Die Rebellen von Irland

von Edward Rutherfurd 
4,1 Sterne bei20 Bewertungen
Die Rebellen von Irland
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Inhaltsangabe zu "Die Rebellen von Irland"

Ein unwiderstehliches Epos Kein anderer Autor vermag es, die Abenteuer, Liebesgeschichten und politischen Kämpfe von Familien über mehrere Generationen hinweg so eindringlich und packend darzustellen wie Edward Rutherfurd. In seinem neuen Epos, das auf Anhieb die englischen und amerikanischen Bestsellerlisten stürmte, spannt er einen farbenprächtigen Erzählbogen, der von Cromwells blutiger Niederschlagung der Katholiken-Aufstände über die Hungersnot 1741 bis zum irischen Unabhängigkeitskampf im Jahre 1922 reicht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453470828
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:989 Seiten
Verlag:Heyne, W
Erscheinungsdatum:01.10.2007

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Ireland Awakening (Die Rebellen von Irland) – Edward Rutherford

    Klappentext:

    Der englische Prediger Simeon Pincher kommt 1597 nach Irland und lehrt am neu gegründeten Trinity College von Dublin. Als er sich den Landsitz eines irischen Katholiken aneignen will, trifft er auf den erbitterten Widerstand der Anwaltsfamilie Walsh, deren Schicksal in den folgenden Jahrzehnten gravierenden Veränderungen unterworfen ist. Die Liebesabenteuer der eigenwilligen und leidenschaftlichen Anne stellen den Zusammenhalt dieser Familie auf eine harte Probe.
    Ende des 18. Jahrhunderts haben es die Walshs geschafft: Sie sind einflussreiche Geschäftsleute mit Sitz im irischen Parlament. Auf ihrem großen Gutsbesitz empfangen sie den amerikanischen Freiheitskämpfer Benjamin Franklin, dessen Besuch die Iren dazu inspiriert, sich größere Unabhängigkeit von England zu erstreiten.
    Neben Benjamin Franklin lernen wir zahlreiche große Gestalten der Geschichte von ihren menschlich Seiten her kennen: den englischen König Karl I., den exzentrischen Pfarrer, Schriftsteller und Hypochonder Jonathan Swift, den Dichter Yeats oder Arthur Guinness, den Erfinder des gleichnamigen Biers. Fiktion und historische Realität verschmelzen so zu einem unwiderstehlichen Epos, nach dessen Lektüre wir Dublin und Irland mit neuen Augen sehen.

    Die Geschichte:

    Die Geschichte von Dublin geht im zweiten Teil des Epos im Jahr 1597 los mit der Ankunft des protestantischen Engländers Simeon Pincher in Irland. Er soll am neuen Trinity College seine Lehrtätigkeit aufnehmen. Und wieder verfolgen wir die Schicksale der sechs Familien über die Jahrhunderte. Die Familien sind die O‘Byrnes MacGowans, Harolds, Doyles, Walshes und Tidy. Während das erste Buch mehr als 1000 Jahr durchquert, haben  wir es im zweiten Teil mit weniger als 400 Jahre zu tun. Aber diese Jahre sind geprägt von Ungerechtigkeit, Unterdrückung, Machtmissbrauch und dem Kampf für die Freiheit

    Meine Meinung:

    Als erstes fand ich wirklich hilfreich, dass es eine Zusammenfassung vom ersten Teil der Dublin-Saga gab. So konnte man sich wieder kurz in die Geschichte reinlesen.

    Dann muss ich zu meiner Schande gestehen, dass es mir nie so richtig bewusst war wo die Wurzeln des Konflikts in Irland lagen. Jetzt schon. Das alles dort anfing wo König Heinrich der VIII sich von seiner ersten Frau scheiden ließ und die Kirche von England gegründet hat. Irland war ein katholisches Land, auch die Engländer die sich vor Jahrhunderten dort niedergelassen hatten. Das Buch wird schon stark von der Politik dieser Jahrhunderte geprägt. Am Anfang von Heinrich VIII und seine Kinder die nacheinander König bzw. Königin werden; Edward, Mary und schlussendlich Elizabeth.

    Rutherford zeigt auf, wie schlecht die Briten die Iren behandelt haben. Sie haben sie für gewöhnlich, barbarisch und für ein unterlegenes Volk gehalten. Sie hätten auch alles getan um ihnen ihr Land zu stehlen. Dann gab es einen großen Unterschied zwischen den “alten” englischen Siedlern und den “neuen”. Die alten waren katholisch, die neuen nicht. Könige und Regierungen entschieden, dass Blut fließen muss wenn die Religion eines Mannes eine andere ist.

    Es kommen viele historische Persönlichkeiten vor wie eben die Könige und Königinnen von England, Cromwell, Napoleon, Daniel O‘Connell, Patrick Pearse nur um ein paar zu nennen. Auch Jonathan Swift kommt vor (Gulliver’s Reisen). Die große Hungersnot in den Jahren 1846 bis 1849 wegen mehrerer Kartoffel-Missernten, fehlgeschlagene (katholische) Aufstände um die Irische Unabhängigkeit zu erlangen, alles Teil einer sehr bewegten Geschichte von einem Volk das nur in Frieden leben wollte, ohne protestantische Unterdrückung, auf ihrem eigenen Land.

    Warum gerade Ulster (Nord Irland) stark Protestantisch ist wird einem auch klar. Was ich nicht gewusst habe: Viele Kelten aus Irland sind um 500 nach Chr. nach Schottland ausgewandert und haben den Begriff “Scots” erst geprägt. Ein Scot ist “eine Person aus Irland”. Diese Schotten sind dann auch teilweise wieder nach Irland zurück und haben sich in Ulster niedergelassen. Jetzt waren sie aber Protestanten.

    Wie immer hat Rutherford facettenreiche Charaktere erfunden um die er seine Geschichtlichen Fakten gesponnen hat. Man lebt, liebt und leidet mit ihnen mit durch die Jahrhunderte. Mir persönlich hat dieses Buch die Geschichte Irlands nahe gebracht und viel Verständnis für ein Volk, dass so oft unterdrückt, missverstanden, hintergangen, bestohlen und misshandelt wurde. Ich, als geborene Engländerin, schäme mich etwas für mein Land. Beide Bücher sind eine sehr lesenswerte Geschichte!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Ireland Awakening (Die Rebellen von Irland) – Edward Rutherford

    Klappentext:

    Der englische Prediger Simeon Pincher kommt 1597 nach Irland und lehrt am neu gegründeten Trinity College von Dublin. Als er sich den Landsitz eines irischen Katholiken aneignen will, trifft er auf den erbitterten Widerstand der Anwaltsfamilie Walsh, deren Schicksal in den folgenden Jahrzehnten gravierenden Veränderungen unterworfen ist. Die Liebesabenteuer der eigenwilligen und leidenschaftlichen Anne stellen den Zusammenhalt dieser Familie auf eine harte Probe.
    Ende des 18. Jahrhunderts haben es die Walshs geschafft: Sie sind einflussreiche Geschäftsleute mit Sitz im irischen Parlament. Auf ihrem großen Gutsbesitz empfangen sie den amerikanischen Freiheitskämpfer Benjamin Franklin, dessen Besuch die Iren dazu inspiriert, sich größere Unabhängigkeit von England zu erstreiten.
    Neben Benjamin Franklin lernen wir zahlreiche große Gestalten der Geschichte von ihren menschlich Seiten her kennen: den englischen König Karl I., den exzentrischen Pfarrer, Schriftsteller und Hypochonder Jonathan Swift, den Dichter Yeats oder Arthur Guinness, den Erfinder des gleichnamigen Biers. Fiktion und historische Realität verschmelzen so zu einem unwiderstehlichen Epos, nach dessen Lektüre wir Dublin und Irland mit neuen Augen sehen.

    Die Geschichte:

    Die Geschichte von Dublin geht im zweiten Teil des Epos im Jahr 1597 los mit der Ankunft des protestantischen Engländers Simeon Pincher in Irland. Er soll am neuen Trinity College seine Lehrtätigkeit aufnehmen. Und wieder verfolgen wir die Schicksale der sechs Familien über die Jahrhunderte. Die Familien sind die O‘Byrnes MacGowans, Harolds, Doyles, Walshes und Tidy. Während das erste Buch mehr als 1000 Jahr durchquert, haben  wir es im zweiten Teil mit weniger als 400 Jahre zu tun. Aber diese Jahre sind geprägt von Ungerechtigkeit, Unterdrückung, Machtmissbrauch und dem Kampf für die Freiheit

    Meine Meinung:

    Als erstes fand ich wirklich hilfreich, dass es eine Zusammenfassung vom ersten Teil der Dublin-Saga gab. So konnte man sich wieder kurz in die Geschichte reinlesen.

    Dann muss ich zu meiner Schande gestehen, dass es mir nie so richtig bewusst war wo die Wurzeln des Konflikts in Irland lagen. Jetzt schon. Das alles dort anfing wo König Heinrich der VIII sich von seiner ersten Frau scheiden ließ und die Kirche von England gegründet hat. Irland war ein katholisches Land, auch die Engländer die sich vor Jahrhunderten dort niedergelassen hatten. Das Buch wird schon stark von der Politik dieser Jahrhunderte geprägt. Am Anfang von Heinrich VIII und seine Kinder die nacheinander König bzw. Königin werden; Edward, Mary und schlussendlich Elizabeth.

    Rutherford zeigt auf, wie schlecht die Briten die Iren behandelt haben. Sie haben sie für gewöhnlich, barbarisch und für ein unterlegenes Volk gehalten. Sie hätten auch alles getan um ihnen ihr Land zu stehlen. Dann gab es einen großen Unterschied zwischen den “alten” englischen Siedlern und den “neuen”. Die alten waren katholisch, die neuen nicht. Könige und Regierungen entschieden, dass Blut fließen muss wenn die Religion eines Mannes eine andere ist.

    Es kommen viele historische Persönlichkeiten vor wie eben die Könige und Königinnen von England, Cromwell, Napoleon, Daniel O‘Connell, Patrick Pearse nur um ein paar zu nennen. Auch Jonathan Swift kommt vor (Gulliver’s Reisen). Die große Hungersnot in den Jahren 1846 bis 1849 wegen mehrerer Kartoffel-Missernten, fehlgeschlagene (katholische) Aufstände um die Irische Unabhängigkeit zu erlangen, alles Teil einer sehr bewegten Geschichte von einem Volk das nur in Frieden leben wollte, ohne protestantische Unterdrückung, auf ihrem eigenen Land.

    Warum gerade Ulster (Nord Irland) stark Protestantisch ist wird einem auch klar. Was ich nicht gewusst habe: Viele Kelten aus Irland sind um 500 nach Chr. nach Schottland ausgewandert und haben den Begriff “Scots” erst geprägt. Ein Scot ist “eine Person aus Irland”. Diese Schotten sind dann auch teilweise wieder nach Irland zurück und haben sich in Ulster niedergelassen. Jetzt waren sie aber Protestanten.

    Wie immer hat Rutherford facettenreiche Charaktere erfunden um die er seine Geschichtlichen Fakten gesponnen hat. Man lebt, liebt und leidet mit ihnen mit durch die Jahrhunderte. Mir persönlich hat dieses Buch die Geschichte Irlands nahe gebracht und viel Verständnis für ein Volk, dass so oft unterdrückt, missverstanden, hintergangen, bestohlen und misshandelt wurde. Ich, als geborene Engländerin, schäme mich etwas für mein Land. Beide Bücher sind eine sehr lesenswerte Geschichte!

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