheinquadrillen nicht mehr kitschig erscheinen. 

    "Wellen" steckt voller Oppositionen: Meer und Dünen, oben und unten, gesellschaftlich anerkannt und verstoßen und vor allem Doralice hinter dem Fenster und die anderen, die zu ihr hineinsehen. Es ist, als lese man ein Kammerspiel, in dem das Meer ein eigenständiger Protagonist ist, reflektiert es doch immer wieder auch die emotionale Lage. Nichts lenkt ab von der Handlung - die Umgebung fügt sich nahtlos ein und sie ist wie das ganze Baltikum: karg, grün, blau, sandig und vor allem ereignislos.


    Alles in allem


    "Wellen" ist ein Kleinod des Impressionismus, ein Roman, den man am besten an einem sonnigen Plätzchen in der Düne an einem trägen Nachmittag liest. Wer keine Düne hat, der liest ihn woanders und fühlt sich beim Lesen dennoch ans Meer versetzt. Mich jedenfalls hat nicht nur die Sehnsucht nach dem Meer, sondern auch nach Kurland mit seiner weiten Einsamkeit gepackt.



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    Golondrinas avatar
    Golondrinavor 7 Jahren
    Rezension zu "Wellen" von Eduard von Keyserling

    Hach, ein Buch, in dem man sich "dekorativ" gibt, ein Buch mit Haarkuchen an den Schläfen und Colombinen und Mondscheinquadrillen. Man ahnt schon, dass ein wenig Zeit vergangen ist seit dem Erscheinen.
    Aber, wenn man sich einmal mit der Sprache arrangiert hat, ist es gar nicht so weit weg: das Fräulein Doralice, die ihren Mann, einen Diplomaten für einen Maler verlassen hat und den Sommer mit anderen Feriengästen an der Ostseeküste verbringt. Man ahnt es schon, die anderen Feriengäste - die Generalin von Palikow mit ihrer Familie - haben so ihre Probleme mit Doralice oder erliegen gar ihrem Charme. Man erfährt, dass Männer auch damals nicht gern über Beziehungskram sprachen und so kämpft Doralice mit dem Alltag, der sich in die Beziehung mit dem Maler einschleicht, der alles wie "Kartoffelsuppe" riechen lässt.
    Na, das will man ja nicht.
    Farbenprächtige Bilder und man wünscht sich endlich mal wieder einen Sommer, der diesen Ostseebildern entspricht.

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    olgicavor 9 Jahren
    Rezension zu "Wellen" von Eduard von Keyserling

    Um die Jahrhundertwende genießen viele Aristokraten ihre Sommerfrische am Meer. Dort lebt auch Gräfin Doralice, die ihren Mann, einen hochangesehenen Botschafter, verließ um mit dem Maler Hans Grill zusammenzuleben. Deswegen wird sie von den anderen Adligen mit Missachtung bestraft. Die Lage eskaliert, als sich ein junger Baron in Doralice verliebt, obwohl er mit der Aristokratin Lolo verlobt ist.
    Wunderschön und voller Sprachgewalt ist dieses Zeugnis der Gesellschaft früherer Tage. Es finden sich auch einige kluge Sätze voller Lebensweisheit in dem kurzweiligen Roman.

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    glowinggloomvor 10 Jahren
    Rezension zu "Wellen" von Eduard Graf von Keyserling

    Sommerfrische an der Ostsee zur Kaiserzeit. Die schöne Doralice verdreht vielen den Kopf, aber muß für sich selbst realisieren, daß sie nicht weiß, was sie will. Muß Karasek´s Spruch:" als Gottes Atem leiser ging, schuf er den Grafen Keyserling" zustimmen. Die Leiden der Handelnden, werden mit einer ganz außergewöhnlich zarten und feinen Sprache erzählt, wirkliche Prosa-Poesie, die in Richtung Fontane und Thomas Mann geht. Eine dezidiert melancholische Stimmung durchzieht den Roman, der mir sehr gut gefallen hat.

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    tencarss avatar
    tencarsvor 10 Jahren
    Rezension zu "Wellen" von Eduard von Keyserling

    Grandios geschrieben, kolossal formuliert, umwerfende Figuren. Mehr sage ich diesmal nicht: Wer immer sich auch nur am Rande für deutsche Literatur interessiert, muss dieses kleine Werk Keyserlings gelesen haben.

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    Beusts avatar
    Beustvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: ein fein gezeichnetes Sittenbild mit dem Meeresgestade als Hauptdarsteller
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