Eduardo Belgrano Rawson

 3.6 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Die Predigt von La Victoria, Schiffbruch der Sterne und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Eduardo Belgrano Rawson

Schiffbruch der Sterne

Schiffbruch der Sterne

 (2)
Erschienen am 20.02.2001
Die Predigt von La Victoria

Die Predigt von La Victoria

 (2)
Erschienen am 15.09.2010
Rosas Stimme

Rosas Stimme

 (1)
Erschienen am 20.03.2009
In Feuerland

In Feuerland

 (0)
Erschienen am 23.07.2003

Neue Rezensionen zu Eduardo Belgrano Rawson

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Rezension zu "Die Predigt von La Victoria" von Eduardo Belgrano Rawson

Rezension zu "Die Predigt von La Victoria" von Eduardo Belgrano Rawson
Ayla25vor 7 Jahren

Nelson Madaf lernt ein Mädchen kennen. Ihr Name ist Claudia. Am Tag darauf ist sie verschwunden, Nelson wird verhaftet, gefoltert, ins Gefängnis gesteckt und steckt sich dort mit Aids an. Jahre später erscheint Claudia wieder-putzmunter, sie war nur abgehauen. Das Buch erzählt diese und ähnliche Geschichten aus dem Heimatland des Autors-Argentinien.

Die Zusammenfassung des Buches verspricht einen spannenden Thriller. Die erwartete Spannung setzt jedoch nicht ein. Das Buch vereint Einzelteile, die zum Schluss ein Ganzes ergeben. Viele Namen bringen viel Verwirrung, sodass man nach 40 Seiten den kompletten Faden verloren hat. Was jedoch berührt: Die Geschichten sind wahr-was einem unglaublich erscheint, da sie voller Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten stecken.
Fazit: Ein Buch das im Nachhinein zum Nachdenken anregt.

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Ailiss avatar

Rezension zu "Die Predigt von La Victoria" von Eduardo Belgrano Rawson

Rezension zu "Die Predigt von La Victoria" von Eduardo Belgrano Rawson
Ailisvor 8 Jahren

Eduardo Belgrano Rawson nennt sein Buch einen Roman aus dem wirklichen Leben. Was er erzählt, ist also größtenteils wahr und nicht erfunden, aber eben nicht alles - das können allerdings nur jene unterscheiden, die dabei gewesen sind. Das schließt wohl 99% der Leser von Anfang aus, was in meinen Augen ein zweifelhafter Start in diesen Roman ist, der auf mich so vollkommen unstrukturiert wirkte.
Selbst, wenn man sich ganz fest vornimmt, sich auf diese Geschichte einzulassen, auf die Ungerechtigkeiten, die sie schildert, ist es schwer, wirklich Durchblick zu gewinnen. Belgrano Rawson scheint ein großer Freund von Zeitsprüngen zu sein, 30 Jahre überwindet er im Flug, sowohl nach vorne als auch zurück, mit kleinen Zwischenstopps in der Mitte. Dabei wirft er mit Vornamen, Familiennamen, Spitznamen und Berufsbezeichnungen nur so um sich, dass es mir oft nicht gelungen ist, die Figuren den einzelnen Geschichten zuzuordnen, die er zu erzählen hat. Ich war als Leser ständig auf der verzweifelten Suche nach Zusammenhängen.
Den Rahmen des Romans bilden zwei Geschichten: die des jungen Nelson, der für einen Mord gefoltert und hinter Gitter gebracht wird, der nie stattgefunden hat, und die Pedros, der als erwachsener Mann erfährt, dass er als Baby geraubt wurde und seine Eltern nicht seine Eltern sind. Das Schicksal der beiden jungen Männer fasst Belgrano Rawson am Beginn der beiden großen Abschnitte bereits in wenigen Worten zusammen. Es folgt dann jeweils eine verwirrende Nacherzählung des ganzen Geschehens, in der der Autor auf Nelsons und Pedros Erlebnisse eingeht, dabei aber so sprunghaft zwischen unzähligen weiteren Geschichtchen und Anekdoten wechselt, dass man am Ende eigentlich nur noch festhalten kann: Argentiniens politische und geselleschaftliche Verhältnisse waren chaotisch und verwirrend und sind es wohl nach wie vor.
Inhaltlich hat der Roman mich mitgenommen, schildert er doch die Willkür der Justiz, der Polizei und des Militärs: um zu hören, was man hören wollte, wurde der Beschuldigte einfach nur lange genug gefoltert, sowohl seelisch als auch körperlich, bis er gestand, was er womöglich gar nicht getan hatte.
Belgrano Rawson erzählt wortgewandt von solchen Aufräumaktionen der führenden Mächte, aber leider zu wirr und unstrukturiert. "Die Predigt von La Victoria" ist für mich der klassische Fall eines überfüllten Romans - manchmal ist weniger eben doch mehr!

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Ferrantes avatar

Rezension zu "Schiffbruch der Sterne" von Eduardo Belgrano Rawson

Rezension zu "Schiffbruch der Sterne" von Eduardo Belgrano Rawson
Ferrantevor 11 Jahren

Ich fischte dieses Buch aus demselben Abverkaufskorb wie Keyserlings "Wellen", da ich dachte, es würde gut dazupassen (und das Buch einfach interessant aussah). Der südamerikanische Schriftsteller erzählt die Geschichte eines alten Seemanns, der noch einem auf große Expedition mit einem alten Segelboot gehen will. Die Reise endet in einer Katastrophe. Die Handlung wird immer unterbrochen durch die (tristen) (Kindheits-)Erinnerungen der verschiedenen Seeleute, und dadurch wurde ich beim Lesen etwas verwirrt und wusste teilweise nicht mehr, in welchem Teil der Handlung ich mich eigentlich befinde (und ob das Schiff überhaupt schon abgelegt hat). Zum Schluss findet sich aber alles wieder gut zusammen, die einzelnen Überlebenskämpfe werden eindringlich geschildert und man erfährt endlich einmal die Zeit, in der der Roman spielt. Das Buch lebt von der eindringlichen Charakterisierung der Figuren und ihres ärmlichen Milieus, auch durch die Gespräche der Seemänner, die sich meistens nur um Puffs drehen (das ging mir irgendwann ziemlich auf die Nerven). Das Ende ist traurig, aber nicht sentimental.

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