Eduardo Jáuregui Gespräche mit meiner Katze

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Inhaltsangabe zu „Gespräche mit meiner Katze“ von Eduardo Jáuregui

Sara hätte nie geglaubt, dass Katzen reden können. Sie hätte aber auch nie geglaubt, dass sie jemals wieder glücklich sein würde. Bis Sibila in ihr Leben tritt. Die geheimnisvolle Abessinierkatze kann nicht nur sprechen, sie scheint auch mehr über Sara zu wissen als diese selbst: von Saras stressigem Agentur-Job, ihrer kriselnden Beziehung und ihrem letzten Schwächeanfall. Tatsächlich ist Sara jegliche Lebensfreude abhanden gekommen. Aber es gibt viele Wege zum Glück, und Katzen kennen die besten Abkürzungen. Die Begegnung mit Sibila ist der Anfang vom Ende – vom Ende eines Lebens, das Sara schon lange nicht mehr gut tut … Ein warmherziges Buch über Freundschaft, Liebe und den Mut zu einem Neuanfang.

Einfach nur schön :)

— Janina84
Janina84

Die Achtsamkeitslehren einer Katze eingebettet in eine unterhaltsame Handlung mit anschaulichem Schreibstil.

— Caydence
Caydence

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  • Ein Traumhaft schönes Buch

    Gespräche mit meiner Katze
    Janina84

    Janina84

    10. April 2017 um 10:09

    Was für ein wunderbares Buch. In der Buchhandlung hat mich das Cover sofort angesprochen und als Katzenmama fand ich die Geschichte natürlich auch mehr als ansprechend.Denn zugegeben wer spricht denn nicht mit seiner Katze ;) Sara´s Leben gerät vollkommen aus den Fugen. Ihre Beziehung zerbricht, ihr Job macht sie nicht glücklich und auch sonst verspürt sie nicht mehr viel Freude in ihrem Leben. Bis eines Tages die Katze Sibila auftaucht und nicht mehr von ihrer Seite weicht. Mit viel Geduld und Gespür für Sara´s Gefühlszustand verzaubert Sibila die Leser und sorgt mit unermüdlicher Begeisterung dafür, dass Sara ihr Leben wieder in die Hand nimmt und vor allem bewusster erlebt. Ein Zustand der den meisten wohl mehrmals im Leben abhanden kommt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so sehr hat mich die Geschichte rund um Sara´s Leben und ihre Katze Sibila begeistert. Es wurde hier ein toller Roman geschaffen, der in gewisser Weise zum nachdenken anregt und einen wieder den Sinn des Lebens in den Fokus rücken lässt. Jeder ist für sein eigenes Glück verantwortlich, nur muss man auch etwas dafür tun.

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  • Die Achtsamkeitslehren einer Katze

    Gespräche mit meiner Katze
    Caydence

    Caydence

    22. January 2017 um 15:04

    Das Cover dieses Romans hat mich direkt angesprochen, weil es so stimmungsvoll eine leicht melancholische und friedvolle Atmosphäre ausstrahlt. Nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich sagen, es passt auch genau zum Inhalt! Sara und Joaquin stammen beide aus Spanien, leben aber schon längere Zeit in London und haben sich mit der Zeit, durch die Belastung in ihren jeweiligen Jobs und gegensätzliche Interessen, auseinandergelebt. Beziehungsprobleme, Stress im Beruf, unerfüllte Träume - eine altbekannte Geschichte, die hier aber in erfrischendem, aber doch eindringlichen Stil beschrieben wird, so dass man sich sehr gut in die Ich-Erzählerin Sara hineinversetzen kann. Die Katze Sibila, die eines Tages auf ihrer Fensterbank sitzt, mischt sich ungefragt in ihr Leben ein. Sie "adoptiert" Sara, übernimmt die Aufgaben einer spirituellen Führerin und bringt Sara dazu, über ihr Leben, ihre Träume und Wünsche nachzudenken. Mit einer für Sara ungewohnten philosophischen Betrachtungsweise und praktischen Übungen, die sie im Alltag anwenden muss, unterweist Sibila ihre Schülerin und zeigt ihr neue Wege auf. Man leidet am Anfang mit Sara und erlebt ihre Entwicklung zu einem besseren Selbst beinahe hautnah mit. Leider wird es gerade an diesen Stellen streckenweise etwas langweilig, da die Beschreibung der Achtsamkeits- und Meditationsübungen sehr ausführlich ist. Doch Leser, die dieser Thematik interessiert und aufgeschlossen gegenüberstehen, dürften hier wertvolle Anregungen zum eigenen Ausprobieren bekommen. Dies Alles ist eingebettet in eine unterhaltsame Handlung, die auch einiges an Witz und innovativen Einfällen zu bieten hat, wobei mir die geheime Identität von "The Cat" und deren Aktivitäten, besonderen Spaß bereitet hat. Eine sehr berührende Geschichte bietet die Nachbarin von Sara, die ihr zuerst auf die Nerven geht und sogar Angst macht. Hier zeigt sich eindrucksvoll, dass man nicht über andere Menschen urteilen sollte, bevor man alle Fakten kennt. Ebenso das rundum befriedigende Ende des Romans ist sehr gut gelöst, weil dem Leser Raum für eigene Gedanken über das Rätsel der sprechenden Katze gegeben wird. Besonders hervorheben möchte ich noch das zum Cover passende Lesezeichen, welches der Hardcover-Ausgabe beiliegt und auf dessen Rückseite Sibilas 7 goldene Regeln vermerkt sind. Quasi eine kurze Zusammenfassung der Lehren im Buch und eine schnelle Anleitung für ein erfüllteres Leben! Mir hat das Buch mit seiner interessanten, unterhaltsamen Handlung und dem anschaulichen Schreibstil sehr gut gefallen und ich kann es allen Lesern (nicht nur den Katzenfans) empfehlen, die mehr über die Achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber, erfahren möchten.

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  • Eine tolle Idee, deren Umsetzung leider Luft nach oben lässt...

    Gespräche mit meiner Katze
    LisaSonnenschein

    LisaSonnenschein

    22. December 2016 um 20:56

    Sara steckt in einer tiefen Krise. Ihr Job macht sie unglücklich, ihre Beziehung läuft nicht mehr so richtig und sowieso steht sie unter Dauerstress. Das alles wird gründlich auf den Kopf gestellt, als Sibila, eine sprechende Katze, in ihr Leben platzt und ihr zeigt, was unsere Katzen einfach besser machen.Ich mochte den leichten Schreibstil dieses Buches (und auch den Umstand, dass immer wieder Poesie und klassische Literatur eingeflochten werden) - es ist wirklich sehr leichtgängig geschrieben. Leider versucht der Autor zeitweise, regelrechte "Lebenslektionen" zu erteilen, die in gestelzt wirkendem Stil vorgebracht werden. Dieser Eindruck wird unterstützt von einer teils sehr kratzbürstigen Sibila. Das wäre grundsätzlich in Ordnung (wir sprechen schließlich von einer Katze), artet mir jedoch zu häufig in pure Herabsetzung der Protagonistin aus.Auch die Moral von der Geschicht' schien mir fragwürdig. Wenn eine Katze versucht, mir zu erklären, warum ich mich vegetarisch ernähren sollte, wird es für meinen Geschmack geradezu klamaukig.Und am Ende hatte ich mehr ein schlechtes Gewissen, als eine Idee von einem "katzigeren" Leben. Schade, da hätte mehr draus werden können.

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  • Bäume raus, Bücher rein – LovelyBooks räumt das Bücherregal

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes
    LaLeser

    LaLeser

    Wir räumen unser Bücherregal! Habt ihr schon den Weihnachtsbaum vor die Tür gestellt, die Geschenke verstaut und wieder Platz geschaffen, den ihr am liebsten mit neuen Büchern füllen möchtet? Unser Büro hat jedenfalls einen Neujahrs-Putz dringend nötig! Die Bücherregale sind vor tollem Lesestoff am Überquillen und es wäre doch schade, wenn all die schönen Bücher nicht gelesen werden! Deshalb haben wir unsere Bücherregale ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die sich dort verborgen haben, glücklich machen!So funktioniert es:Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, teilt uns diese Titel sowie das entsprechende Genre in eurem Bewerbungsbeitrag mit. Ihr könnt euch selbstverständlich auch für mehrere Bücher aus mehreren Genres bewerben!Bewerbt euch bis zum 11.01.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und nennt uns das Buch/die Bücher (mit entsprechendem Genre), welches/welche ihr gerne lesen und zu dem/zu denen ihr gerne eine Rezension verfassen möchtet! Am Donnerstag, dem 12. Januar, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier im Unterthemen "Und die Gewinner sind..." mit. Solltet ihr gewonnen haben, verpflichtet ihr euch, bis zum 1. März 2017 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion!Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Außerdem verschicken wir in dieser Aktion die Bücher nur innerhalb von Deutschland. Wenn ihr nicht in Deutschland wohnt – nicht traurig sein! Die nächste tolle Aktion, bei der ihr mitmachen könnt, kommt schon bald! Bitte habt Verständnis hierfür und bewerbt euch nicht für diese Aktion.Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"!Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und unseren Büchern eine neue Heimat gebt! Ganz viel Spaß beim Stöbern! 

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    • 2535
  • Lebenshilfe

    Gespräche mit meiner Katze
    NiliBine70

    NiliBine70

    30. July 2016 um 13:52

    Inhalt: Sara Leon hat eigentlich alles. Redet sie sich zumindest ein. Einen tollen Mann, einen tollen Job. Lebt im tollen London. Und sie wird bald 40. Da mutet es schon fast wie ein Klischee an, dass in ihrem Leben auf einmal alles aus den Fugen gerät. Ihre Beziehung geht in die Brüche. Der Job treibt sie an den Rand des Wahnsinns. Und überhaupt steckt sie in einer Sinnkrise fest. Und dann klopft eine Katze an ihr Fenster und behauptet, sie adoptiert zu haben. DAS ist nun wirklich der absolute Tiefpunkt. Oder es ist der Punkt, an dem alles seinen Anfang nimmt... Meine Meinung: Lebenshilfe Jetzt werden viele sagen, klar, dass DU das Buch liest, als Katzenmama durch und durch. Aber das hat glaube ich nur an der Peripherie etwas damit zu tun! Ich habe den Titel entdeckt, als eine andere Bloggerin sein Erscheinen ankündigte und dass sie total gespannt drauf sei. Das war die Initialzündung. Ich habe mir die Kurzbeschreibung durchgelesen, die Kurzbio des Autors und allein der letzte Satz oben, der in Klammern, der hat mich gelockt. Ich schreib ja auch zusammen mit Wallee ;-) Und der Wutz gibt mir ja auch gern ungefragt Tipps oder ist da, auch wenn ich das eigentlich gar nicht will. Und Humor hab ich auch. Katzenmenschen sind eh anders wie andere, sagt man ja sowieso. Und wenn wir ehrlich sind, wir sprechen doch alle mit unseren Samtpfoten. Da fühlt man sich doch bestätigt, wenn eine Romanfigur dies ganz offiziell machen kann und sie wird nicht für verrückt erklärt. Hurra, eine Legitimation. O.k., ganz so ist es natürlich nicht! Die Katze in dieser Geschichte bringt Sara, die von allem Schönen verlassene „Heldin“ dazu, sich mit sich selbst, ihren eigenen Unzulänglichkeiten, ihrem Hadern mit allem Bösen auf Erden usw. auseinanderzusetzen. Manchmal auch recht drastisch und nicht unbedingt nett. Aber ich habe doch oftmals grinsen müssen und fand Sibila, so heißt die philosophische Katze, einfach klasse. Und ich wette, wer das Buch liest, der wird sich selbst, seine Handlungen im bisherigen Leben auch mal ganz kurz durch das Sibila-Meter ;-) schicken und hört ihre Stimme im Kopf, die einen analysiert. Man kann irgendwie gar nicht anders als zu denken, ja, sie hat so recht! Einzig als es an einer Stelle etwas zuuuu „göttlich“, ja schon religiös wurde, hats mir nicht ganz so gefallen, da ging für mich die Leichtigkeit mal kurz verloren, mit der man hier echte Lebensweisheiten präsentiert bekommt. Aber keine Angst, es fängt sich wieder. Bleibt mir zu sagen, dass dies nicht zwingend ein Buch nur für Katzenmenschen ist. Ich glaube, die Katze ist hier gewählt worden, weil der Autor selbst ein Katzenmensch ist. Vielleicht sollte man sich davon lösen, dieses Buch im gleichen Atemzug mit wirklich ausgewiesenen Katzenbüchern zu nennen. Das wird diesem Kleinod nicht gerecht. Es könnte jemandem, der selbst gerade eine echte Krise, ein tiefes Tal durchschreitet schon Mut machen. Die Kernaussage ist auf alle Fälle, dass man nicht immer so verbissen irgendwelche Rollen ausfüllen sollte, mal locker lässt und einfach akzeptiert, was das Leben uns bietet und nicht immer mit seinem Schicksal hadert. Sibila hat da auch ganz wunderbar 7 goldene Regeln aufgestellt, die sie uns Lesern mit auf den Weg gibt: (Foto im Blogartikel vorhanden) Für mich kein Buch, was man mal eben so liest, bei aller Leichtigkeit und einer Katze, die spricht und auch zum Schmunzeln anregt. Dahinter steckt aber vielmehr eine echte Lebenshilfe, die aus Verzweiflung Mut machen kann, wenn man sie lässt. Also kann man eigentlich nur jedem verzweifelten Menschen an einem Scheideweg so eine Sibila wünschen. Das darf dann auch gern ein Gecko sein. Oder ein Lippenbär vielleicht. Je nachdem, was der Mensch da gerade braucht, um einen neuen Weg zu finden! Fazit: Ein Buch, das sich sehr schwer in eine Schublade stecken lässt, was nicht zuletzt an der sprechenden Katze Sibila liegt, die zum Nachdenken anregt und auf ihre unnachahmliche Weise mal ganz andere Wege aufzeigt. Man braucht nur ein bisschen Mut, ihr zu folgen! Bewertung: 4 von 5 Nilpferden Danke an den Thiele-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! © Sabine Kettschau/Niliversum

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  • Gespräche mit meiner Katze

    Gespräche mit meiner Katze
    Annika93

    Annika93

    07. October 2015 um 16:49

    Klappentext: Kurz vor ihrem vierzigsten Geburtstag ist Sara Leon am Tiefpunkt ihres Lebens angelangt. Sie hat sich von ihrem Job, ihrem Freund und auch von sich selbst entfremdet. Da tritt plötzlich eine geheimnisvolle Katze in ihr Leben, die mehr über Sara zu wissen scheint als sie selbst... Das Buch dreht sich um Sara und um die Katze, welche zu ihr kommt, als ihr Leben am Tiefpunkt angekommen ist. An der Arbeit wird sie ohnmächtig, als sie dann nach Hause kommt findet sie eine Katze, welche mit ihr spricht, vor. "Hinter dem Fenster saß ganz friedlich eine Katze mit kurzem goldfarbenem Fell, erhobenem Schwanz und irgendwie vornehmer Ausstrahlung" (Seite 11). Natürlich vermutet Sara, dass sie komplett verrückt geworden ist, lässt aber nach einiger Zeit doch die Katze in ihre Wohnung und damit beginnt die ganze Geschichte. Die Katze lehrt sie, dass Sara ihrer Nase vertrauen soll, da dies das einzige ist, worauf sie sich verlassen könnte. So findet sie hieraus, dass ihr Freund sie bereits seit längerer Zeit betrügt und verlässt ihn daraufhin. Während der kompletten Trennungszeit steht ihr die Katze mit Rat und Tat zur Seite und gibt ihr wertvolle Tipps, wie sie ihr Leben wieder auf die Reihe bekommt. "Und wenn du bereit bist, das Leben so zu nehmen, wie es kommt, bist du wirklich frei." (Seite 181). Fazit: Das Buch ist schön geschrieben und das nicht (nur) für Katzenfans. Das Buch steckt voller Lebensweisheiten, die einem bestimmt sehr gut helfen um über eine Trennungszeit hinwegzukommen und wieder zu sich selbst finden.

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  • Es ist KEIN Katzenbuch!

    Gespräche mit meiner Katze
    Kossi

    Kossi

    13. September 2015 um 15:35

    Wenn ich ganz ehrlich bin, muss ich gestehen, dass ich bei Titel und Cover des Buches ein wenig skeptisch war, ob es mir gefallen könnte. Denn obwohl ich seit 15 Jahren Katzen besitze und abgöttisch liebe, hört meine Katzenliebe bei Büchern irgendwie auf. Ich mag es zwar, wenn Katzen in Büchern vorkommen, kann aber mit sprechenden Tieren in Geschichten leider nur sehr wenig anfangen. Meine Vermutung, dass dieses Buch dann mehr oder weniger ein "Katzenbuch" sein würde, hat sich aber (zum Glück) nicht bestätigt. Denn es ist so so so so viel mehr! Als Sara gesundheitliche Probleme bekommt und auch in ihrem Job alles mehr schlecht als recht läuft, ist sie zunächst froh, dass sie ihren Freund Joaquin an ihrer Seite weiß, doch so wirklich glücklich wie in den Anfangsjahren ist sie irgendwie nicht mehr mit ihm. Als sie eines Tages zusammenbricht und ihr Arzt ihr mitteilt, dass sie an einer Depression leidet, dauert es auch nicht lange, dass sie das Gespräch mit ihrem Freund sucht, um über ihre Beziehung zu sprechen. Als dieser recht aber dann plötzlich recht angetan ist von der Idee, die Beziehung zu beenden, womit Sara überhaupt nicht gerechnet hatte, stürzt eine Welt für sie zusammen. Und noch viel mehr tut sie das, als sie die wahren Gründe für die Trennung herausfindet. Ohne Perspektive, depressiv und nur von negativen Dingen umgeben, tritt plötzlich Sibila in ihr Leben. Eine streunende Katze, die Sara fragt, ob sie bei ihr wohnen darf. Ja, sie fragt tatsächlich. Denn Sibila kann reden. Wer jetzt denkt, es sei doch eine "Tiergeschichte", der täuscht sich. Ich glaube, dass man statt der Katze jedes andere Tier hätte wählen können, das versucht, Sara aus ihrer Depression zu lotsen. Sicher hat der Autor die Katze gewählt, weil er selber katzenaffin ist und weil man Katzen eine gewisse Empathie und Seelenverwandschaft, gerade zu Frauen, zusagt. An diesem Zeitpunkt wurde das Buch in meinen Augen sehr philosophisch, nachdenklich machend und unheimlich tiefgehend. Sibilia hält nicht nur Sara einen Spiegel vor, wenn diese ihre Welt mal wieder nur grau und schwarz sieht, sondern auch mir, dem Leser.  Wie oft jammern wir am Tag über diese und jene Dinge? Probleme, von denen andere Menschen froh wären, sie zu haben. Denn am Ende des Tages sind wir im besten Fall gesund. Und jammern trotzdem. Sibila zeigt uns, dass jedes Problem eine Lösung birgt. Auch, wenn wir gerade selber gar nicht daran glauben. Die Katze öffnet uns die Augen und zeigt uns, was im Leben wirklich wichtig ist. Viele Weisheiten kannte ich natürlich bereits, denn wenn man etwas länger auf dieser Erde weilt, so hat man schon die ein oder andere schlimme Sache erlebt und auch einige Schicksalsschläge gemeistert. Dennoch tat es mir unheimlich gut, die Worte von Sibila zu lesen. Die so weise und dennoch unaufdringlich und vor allem positiv sind. Sie beschränken sich auf das Wesentliche und genau das ist das Wichtigste im Leben! Zitat aus dem Buch: "Wenn du bereit bist, alles zu akzeptieren, was es auch sei, dann bist du wirklich frei." Ein wundervolles Buch, das jede Leseratte lesen sollte, unabhängig davon, ob er Katzen mag oder nicht. Es geht nicht um die Katze. Es geht um's Leben. Und darum, die schönen Seite desselbigen zu sehen! 

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  • Höre auf deine Katze

    Gespräche mit meiner Katze
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    01. September 2015 um 23:30

    Sara ist seit Jahren mit ihrem Freund Joaquín zusammen, aber irgendwie scheint die Luft raus zu sein aus der Beziehung. Irgendwie schaffen sie es auch nicht mehr, miteinander zu schlafen, so dass sie nebenher wohnen. Auf Arbeit hat sie Stress, so dass die Liebe völlig auf der Strecke bleibt. Eines Tages klopft eine Katze an ihr Fenster und möchte hinein. "Lässt du mich rein?" fragte sie und Sara kann nicht glauben, dass sie die Worte wirklich aus dem Maul der Katze gehört hatte. Sie tut die Sache ab, von wegen überarbeitet und so und versucht, die Katze zu vergessen. Sara muss an diesem Tag noch eine Präsentation vorführen, kommt aber in Bedrängnis, weil sie versehentlich ihren Laptop in der Metro vergessen hat. Während der Vorführung bricht sie zusammen und wird ins Krankenhaus gebracht, wo man einen beginnenden Burnout diagnostiziert. Joaquín holt sie aus dem Krankenhaus ab, lässt sie daraufhin aber wieder allein, und da ist sie wieder, die Katze am Fenster und begehrt Einlass. Sara lässt sie hinein und muss verwundert feststellen, dass die Katze tatsächlich sprechen kann. Es ist eine wunderschöne Abessinierkatze mit dem Namen Sibila. Sibila offeriert Sara nunmehr, dass sie von Sibila adoptiert wurde. Aus dieser Nummer kommt Sara nun nicht mehr raus. Sibila ist keine gewöhnliche Katze, sie hat ihre eigene Meinung und geizt nicht mit klugen Worten und Ratschlägen. Diese gibt sie nicht einfach so weiter, sondern verpackt sie in weise Worte. Worte, über die Sara nachdenken muss. Die Schlüsse, die sie daraus zieht, sind zum Teil recht schmerzhaft, sogar so, dass sie sich an einem Wendepunkt ihres Lebens befindet, denn es bleibt nichts, wie es war.  Es scheint, als wüsste Sibila auf alle Fragen eine Antwort und als würde sie Sara schon lange Zeit kennen. Saras Beziehung mit Joaquín zerbricht und sie fällt in ein tiefes Loch. Nicht nur, dass sie ihren Zusammenbruch noch verarbeiten muss, sieht sie sich mit der Tatsache konfrontiert, dass sie eine neue Wohnung braucht, denn die Wohnung gehörte ihrem Freund.  So seltsam es sich anhört, aber mit Sibilas Hilfe findet sie aus dem Tief wieder heraus. Sie führen Gespräche und Sibila fordert Sara zum Nachdenken und Tun auf. Egal, um was es geht, um die Durchführung von "Katzenyoga" oder der Umstellung ihrer Ernährung. Mit sanften und einfachen Hinweisen öffnet Sibila Saras Augen und nicht nur ihre. Nachdem ich das Buch gelesen habe, habe ich keine Fragen mehr, warum die Katzen früher in Ägypten als heilig angesehen und hofiert wurden. Es sind besondere Wesen, die Charme haben, ihren eigenen Kopf und klug sind. Natürlich sind sie das heute auch noch und sie wissen es. Sibila lebt in der heutigen Zeit bei Sara und hat doch die Durchsetzungskraft einer weisen alten Katze. Sie öffnet Sara die Augen und lässt sie all das Schöne und Gute sehen, dessen sie sich nicht mehr bewusst ist. Sara beginnt, mit dem Herzen zu sehen und registriert Dinge, die sie lange nicht gesehen hat. Unglaublich, dass dazu erst die Ratschläge einer Katze nötig waren. Sibila ändert Saras Leben, aber auch ein klein wenig hat sie mich, den Leser, angesprochen. Sollte man selbst nicht auch ein wenig bewusster die Umwelt wahrnehmen oder bewusster leben? Fragen, die nach der Lektüre noch eine Weile nachklingen und zum Nachdenken anregen.  Sara und Sibila bilden eine wunderbare Einheit. Beide sind ausgesprochen sympathisch, so dass man sie ins Herz schließen muss. Saras bisheriges Leben erfährt einen Rundumschlag. Was gestern noch üblich war, hat heute keine Chance mehr, Beziehungen werden überdacht, Freunde gewonnen. Sara erhebt sich förmlich wie Phönix aus der Asche und es geht ihr gut dabei.  Es ist ein wunderbares Buch über Freundschaft, Liebe, Gerechtigkeit, Mut und Neuanfänge, das man unbedingt lesen sollte.  Auch wenn man Katzen nicht mag (geht das?), ist es ein Buch, das ich jedem empfehlen möchte. Sehr schön und erwähnenswert finde ich die Idee, dem Buch ein passendes Lesezeichen beizulegen, auf dem nicht nur ein Ausschnitt des Covers wiederzufinden ist, sondern auf dem man auch Sibilas 7 goldende Regeln immer wieder vor Augen hat.

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