Eduardo Mendoza

 3.8 Sterne bei 56 Bewertungen
Autor von Der Walfisch, Die Stadt der Wunder und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Eduardo Mendoza

Eduardo Mendoza i Garriga

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Eduardo MendozaDer Walfisch
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Der Walfisch
Der Walfisch
 (12)
Erschienen am 23.02.2015
Eduardo MendozaDie Stadt der Wunder
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Die Stadt der Wunder
Die Stadt der Wunder
 (10)
Erschienen am 27.08.2007
Eduardo MendozaKatzenkrieg
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Katzenkrieg
Katzenkrieg
 (6)
Erschienen am 23.01.2014
Eduardo MendozaDas dunkle Ende des Laufstegs
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Das dunkle Ende des Laufstegs
Das dunkle Ende des Laufstegs
 (4)
Erschienen am 13.03.2017
Eduardo MendozaDas Geheimnis der verhexten Krypta
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Das Geheimnis der verhexten Krypta
Eduardo MendozaEine leichte Komödie
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Eine leichte Komödie
Eine leichte Komödie
 (3)
Erschienen am 28.07.1998
Eduardo MendozaDer Friseur und die Kanzlerin
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Der Friseur und die Kanzlerin
Der Friseur und die Kanzlerin
 (3)
Erschienen am 08.12.2016
Eduardo MendozaDas dunkle Ende des Laufstegs
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Das dunkle Ende des Laufstegs
Das dunkle Ende des Laufstegs
 (2)
Erschienen am 13.03.2017

Neue Rezensionen zu Eduardo Mendoza

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Duffys avatar

Rezension zu "Das dunkle Ende des Laufstegs" von Eduardo Mendoza

Eine Krimikomödie mit Augenzwinkern
Duffyvor 7 Monaten

Das Franco-Regime hat ausgedient und Spanien öffnet sich auch wirtschaftlich. Das will eine Gruppe alter Herren verhindern, weil sie fürchtet, dass man ihnen ihre Pfründe abgräbt, Diese Gruppe hat in der Vergangeheit ihr Vermögen nicht ganz legal ins Ausland verschoben. Das Model Olga Baxter gerät durch Zufall in die Aktivitäten der Gruppe und wird ermordet. Diese Tat wird einem mittellosen Friseur in die Schuhe geschoben, der von sich aus versucht, den Fall aufzuklären mit der Hilfe einer Transvestitenfreundin, die er bei der Recherche kennenlernt. Er joggt durch Barcelona, weil er sich noch nicht mal die öffentlichen Verkehrsmittel leisten kann, und versucht, Informationen zusammenzutragen, die Licht ins Dunkel bringen. Ganz überraschend klärt sich der Fall.
Eduardo Mendoza, seit vielen Jahren in Spanien ein Bestsellerautor und auch bei uns nicht mehr ganz unbekannt, ist ein großartiger Erzähler und bei seiner Liebe zu Barcelona darf sich der Leser auch auf interessante Streifzüge durch die Stadt freuen. Der Autor hat hier keinen Krimi geschrieben, eher eine Komödie, die er mit viel hintergründigem Humor und kleinen Seitenhieben auf lokale Ungereimtheiten würzt. Dramaturgisch ist der zweite Teil, der das Ganze noch einmal Jahre später unter die Lupe nimmt und den ganzen Fall mit Abstand der vergangenen Zeit erzählt, ein gekonnter Griff in die Stilmittelkiste. Mendoza ist auch so einer, der gar  keine schlechten Bücher schreiben kann. So ist auch dieses ein gelungenes Werk, mit vielen kleinen Überraschungen und geprägt von der Lust des Autors am Schreiben und an Wortspielen, sodass man es dem werten Leser, der Unterhaltung auf hohem schriftstellerischen Niveau zu schätzen weiß, nur empfehlen kann.

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Giselle74s avatar

Rezension zu "Eine leichte Komödie" von Eduardo Mendoza

Was für ein Theater!
Giselle74vor 8 Monaten

Der 1943 in Barcelona geborene Eduardo Mendoza ist einer der bekannteren Schriftsteller Spaniens. Als sein größter Erfolg gilt der Roman "Die Stadt der Wunder", im Grunde ein Buch über Barcelona zwischen 1888 und 1929. Mendoza beschäftigt sich in seinem Werk vornehmlich mit der Zeit des Franco-Regimes und den Auswirkungen auf Land und Menschen.
In "Eine leichte Komödie" geht es um den alternden Frauenheld und Komödienschreiber Prullas, einen Menschen, der offensichtlich sich selbst ins Zentrum seiner Welt gesetzt hat. Reich verheiratet und somit bar aller drängenden Sorgen, lebt er vergnügt vor sich hin, nimmt es mit der ehelichen Treue nicht allzu ernst und labt sich am Erfolg seiner Bühnenstücke. Die werden traditionell von seinem Jugendfreund Gaudet inszeniert und mit immer derselben Darstellerin in der Hauptrolle aufgeführt. So vergeht die Zeit und unbemerkt von Prullas geraten seine Komödien aus der Mode und seine Freunde entwickeln andere Interessen. Als ein Theatermäzen, mit dem er sich eine Liebschaft geteilt hat, ermordet aufgefunden wird und er unter Hauptverdacht gerät, rüttelt ihn das für eine Zeit auf. Er geht sogar so weit, selbst zu ermitteln und ihm unbekannte Milieus zu erkunden.

Sprachlich ist dieser Roman überragend. Man hat den Eindruck, jede Formulierung, jeder Satz, jedes Wort ist genauestens geprüft und passend geschliffen worden. Der Einblick in die Gesellschaft Spaniens zu Anfang der Fünfziger Jahre ist überaus interessant. Mendoza lässt Prullas durch diverse Gesellschaftsschichten wandern, von der reichen Oberschicht über die Künstlerszene bis zu den Elendsvierteln. Jede Schicht hat ihren eigenen Klang, ihre eigene Art sich auszudrücken und sich zu verhalten. Besonders spannend sind dabei die Beamten der Ermittlungsbehörde, die es gewohnt sind, willkürlich und nach eigenem Ermessen zu arbeiten und dabei als Maßstab durchaus persönliche Zu- und Abneigungen ansetzen.
Ansonsten kann man bei der Lektüre erfahren, wie eine vom "machismo" geleitete Gesellschaft funktioniert. Frauen sind entweder "hübsche Käferchen", dann sind sie perfekt für den nächsten Seitensprung oder unansehnlich, dann sind sie einsetzbar als Dienstmädchen. Wenn sie in ihrer Rolle nicht wie gewünscht funktionieren, wird auch schon einmal über eine Lobotomie nachgedacht. Das ist zwar literarisch hochwertig gemacht, aber ansonsten recht wenig erbaulich.

Trotz der meisterhaften Umsetzung, der wohlgewählten Worte, der durchdachten Konstruktion, des interessanten Plots will der Funke allerdings bei mir nicht überspringen. Ich habe mich zwingen müssen, das Buch zu lesen. Das mache ich eher selten, aber in diesem Falle habe ich wirklich alles daran gesetzt, einen Einstieg zu finden. Es war ein Gefühl, als würde ich in einem Museum hinter einer Glasscheibe ausgestellte Artefakte betrachten.
Nun muss ich gestehen, dass mir spanische und lateinamerikanische Literatur häufiger nicht liegt. Ob es an der Sprachmelodie liegt, an der Umsetzung, an den Themen, ich vermag es nicht zu sagen.
Wer Sittenbilder und Gesellschaftsromane mag, und sich vielleicht sogar für Spanien in der Nachkriegszeit interessiert, der sollte zumindest einen Versuch wagen.

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miro76s avatar

Rezension zu "Das dunkle Ende des Laufstegs" von Eduardo Mendoza

äußert skurril und liebenswert
miro76vor 10 Monaten

Der ehemalige Damenfrisör wird von zwei angeblichen Polizisten aus der Irrenanstalt geholt, um an einem kleinen Fall mitzuarbeiten, den er auch bravourös löst. Doch leider handelt es sich um einen gemeinen Plan, ihm einen Mord in die Schuhe zu schieben.

Das lässt er natürlich nicht auf sich sitzen und startet seine Ermittlungen. Allerhand skurrile, aber äußerst liebenswürdige Personen kommen ihm zu Hilfe, die alle einer anderen Zeit zu entstammen scheinen.

Mit einer ordentlichen Portion Beharrlichkeit und etwas Glück gelingt es ihm Licht in den verworrenen Fall zu bringen. Aber der Abschluss lässt doch zu wünschen übrig. Er landet wieder in der Anstalt und jemand hat den Mord gestanden, der eigentlich kein Motiv hat.

Also startet er Jahre später seine detektivische Untersuchung aufs Neue. Was dabei herauskommt, wird hier natürlich nicht verraten.

Für mich war es das erste Buch von Eduardo Mendoza und ich habe die Lektüre wirklich genossen. Ich mag die leicht antiquierte Sprache und die Vielschichtigkeit der Charaktere. Die Fantasie des Autors scheint hier keine Grenzen zu kennen. Auch kurz auftretende Nebenfiguren bekommen bei Mendoza ein individuelles Gesicht.

Das und der Running Gag mit dem auszuliefernden Essen, hat mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ich freue mich, dass ich durch die Romane Challange auf diesen Autor aufmerksam geworden bin und kann diesen (Kriminal-)Roman nur wärmstens empfehlen!

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Eduardo Mendoza wurde am 11. Januar 1943 in Barcelona (Spanien) geboren.

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