Hagerstown

von Edward Ashton 
3,3 Sterne bei42 Bewertungen
Hagerstown
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Positiv (21):
Himmelsblumes avatar

Ein durchaus interessantes Buch, wobei dieses nicht direkt zum Gerne Thriller fällt.

Kritisch (8):
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Die Figuren agieren merkwürdig emotionslos vor der Hintergrund einer humanen Katastrophe

Alle 42 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Hagerstown"

Ein Virus löscht eine ganze Stadt aus - doch deine Regierung erzählt dir nicht die Wahrheit …

Ein Video von nur wenigen Sekunden: Entsetzlich zugerichtete Leichen liegen auf den Straßen der Kleinstadt Hagerstown. Sobald das Video im Netz war, wurde es auch wieder gelöscht. Alle Suchanfragen laufen ins Leere, alle Wege in die Stadt sind gesperrt. Dies in einer Gesellschaft, in der alles auf Sicherheit ausgelegt ist. Wie geht man mit dem Unerklärlichen um? Und die Regierung schweigt. Die Angst vor dem Ungewissen droht zu Ausschreitungen zwischen den "Unveränderten" und den gentechnisch modifizierten Eliten zu führen. Anders Jensen und seine Freunde suchen nach Antworten auf die Frage, was wirklich in Hagerstown passiert ist …

"Darf man nicht verpassen!" - io9.com

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783959670821
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:HarperCollins
Erscheinungsdatum:10.04.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    FrauSchafskis avatar
    FrauSchafskivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Die Figuren agieren merkwürdig emotionslos vor der Hintergrund einer humanen Katastrophe
    Ist Massensterben nur ein blöder Scherz?

    Ich muss gestehen, dass ich recht hohen Erwartungen an dieses Buch hatte. Als Fan von Dystopien klang der Klappentext für mich sehr verlockend. Und so schnappte ich mir das Buch spontan an einem Freitagnachmittag in der Hoffnung, es würde mein Wochenende versüßen.

     

    Der Einstieg gelang dann auch tatsächlich ganz gut. Die Handlung spielt in einer scheinbar recht nahen Zukunft (eine genaue Zeitangabe gibt es nicht), in der die Menschen teils genetisch verändert, teils durch abgefahrene „Exoskelette“, also mechanische Zusatzteile, ergänzt werden. Prinzipiell geht es also um die Möglichkeit, eine neue Menschenrasse durch genetische und technische Verbesserungen zu erschaffen - kein unspannender Gedanke. Doch plötzlich tritt in der Stadt Haggers Town ein Massensterben auf, innerhalb von 24 Stunden ist die gesamte Stadt dem Erdboden gleich gemacht. Eine immense humane Katastrophe, bei der Zehntausende sterben.

     

    Und an dieser Stelle begann mich der Roman zu irritieren. Nicht nur, dass der Autor einen ausgesprochenen Faible für alle Flüssigkeiten hat, die ein Mensch so ausscheidet, sondern er hat auch große Freude dran, dies detailliert kund zu tun. Wer immer schon einmal wissen wollten, an welchen Stellen des Körpers verflüssigte Organe austreten können und wie das aussieht - herzlichen Glückwunsch, hier wird er es erfahren. Darüber hinaus habe ich mich wirklich daran gestört, dass alle Figuren in diesem Roman trotz der unfassbaren Geschehnisse, in denen sie natürlich eine ganz zentrale Rolle spielen, merkwürdig emotionslos ob der Ereignisse scheinen. Ganz im Gegenteil werden die markigen Sprüche und Kommentare hinsichtlich der furchtbaren Situation immer abstruser und wirken nicht zuletzt auch völlig geschmacklos, sodass ich am Ende das Gefühl hatte, das alles sein nur ein blöder Scherz gewesen.

     

    Fazit: Die irgendwann einfach nur noch nervigen Blödeleien hinterlassen bei mir den Eindruck, dass der Autor sein Buch nicht ernst nimmt, und ebenso wenig kann ich dies tun. Für die prinzipiell spannende Idee möchte ich dennoch ganz knapp noch zwei Sterne vergeben - aber wirklich empfehlen kann ich dieses Buch nicht.

     

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    Engel1974s avatar
    Engel1974vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: leider kein Thriller wie ausgepriesen, so Lesefrust statt Geneuss
    leider kein Thriller wie ausgepriesen, so Lesefrust statt Geneuss

    „Hagers Town“ von Edward Ashton aus dem Harper Collins Verlag ist ein Thriller, genauer gesagt ein Sience – Fiction Thriller, der irgendwo in Amerika der Zukunft spielt.

    Um was geht es? Da es mir schwer fällt hier den Inhalt wieder zugeben zitiere ich den Klapptext.

    „Ein Virus löscht eine ganze Stadt aus - doch deine Regierung erzählt dir nicht die Wahrheit …

    Ein Video von nur wenigen Sekunden: Entsetzlich zugerichtete Leichen liegen auf den Straßen der Kleinstadt Hagerstown. Sobald das Video im Netz war, wurde es auch wieder gelöscht. Alle Suchanfragen laufen ins Leere, alle Wege in die Stadt sind gesperrt. Dies in einer Gesellschaft, in der alles auf Sicherheit ausgelegt ist. Wie geht man mit dem Unerklärlichen um? Und die Regierung schweigt. Die Angst vor dem Ungewissen droht zu Ausschreitungen zwischen den "Unveränderten" und den gentechnisch modifizierten Eliten zu führen. Anders Jensen und seine Freunde suchen nach Antworten auf die Frage, was wirklich in Hagerstown passiert ist …“

    Meinung:

    Als Thrillerliebhaber war ich vom Klapptext sofort angesprochen, als Thrillerliebhaber stelle ich aber auch gewisse Erwartungen und Anforderungen an dieses Genre. So muss es der Autor u.a. verstehen seine Leser „mit zu nehmen“ er sollte mit Spannung aufwarten und bestenfalls auch unvorhersehbaren Wendungen.

    Was ich hier nun vorgefunden habe, war nichts was mit dem Genre Thriller gemeinsam hat. Spannung habe ich auch vergeblich versucht, sowie eine Handlung, die mich mitnimmt. Die Handlung war von Anfang an zäh und langatmig, stellenweise musste ich mit mir ringen dieses Buch nicht einfach zur Seite zu legen und ins Buchregal zu verbannen. Hätte ich dieses allerdings getan, hätte ich das Buch sicherlich nie zu Ende gelesen.

    So habe ich mich regelrecht durch die Handlung gequält, mag sein das es daran lag, das ich dem Genre Science Fiktion nicht viel abgewinnen kann. Allerdings habe ich auch hier schon Romane gelesen, die weitaus spannender waren.

    Fazit: von Thriller keine Spur, allerdings konnte mich das Genre Science Fiktion nicht überzeugen, bei mir herrschte am Ende Lesefrust statt Genuss

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    Cornelia_Ruoffs avatar
    Cornelia_Ruoffvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Freude für jeden Verschwörungstheoretiker!
    Eine Freude für jeden Verschwörungstheoretiker

    „HAGERSTOWN“ VON EDWARD ASHTON

    1. KLAPPENTEXT

    Ein Virus löscht eine ganze Stadt aus – doch deine Regierung erzählt dir nicht die Wahrheit …
    Ein Video von nur wenigen Sekunden: Entsetzlich zugerichtete Leichen liegen auf den Straßen der Kleinstadt Hagerstown. Sobald das Video im Netz war, wurde es auch wieder gelöscht. Alle Suchanfragen laufen ins Leere, alle Wege in die Stadt sind gesperrt. Dies in einer Gesellschaft, in der alles auf Sicherheit ausgelegt ist. Wie geht man mit dem Unerklärlichen um? Und die Regierung schweigt. Die Angst vor dem Ungewissen droht zu Ausschreitungen zwischen den „Unveränderten“ und den gentechnisch modifizierten Eliten zu führen. Anders Jensen und seine Freunde suchen nach Antworten auf die Frage, was wirklich in Hagerstown passiert ist …
    „Darf man nicht verpassen!“ – io9.com

    2. ZUM INHALT

    Edward Hashton zeigt uns hier eine Dystopie, die jeden Verschwörungstheoretiker ins Schwärmen versetzt.

    Ein großes Unglück geschieht. Viele Menschen sterben. Gibt es Überlebende? Warum sind die Bilddokumente nicht mehr im Netz zu finden? Wer oder was steckt dahinter? Was verschweigt die Regierung?

    War es ein Anschlag? Steckt das Militär dahinter? Ist ein Experiment schiefgegangen? Waren bakterielle oder chemische Waffen schuld? Wurde die Stadt verstrahlt?

    Warum löst es einen Konflikt zwischen den „Unveränderten“ und den gentechnisch modifizierten Eliten aus?

    Der Autor schaltet das Kopfkino des Lesers ein. Wäre so etwas im Hier und Jetzt möglich?

    5/5 Punkten

    3. PROTAGONISTEN

    Die Protagonisten Anders, Gary, Elise und Terry könnten auch einem Shadowrun-Universum entsprungen sein. „Aufgemotzte“ Individuen und „Unveränderte“. Leider bleiben die Charaktere trotzdem oberflächlich und farblos. Sie konnten keine nennenswerten Emotionen bei mir wecken.

    3/5 Punkten

    4. SPRACHLICHE GESTALTUNG

    Der Autor erzählt in der Ich-Form und wechselt kapitelweise die Erzählperspektive zwischen den vier Protagonisten. Dennoch wurden mir die Charaktere nicht wirklich vertraut.

    Die Kapitel haben eine angenehme Länge und der Schreibstil ist angenehm.

    3/5 Punkten

    5. COVER UND ÄUSSERE ERSCHEINUN

    „Hagerstown“ von Edward Ashton hat 416 Seiten, einen flexiblen Einband und ist am 10.04.2017 unter der ISBN 9783959670821 bei HarperCollins im Genre Krimi und Thriller erschienen und kostet 14,00 €.

    Das Cover finde ich nichtssagend.

    3/5 Punkten

    6. FAZIT

    Ich bin mit großen Erwartungen an das Buch gegangen, weil mir der Plot sehr gut gefiel. Ich lese gerne Dystopien. Ich möchte mich mit dem oder den Protagonisten identifizieren, um sie bangen und mit ihnen hoffen. All das ist mir hier nicht sehr gut gelungen. Ich fühlte mich eher als ein Beobachter, der damit nicht so viel zu tun hat.

    Trotz allem ein toller Plot mit guten Ideen.

    @HarperCollins
    Vielen Dank für das schöne Rezensionsexemplar!

    Ich vergebe insgesamt 3,5/5 Punkten.

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    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die Protagonisten waren für mich alle irgendwie nichtssagend, ebenso wie die Story.
    Mein Leseeindruck

    Ich wende mich gerade mit meinem Drink in der Hand von der Bar ab, als ich spüre, wie mir ein Glas gegen die Brust prallt. (1. Satz)

    Ich war vom Klappentext total fasziniert. Klang es doch nach einem sehr interessanten Thriller, der die nötige Portion Nervenkitzel versprach. Doch leider ... na ja, was soll ich sagen...bereits nach 10 Seiten legte ich das Buch das erste Mal zur Seite.

    Wo war der Thrill? Nachdem ich mehrfach auf die Vorderseite des Covers geblickt hatte und das Wort Thriller gelesen hatte, war ich etwas verwirrt. Für mich war es sehr verwirrend und auch eher dem Genre Science Fiction zuzuordnen. Von Nervenkitzel jedenfalls war keine Spur.

    Immer und immer wieder habe ich das Buch zur Seite gelegt, da mich die Story einfach nicht angesprochen hatte. Ja, ich habe mich wirklich stellenweise durch die Absätze gequält.
    Die Protagonisten waren für mich alle irgendwie nichtssagend, ebenso wie die Story.

    Möglicherweise liegt es auch daran, dass SiFi einfach nicht mehr Lesegenre ist, aber eigentlich hatte ich ja auch einen Thriller erwartet.

    Die vielen Ausdrücke, klangen für mich nach einer eigenen Sprache, der wahrscheinlich nur zukunftsorientiere Leser verstehen. Für mich als, Thriller, Krimi und Historienleser war es kaum verständlich und auch nicht wirklich interessant. Der Lesespaß blieb somit weitestgehenst auf der Strecke. Und immer diese Klassifizierung zwischen den Veränderten und Unveränderten. Nein, dieses Buch hatte absolut nicht meinen Nerv getroffen.

    Wohl deshalb habe ich auch so lange mit meiner Rezension gewartet, da ich erst noch die passenden Worte finden wollte.

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    Himmelsblumes avatar
    Himmelsblumevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein durchaus interessantes Buch, wobei dieses nicht direkt zum Gerne Thriller fällt.
    Tolles Buch

    Von Edward Ashton hatte ich bis dato kein Buch gelesen und dennoch, kam mir alles so vertraut vor. In die Geschichte habe ich schnell hinein gefunden und dank einer guten Schreibweise, ließ sich das Buch fließend lesen. Wie lange ich damals hierfür gebraucht habe, weiß ich heute nicht mehr. Aber meist sitze ich an einem Büchlein 2-3 Tage. Wobei es heute auch mal vorkommt, das ein spannendes Buch auch in einer Nacht durchgelesen ist und ja, der Schlaf kommt bei mir eindeutig zu kurz.

    Anders und Terry, zwei der Hauptcharaktere des Buches, fande ich vom ersten Moment an, sehr Sympathisch. Gary hingegen musste mein vertrauen erst gewinnen. So kam er zum Anfang etwas „trottelhaft“ rüber, entpuppte sich mit der Zeit aber zu einem echten schlauen Bürstchen. Die drei gehen sehr liebevoll Miteinader um, auch wenn man das ab und an nicht so sehen mag. Eliese, die vierte im Bunte, war zum Anfang etwas schwer einzuschätzen. Die teilweise humorvollen Gespräche der vier, passt super zum Inhalt, der mit der zeit recht düster wird. Und dennoch, haben die drei nicht vergessen, wo sie herkommen und die Freundschaft das wichtigste ist. Was mich im Laufe der ersten Kapitel sehr überrascht hat, war das Alter der Figuren. Man ging davon aus, dass sie ein jugendliches Alter haben müssten. Schätzungsweise 18–20 Jahre. Doch waren die Charakte um einiges älter.

    Im Laufe der Story, kommen andere Charaktere hinzu. Doch bis auf Tariq, sind sie nur Nebenfiguren der Handlung. Tariq finde ich als Person recht interessant. Nicht zuletzt, weil man nicht viel von ihm weiß und er eine merkwürdige Art an sich hat. Er hat es aber geschafft, Elise in die sichere Zone zu bringen, doch verschweigt er ihr einiges. Er redet immer wieder von einem Auftrag, doch um welches es sich hierbei handelt, erfährt man nur bedingt.

    Nachdem man nur einige Kapitel gelesen hat, wurde klar, mit Thriller hat das hier wenig zu tun. Vielmehr würde ich die Story „Science Fiction-Triller“ einordnen. Den wo ist das Virus, von dem hier zum Anfang die Rede war? Dennoch, ein spannendes Buch war es trotzdem. Auch wenn mich das Ende leider nicht erfreuen konnte. Gruselig, wie die Menschen das Brainbump zu sich nahmen, ohne zu wissen was darin ist. Traurig auch die Wandlung von Dimitri „einer der Figuren die später dazu kam„, der sich nun gegen seine Freunde entschieden hatte und sie erschießen will….. Ach ich merk schon, ich erzähle schon wieder viel zu viel.

    Inzwischen wird das Buch im meinem Freundeskreis rumgegeben und die Meinungen sind so verschieden wie Tag und Nacht.

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    S
    sini3197vor einem Jahr
    Sehr interessantes Thema

    Inhalt: "Ein Virus löscht eine ganze Stadt aus - doch deine Regierung erzählt dir nicht die Wahrheit … Ein Video von nur wenigen Sekunden: Entsetzlich zugerichtete Leichen liegen auf den Straßen der Kleinstadt Hagerstown. Sobald das Video im Netz war, wurde es auch wieder gelöscht. Alle Suchanfragen laufen ins Leere, alle Wege in die Stadt sind gesperrt. Dies in einer Gesellschaft, in der alles auf Sicherheit ausgelegt ist. Wie geht man mit dem Unerklärlichen um? Und die Regierung schweigt. Die Angst vor dem Ungewissen droht zu Ausschreitungen zwischen den "Unveränderten" und den gentechnisch modifizierten Eliten zu führen. Anders Jensen und seine Freunde suchen nach Antworten auf die Frage, was wirklich in Hagerstown passiert ist …"


    Ich fand das Buch sehr spannend und wollte natürlich wissen wie es aus geht. Die Welt, in der das Buch spielt ist alles auf Technik entwickelt. Dies finde ich sehr interessant, da ich mir auch schon vorgestellt habe, wie es wäre, wenn in unsere Gehirne Chips installiert hätten, mit denen wir ins Internet beispielsweise gehen könnten. Dazu gibt es auch schon viele Bücher allerdings ist es in diesem Buch realistischer dargestellt. 
    Dieses Buch setzt sich auch kritisch damit auseinander, dass wir alle einem Schönheitsideal hinterher rennen. Dabei wäre es doch am einfachsten sich in dem Wohl zu fühlen wie man ist. 
    Das Buch lies sich ganz gut lesen, allerdings war zwischen durch auch ein Hänger.

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    Toby_Bes avatar
    Toby_Bevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schwere Kost, mit blassen Charakteren in einer interessant gestalteten Zukunftsvision der auf Perfektion ausgelegten Gesellschaft.
    An und für sich interessant, aber...

    Ein Video von nur wenigen Sekunden: Entsetzlich zugerichtete Leichen liegen auf den Straßen der Kleinstadt Hagers Town. Sobald das Video im Netz war, wurde es auch wieder gelöscht. Alle Suchanfragen laufen ins Leere, alle Wege in die Stadt sind gesperrt. Dies in einer Gesellschaft, in der alles auf Sicherheit ausgelegt ist. Wie geht man mit dem Unerklärlichen um? Und die Regierung schweigt. Die Angst vor dem Ungewissen droht zu Ausschreitungen zwischen den "Unveränderten" und den gentechnisch modifizierten Eliten zu führen. Anders Jensen und seine Freunde suchen nach Antworten auf die Frage, was wirklich in Hagerstown passiert ist …

    Die Story wird aus der „Ich-Perspektive“ von den vier Protagonisten: Anders, Gary, Terry und Elise erzählt. Die Perspektive wechselt von Kapitel zu Kapitel und die Überschrift verrät aus welcher Sichtweise aktuell erzählt wird. Die Story spielt in den USA, irgendwann in Zukunft. Alles ist miteinander vernetzt, Personen werden genetisch und technisch modifiziert. Dies führt zu einem Riss in der Gesellschaft zwischen unveränderten und veränderten Menschen. Als in der kleinen Stadt Hagers Town aus unerfindlichen Gründen die Menschen massenweise sterben, wird eine Kette von Ereignissen ausgelöst, die sich nicht mehr aufhalten lässt. Die Lage droht zu eskalieren. Die Regierung versucht die Ereignisse in Hagers Town zu vertuschen, doch ein Video geht viral und so erfährt die Bevölkerung von den entsetzlich verstümmelten Leichen...

    Die Charaktere bleiben fast alle farblos, eintönig und nichtssagend. Einzig Gary kann mit seiner speziellen Art punkten. Die Protagonisten sind weder besonders sympathisch noch unsympathisch. Der Autor schafft es leider nur in den wenigsten Fällen so etwas wie Emotionen zu vermitteln. Die Charaktere handeln oft völlig monoton und ohne jegliches Gefühl. Ist die Story zu Beginn noch interessant, so verrennt sich der Autor Edward Ashton später in ein Gewirr aus Konflikten, die er nicht zur Gänze gelöst bekommt.

    Das großes Manko ist der Klappentext. Dieser lässt eher auf eine Dystropie oder Mystery Stoy schließen als auf einen Sci-Fi Thriller. Daher besteht das Problem sich auf eine ganz andere Art von Story einzulassen als erwartet. Der Schreibstil ist stellenweise kompliziert und nicht immer ist alles sofort verständlich oder nachvollziehbar. Dieses Buch ist definitiv keine leichte Kost für zwischen durch. Es beleuchtet viele gesellschaftliche Aspekte und die damit verbundenen Probleme. Auch wenn es in der Zukunft spielt so kann man vieles davon auch in die heutige Zeit übertragen.

    Schwere Kost, mit blassen Charakteren in einer an und für sich interessant gestalteten Zukunftsvision einer auf Perfektion ausgelegten Gesellschaft.


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    AnjaScs avatar
    AnjaScvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Tolle Idee mit recht blassen Protagonisten. Kein dystopischer Thriller, wie ich vermutet hatte.
    Tolle Idee mit Mängeln in der Umsetzung

    Inhalt:

    Hierbei handelt es sich nicht um einen dystopischen Endzeitthriller, auch wenn man das vom Klappentext her eventuell erwarten könnte.


    Es ist ein Sci-Fi-Thriller, der in der Zukunft spielt ohne eine genaue Jahreszahl zu nennen. Die Menschen haben sich weiterentwickelt und es gibt neben genetisch veränderten Menschen, auch die, die sich mit technischen Hilfsmitteln ausstatten lassen und die Modifizierten. 
    Künstliche Intelligenz, Avatare und Technik im Allgemeinen sind ein großes Thema im Buch.


    Was erleben wir:
    Totale Vernetzung, Überwachung durch Kameras, Bots, Dronen, intelligente Häuser, eine alles überwachende Institution namens NatSec, bei der die Veränderten das Sagen haben.


    Nach dem Vorfall in Hagerstown und der Vaporisierung der kompletten Stadt wird schnell klar, das NatSec den Vorfall so schildert, wie es ihnen passt, kritische Posts und Übertragungen von Feeds, die von Überlebenden in der Stadt sprechen werden rigoros gelöscht. Auch vor Mord von renitenten Bloggern wird nicht zurück geschreckt.


    Doch eine Überlebende kann dem Vernichtungsschlag entkommen: Elise... 


    Damit kommen wir zu den Protagonisten:
    Elise ist die Schwester von Terry, Terry ist die Freundin von Anders und dieser lebt bei Gary.
    Damit haben wir auch schon die vier Hauptprotagonisten des Buches, die versuchen dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Meiner Meinung nach aber eher halbherzig...



    Wir erleben die Geschichte, die sich um die oben genannten 4 Hauptprotagonisten herum aufbaut.
    Erzählt wird aus der Sicht der vier Protas und immer in der Ich-Perspektive des jeweils Erzählenden.
    Das ist gut gelöst, denn die Kapitel sind mit dem jeweiligen Namen überschrieben, so dass keinerlei Verwirrung aufkommt.
    Leider bleiben alle Protagonisten während des kompletten Buches recht blass und emotionslos.

    Man erfährt wie unterschiedlich sie sind und das sie den verschiedenen "Spezien" angehören, allerdings gelang es mir nicht zu einem Charakter eine Beziehung aufzubauen.

    Der Autor hat mich nicht komplett überzeugt mit der Auflösung der Geschehnisse, das war mir persönlich eine Komponente zu viel.
    Mir hätte eine Auflösung, die viel näher gelegen hätte völlig ausgereicht. Leider kann ich hier nicht näher darauf eingehen, da ich sonst spoilern würde.

    Fazit:

    Edward Ashton hat durch den Schreibstil leider blasse und emotionslose Charaktere geschaffen, was aber wie ich Vermute, auf Grund der starken Vernetzung und Technik beabsichtigt war. 


    Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Allerdings sollte man für dieses Buch schon technikaffin sein, ansonsten ist man eventuell sehr schnell am Rande des persönlich erträglichen angelangt.


    Meiner Meinung nach hat der Autor am Ende zu viele Dinge versucht in dieses Buch hineinzubringen und damit mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Absicht? Das kann ich nicht beantworten.


    Die Idee ist wirklich hervorragend, Umsetzung bis zu einem gewissen Punkt gut, aber dann wird mir alles zu viel, zu absurd, zu abgedreht. 
    Ich sage nur soviel: Rogue Avatare und eine sehr obskure Religion, die gar keine Religion ist,  hätten nicht mehr sein müssen.


    Ich weiß an dieser Stelle nicht, wie ich dieses Buch bewerten soll, daher gehe ich an dieser Stelle mal anders vor:
    Idee: 5 Sterne
    Stil: 4 Sterne
    Protagonisten: 2 Sterne
    Geschichte: Bis zu einem Punkt 4 Sterne, dann für mich runter auf 1 Punkt = 2,5 im Schnitt


    Ob man diesen Thriller lesen soll oder möchte überlasse ich jedem selbst, vielleicht bin ich einfach nicht Sci-Fi verrückt genug gewesen für dieses Buch.

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    tardys avatar
    tardyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend! Erschreckend! Real?
    Hagerstown

    Irgendwann in der Zukunft. In der Kleinstadt Hagerstown liegen überall Leichen. Ein Video im Netz zeigt dieses erschreckende Bild, aber nur wenige Minuten lang, dann ist es plötzlich wieder verschwunden. Die Regierung macht die Stadt dem Erdboden gleich. Ein Virus heißt es. Höchst ansteckend! Zum Schutz der Bevölkerung! Aber Elise überlebt und wird wie durch ein Wunder aus der Stadt gerettet. Was ist wirklich passiert?

    Edward Ashtons Thriller ist sehr spannend und erschreckend. Er beschreibt eine Zukunft, wie man sie sich durchaus vorstellen kann. Gentechnisch veränderte Menschen, Manipulationen durch das Internet, ständige Überwachung. Alles plausibel und gerade deswegen nicht weniger beängstigend. Da ich selbst in einem Grundlagenforschungslabor arbeite und auch in sozialen Netzwerken sehr aktiv bin, ist die Thematik mir nicht ganz fremd, trotzdem ist das Buch nicht einfach zu lesen. Der Schriftsteller verwendet sehr viele technische Fachbegriffe, die für einen Laien nicht einfach zu verstehen sind. Wer jedoch eine gewisse Ahnung und Offenheit aufbringt und vielleicht auch mal das ein oder andere Wort nachschlägt, wird mit einem gesellschaftskritischen Science Fiction Thriller belohnt. der den Leser sehr zum Nachdenken anregt. Der Schreibstil ist sehr klar, fast ohne Emotionen, aber durchaus witzig und skurril, in manchen Teilen voller Sarkasmus und Ironie. Die Charaktere hat der Autor gut ausgearbeitet, auf mich wirken sie fast schon real. Ashton lässt seine Geschichte aus der Sicht der vier Protagonisten erzählen. Dieser ständige Perspektivenwechsel bringt natürlich sehr viel Spannung, sorgt aber auch teilweise für etwas Verwirrung. Man muss sich ganz und gar auf das Buch konzentrieren, damit man den Faden nicht verliert. Aber die Mühe lohnt sich, das Buch ist wirklich lesenswert.

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    SillyTs avatar
    SillyTvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Skurrile Science Fiction, gesellschaftskritisch, spannend, aber auch verwirrend (3,5 Sterne)
    Spannendes Szenario aber teilweise verwirrend

    Die Zukunft in den USA, die Technik ist sehr weit fortgeschritten. Auch die Menschen haben sich sehr "weiterentwickelt", denn kaum noch jemand ist ein Unveränderter, ein Homo Saps, denn bei sehr vielen wurde in der genetischen Struktur Veränderungen vorgenommen oder man wurde durch Implantate technisch aufgerüstet. Ein Leben ohne Avatare, die viele Arbeiten, z. B. im Haus, übernehmen, ist nicht mehr vorstellbar und man ist einfach ständig online. Doch dann geschieht etwas, dass Unruhen hervorruft. In Hagerstown bricht ein Virus aus, der innerhalb von Minuten fast die ganze Stadt auslöscht, lediglich die Unveränderten scheinen verschont zu bleiben. Ein Anschlag auf Veränderte? Damit niemand ahnt, was in Hagerstown vor sich geht, befiehlt NatSec die totale Vernichtung der Stadt. Alle Menschen sterben, bis auf eine: Elise.
    Meine Meinung:
    Ich habe, bevor ich mit meiner Rezension begann, eine ganze Weile da gesessen und alles gelesene noch einmal auf mich wirken lassen und doch bin ich völlig hin- und hergerissen. Selten fällt es mir schwer, die passenden Worte für eine Rezension zu finden, doch Hagerstown macht es mir dieses mal nicht ganz leicht. Der Autor verfügt über einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil, jedoch setzt er hier auch ein sehr hohes technisches Verständnis voraus und wirft oft mit Begriffen um sich, die mir nicht immer gleich klar und schlüssig waren. Es kam mir beim Lesen des Buches so vor, als wenn er genau weiß, was er erzählt, allerdings vermittelt er nur wenig davon an den Leser und so musste ich immer mal wieder innehalten und überlegen, worum es denn nun gerade wirklich ging. Sprachlich bleibt es recht emotionslos, was hier aber absolut in Ordnung und passend ist, denn damit greift er auch den Inhalt gut auf.
    Der Plot an für sich wirkt durchdacht und der Spannungsaufbau gelingt hier ebenfalls. Doch insgesamt habe ich eine etwas andere Geschichte in Richtung Endzeitszenario erwartet, nachdem ich von dem Virus las. Stattdessen scheint es mir hier ein eher gesellschaftskritischer Science Fiction Roman zu sein, denn er macht hier eines ganz klar: sind genetische Veränderungen für den Menschen in Ordnung? Wenn ja, wieviel Veränderung ist denn noch tragbar, um einen Menschen ein Mensch sein zu lassen? Dabei greift er Konflikte zwischen Veränderten und Unveränderten auf, die man mit unseren heutigen Streitigkeiten zwischen schwarz und weiß vergleichen kann. Genau so zeigt er auf, wie man mit ein bisschen Hetze, hier bevorzugt über das Internet, Menschen gegeneinander aufstacheln kann. Das alles hat mir sehr gut gefallen, macht nachdenklich und brachte mich auch dazu, auch jetzt noch immer wieder über das Gelesene nachzugrübeln.
    Die Geschichte wird in der Ich-Form wiedergegeben, allerdings beschränkt Ashton sich nicht auf nur einen Erzähler, sondern wechselt die Perspektiven zwischen vier verschiedenen Charakteren. Zwar steht hier zu Beginn des Kapitels, wer hier gerade erzählt, doch tatsächlich musste ich hier und da zurückblättern, weil ich nicht mehr wusste, wer gerade dran ist. Dazwischen gibt es noch Einblendung diverser Chats (Feeds) aus dem Internet, die die Launen der Bevölkerung sehr gut wiederspiegeln. Alles in allem war mir aber genau das ein wenig zu viel und sorgte immer mal wieder für Verwirrungen. Mir wäre es hier lieber gewesen, wenn der Autor sich auf einen Protagonisten festgelegt hätte.
    Die vier Protagonisten sind Anders, ein junger Lehrer an einer Uni, Gary, dessen Mitbewohner, Terry und deren Schwester Elise. Auch wenn ich ein paar Details über jeden der Charaktere weiß, habe ich nicht das Gefühl, auch nur einen von ihnen näher gekommen zu sein. Ich konnte mich nicht richtig in die Personen hineinversetzen und fühlte mich so auch nicht richtig mit ihnen verbunden.
    Mein Fazit:
    Ein Buch, bei dem ich mir auch nach ständigem durchblättern nicht zu hundert Prozent sicher bin, ob ich alles richtig verstanden habe. Zwar gibt es hier sehr viel Spannung und auch eine interessante Zukunftsvision, aber mir persönlich fehlte es hier an vielen Erläuterungen. Wie kam es zu den Genveränderungen? Wie sind die politischen Verhältnisse? Warum wird jemand genetisch so verändert, dass er/sie einem Neandertaler gleicht (oder habe ich das überlesen?), schließlich sollte doch alles fortschrittlich sein? Ich denke, dass sich Liebhaber der Science Fiction durchaus mit diesem Buch wohlfühlen werden, doch ich bin nach wie vor ein wenig verwirrt.

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    HarperCollinsGermanys avatar

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    "Hagerstown" von Edward Ashton

    ein. Bitte bewerbt euch bis zum 14.04.2017 für eines von 30 Leseexemplaren (Klappenbroschur) und zur gemeinsamen Diskussion sowie Rezension des Romans.


    Über den Inhalt:

    Ein Virus löscht eine ganze Stadt aus -  doch deine Regierung erzählt dir nicht die Wahrheit …

    Ein Video von nur wenigen Sekunden: Entsetzlich zugerichtete Leichen liegen auf den Straßen der Kleinstadt Hagerstown. Sobald das Video im Netz war, wurde es auch wieder gelöscht. Alle Suchanfragen laufen ins Leere, alle Wege in die Stadt sind gesperrt. Einer Gesellschaft, die ganz und gar auf Sicherheit ausgelegt ist, widerfährt etwas Unerklärliches. Und die Regierung schweigt. Die Angst vor dem Ungewissen droht zu Ausschreitungen zwischen den "Unveränderten" und den gentechnisch modifizierten Eliten zu führen. Anders Jensen und seine Freunde suchen nach Antworten auf die Frage, was wirklich in Hagerstown passiert ist …

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    Leider musste ich die noch andauernde Leserunde zusammen mit HarperCollinsGermany abbrechen und biete das nur zu ca. 1/4 gelesene Buch per Buchverlosung hier an.
    Bin gespannt auf Eure Bewerbungen.

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