Edward Lee Flesh Gothic - Thriller

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Inhaltsangabe zu „Flesh Gothic - Thriller“ von Edward Lee

Was ein Buch, was eine Story, sollte verfilmt werden!!!

— Gizmo_DO

Lee kann nicht nur extreme Grausamkeit schildern, er kann auch fesseln, das beweist er mit diesem Buch.

— DirtyCrow

Spannende Lektüre. Kann ich aber nur Leuten empfehlen die Übersinnliches und Horror mögen

— Argent
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  • Rezension zu: Flesh Gothic - von Edward Lee

    Flesh Gothic - Thriller

    Anny-Animagical

    12. June 2015 um 21:19

    Flesh Gothic gefällt mir bisher von allen Lee Büchern, die ich gelesen habe, am besten. Es geht um etwas völlig Anderes und die Charaktere unterscheiden sich auch alle deutlich voneinander. Ich bin sehr davon angetan, dass man (im Vergleich zu Creekers oder Bighead) mal nur "richtig" geschriebene Kapitel zu lesen hatte - und nicht solche "Dialekt/Slang-Kapitel", bei denen man teilweise Sätze gar nicht versteht. In Flesh Gothic kommt mal Lee's wahrer Schreibstil zum Vorschein, der mir sehr gut gefällt. Ich glaube nicht an Okkultes oder dergleichen, aber darum geht es in Büchern ja auch nicht. Die Geschichte ist spannend und mystisch, gerade, wenn man sich mit dem Thema "Übernatürliches" nicht beschäftigt oder auskennt. Lee wirft in diesem Buch nur so mit Fachbegriffen um sich - da es aber auch Charaktere gibt, die diese Begriffe ebenso wenig verstehen wie der Leser, bekommt man "anschaulich" erklärt, worum es sich handelt und kann sich so eine Vorstellung davon machen - ob man nun dran glauben möchte oder nicht. ;) Er hat ja ein Talent dafür, am Ende seiner Geschichten immer so Knaller-Wendungen einzubringen, dass man am liebsten nur den Kopf schütteln möchte - nicht so jedoch bei diesem Buch. Wie üblich ist die Besetzung am Ende nicht mehr vollständig (was ja sonst auch irgendwie langweilig und naiv wäre), dennoch lässt das Ende Raum für eigene Spekulationen offen, wie die Geschichte (nach dem Ende quasi) noch weitergehen könnte. Alles in allem 5 von 5 Sternen für eine Story, die zwar typisch Lee-mäßig ein bisschen abgehoben ist, aber dennoch eigentlich durchgehend Spannung bot und nicht langweilig wurde. ;)

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  • Flesh Gothic

    Flesh Gothic - Thriller

    Elmar Huber

    06. March 2015 um 16:43

    „Es war fast komisch, wie man diese Kerle nur anhand der Körperteile auseinanderhalten konnte – viele wurden enthauptet und zerstückelt. Bei den Frauen war es natürlich nicht so einfach, aber die künstlichen Titten und ihre Muschis lieferten Hinweise. Und die Kerle – einem wurde der Kopf abgehackt und in zwei Hälften zerteilt. Aber man konnte anhand der Schwänze eindeutig erkennen, welcher Körper zu wem gehörte.“ STORY Der Milliardär Reginald Hildreth wurde neben zahlreichen andere „Gästen“ bei einer extrem blutigen S/M-Orgie in seiner eigenen Luxusvilla getötet. Tatortzeugen berichten von Unmengen an Drogen, Wänden voller Blut, abgetrennten Körperteilen und deutlichen Hinweisen auf allerlei abartige und schmerzhafte Sexpraktiken. Eine Identifikation der Opfer ist so gut wie unmöglich. Hildreths Witwe weiß jedoch nicht nur um die okkulten Interessen ihres verstorbenen Mannes sondern ist auch davon überzeugt, dass ihr Mann noch lebt. So engagiert sie neben einem Team von Grenzwissenschaftlern und medial begabten Personen, das die Ereignisse in der Villa untersuchen soll, den Journalisten Sam Westmore, der sie über die Ergebnisse der Recherchen auf dem Laufenden halten soll. „Westmore fühlte sich von dem Gerede wie benebelt. „Orgiastisch enthaltsam? An Sex denken, um das >Psi< einzustimmen?“ Du meine Fresse, das ist nicht gerade Small Talk für eine Tupperparty. Er konnte kaum glauben, was er da hörte. Und alle meinten das todernst.“ MEINUNG Wieder einmal bedient sich Edward Lee eines – zugegeben modernen – klassischen Horrorthemas, nämlich dem des Geisterhauses, das ein Team von Spukforschern unter der Lupe nimmt. Prominente Vertreter der Gattung sind zum Beispiel Shirley Jacksons SPUK IN HILL HOUSE oder Richard Mathesons DAS HÖLLENHAUS, beide auch verfilmt unter den schönen deutschen Titeln BIS DAS BLUT GEFRIERT und TANZ DER TOTENKÖPFE. Der leesche Geisterhaus-Horror besteht darin, dass das verfluchte Haus dem schwerreichen Selfmademan Reginald Hildreth gehört hat, der in besagter Villa nicht nur seine private Pornofirma betrieben sondern auch zu veritablen Orgien geladen hat bei denen Drogen eine nicht unwesentliche Rolle spielten. Die Veranstaltung, die das Fass schließlich zum Überlaufen brachte, sprich, bei der Reginald Hildreth angeblich selbst starb und die auch für einen Großteil der Beteiligten tödlich endete, fand am 03. April statt. Doch bereits zuvor hat Hildreth durchblicken lassen, dass die Orgie keineswegs aus dem Ruder gelaufen ist sondern dass er mit dem Sex-Massaker den Dämon Belarius, den „Fürst der Fleischeslust“ anlocken wollte. Hildreths Witwe Vivicia ist indes nicht nur davon überzeugt, dass ihr Mann noch lebt sondern sie will ebenfalls herausfinden, auf was genau er mit seinem Plan hingearbeitet hat und engagiert neben einem ganzen Team an parapsychologischen Spezialisten auch den ehemaligen Reporter und trockenen Alkoholiker Sam Westmore, der vor Ort die Wahrheit über Hildreths letzte Stunden herausfinden soll . Selbstredend befindet sich mehr als nur ein Rest sexueller Energie in dem Haus, was das zusammengewürfelte Team von Geisterforschen bald am eigenen Leib erfahren muss. Es kommt zu sexuellen Begegnungen in anderen Sphären und mit formlosen Gestalten, die deutlich an die Cenobiten-Szenen aus Clive Barkers HELLRAISER – DAS TOR ZUR HÖLLE erinnern. Obwohl Lee sich hier mit dem Lustdämon Belarius und der gemischten Zusammenstellung des Forschungsteams – u. a. zwei Personen, die schon in Hildreths Pornoproduktionen dabei waren – eigentlich selbst eine Steilvorlage für harte und schlüpfrige Szenen en masse liefert, ist FLESH GOTHIC im Vergleich zu anderen seiner Bücher überraschend zahm ausgefallen. Da die Sauereien allerdings ohnehin nur die Garnitur darstellen und Lee grundsätzlich schon durch seine Fähigkeiten als Geschichtenerzähler überzeugt, wäre das nicht weiter schlimm. Viel stärker fällt ins Gewicht, dass sich Lee hier eine ganze Reihe geschickter Flanken (ein geheimer Tresor, eine mysteriöse Botschaft, rätselhafte Gemälde) zurechtkonstruiert, die dann fast alle nur mäßig ausgenutzt werden. Fast scheint es, als hätte der Autor – nach dem packenden Prolog und der mehr als gut gelungenen Exposition – auf halbem Weg die Lust (am Schreiben) verloren. So mäandert die Handlung, nachdem die Gruppe vollständig in dem Todeshaus angekommen ist, recht ziellos und ohne erkennbaren Aufbau einer Spannungskurve träge vor sich hin und nicht wenige Szenen, die endlich eine, Schub in Sachen Aufklärung der Ereignisse versprechen, erweisen sich am Ende als überflüssig und könnten gestrichen werden. Das führt unter anderem dazu, dass das Interesse an den zuvor ausgezeichnet eingeführten Figuren mit der Zeit immer weiter abnimmt. Erst kurz vor dem Finale steigt das Tempo wieder, als die Gruppe herausfindet, dass die tödliche Orgie nur ein Auslöser von Ereignissen war die 666 Stunden danach, nämlich am 30. April, ihren Höhepunkt erreichen sollen. Zwar ist immer noch erkennbar, dass Edward Lee ein ausgesprochen guter Handwerker ist, doch die durchgehend fast fieberhafte Dichte von z.B. BIGHEAD oder HAUS DER BÖSEN LUST erreicht FLESH GOTHIC nicht. Auch die Sphäre und die Inkarnationen der Lustdämonen, die Reginald Hildreth zu beschwören versuchte, schaffen in ihrer Beschreibung die Gratwanderung zwischen Horror und Erotik/Porno nicht und wirken reichlich bemüht. Von einem Tempel aus lebendem Fleisch ist hier die Rede, von einer Art Golemfiguren aus Schmalz (aber mit allzeit hartem Rohr) und von einem „Tempelwächter“ mit Penisfingern (echt jetzt, Mr. Lee?). So muss man leider sagen, dass Edward Lee hier von seinem eigenen Klischee peinlich eingeholt wird. Haptisch und optisch gibt es wie gewohnt rundherum nichts auszusetzen. Das Festa-Taschenbuch in exklusiver Lederoptik ist von hervorragender Qualität und weißt nach dem (normalen) Lesen keinerlei Gebrauchsspuren, noch nicht einmal Rückenknicke auf. Für das Covermotiv wurde ein Werk der „Horror-Fotografin“ Danielle Tunstall verwendet, das von den Festa-Grafikern wieder mit den bekannten Edward Lee-Layout überzogen wurde. FAZIT Typische Lee Mischung aus bewährten Horrorthemen und deftigem Sex. Gegenüber seinen Vorgängern im Festa Verlag geht FLESH GOTHIC allerdings durch einige ungenutzte Möglichkeiten zusehends der Schub aus.

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  • FLESH GOTHIC: MEIN ERSTER EDWARD LEE

    Flesh Gothic - Thriller

    Litis

    22. August 2013 um 13:50

    Zum Inhalt:  In der Hildreth-Villa ist ein okkulter Massenmord geschehen. Die Polizei hat den Fall als Tat eines Wahnsinnigen ad acta gelegt. Nur für die Frau des Schlächters, Vivica Hildreth, ist der Fall nicht abgeschlossen, denn sie glaubt, ihr Mann ist noch am Leben. Vivica engagiert Westmore, um der Sache vor Ort auf den Grund zu gehen. Dort trifft er auf ebenfalls von Vivica angeheuerte Personen. Einige davon sind medial begabt. Sie beherrschen u.a. Astralreisen, Telekinese, Taktionismus und fungieren als Medium.  Schnell muss Westmore lernen, dass die Geschehnisse in diesem Haus über seinen Verstand hinaus gehen. Was ist damals geschehen und war das Gemetzel von damals vielleicht nur der Anfang?  Meine Meinung:  Dies war mein erster Edward Lee und ich muss sagen, ich bin begeistert. Lee hat eine unglaublich mitreißende Schreibweise, die einen an das Buch fesselt.  Durch das Buch zieht sich ein roter Faden von Okkultismus, Perversion und Sexualität. Edward Lee schafft es, gekonnt alles miteinander zu vermischen und eine grausige Geschichte zu erzählen.  Hauptprotagonist ist Westmore, doch jeder Charakter bekommt gerade zu Anfang ein eigenes Kapitel, um diesen näher kennenzulernen. Auch im weiteren Verlauf des Buches wechseln die Charaktere. Somit werden die einzelnen Erlebnisse gekonnt miteinander verwoben.  Die Geschichte ist stellenweise sehr anspruchsvoll, da viel von okkulten und parapsychologischen Fachbegriffen die Rede ist. Das ein oder andere Mal musste ich schon zu Wiki greifen.   Merkwürdig fand ich nur, dass alle Charaktere allein agierten, wobei mich dann auch nicht verwunderte, dass mit ihnen schreckliche Dinge passierten. Hatte Nyvysk nicht am Anfang gesagt, sie sollten sich möglichst nicht zu lange allein in einem Raum aufhalten?   Alles in allem hat mich Edward Lee mit seinem Buch sehr begeistert und ich werde auf jeden Fall weiter an diesem Autor festhalten.

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