Eduardo Mendoza Niemand im Damensalon

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Inhaltsangabe zu „Niemand im Damensalon“ von Eduardo Mendoza

Da steht er vor dem Gitter der ehrwürdigen Irrenanstalt, die der Bauspekulation weichen soll, und ist frei. Vogelfrei. Das Leben hat ihn nicht übermäßig begütert, einen vorweisbaren Namen hatte ihm schon die Mutter nicht vermacht, und Papiere, Habseligkeiten, Pläne hat er keine. So marschiert er zu Fuß ins postolympische Barcelona, ein Niemand. Gut, dass seine Schwester Candida, eine Zierde ihres Geschlechts und Namens, erstes Obdach und einen Schwager offerieren kann, der als philosophierender Friseur nur allzu froh ist, ihm seinen Damensalon zu überlassen. Tage und Jahre der stillen Einkehr.§Da betreten eines Tages zwei wohlgerundete Beine seine Arbeitsstätte, und die sorgsam gehegte Flaute hat eine. Die junge Dame schlägt ihm ein Geschäft vor, soviel wird ihm rasch klar, aber die Leiche, die noch in derselben Nacht anfällt, war nicht vorgesehen. Wie eigentlich auch eine junge Frau mit dem Vornamen Ivet nicht gleich zweimal vorkommen sollte. Ein Strudel von erheblicher krimi neller Energie reißt unseren unverhofft zum Hauptverdächtigen umfrisierten Helden mit sich. Und doch bleibt es ihm vorbehalten, Licht in die Affäre zu bringen - um seine eigene Haut zu retten, versteht sich. Mit beiden schlechtbeschuhten Füßen gerät er in einen Sumpf aus neoökonomischer Korruption, altmodischer Erpressung, handfester Unterschlagung. Amee wartet auf die stark vergorene Creme de la creme Barcelonas, ein wohlverdienter Orkus, dem niemand entkommt.

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  • Rezension zu "Niemand im Damensalon" von Eduardo Mendoza

    Niemand im Damensalon

    Duffy

    24. May 2010 um 14:41

    Der Held des Romans, der plötzlich aus einer Irrenanstalt entlassen wurde und nun versucht, sich in einem Friseursalon ein Auskommen zu verschaffen, landet in einem Szenario krimineller Machenschaften, die sich absurd durch eine Führungsriege Barceloneser Geschäftsleute und Politiker zieht. Hinzu kommen noch einige Liebschaften, die mehr oder weniger dem Diktat der Macht und des Zufalls unterworfen sind. Mendozas Buch ist eine rabenschwarze Abrechnung mit der Gesellschaft seines Landes und der der Gier im Besonderen. Seinen Erzähler lässt er in aberwitzigen Satzkonstrukten und mit unbedarften trockenem Humor die unglaubliche Geschichte erzählen. Das auf dem Buchrücken erwähnte Wort "Slapstick" bezeichnet recht zutreffend diesen Stil, meisterhaft dargeboten und hochgradig unterhaltend von der ersten bis zur letzten Zeile, mit einem Buchanfang, der sicher in eine Top Ten gehört.

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