Edward Lewis Wallant Mr Moonbloom

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Inhaltsangabe zu „Mr Moonbloom“ von Edward Lewis Wallant

Norman Moonbloom ist ein Versager. Als kleiner Angestellter seines erfolgreichen Bruders Irwin dreht er täglich in Manhattan seine Runden, um in dessen heruntergekommenen Wohnblocks ausstehende Mieten einzutreiben. Und in jedem Apartment erwartet ihn eine neue Ausrede, ein noch tragischeres Schicksal, ein weiterer Mieter, dessen Seele genauso reparaturbedürftig ist wie seine Wohnung. Ein wundersames Kaleidoskop des urbanen Amerika und zugleich eine universelle Parabel über Würde und Menschlichkeit.

Eine tolle Millieubeschreibung

— schokoloko29

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    Mr Moonbloom

    schokoloko29

    12. January 2015 um 23:59

    Inhalt des Buches: Norman Moonbloom ist Verwalter meher Häuser in New York in den 50er Jahren. Und wie es in dieser Zeit üblich war geht er einmal die Woche seine Runde, um die Miete einzukassieren. Die Mieter erzählen ihm von ihrem Leben. Moonbloom ist teilweise deren Privatpsychologe. Und je länger er mit diesen Leuten in Kontakt tritt, dest mehr wachsen sie ihm ans Herz, so dass er ihnen am Ende einen großen Gefallen tut. Eigene Meinung: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Schreibweise, die Charaktererisierung der Personen und wie der Autor eine Atmosphäre in diesem Buch erzeugt, sagen mir sehr zu. Eine klare Leseempfehlung

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  • Rezension zu "Mr Moonbloom" von Edward Lewis Wallant

    Mr Moonbloom

    Claudias-Buecherregal

    22. December 2012 um 17:39

    In der 60er Jahren des letzten Jahrtausends ist Mr. Moonblomm Hausverwalter wider Willen. Sein Job ist es von den Mietern der vier Wohnhäuser seines Bruders die Miete einzutreiben. Dabei trifft er auf einen wild zusammengewürfelten Haufen - Menschen jeder Altersklasse, jeder Religion und alle beschweren sich über Kakerlaken, kaputte Scheiben oder sonstige reparaturbedürftige Dinge in ihren Wohnungen oder über das Leben im Allgemeinen. Mr. Moonbloom wird ungewollt in das Chaos dieser Menschen hineingezogen und versucht das Leben aller ein kleines bisschen zu verbessern. Edward Lewis Wallant verstarb im Alter von 36 Jahren und dieser Roman erschien posthum. Zum 50. Todestag des Autors erschien sein New-York-Roman zum ersten Mal in deutscher Sprache und spiegelt einen interessanten Eindruck über die damalige amerikanische Gesellschaft wider - mit all seinen Schattenseiten. Zunächst ist Moonbloom unbeeindruckt von den Schicksalen, denen er begegnet. Er verfolgt lediglich das Ziel seinen Job richtig zu machen und somit die Miete einzutreiben. Doch nach und nach baut er Bindungen zu den Mietern auf und ist plötzlich ein Teil ihres Lebens. Man kann ihn beinahe schon als Therapeut bezeichnen, denn ein deutscher Jude, ein weißer Jazztrompeter, ein Sohn chinesischer Einwanderer, ein afroamerikanischer Schriftsteller, ein Englischlehrer und viele weitere Personen klagen ihm ihr Leid, legen ihre Beichte bei ihm ab und bitten um Rat. Der Roman, dessen Titelbild eine typische New Yorker Hauswand zeigt, hat mich gefangen genommen. Zum Teil erscheint das Lesen etwas mühselig, denn man merkt dem Roman und seinem Schreibstil an, dass er vor mehrere Jahrzehnten geschrieben wurde, außerdem sind die Schicksale der bedauernswerten Menschen zeitweilig erdrückend und eine gewisse Melancholie schwingt auf den Seiten mit. Umso mehr kann man aber mit den Personen fühlen, ihre Eigenheiten entdecken, liebeswürdige Charakterzüge feststellen und sich über einzelne humorvolle Akzente freuen. Zudem fand ich Wallants Beschreibung über das New York in der 60er Jahren sehr interessant. Ich kenne Manhattan größtenteils nur als teuren, bunten, lauten, beeindruckenden Stadtteil von New York, aber das Bild damals sah ganz anders aus. Dieses zu entdecken und die Beweggründe, warum die Menschen trotz der miserablen Wohnsituation in New York leben wollten, gefiel mir. Fazit: Es ist höchst erfreulich, dass dieser Roman nach über 50 Jahren sein Comeback erlebt und nun auch in deutscher Sprache zugänglich ist. Wer sich fürs frühere New York und deren Menschenschicksale begeistern kann, der sollte Mr. Moonbloom unbedingt lesen. Gebundene Ausgabe: 288 Seiten Verlag: Berlin Verlag (8. Oktober 2012) Sprache: Deutsch ISBN-10: 382700974X ISBN-13: 978-3827009746

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  • Rezension zu "Mr Moonbloom" von Edward Lewis Wallant

    Mr Moonbloom

    sabrinacremer

    10. December 2012 um 08:12

    Meine Meinung: "Gefangen vom verzwirbelten Telefonkabel, war Norman sich und seiner dauernden Unruhe zum Opfer gefallen, aber jetzt, wo er endlich still saß, wurde er ruhig. [...] Das Kabel fesselte ihn ans Telefon und damit an den Drehstuhl und damit an den aufgeworfenen Fußboden, es verband ihn mit den verbeulten Aktenschränken und dem Schreibtisch, dessen Furnier geschrumpft und aufgebogen war wie abgestorbene Haut. Zwischen den Zähnen hatte er Katzengeruch und Staub." (Seite 15/16) Norman Moonbloom ist als Hausverwalter für seinen Bruder angestellt. Er hat vier Häuser in Manhattan, in denen er einmal pro Woche die Miete eintreibt. Die Häuser sind alle heruntergekommen. Überall stehen teure Reparaturen an und sein Bruder, der ihn für einen Versager und schlechten Verwalter hält, möchte kein Geld dafür zur Verfügung stellen. Nicht genug, dass Norman sich diese Mängel immer wieder anhören muss, und dass die Mieter versuchen, die Miete zu mindern. Nein, er wird auch von den Bewohnern als "Seelenklempner" benutzt. Er, der selber nicht mit seiner Welt klar kommt, muss sich die Probleme der anderen anhören. Und am besten auch lösen - genauso wie die Probleme in den Mietwohnungen. Norman hat - im Gegensatz zu seinem Bruder - bisher alles falsch gemacht. Sein Bruder Irwin hat seinen Erbanteil wirtschaftlich gut verarbeitet. Norman dagegen hat 28 Semester an immer anderen Universitäten immer andere Fächer studiert. Hätte sein Bruder ihn nicht angestellt, hätte Norman schneller lernen müssen, mit seinem Leben zurecht zu kommen. Doch dann kommt ein Punkt, an dem er selber krank wird. Und ein Ereignis sorgt dafür, dass sich seine Lebenseinstellung ändert. Er entsteigt seiner Blase und geht nach vorne. Er renoviert in den Häusen und möchte dafür sorgen, dass es den Bewohnern wieder besser geht. Und dann erhält er plötzlich auch noch eine sexuelle Energie, die vorher nicht da war... "Tja... es wird wohl an diesem Blick liegen, den Sie haben. Ihre Augen sind ausgehungert. Schauen Sie je in den Spiegel? Es ist etwas masochistisch Einladendes in Ihren Waschbärenaugen. steht drauf, wie auf dem kleinen Kuchen aus Alice im Wunderland." (Seite 183/184) Der Autor Edward Lewis Wallant starb 1962 im Alter von nur 36 Jahren in New York. 1 Jahr später wurde sein Buch “The Tenants of Moonblom” posthum publiziert. Ins Deutsche übersetzt wurde es allerdings erst jetzt. Die Ausgabe enthält ein Vorwort von Dave Eggers, welches das Buch und die Stimmung darin sehr gut wieder gibt. Allein schon das Vorwort hat mich sehr begeistert. Wallant schrieb insgesamt 4 Romane und wird im gleichen Atemzug mit anderen bedeutenden jüdisch-amerikansichen Autoren der Nachkriegszeit genannt (zum Beispiel Philip Roth und Norman Mailer). Sein Werk “Mr Moonbloom” ist wie eine Wundertüte: hinter jeder Tür, die sich öffnet, steckt eine neue Geschichte. Ein Buch in einer feinen Sprache, das den Leser in das New York der 60-er Jahre zurück versetzt. Vielen Dank an den Berlin / Bloomsbury Verlag, von dem mir dieses Buch zur Verfügung gestellt wurde. bookwives.wordpress.com

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  • Rezension zu "Mr Moonbloom" von Edward Lewis Wallant

    Mr Moonbloom

    michael_lehmann-pape

    12. November 2012 um 12:21

    Eine Wandlung „Ich bin nicht mehr Mr. Moonbloom........ oder, ich war es nie.“ Eine Entwicklung einer Person, die durchaus einen längeren Weg nimmt, dort in Manhattan. Den Weg eines Mannes, der es „nicht geschafft“ hat, könnte man sagen, denn wie sonst findet man sich mit 33 Jahren als kleiner Angestellter eines erfolgreichen Bruders wieder, dessen Aufgabe darin besteht, die Mieten aus den vermieteten Wohnungen des Bruders einzutreiben? 33 Jahre alt, „unberührt“, einer, der den Menschen intensiv zuhört, der mit „Geschichten“ entlohnt wird und durchaus hier und da fast verzweifelt an der inneren Haltung der lieben Mitmenschen (und an den eigenen Unzulänglichkeiten), werden da nicht Erinnerungen an eine fast 2000 Jahre alte Geschichte vom „kräftigen Wort“ und im Raume stehender Verwandlung bis hin zu einer Erlösung gar wach? Um zu entscheiden, ob dieser Nr. Moonbloom Ähnlichkeiten mit Jesus hat, dafür muss man natürlich zunächst dieses Buch lesen. Bei dem die Geschichte dieses, nach den Maßstäben des Erfolges gemessenen, „Versagers“ zunächst die Klammer, einen roten Faden bildet, an dem Edward Lews seine vielen kleineren und größeren Geschichten im Buch aufreiht. Denn nach und nach lässt Lewis den Leser durch die Ohren und Augen Moonblooms teilhaben an den Geschichten der Mieter der Wohnungen. Und da Moonbloom nicht in den reichen Wohnungen vornehmlich zu tun hat, sondern im ärmeren Teil Manhattans, sind das oft keine lichten und gleißenden Geschichten und Leben, auf die er trifft. Trinker. Menschen voller Wut, Menschen am Rande, hinter jeder Wohnungstür sitzt, lebt jemand, der vor allem versucht, irgendwie die Nase über Wasser zu lassen, wenn nicht schon Resignation sich breit gemacht hat. Treffend und präzise erfasst und geschildert von Wallant. Wie ja auch Moonbloom selbst von seinem Bruder gerne und deutlich daran erinnert wird, dass er am unteren Ende der Futterkette sich befindet und die „wirklich wichtigen“ Dinge des Lebens nicht auf die Reihe bringt. Was aber sind die „wirklich wichtigen Dinge“ des Lebens? Ist es der „amerikanische Traum“ des Erfolges, das hart sein, hart werden, materiell alleine sich ausrichten auf den äußeren Erfolg hin? Oder ist es die Kraft zur Gemeinschaft, zur „Tat für andere“? Zur Entstehungszeit des Romans Anfang der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts war besagter „american way of life“ noch in voller Blüte in den Köpfen der Amerikaner und so ist es ein ganz besonderer Blick, den Wallant damals auf Manhattan und das Leben am Rande wirft. Ein Blick, der nicht nur einen soziologischen Aspekt auf das Leben zu einer konkreten Zeit wirft, sondern der in in der Ausweglosigkeit vieler Lebensentwürfe dort, aber auch im „Beladen Werden“ durch so viele Schicksale und Geschichten anderer Menschen ein Symbol für Mitmenschlichkeit und die Kraft des Wortes ist. Ein Buch, in dem der Leser Einblick erhält in die Schwere, die Sackgassen des Lebens, in die kleinen Hoffnungen und die großen Verluste und, am Ende, eine Überraschung erlebt, eine Wendung in der Hauptperson, die das Ganze noch einmal in ganz anderem Licht erscheinen lassen. Eine ruhige und treffende Lektüre.

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  • Rezension zu "Mr Moonbloom" von Edward Lewis Wallant

    Mr Moonbloom

    Clari

    01. November 2012 um 16:05

    Mikrokosmos einer engen Gemeinschaft. In gemächlichem Ton und mit prägnanten Eindrücken wartet der vorliegende nachgelassene Roman von Edward Lewis Wallant auf. Norman Moonbloom ist der Mieteintreiber für seinen wohlhabenden Bruder Irwin. Jede Wohnung, in die er hineinschaut, bietet unterschiedliche Lebensläufe, Gewohnheiten und Lebensstandards. In den recht verkommenen Wohnblocks in Manhattan lauert so manch' bedauernswerte Kreatur auf den Mieteintreiber, dem sie mit ihren Lebensgeschichten Mitleid abzuluchsen versuchen. Da wird getrunken und gelitten; Erinnerungen aus dem KZ treiben den einen um, während die anderen sich mühselig durchs Leben schlagen. "Karloffs Dauerwut schien ein wenig zerfasert;" und "Mit seiner mächtigen gebeugten Gestalt hatten seine ( Kratz') Bewegungen die furchteinflößende Erhabenheit eines verletzten Elefanten". In dieser Weise und so fort beschreibt Norman seine Eindrücke der zahlreichen verkrachten Existenzen, die Irwins Mietshäuser bevölkern. Er nimmt einen jeden ernst und versucht dennoch, seine Arbeit zu vollbringen. Dass einem bei so viel Armut und Einsamkeit nicht gerade froh zumute ist, beweist Norman mit einer müde resignierten Lebenshaltung. Doch auch er ist ein Einsamer, dem man etwas mehr Lebensmut und Zuversicht wünschen würde. Er aber bleibt der ärmliche Versager und ein vom Glück Benachteiligter. Sein Bruder ist der "Macher", der den kleinen Bruder mit Verachtung und Schikane behandelt. Der ganze Roman endet mit einer fast surrealen Szene, die dem makabren Ganzen die Krone aufsetzt. Hier haben wir es wirklich mit einem bedauernswerten Individuum zu tun, dessen Leben sich in den Niederungen menschlichen Seins verirrt zu haben scheint. E.L.Wallant zeigt in seinem vorliegenden Roman, wie in jeder Wohnung und in jedem Leben eine ganze eigene Welt an Empfindungen aus Kreuz und Leid zu finden ist. Norman hat ein Ohr für jeden. Doch ist die Last des Lebens schon für ihn selber schwer. Um wie viel schwerer wiegt die zusätzliche Last so vieler anderer Schicksale, denen er die Miete für die ärmlichen Wohnungen abverlangen muss. Minutiös wird aus jedem Leben ein Roman, wenn man denn die Geduld und Sensibilität aufbringt, sich für das Schicksal jedes einzelnen zu interessieren! Der Autor ist ein früh Vollendeter. Schon mit 36 Jahren verstarb der 1926 geborene Schriftsteller an einem Hirnschlag und hinterließ nur wenige Romane. Er wird in einem Atem genannt mit Saul Bellow, Philip Roth und Norman Mailer. Der vorliegende Roman wurde erst nach seinem Tod 1963 erstmals veröffentlicht. Dem Berlin Verlag gebührt das Verdienst, den Roman in der Übersetzung von Barbara Schaden vorzustellen. Noch eine Anmerkung sei hier gestattet: es gibt Bücher, die als eBook gut zu lesen sind. Es gibt aber Bücher, die unbedingt als gebundene Ausgabe gelesen werden müssten. Dieses Buch gehört dazu, weil nur diese Form der altmodischen und detaillierten Erzählweise und dem literarischen Wert des gelungenen Werks gerecht wird.

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