Die letzten Tage von Pompeji

von Edward Bulwer-Lytton 
3,7 Sterne bei24 Bewertungen
Die letzten Tage von Pompeji
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Inhaltsangabe zu "Die letzten Tage von Pompeji"

Jetzt in der Sonderedition berühmter historischer Romane: Das 1834 erschienene große Werk Edward Bulwer-Lyttons galt bei seinem Erscheinen als literarische Sensation. Seither begeisterte der spannende Schmöker über die letzen Tage vor dem Vesuvausbruch im Jahr 79 n. Chr. Generationen von Lesern.

Die farbenprächtigen Naturschilderungen, die glaubhaften Charaktere und nicht zuletzt die gelehrte historische Rekonstruktion des römischen Lebens im Pompeji des ersten nachchristlichen Jahrhundert machten den Roman zu einem beliebten Filmstoff.

Für diese Ausgabe wurde den zahlreichen Anspielungen des Autors auf Werke der bildenden Kunst nachgegangen und die Neuübersetzung mit einer großen Anzahl von Abbildungen versehen, die den opulenten Band auch zu einem optischen Vergnügen machen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423137621
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:640 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:01.05.2009
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.01.2006 bei SONY BMG MUSIC ENTERTAINMENT (GERMANY) erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    sabistebs avatar
    sabistebvor 7 Jahren
    Rezension zu "Die letzten Tage von Pompeji" von Edward Bulwer-Lytton

    Pompeij 74. n. Chr. Der junge, reiche Griechen Glaukus führt ein Leben in Müßiggang im Kreise nichtsnutziger junger Tagediebe wie dem Patrizier Clodius und dem Dichter Sallust, die ihn heimlich verachten, aber seinen Weinkeller lieben. Das ändert sich plötzlich als Glaukus Jone erblickt und sich unsterblich in diese blonde Schönheit verliebt. Jone ist eine Waise. Sie und ihr Bruder Apäcides (ein Isispriester) sind Mündel des geheimnisvollen Ägypters Arbaces, der in Jone mehr sieht als eine Ziehtochter, er will Jone ganz für sich und da steht ihm Jones Liebe zu Glaukus im Wege. Um seinen Nebenbuher aus dem Weg zu räumen, beginnt Arbaces ein dunkles Intrigennetz zu spinnen.

    Glaukus Liebt Jone
    Nydia liebt Glaukus
    Julia liebt Glaukus
    Abaces liebt Jone
    Jone liebt Glaukus
    Was für eine Konstellation. Viel unerwiderte Liebe und nur ein Pärchen, das alle auseinander bringen wollen. Eine klassische Aufstellung also: Eine Liebe, die durch ein Jammertal muss, um zur Erfüllung zu gelangen. Dabei liebt die blinde Sklavin Nydia ihren Herren Glaukus, der diese Liebe nicht bemerkt und sie wie ein Kind behandelt. Nydia schwankt permanent zwischen Liebe und Hass zu Jone, denn Jone ist so gut zu ihr, aber Glaukus liebt Jone und nicht Nydia. Auch Julia liebt den schönen Glaukus oder besser, sie will ihn besitzen, weil er sie nicht liebt. Da ist ihr jedes Mittel Recht, auch ein Zaubertrank. Arbaces liebt Jone, bzw. ist besessen von ihr, aber Jone hasst Arbaces. Zwischen diese Fronten gerät Jones Bruder Apäcides, der die Erleuchtung sucht, bei der Isispristerschaft aber nur Betrug und Tricks findet und sich daher dem Christentum zuwendet.
    Edward Bulwer-Lytton veröffentlichte den Roman 1834, 46 Jahre vor Lewis Walace Ben-Hur und 61 Jahre vor Quo Vadis, war also ein Vorreiter der "Frühes Christentum" Romane der damaligen Zeit.
    Das Buchs steht stark unter dem Eindruck der ersten planmäßigen Ausgrabungen in Pompeij unter französischer Leitung (die Franzosen herrschten 1806 - 1815 über Italien) und zitiert viele der damals gemachten Funde, die wohl als Inspiration für diesen Roman gedient haben dürften.
    Das Buch ist ein klassischer historischer Roman, bei dem das Pompeij vor dem Ausbruch des Vesuvs als Kulisse für Liebe, Mord und Verrat dient. Die Geschichte könnte auch zu jeder andren Zeit spielen. Die jungen Männer der Gesellschaft sind klassische Dandys und Gecken, wie man sie um 1830 wohl zur Genüge in der englischen Aristokratie vorfand.
    Die Sprache und Erzählweise ist anstrengend. Zum einen neigt Edward Bulwer-Lytton, 1st Baron Lytton genau wie Victor Hugo zu architektonischen Exkursen, in welchen er ausgegrabene Gebäude und deren Fresken beschreibt. Auch sprechen seine Protagonisten recht schwülstig und neigen dazu von sich selber in der dritten Person zu sprechen. "Stirbt Glaukus, so werde ich noch am selben Tage seine Künste zuschanden machen und deiner Liebe nicht übriglassen als meine Asche! Nimm mir Dolch und Gift, halte mich gefangen, lege mich in Ketten - einer mutigen Seele, die entschlossen ist, zu entrinnen, fehlen niemals die Mittel dazu. Auch unbewaffnet werden diese Hände die Bandes des Lebens zerreißen; Binde sie, und diese Lippen werden aufhören, Luft einzuatmen." Ihre ganze Handlungsweise erinnert stark an Stummfilme der 20er Jahre mit ihren großen, dramatischen Gesten und expressiver Mimik

    Anzurechnen ist dem Autor jedoch, dass er in seinem Roman durchaus Religionskritik übt. Zum einen Kritisiert er die alten Religionen und bezeichnet ihre Gebrauche als Mummenschanz, um die große Menge zu ihrem eigenen Besten zu täuschen und verblenden) (Buch 2, Kapitel 8), aber auch das frühe Christentum kommt nicht wirklich gut weg. Einerseits wirft er ihnen frühen Kommunismus vor "Sie predigen Gütergemeinschaft, die Abscheulichen! Was sollte denn aus und Kaufleuten werden, wenn solche Asichten aufkämen?" (3. Buch, 1. Kapitel) Vor allem jedoch wirft er dem Christentum Intoleranz vor - Ich möchte wissen, ob diese Nazarener, wenn ihre Religion die herrschende wäre, so duldsam gegen uns wären, wenn wie ihr Götterbild in den Staub gestoßen, ihre Gebräuche verhöhnt und ihren Glauben geleugnet hätten." (4. Buch, 15. Kapitel) Auch der bekehrte Glaukus kann mit diesem Aspekt des Christentums nichts anfangen "Ich kann den Eifer derer nicht teilen, die ewige Verdammnis für alle voraussehen, die nicht glauben wie sie. Ich schaudere nicht vor dem Glauben anderer, Ich bringe es nicht fertig, sie zu verdammen, und bitte Gott, sie zu erleuchten und zu bekehren. Diese meine Lauheit macht mich den Christen einigermaßen verdächtig (5. Buch, 11. Kapitel)
    Auch seine Mordmethode (Mord durch Stilus) war innovativ und wurde bisher erstaunlich selten nachgeahmt.
    Das Buch wurde mittlerweile schon häufig verfilmt. Das erste Mal 1908, die neuste Verfilmung aus dem Jahre 2003, die bekannteste dürfte jedoch jene aus dem Jahre 1959 mit Steve Reeves als Glaukus sein.

    Fazit: Klassischer historischer Roman, teils ein wenig schwülstig und mit etwas zu großen Gesten, insgesamt jedoch gut konstruiert.

    Mir lag die Ausgabe von 1923 aus dem Thienemann Verlag, übersetzt von Gertud Bauer vor

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Die letzten Tage von Pompeji" von Edward Bulwer-Lytton

    Es viel mir nicht sehr leicht, mich in diesen Roman einzulesen. Das mag wohl daran liegen, dass es ein "altes" Buch, mit ungewohnten Schreibstil ist.
    Aber trotzdem ist es ein spannender Roman, der verschiedene Bewohner Pompejis begleitet und ihre Sicht des Unglückes (Vulkanausbruch...) beschreibt.

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