Edward Lee Die Minotauress: Festa Extrem

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Inhaltsangabe zu „Die Minotauress: Festa Extrem“ von Edward Lee

Betrete die kranke Welt von Edward Lee. Lese die Abenteuer der geistesgestörten Rednecks Ball und Dicky (bekannt aus Bighead), wie sie auf unglaublich schmutzige Huren treffen, auf einen Serienkiller - und auf etwas Unvorstellbares, das man passenderweise Spermatogoyle nennt. Doch dann treffen sie auf die Minotauress … Dieser Underground-Kult-Roman ist ein sadistischer Angriff auf die Leser. Der Meister des Extreme Horror in Höchstform! Cemetery Dance: »Edward Lee ist der brutalste Autor des Hardcore-Horror.« Horror World: »Was Lee auszeichnet, ist seine Kreativität und die fast als sein Warenzeichen geltende Schilderung von Gewalt und Grausamkeit.«

Ich war... Enttäuscht... Lee hatte schon wesentlich bessere Ideen auf Lager

— PeWa
PeWa

Edward Lee's verschiedene Facetten sind grandios 😊

— Librinchen
Librinchen

Ein sehr humorvoller und blutiger Lee mit vielen Querverweisen zu seinen anderen Werken...

— Virginy
Virginy
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  • Ein Popcorn Buch

    Die Minotauress: Festa Extrem
    TallaHasse

    TallaHasse

    20. May 2016 um 13:43

    Ich habe bisher noch lange nicht alle Lee Bücher aus dem Festa-Sortiment gelesen - mit "Haus der bösen Lust" und "Incubus" jedoch schon ein paar richtig geniale Werke. Die Minotauress wird auf dieser Liste definitiv ergänzt! Innerhalb eines Tages war das Buch komplett ausgelesen. War es an manchen Stellen zu eklig? - definitiv! Sind die Handlungsstränge richtig gut ausgearbeitet? - auf jeden Fall! Sind die Charaktere "Dicky", "Balls" und "Der Schriftsteller" sowie diverse Damen des horizontalen Gewerbes absolut gegensätzlichund zum totlachen? - 100%ig! Das Buch liest sich sehr flüssig. Neben jeder Menge Südstaaten-Redneck-Kauderwelch, hochphilosphischen und theologischen Texten sowie Situationskomik enthält das Buch genug typische "Edward Lee-Momente" für zwei Extrembücher.

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  • Die Minotauress

    Die Minotauress: Festa Extrem
    Virginy

    Virginy

    Ziemlich eklig und blutig beginnt Lees neustes Werk aus dem Festa Verlag, eine Prostituierte wird von einem alten Mann geopfert, wieso, weshalb, warum erfährt man erst später. Dann treffen wir auf die beiden Hinterwäldler Dicky und Balls, die Lee-Lesern ja schon aus "Bighead" bekannt sein dürften. Wir begleiten die beiden bei ihrem ersten Foltermord, werden Zeuge, wie sich die Brutalität mehr und mehr steigert. Außerdem planen sie den ganz großen Coup, den Einbruch in das Haus eines alten Knackers, der jedes Jahr um dieselbe Zeit in den Urlaub nach Spanien fährt, in seinem Heim sollten sich Antiquitäten und andere wertvolle Dinge nur so stapeln...   Auf der anderen Seite ist da der ziemlich abgehalfterte Schriftsteller, chronisch pleite mit Schreibblockade, der in dem Kaff am Ende der Welt auf eine geniale Idee zum neuen Buch hofft, aber außer dem abendlichen Gang in die örtliche Kneipe und die Nutten in der billigen Absteige, in der er sich ein Zimmer genommen hat, gibt es weit und breit nichts, was seine Fantasie beflügeln könnte... Natürlich treffen die beiden Rednecks und der Schreiberling aufeinander, unter sehr merkwürdigen Umständen und von da an gerät alles aus dem Ruder... Ja, mal wieder ein Lee, der mich sehr gut unterhalten hat und bei dem ich den Humor auch teilen konnte (nicht wie bei "Das Schwein"). Wer sich ein bißchen mit Edward Lee auskennt, wird in diesem Werk sehr viele Verweise auf andere Bücher von ihm finden und auf einige Bekannte treffen. Für Lee Fans auf jeden Fall ein must have, mich hat es bestens unterhalten.

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  • Naja...

    Die Minotauress: Festa Extrem
    PeWa

    PeWa

    11. January 2016 um 18:46

    Dicky und Balls beschließen in diesem Roman nun das, was sie im Roman BIGHEAD am besten konnten, nämlich selbst gebrannten Alkohol zu schmuggeln. Das erstere und die Nachrichten über einen Serienkiller im Fernsehen sind irgendwie dann auch daran Schuld, dass Balls seine sadistische Leidenschaft zum töten (die man bereits aus BIGHEAD bestens kennt) von Frauen in die Tat umzusetzen beginnt. Dicky ist indessen das, was er immer sein wird. Eigentlich nur ein dicklicher und zumeist feiger kleiner Redneck am Rockzipfel eines anderen Redneck. Doch Balls will mehr und hat auch schon einen Einbruch in einem einsam gelegenen Haus geplant, dass voller Wertgegenstände sein soll. Die Sache hat nur einen Haken. Das Haus gehört einem gewissen Crafter und dieser Herr, der sich gerade auf Reisen befindet, ist ein Okkultist übelster Sorte, der sein Heim nie ungesichert verlässt.

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  • Für beinharte Edward Lee-Fans...

    Die Minotauress: Festa Extrem
    Creed

    Creed

    10. January 2016 um 20:47

    Tja, was schreibt man zu diesem Buch? Unterhaltsam ist es auf jeden Fall, jedoch keinesfalls für Leser geeignet, die ernsthafte Horrorliteratur bevorzugen, die einigermaßen sinnige Plots für unerlässlich halten und die sympathische Protagonisten benötigen. Dies alles hat "Die Minotauress" nicht. Eine Handlung ist hier nur auf den letzten 80 Seiten auszumachen (und die ist infantil und doof bis dorthinaus), das Buch ist vom Horrorgehalt her so spannend wie die Monatsbroschüre der Berliner Verkehrs-Betriebe und die handelnden Personen sind im Grunde genommen alles nervige Arschlöcher. Warum also lesen? Weil Edward Lees brachiale Ironie und sein extrem vulgärer Humor hier wieder mal massig vorhanden sind und der Roman durch etliche nette Anspielungen und Querverweise auf andere Werke des Autors aufgelockert wird. Und weil Edward Lee (wie selbst seine schärfsten Kritiker einräumen müssen) durchaus schreiben kann. Sein Stil ist in den besten Momenten wirklich gut lesbar und er glänzt (selbst hier) mit einer Menge Hintergrundwissen. Allerdings existieren für meine Begriffe (und das sieht natürlich berechtigterweise jeder anders) drei Schwachpunkte in "Die Minotauress". Punkt 1 ist die Länge des Buches. 350 Seiten für einen Plot, der auf eine Briefmarke paßt, sind definitiv zuviel. Die Story beginnt recht spannend und mysteriös, der Prolog weiß wirklich zu fesseln. Dann folgen 170 Seiten, in denen die beiden genitalgesteuerten Intelligenzverweigerer Dicky und Balls Dinge tun, die a) hinlänglich schon in "Bighead" geschildert wurden, und b) aber auch gar nichts zum Plot an sich beitragen. Hinzu kommt der schon oft erwähnte Hinterwäldler-Slang, an den man sich zwar gewöhnt, der hier aber viel zu oft auftritt. Einzig der groteske Humor ließ mich hier weiterlesen. Punkt 2, der Schriftsteller. Die Grundidee ist genial und der Zusammenprall von Intelligenz seitens des Schriftstellers und der absoluten Doofheit seitens Dickys und Balls hat wirklich witzige Momente, aber auch diese Figur ist zu oft vertreten und sein philisophisches Geschwafel taugt für 30 Seiten, aber nicht über die gesamte Länge des Buches. Irgendwann nervt's. Punkt 3 ist die nicht existente Spannung. Gut, bei soviel geballter Ironie kann so etwas wie Spannung auch nicht aufkommen, aber ich merke doch, dass mir Lees "ernste", düstere Werke wie "Flesh Gothic", "Der Höllenbote" oder "Creekers" deutlich besser gefallen. Fazit: Durchaus unterhaltsam, aber zu lang, zu schwatzhaft und zu inhaltsleer. Wen diese Kritikpunkte in keinster Weise stören, kann getrost zugreifen, alle anderen sollten ein paar Seiten probelesen. Vom Witz her prima, auch wenn "Muschelknacker" von Lees humorvollen Storys mein Favorit bleibt. (Davon abgesehen wird der 'Spermatogoyle' wohl in die Annalen der durchgeknalltesten Lee-Charaktere eingehen...)

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