Eduardo Mendoza Katzenkrieg

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Inhaltsangabe zu „Katzenkrieg“ von Eduardo Mendoza

›Katzenkrieg‹ ist Politthriller, historischer Roman und Liebesgeschichte in einem.

Madrid 1936: am Vorabend des Spanischen Bürgerkriegs gerät ein britischer Kunstwissenschaftler in einen Hexenkessel, als er für den erzkonservativen Grafen Igualada die Echtheit eines Venusbildes von Velásquez überprüfen soll. Das kostbare Bild wird zum Gegenstand teuflischer Interessen. Schon bald steckt der politisch naive Brite in einem Strudel von Ereignissen, die von verführerischen Frauen, spanischen Hochadeliegen, Revolutionären und ausländischen Spionen in hohem Tempo vorangetrieben werden.

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  • Kunst und Kultur im vorrevolutionären Spanien

    Katzenkrieg

    PaulTemple

    Madrid 1936: Mitten hinein in das Pulverfass des vorrevolutionären Madrid reist der britische Kunstexperte Whitelands, um den Wert einer privaten Gemäldesammlung zu taxieren. Politisch desinteressiert bis naiv, dauert es nicht lange, bis sich Whitelands in einem Wirrwarr aus Spionage, Politik und Liebe wiederfindet.  Stilsicher und mit einem Hauch Ironie führt der Autor über seinen ahnungslosen Protagonisten in die damaligen politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse Spaniens ein; auf der einen Seite die machtlose, verhasste Republik, auf der anderen Seite Kommunisten und Nationalisten, die beide nur darauf warten, eine Revolution mit ihrer jeweiligen Ideologie als Grundlage zu beginnen. Zwar lahmt das Buch an der einen oder anderen Stelle, insgesamt hat es mir aber - insbesondere aus historischer und kultureller Sicht -  gut gefallen.  

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  • Ein großer Roman

    Katzenkrieg

    Buchhandlung_am_Schaefersee

    09. March 2015 um 17:39

    Ein verschollenes Gemälde, eine hochrangige Familie in Madrid, ein charismatischer Revolutionär, ein überforderter britischer Kunstexperte: "Katzenkrieg" bietet einen opulenten, schnellen Roman aus der Zeit des spanischen Bürgerkriegs. Tolle, vielschichtige Figuren treiben die Handlung voran, Gut und Böse sind kaum voneinander zu unterscheiden. Katzenkrieg ist ein großer Gesellschaftsroman. Die Themen lassen an Isabelle Allendes "Das Geisterhaus" denken. Doch "Katzenkrieg" ist wesentlich unübersichtlicher. Wer sich noch gar nicht mit dem spanischen Bürgerkrieg auskennt, wird oft die Übersicht verlieren. Trotzdem ist der Handlung mit etwas Aufmerksamkeit gut zu folgen. Tolles Buch!

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  • Ein Bild macht Politik

    Katzenkrieg

    Duffy

    25. July 2013 um 08:30

    Madrid, kurz vor dem spanischen Bürgerkrieg 1936. Der Kunstexperte Anthony Whitelands bekommt den Auftrag, bei einem konservativen Herzog in Madrid eine Gemäldesammlung zu bewerten. Dabei findet sich ein bisher unbekannter Velasquez. Der Erlös aus den Bildern soll den Falangisten zugute kommen, doch von all' dem hat der Kunstkenner Whitelands keine Ahnung und wird zum Spielball verschiedener Interessen und Gruppen. Schlecht für ihn, dass er sich auch noch in die Tochter des Herzogs verliebt. Es entsteht ein Chaos, in dem jeder jeden jagt und das Misstrauen allee Handlungen begleitet. Mendoza hat hier eine Mischung aus Krimi, Politthriller und Dokumentation geschreiben. Seine Art zu erzählen ist schon aus seinen großen Romanen bekannt, er verfährt chronologisch, was bei den verschiedenen Handlungssträngen und einer Vielzahl von agierenden Personen sehr hilfreich ist. Er zeichnet ein genaues Bild vom Spanien vor dem Bürgerkrieg, die Interessen der verschiedenen politischen Kräfte, die Einstellung hinter der Propaganda. außerdem packt er in sein Buch auch noch sehr viel bildende Kunst, kleine Exkurse in die Malerei sind genauso interessant wie lehrreich. Auf 420 Seiten ist das eine Menge Material, was aber hemmt und ermüdend sein kann. Vielleicht hätte er sich schwerpunktmäßig auf eine Schiene festlegen sollen, denn das Verhältnis von Plot und Nebenschauplätzen ist ab und an unausgewogen. Das nimmt dem Buch das Zwingende, das wir aus Mendozas anderen Büchern kennen. Der Stil des Autors ist unumstritten brilliant, er hat auch für dieses Werk in Spanien den höchsten Literaturpreis bekommen. vielleicht für uns ein wenig zu regional. Wer Interesse an Spaniens Geschichte dieser Zeit hat, findet eine großartige Quelle, für alle anderen ist der Roman empfehlenswert, aber nicht so intensiv wie bspw. "Die Stadt der Wunder".

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