Eduard Mörike Mozart auf der Reise nach Prag /Ausgewählte Gedichte

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Inhaltsangabe zu „Mozart auf der Reise nach Prag /Ausgewählte Gedichte“ von Eduard Mörike

Immer noch kursiert das Klischee vom spießigen Biedermeier. Wie wegweisend modern diese Epoche mit ihren klaren Formen und ihrer politischen Aufwertung des Privaten in Wirklichkeit war, hat sich zumindest in der Kunstszene mittlerweile herumgesprochen. Gleiches gilt aber auch für die Literatur: Eduard Mörikes berühmte Mozart-Novelle, die nicht zufällig der zwei Jahre vor der Französischen Revolution uraufgeführten Oper ›Don Giovanni‹ gewidmet ist, passt so gar nicht ins Bild vom harmlosen Biedermeier, und in Mörikes vielfach vertonten Gedichten wimmelt es nur so von kühnen Dissonanzen. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK, und den beiden Werkbeiträgen aus der dritten, völlig neu bearbeiteten Auflage von Kindlers Literatur Lexikon.

Mozarts Charakter kommt gut an, der Rest ist unzeitgemäß empfindsam, bieder und fad

— Beust

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  • Rezension zu "Mozart auf der Reise nach Prag /Ausgewählte Gedichte" von Eduard Mörike

    Mozart auf der Reise nach Prag /Ausgewählte Gedichte

    elRinas

    22. October 2012 um 10:52

    Ein unterhaltsames piece "Weltliteratur" für zwischendurch ...
    Aus einer Zeit,
    in der man neben zuTodebetrübt (Frust) auch himmelhochjauchzend (Genuss)
    noch kannte und in Worte zu fassen vermochte ...
    Finde ich auch gut geeignet für eine Lesung im Hospiz etc.

  • Rezension zu "Mozart auf der Reise nach Prag" von Eduard Mörike

    Mozart auf der Reise nach Prag /Ausgewählte Gedichte

    Sarii

    25. October 2010 um 10:02

    Die Novelle „Mozart auf der Reise nach Prag“ von Eduard Mörike aus dem Jahre 1856 thematisiert eine Kutschreise des gleichnamigen berühmten Komponisten und seiner Frau Constanze. Während ihrer Reise macht das Paar Bekanntschaft mit einer adeligen Familie und feiert mit ihnen die Verlobung derer Nichte. ----- Mozart und Constanze wollen von Wien nach Prag, da dort die Uraufführung seines Stückes „Don Juan/ Don Giovanni“ stattfinden soll. Während der fahrt machen sie eine Pause in einem Wäldchen von dessen Schönheit Mozart nur so beflügelt erscheint. Des Weiteren wird Rast in einem kleinen Gasthof gemacht, um sich für den nächsten Tag auszuruhen. Doch Mozart lernt die adelige Familie kennen, welche ihn und seine Gemahlin sofort zu der Verlobungsfeier einladen, da diese schon viel von seiner Arbeit gehört haben. Außerdem ist die Nichte Eugenie selbst sehr musikalisch und fasziniert von der Arbeit des Komponisten. Es wird ein amüsantes Fest bei dem schließlich einige Stücke aus der noch nicht fertigen Oper von Mozart selbst gespielt werden. Am nächsten Tag reist das Paar weiter nach Prag und Eugenie spürt einen baldigen Todesfall. ----- Die Novelle ist sehr poetisch und abwechslungsreich geschrieben. Mörike hat in den Text einige Liedtexte eingebunden, welche die festliche Stimmung deutlicher betonen und hervorheben. Ansonsten ist diese Erzählung sehr unterhaltsam und interessant, doch beschleicht einen am Ende ein ungutes Gefühl, da die bedrückende Stimmung der Eugenie Einfluss auf einen selbst nimmt. Hervorzuheben ist aber auch der Fokus des Autors auf die Sinneswahrnehmung aller Beteiligten, demzufolge sind viele detaillierte und bildliche Beschreibungen enthalten. ---- Mir persönlich hat die Geschichte recht gut gefallen, da man einen guten Einblick in das fiktive Leben des Wolfgang Amadeus Mozart erhalten hat. --- Fazit: Sollte man gelesen haben!

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  • Rezension zu "Mozart auf der Reise nach Prag" von Eduard Mörike

    Mozart auf der Reise nach Prag /Ausgewählte Gedichte

    rumble-bee

    16. May 2010 um 22:26

    Wunderbar, stimmungsvoll, erleuchtend, eindringlich... ich könnte ins Schwärmen geraten angesichts dieses Stücks feinster deutscher Prosa. Nun verstehe ich, warum es ins "Buch der 1000 Bücher" aufgenommen wurde! Gut, man sollte als Leser schon wissen, dass dieses Stück Literatur aus der Deutschen Romantik stammt. Dass man sich also auf seitenlange Beschreibungen, auf hin- und herfliegende Dialoge, und auf stark aufgeladene Stimmungen gefasst machen muss. Auch könnte es helfen, Mozart zu mögen - denn von ihm handelt diese Novelle vordergründig, sie schildert einen Tag in seinem Leben. Allerdings ist dies nur der Aufhänger: eigentlich geht es um tiefer liegende Dinge, um die Schilderung der Stimmung einer ausgehenden Epoche nämlich. Mozart steht hier für das Ende eines unbeschwerten Zeitalters, und in diesem Sinne ist es auch konsequent, die Novelle mit einer düsteren Vorahnung und einem Todes-Gedicht schließen zu lassen. Ich möchte den Inhalt wirklich nur kurz andeuten. Mozart befindet sich mit seiner Frau Konstanze auf einer Reise nach Prag, wo seine Oper "Don Giovanni" uraufgeführt werden soll. Sie machen unterwegs Station, Konstanze rastet im Gasthof, und Mozart lustwandelt im Park eines ihm bis dato unbekannten Grafen. Wie in Trance, und in Erinnerungen an einen Aufenthalt in Italien verloren, schneidet er eine Pomeranze von einem Bäumchen ( zu Deutsch: eine Orange), und wird dabei von einem Gärtner erwischt. Doch anstatt den Zorn des Grafen auf sich zu ziehen, wird der berühmte Komponist samt Konstanzen auf das Schloss zur Verlobungsfeier der Tochter eingeladen, und der Rest des Tages verfliegt in allgemeinen Geselligkeiten, Reminiszenzen, und musikalischen Lustbarkeiten. Als die Mozarts am nächsten Morgen abreisen, ahnt nur die junge Verlobte, Eugenie, dass sie einen verlöschenden Stern vor sich hatte... Damit ist wirklich nur das Grundgerüst erzählt - der eigentliche Charme der Novelle ergibt sich erst beim Lesen selber. Wir erfahren zum Beispiel viel über die oft diskutierten Charaktereigenschaften Mozarts, wie Sprunghaftigkeit und Verschwendungssucht. Wir erfahren aber auch, wie man sich zu damaligen Zeiten gesellschaftlich untereinander verhielt. In Ermangelung von Ton-Konserven und Elektritzität, von denen wir heute allseits verwöhnt sind, war man auf gemeinsames Musizieren und Diskutieren angewiesen. Auch waren die gesellschaftlichen Umgangsformen sehr stark ausgeformt, und es ergaben sich gerade dadurch zahlreiche Möglichkeiten, Zwischentöne zu entdecken und auch auszudrücken. Man schmauste, parlierte, musizierte, diskursierte, komplimentierte - und all das scheint dem Leser wieder entgegen in einer federleichten, doch kunstvollen und durchdachten Erzählweise. Ich würde diese lustvolle und vor musikalischen Hintergrund-Einfällen nur so strotzende Novelle allen denen empfehlen, die einmal in eine völlig andere Welt eintauchen möchten, die wissen möchten, wie man zur Zeit Mozarts lebte und liebte, und die vor allem die nötige Geduld aufbringen, sich durch die Sprache der Romantik zu wühlen.

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  • Rezension zu "Mozart auf der Reise nach Prag" von Eduard Mörike

    Mozart auf der Reise nach Prag /Ausgewählte Gedichte

    katermurr

    23. April 2008 um 22:17

    Ein Buch zum Verlieben, besonders, wenn manfrau Mozart mag. Die ausführliche Beschreibung der Entstehung des ersten Zerlina/Masetto-Duetts aus dem "Don Giovanni" - herzanrührend... nicht zuletzt das abschließende Poem...

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