Das dunkle Ende des Laufstegs

von Eduardo Mendoza 
4,3 Sterne bei4 Bewertungen
Das dunkle Ende des Laufstegs
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Spannend, skurril ohne Ende, aber mit äußerst liebenswürdigen Charakteren bestückt! - Eine Geheimtipp!

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Eine Komödie, die sich als Krimi verkleidet. Der Plot ist nicht der ausgereifteste, aber die skurille Geschichte hat mich gut unterhalten.

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Inhaltsangabe zu "Das dunkle Ende des Laufstegs"

Im Barcelona der 1980er Jahre lässt eine obskure Clique alter Männer ein Model verschwinden und versucht den Mord einem Damenfrisör anzuhängen. Der beginnt zu ermitteln und entdeckt eine weitverzweigte Verschwörung von Unternehmern, die die wirtschaftliche Öffnung des Landes verhindern wollen, um ihre zwielichtigen Geschäfte zu schützen. Offenbar wusste die junge Frau zu viel. Mit viel Humor führt uns Eduardo Mendoza durch einen temporeichen Krimi der anderen Art. Den Fall löst der verrückte Detektiv erst zwanzig Jahre später auf. Eduardo Mendoza ist als Meister der spannenden Komödie in seinem Element – ein literarischer Coup und in Spanien ein Bestseller.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783312010158
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:Nagel & Kimche
Erscheinungsdatum:13.03.2017

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    miro76vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend, skurril ohne Ende, aber mit äußerst liebenswürdigen Charakteren bestückt! - Eine Geheimtipp!
    äußert skurril und liebenswert

    Der ehemalige Damenfrisör wird von zwei angeblichen Polizisten aus der Irrenanstalt geholt, um an einem kleinen Fall mitzuarbeiten, den er auch bravourös löst. Doch leider handelt es sich um einen gemeinen Plan, ihm einen Mord in die Schuhe zu schieben.

    Das lässt er natürlich nicht auf sich sitzen und startet seine Ermittlungen. Allerhand skurrile, aber äußerst liebenswürdige Personen kommen ihm zu Hilfe, die alle einer anderen Zeit zu entstammen scheinen.

    Mit einer ordentlichen Portion Beharrlichkeit und etwas Glück gelingt es ihm Licht in den verworrenen Fall zu bringen. Aber der Abschluss lässt doch zu wünschen übrig. Er landet wieder in der Anstalt und jemand hat den Mord gestanden, der eigentlich kein Motiv hat.

    Also startet er Jahre später seine detektivische Untersuchung aufs Neue. Was dabei herauskommt, wird hier natürlich nicht verraten.

    Für mich war es das erste Buch von Eduardo Mendoza und ich habe die Lektüre wirklich genossen. Ich mag die leicht antiquierte Sprache und die Vielschichtigkeit der Charaktere. Die Fantasie des Autors scheint hier keine Grenzen zu kennen. Auch kurz auftretende Nebenfiguren bekommen bei Mendoza ein individuelles Gesicht.

    Das und der Running Gag mit dem auszuliefernden Essen, hat mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ich freue mich, dass ich durch die Romane Challange auf diesen Autor aufmerksam geworden bin und kann diesen (Kriminal-)Roman nur wärmstens empfehlen!

    Kommentare: 3
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    W
    WinfriedStanzickvor einem Jahr
    Man muss schon einen Sinn haben für Slapstick und literarische Burleske



    Auch in seinem neuen Roman lässt der spanische Schriftsteller Eduardo Mendoza seinen skurrilen Damenfriseur auftreten, ein Mann mit undurchsichtiger Vergangenheit, der für sein Leben gerne sich als Hobbydetektiv betätigt.

    Er deckt in „ Das dunkel Ende des Laufstegs“ ein seltsames Verbrechen auf und rettet dabei sich selbst.  Doch die durchaus spannenden Krimninalges9icchte dient Mendoza nur als eine Art Folie für eine Komödie, in der er einen Haufen weiterer verrückter Figuren auftreten lässt. Sie stehen alle für ein Barcelona der Vergangenheit und symbolisieren eine Art Liebeserklärung des Autors an eine schon längst verschwundene Stadt.

    Man muss schon einen Sinn  haben für Slapstick und literarische Burleske, wenn man dieses Buch, das wenig hat von einer klassischen Kriminalgeschichte hat. Sie ist nur der Hintergrund für ein Sittenbild einer Stadt mit schrägen Figuren.

    Mendoza lässt an einer Stelle eine seiner Figuren sagen, was er wohl selbst denkt:
    "Nur im Morgengrauen, wenn die Straßen so gut wie leer sind, kann ich Barcelona wieder so lieben, wie ich in meiner lange zurückliegenden Kindheit die Stadt zu lieben glaubte."



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    M
    michael_lehmann-papevor einem Jahr
    Pointierte Sprache trifft interessantes Komplott

    Pointierte Sprache trifft interessantes Komplott

    „Ich jogge für mein Leben gern!“

    Ein Satz, den der ehemalige Damenfriseur (ganz bestimmt nicht von „Gottes Gnaden“) und gerade, wie er meint, von der Polizei aus der Irrenanstalt geholt wurde um einen „kleinen Fall“ zu lösen.

    Was weitgehend alles auf einem Irrtum beruht. Oder, besser gesagt, auf einem perfiden Plan, dem armen Mann (und Hundehasser) einen Mord ans Bein zu binden. Der an einer ganz anderen Stelle in Barcelona geschieht. Aber geschickt gedeichselt passt der im Park einen Hund suchende Mann bestens in das Täterprofil.

    Dass während der Zeit, in der er in der Anstalt einsaß, die (spanische) Welt wohl das Joggen entdeckt hat, kommt ihm letztlich sogar zu gute. Denn wer in farblich nicht mehr zu definierender Unterhose sich weitgehend laufend durch das Buch bewegt, der sorgt so nicht für allzu großes Aufsehen. Was ihm schon mal zu Gute kommt, als er nach seiner ersten Verhaftung der Polizei entkommen kann.

    Da Barmittel ebenfalls während der ganzen Ereignisse fehlen und nicht nur die Polizei ihm auf den Fersen sein wird, wird somit viel gejoggt. Um den Spuren zu folgen, um zu bestimmten Ereignissen pünktlich an bestimmen Orten zu sein.

    Bis dann irgendwann die Beine nicht mehr wollen, auch wenn der Geist noch willig wäre.

    Da aber „AFMIDF“, eine Gruppe vermögender Verschwörer, die in dieser Nach-Franco Zeit ihr Scherflein wieder einmal ins Trockene bringen wollen, sich nicht in ihren finanziellen Betrügereien stören lassen wollen (und da mindestens bereits eine Person, ein Model, aus dem Weg geräumt wurde), ist dem Leser (und dem Friseur) klar, dass hier am Ende entweder der Fall geklärt und die Verantwortlichen dingfest gemacht werden, oder eben ein Friseur weniger auf der Welt sein Unwesen treiben kann.

    Wenn dann auch noch der ermittelnde Kommissar, dem Friseur kein Unbekannter, sich mit dieser neuen, „liberalen“ Welt schwertut, den „alten Zeiten“ hinterher hängt, in denen einer wie er kaum Regeln zu beachten hatte und bei Verhören immer noch gerne nach der „Tötungsmaschine“ verlangt, zumindest aber Folter als Probates Mittel der Wahrheitsfindung erachtet, sollte der Unterhosenbewehrte Friseur sich zudem ziemlich sputen, die Dinge wieder ins Reine zu bringen.

    Gut, dass es Unterstützung gibt. Vor allem In Person eines ehemaligen Polizeibeamten, der eine ganz neue Berufung für sich entdeckt hat, leider bei der Entwicklung eines „Künstlernamens“ nicht bedacht hat, dass „Westinghouse“ eine Kühlschrankmarke ist.

    Aber das spielt dann in diesem skurril angelegten, mit durchgehend faszinierendem Humor und allerlei sehr einzigartigen Persönlichkeiten gefüllten Kriminalroman schon nur noch eine untergeordnete Rolle und ermöglicht „Fräulein Westinghouse“ durchaus auch (ernste) Tiraden auf das, was an „alten Strukturen“ die Diktatur locker überdauert hat und neue Gefahren in sich trägt.

    Bestens aufgelegt legt Mendoza diesen schrägen Kriminalroman vor, mit feiner Sprache, hintersinnigem bis derben Humor, einer durchaus ernsten Bedrohung und einem hohen Tempo, dass es ein wahrere Genuss ist, diesem „Irren“ durch das damalige Barcelona zu folgen.

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    HarIequins avatar
    HarIequinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Komödie, die sich als Krimi verkleidet. Der Plot ist nicht der ausgereifteste, aber die skurille Geschichte hat mich gut unterhalten.
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    "Eduardo Mendoza spielt mit der Lust an Rätseln und Geheimnissen. Intelligente Unterhaltung erster Güte." Eberhard Geisler, NZZ

    "Mendoza ist Mitte siebzig, aber seine Werke haben nichts eingebüßt von ihrer leuchtenden Kraft. Den Spaß, den er mit seinen Einfällen hat, spürt man in jedem Kapitel; man hört sein irres Lachen jedes Mal, wenn er das Wahrscheinliche untergräbt. Immer kommt es anders als erwartet." Ralph Hammerthaler, Süddeutsche Zeitung, 04.08.17
    "Ein Schlag des einstigen Kommunisten Mendoza gegen reaktionäre Kräfte in seiner Heimat – und ein Lesespaß für Freunde des Absurden." Jeannette Villachica, Wiener Zeitung, 03.06.17
    "Mit viel Ironie, Sarkasmus und schwarzem Humor, so dass wir laut lachen über Dinge, die nicht zum Lachen sind." Margrit Klingler-Clavijo, Deutschlandfunk Büchermarkt, 18.06.17
    "Nicht zu vergessen: die große Sprachfertigkeit des Cervantespreisträgers. Denn Eduardo Mendoza, Jahrgang 1943, besticht nicht nur durch seinen Einfallsreichtum, sondern auch durch seinen geschliffenen, gewitzten Stil. So wird 'Das dunkle Ende des Laufstegs' zu einem inhaltlich raffinierten und zugleich literarisch hochwertigen Krimi." Anke Zimmer, Fuldaer Zeitung, 25.03.17

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