Edward Shorter Von der Seele in den Körper

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Inhaltsangabe zu „Von der Seele in den Körper“ von Edward Shorter

Psychosomatische Erkrankungen entstehen im Zusammenspiel von genetischen und kulturellen Faktoren. Shorter geht der Frage nach, wie kulturspezifisches Krankheitsverhalten entsteht. Er begreift den Vorgang des Erkrankens ohne Vorliegen eine s organischen Befundes als eine Gemeinschaftsfunktion des biologisch gesteuerten Gehirns und der gesellschaftlich konditionierten Psyche. Viele zum Teil illustre Fallgeschichten belegen diesen Ansatz.

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  • Von der Ursache psychosomatischer Leiden - historisch betrachtet...

    Von der Seele in den Körper

    Sokrates

    25. January 2014 um 11:56

    Edward Shorter, amerikanischer Historiker, will der Herkunft psychosomatischer Erkrankungen auf die Spur kommen. Seiner These nach haben sich derartige Erkrankungen im Verlaufe des 19. Jahrhunderts mit zunehmender Medikalisierung und Institutionalisierung der Medizinerschaft herausgebildet. Auch die sich etablierende Psychologie trug ihr Übriges dazu bei. Psychosomatische Erkrankungen, die von einem praktischen Arzt aufgrund ihrer Spezifika eben nicht anhand pathologischer Zustände klar erkannt werden kann, entwickelte sich zunächst - so Shorter - bei finanzkräftigen Patienten, denen es auch möglich war, aufgrund der undifferenzierten Anamnese mehrere Ärzte zu konsultieren. Bis zum Ende des 19. Jh. hätten sich Erkrankungen dieser Art zu einem Mittel- und Oberschichtsphänomen entwickelt, bei dem klassische Erkrankungen wie Knochenbrüche, Infektionen oder dgl. nicht so häufig wie in den unteren Bevölkerungsschichten auftraten. Shorter schreibt ansprechend und gut lesbar. Seine Argumentation erscheint mir schlüssig, auch wenn Shorters Ansätze oftmals von der aktuellen Forschung revidiert wurde (so bspw. bei seiner Familiengeschichtsforschung). Unabhängig davon kann man dieses Buch als guten Beitrag zur medizingeschichtlichen Erforschung ansehen.

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