Edward St Aubyn Der beste Roman des Jahres

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Inhaltsangabe zu „Der beste Roman des Jahres“ von Edward St Aubyn

Wie immer steigt in den letzten Wochen vor der Verleihung des begehrten Elysia Preises die Spannung ins Unermessliche. Während die überforderten Jurymitglieder feilschen, streiten und intrigieren, bringen sich die verzweifelt auf Ruhm hoffenden Autoren in Stellung und verlieren sich in erotischen Eskapaden und schierer Selbstüberschätzung. Bis eine missliche Fügung des Schicksals für eine außerordentlich originelle Entscheidung sorgt ...

Herrlich! Ironischer Blick auf den britischen Literaturbetrieb

— Jennifer081991

öde und wenig originell

— fuxli

Leider nicht so gut wie gehofft:-( Schlappe Satire und blasse stereotype Charaktere.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Genial! Für alle, die mit dem Lesen oder Schreiben etwas zu tun haben : )

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Kurz-Rezi: Ironischer Blick auf den britischen Buchmarkt

    Der beste Roman des Jahres

    Jennifer081991

    20. June 2017 um 22:02

    Die Handlung ist in Great Britain angesiedelt und zwar kurz vor der Verleihung eines fiktiven Preises, der wohl an den Man Booker Prize (quasi DER britische Literaturpreis) angelehnt ist. Das Buch liest sich extrem kurzweilig. Die einzelnen Kapitel sind teilweise nur wenige Seiten lang, sodass man sie schön schnell hintereinander lesen kann. Der Leser springt in unterschiedliche Charaktere: Jury-Mitglieder, Preis-Nominierte oder auch einfach Journalisten, die über den Preis berichten. Jeder hat natürlich einen anderen Favoriten. Denn die anderen Kritiker haben einfach keine Ahnung und die meisten Bücher sind mehr als nur schlecht. Und jeder glaubt fest daran, dass der jeweilige Favorit gewinnen wird…Fazit:Ein spannender Einblick hinter die Kulissen des Literaturzirkus und dabei sehr angenehm zu lesen! Besonders die Literaturpreis-Kritik wird hier sehr auf die Schippe genommen. Der Tonfall ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Durch Auszüge der nominierten Bücher in diversen Stilrichtungen (z.B. ein historischer Shakespeare-Roman) werden zudem unterschiedliche Literaturgenre aufs Korn genommen. Der Roman ist sehr kurzweilig und dabei gleichzeitig sehr humorvoll.

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  • Preisverleihung

    Der beste Roman des Jahres

    serendipity3012

    21. June 2016 um 19:03

    Preisverleihung In gut zwei Monaten ist es wieder so weit und die Longlist des Deutschen Buchpreises wird bekanntgegeben. Dann geht auch die Diskussion wieder los, ob die nominierten Bücher wirklich preiswürdig sind und man wird Namen nennen von Autoren, die es nicht auf die Liste geschafft haben, die aber unbedingt darauf gehört hätten. Vielleicht wird auch geschimpft und die Kompetenz der Jury in Frage gestellt werden. In Edward St. Aubyns Roman „Der beste Roman des Jahres“ geht es weniger um die Diskussionen der Masse, als viel mehr um die Gespräche, die Klüngeleien, die Absprachen in der Jury, in der jeder eigene Interessen durchsetzen möchte. Schon der deutsche Titel des Romans scheint darauf hinweisen zu wollen, dass es den besten Roman nicht gibt, Literatur ist ja vor allem Geschmacksache. Und so hat auch jedes der Jurymitglieder des Elysia-Preises ganz eigene Präferenzen, ob es nun die „Relevanz“ ist, die einen Roman unbedingt auszeichnen müsse, ob es vielleicht eher darum geht, dass der Siegertitel enorm „gut geschrieben“ sei oder ob es vielleicht doch um etwas ganz anderes geht. Dem Leser werden die einzelnen Jurymitglieder anfangs kurz vorgestellt und ihre Präferenzen in Bezug auf den Preis dargelegt. Da gibt es einen Abgeordneten, eine Kolumnistin, eine Oxbridge-Akademikerin, eine Angestellte aus dem Auswärtigen Amt, die selbst schriftstellerische Ambitionen hat und einen nicht sehr bekannten Schauspieler. Außerdem treten einige der Autoren selbst auf, nominiert oder dann-doch-nicht-nominiert, wie die Schriftstellerin Katherine, der die Männer scharenweise nur so verfallen und in deren Umkreis es einige amouröse Verwicklungen gibt und der gnadenlos sich selbstüberschätzende Inder Sonny, der sich gar nicht vorstellen kann, dass sein „Maulbeerelefant“ nicht gewinnen könnte. Es ist vor allem dieser Inder, den St. Aubyn so gnadenlos überzeichnet, dass er eigentlich schon zur Karikatur verkommt, gerade diese Figur ist dadurch aber auch sehr komisch. Weitere lustige Momente verschafft zum Beispiel Penny, die Autorin aus dem Auswärtigen Amt, die sich die Romane der Shortlist lieber per Hörbuch zu Gemüte führt, statt sie zu lesen. Das Computerprogramm „Gold Ghost Plus“ hilft ihr bei ihrem eigenen Buch aus und liefert auf Knopfdruck Alternativen, wo sie sich gern gewandter ausdrücken möchte: „Sie tippte das Wort ‚Atmosphäre’ ins Suchfeld […] ein und änderte es dann in ‚Stimmung’, was ihr raffinierter und beziehungsreicher erschien. Sofort tauchten Dutzende Alternativen auf dem Bildschirm auf. ‚Es herrschte eine Bombenstimmung… der stimmungsvolle Sonnenuntergang war überwältigend… es lag eine knisternde Stimmung in der Luft…’ Das war es. Sie markierte den letzten Satz und die Sache war geritzt.“ S. 159 „Der beste Roman des Jahres“ nimmt gekonnt den Literaturbetrieb auf die Schippe und überzeichnet dabei nach Lust und Laune, was mir aber erst auf den letzten Seiten etwas zu viel, zu chaotisch, zu wirr zu Ende gebracht wurde. Einige ernsthafte Momente hat der Roman auch zu bieten. Man fragt sich unweigerlich, wie viel von dem, was wir da lesen, denn nun wirklich so gnadenlos übertrieben ist. Ist die Geschichte wirklich so weit hergeholt? St. Aubyns Figuren sind keine psychologischen Feinarbeiten, sondern eher ein wenig grob geschnitzt, was aber seinem offensichtlichen Ziel, der Überzeichnung der Geschehnisse um die Preisverleihung, nur zupass kommt. „Der beste Roman des Jahres“ ist beste und vor allem komische Unterhaltung.

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    • 3
  • öde und wenig originell

    Der beste Roman des Jahres

    fuxli

    04. April 2016 um 10:45

    Der Elysia-Preis soll vergeben werden. Die fünfköpfige Jury leitet Malcolm Craig. Mit seiner Übernahme dieses Postens beginnt das Buch. Später taucht er dann allerdings kaum mehr auf. Stattdessen geht es, glaube ich, um die anderen Mitglieder und um ein paar Autoren – allerdings eigentlich ohne Sinn und Zweck. Denn eine vorkommende Schriftstellerin zum Beispiel nimmt gar nicht teil, weil ihr Lektor es verpatzt. Und zwei andere erfüllen die Wettbewerbsbedingungen nicht. Ach ja, der Lektor kommt auch zu Wort.  Wer der eigentliche Protagonist ist, wird nicht so recht klar. Auch nicht, wer der Sympathieträger sein soll, den ein solches Buch einfach braucht. Dummerweise sind alle Figuren mehr oder weniger unsympathisch. Jede bedient ein Schema, leider wenig originell. Und so ist es einem bald egal, mit wem die nymphomane Schriftstellerin als nächstes im Bett landet, oder wie der liebeskranke Lektor aus seinem Selbstmitleid wieder herauskommt. Aber es mangelt nicht nur an sympathischen Charaktern in diesem Buch. Es gibt auch nur sehr wenig richtige Handlung. Und einen Spannungsbogen suchte ich eigentlich völlig vergeblich. Stattdessen liest man seitenlange innere Monologe der verschiedenen Personen – ihre Gedanken und Gefühle zu den Dingen. Ein satirischer Text – und so etwas soll das hier ja wohl sein – könnte hier auftrumpfen. Leider tut er das aber nicht. Dazu fehlt ihm der Biss. Der Spott ist vorhersehbar, die Übertreibungen so derart übertrieben, dass sie bestenfalls albern sind. Die Personen wirken eher wie Karikaturen, Stereotype, Klischees. Und am Ende des Buches stehen sie genauso da, wie am Anfang. Ok, die sexbesessene Schriftstellerin knabbert am Ende an Jemandes anderem Ohr, aber das ist eigentlich auch schon alles. Weiterentwicklung, Verbesserung oder auch Verschlechterung – Fehlanzeige. Und auch die Überraschung, wer den begehrten Preis letztlich erhält, ist eigentlich keine. Denn es ist bereits nach dem ersten Drittel des Buches klar, wer als Sieger hervorgehen wird. Ich hatte mich sehr auf dieses Werk gefreut, denn ein Roman über den Literaturbetrieb ist eine raffinierte Idee. Ich war gespannt auf einen Blick hinter die Kulissen. Klüngel, Machtkämpfe innerhalb der Jury, die Autoren und diverse Widrigkeiten würden genug Zündstoff für eine spannende Handlung bieten. Aber leider wurden die Möglichkeiten allesamt verschenkt. Die Konflikte innerhalb der Jury bei der Auswahl und Bewertung der ausgewählten Bücher werden nur in kurzen Sätzen angerissen und danach nicht mehr verfolgt. Wie es letztlich zur Entscheidung kam, wird gar nicht erst erwähnt. Von den immer mal wieder vorkommenden Autoren, die tatsächlich am Wettbewerb beteiligt sind, erfährt man am wenigsten.Die einzige gut Idee im Buch sind Auszüge aus den Romanen, die für den Preis zur Debatte stehen. Das ist immerhin originell und ganz gut getroffen. Aber will ich wirklich ein Buch lesen, um ein paar Zeilen aus einem Roman zu erhaschen, der gar nicht existiert? Nein. Ich hatte mir, besonders nach den vollmundigen Versprechungen des Klappentexts, entschieden mehr von diesem Buch versprochen. Und das, obwohl ich längst daran gewöhnt bin, dass Klappentexte die Wahrheit ganz schön dehnen können.

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  • Blasse Satire über den englischen Literaturbetrieb

    Der beste Roman des Jahres

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. March 2016 um 22:53

    Diese Satire über den englischen Literaturbetrieb anlässlich der Verleihung des Elysia Literaturpreises (inspiriert durch den Man Booker Award) bleibt harmlos und zahnlos. Der Autor montiert munter Versatzstücke und Klischees (die nymphomane Autorin, der intellektuelle Franzose, der korrupte Politiker usw.), die in aneinander gereihten Episoden leider kein Ganzes ergeben. Die Charaktere bleiben so blass, dass es mühsam ist sie überhaupt auseinander zu halten. Leider eine Enttäuschung. Das Feuilleton hat den Roman teilweise hoch gelobt und in England wurde er gar als lustigster Roman des Jahres ausgezeichnet. Sicher ganz lesbare Unterhaltung für ein paar Stunden, aber da gibt es nun wahrlich Besseres!

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  • Literaturpreise-Rodeo

    Der beste Roman des Jahres

    dominona

    04. October 2015 um 17:45

    Das nenne ich mal eine Satire auf den Literaturbetrieb! Ein Literaturpreis soll vergeben werden und jeder der Jury hat eigene Interessen. Die Personen haben mehr oder weniger alle miteinander zu tun und die Spanne zwischen Eigenlob und “Aufopferung” für die Kunst der Literatur ist groß. Der Stil ist dem Thema entsprechend, aber überall findet sich Sarkasmus. Ich konnte darüber lachen.

  • Köstlich

    Der beste Roman des Jahres

    50kwords

    03. March 2015 um 22:12

    Edward St Aubyn begegnete ich das erste Mail vor vier Jahren als ich Schöne Verhältnisse von ihm las. Zugleich war ich fasziniert wie angewidert von den kaputten Familienverhältnissen, die er darin beschrieb. Mit Der beste Roman des Jahres hat er allerdings, meiner bescheidenen Meinung nach, einen großen Schritt im Können gemacht. Wo Schöne Verhältnisse offen abstoßend waren, geht es alles in Der beste Roman subtiler zur Sache. Nicht zuletzt auch, weil uns mehrere Personen vorgeführt werden, deren Ach und Weh vom verliehen Preis bestimmt werden. Aber was ist das für ein Preis? Wie der Titel vermuten lässt, geht es um einen Literaturpreis, dessen Gewinn in meinen Augen fragwürdig ist, wird er doch von einem Agrarkonzern ausgelobt, der Herbizide, Pestizide und genverändertes Getreide produziert. (Aber natürlich ist es Absicht.) Interessanter, und Kern des Romans, sind hingegen die Personen, die vom Elysia-Preis vereinnahmt werden. Zum einen wäre da ein kleiner Politiker, der sich vom Vorsitz der Preisjury eine höhere Aufmerksamkeit und Bekanntheit verspricht. Hinzu kommt natürlich die Jury selbst, aus mehr oder weniger bekannten Persönlichkeiten, die mehr oder weniger etwas mit Literatur zu tun haben, und einige Spieler von der Seitenbank wie die bindungsscheue Schriftstellerin Kathrine, ihre drei Lover, eine Dame aus indischem Königshaus, deren Kochbuch zum Romanpreis eingereicht wurde, und ihr Neffe, völlig realitätsfremd und angesäuert, dass sein Meisterwerk nicht für den Preis nominiert ist. Das für mich Herausragende am Roman besteht allerdings darin, dass St Aubyn viele Erzählstimmen vereint, wenn er seine Charaktere aus den zum Preis eingereichten Romanen lesen lässt. Das reicht von Gossensprache, aber schwülstige Naturbeschreibungen bis hin zum hochtrabenden Geplänkel eines Adligen. Insgesamt alles abwechslungsreich zu lesen, auch wenn mir manche Auszüge zu lang waren. (Oder es bspw. nicht ganz so leicht war, Didiers hochtrabenden Gedankengängen zu folgen.) Der beste Roman des Jahres war ein Genuss zu lesen. Bedingt durch die Thematik denke ich allerdings, dass dieser Roman eher für diejenigen interessant ist, die der Literatur oder dem Schreiben etwas abgewinnen können.

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  • Der beste satirische Roman des Jahres!

    Der beste Roman des Jahres

    Gruenente

    Na, wenn der Titel kein Anspruch an des dazu gehörende Buch ist! Aber dem will der Autor wohl auch gar nicht genügen. Es geht auch nicht um sein Werk, sondern um einen britischen Buchpreis. Das Buch begleitet die Jury und andere Beteiligte von der Zusammenstellung der Jury über die Auswahl zur Longlist, dann die Streichung zur Shortlist und die Preisvergabe selbst. Bitterböse wird ein korrupter, inkompetenter Literaturzirkus geschildert in dem Jeder mit Jedem schläft, Morde geplant, Kochbücher als Roman ausgegeben, Lektoren gefeuert, Ehen geschieden. Liebhaber abserviert, die Pariser Kloaken besichtigt, viel getrunken, gestritten und geredet wird. Ob ich die Vergabe eines solchen Preises nochmal ernst nehmen kann? Ich weiß es nicht.   Edward St. Aubyn versteht es viele sehr unterschiedliche Charaktere zu einem Spiel um Erfolg, Glück und Liebe zu vereinen. Da gibt es die Autorin, deren Buch nicht eingereicht wird, da die Verlags-Sekretärin versehentlich ein Kochbuch einreicht. Der indische reiche Fürst, der ein über 2000 Seiten schweres Werk erschafft, das aber niemand lesen will. Der Lektor, der seine Frau verlässt um mit einer Schriftstellerin zu leben, die sich noch zwei andere Liebhaber hält und dann alle rausschmeißt. Die Literaturdozentin, die vergeblich einen literarischen Anspruch zu bewahren sucht. Die Buchmacher, die irre Wetten auf den Gewinner des Buchpreises entgegennehmen. Der hübsche Schauspieler, der nur an einer Jurysitzung teilnimmt und beim Essen Whiskey trinkt und behauptet gegen Wein allergisch zu sein. Diese Liste recht amüsanter Protagonisten könnte ich noch weiterführen. Wer sich selbst darüber amüsieren möchte sollte einfach das Buch lesen!  

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    • 5

    Gruenente

    04. February 2015 um 15:34
  • Gelungener Seitenhieb auf den Literaturbetrieb

    Der beste Roman des Jahres

    Duffy

    12. January 2015 um 12:13

    Der Elysia-Preis ist der wichtigste Buchpreis des Landes. Während total überforderte Juroren ihren Anspruch an die Literatur einerseits und persönliche Interessen andererseits positionieren, gehen auch die Autoren in Stellung. Dabei gibt es im Verlauf nicht nur seltsame Zufälle und Missverständnisse, sondern auch private Verknüpfungen und Zerwürfnisse. Eine für alle interessante und ereignisreiche Zeit von der Erstellung der Longlist bis zur überraschenden Vergabe des Preises. St Aubyn hat einen wunderbaren Roman über den Literaturbetrieb geschrieben. Mit spitzer Feder und satirischem Geschick, mit kleinen Seitenhieben und und einer genau bemessenen Prise schwarzen Humors, der schon bei Julian Barnes für die nachdrücklichen Pointen sorgt, überzeugt der Autor mit einem Buch, das seinerseits alle Chancen hätte, irgendwelche Preise zu gewinnen. Für Schriftsteller, die sich den alltäglichen Widrigkeiten des Betriebs stellen müssen, könnte das ein Standardwerk werden, für alle, die sich auch so manchmal mit dem Sinn und Unsinn von Literaturpreisen auseinandersetzen, ein unterhaltsames Stück Literatur zum Thema.

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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  • Literarisches Gelächter

    Der beste Roman des Jahres

    Bri

    Thursdaynext und Bri lachen gemeinsam: " ... Was ist Literatur ... Was ist das Privileg, das wir bestimmten Wortkombinationen zugestehen, selbst wenn sie sich exakt derselben Wörter bedienen, mit denen wir unser Brot kaufen oder unser Geld zählen? Wörter sind unsere Sklaven: Wir benutzen sie, um uns die Pantoffeln bringen zu lassen oder um die große Pyramide von Gizeh zu bauen: Sie dedürfen der Syntax, um die Ordnung in der Welt manifest zu machen, um aus Steinen Bögen zu formen und aus Bögen Aquädukte. ..." "Der beste Roman des Jahres" wird gesucht. Und Elysia - eine Firma, die sich aufgrund ihrer Genmanipulationen im Agrarbereich nicht allzu höchster Beliebheit erfreut - lobt den nach der Firma benannten Preis aus. Die handverlesene Jury macht sich an die ehrenvolle Aufgabe, aus 200 eingereichten Manuskripten letztendlich die sechs besten Romane des Jahres gegeneinander abzuwägen und einen gemeinsamen Sieger zu küren. Doch wie gelingt es einem Autor gerade sein Buch zumindest auf die Shortlist der Jury zu hieven? Wege gibt es derer einige, und Edward St. Aubyn kennt sie alle! Hier schreibt ein Autor über das, was er aus nächster Nähe und bestens kennt: Andere Autoren, Jurymitglieder, Befindlichkeiten der Buchbranche per se und die englische upper-class. Die Jury: Malcolm Craig, frischbestellter und gebauchpinselter Juryvorsitzender fragt sich, weshalb der Literaturpreis auf den „imperialen Aschehaufen des Commonwealth“ beschränkt bleibt und welchen Bekanntheitsgrad er mit der Übernahme des Juryvorsitzes erreichen kann, um seine Karriere ein wenig voranzutreiben. Schließlich hat er eine Sekretärin zu beschäftigen. Jo Cross, bekannte Journalistin und Medienpersönlichkeit, ist bekannt für ihre vehementen Meinungsäußerungen. RELEVANZ ist das, was sie von einem Buch erwartet. Oxbridge Akademikerin Vanessa Shaw – Expertin – ist vor allem interessiert an „gut geschriebenem, an besonders gut geschriebenem!“. Penny Feathers, Schrifstellerin (ausgesucht dämlicher Thriller), ehemals im Auswärtigen Amt tätig, ist nun nach eigener Aussage „Mitglied in einem Team von dem in diesem Jahr das Wohl der englischen Literatur abhängt." Tobias Benedict, Schauspieler, begeisterter Leser seit früher Kindheit, „wenn auch nicht körperlich, so doch im Geiste anwesend“. Sein Herausstellungsmerkmal: Harmoniestiftend gutaussehend. Man sieht: Schon alleine die Jury hat es in sich. Die Romane selbst und was aus ihnen (gemacht) wird - jeder hat so seine eigene Lesart - ist einerseits unglaublich erheiternd und klug auf die Spitze getrieben, andererseits jedoch fast schon gruselig, da zu befürchten steht, dass die beschriebenen Vorgänge nicht nur aus der Luft gegriffen sind. Ob Edward St. Aubyn in diesem Roman seine eigenen Erfahrungen der eigenen Nominierung zum Man Booker Prize darin verarbeitet hat, wissen wir zwar nicht, es ist aber nicht ganz abwegig. Hat er doch in seinen früheren Romanen bereits tief in die Erfahrungskiste seines Lebens gegriffen, um satirisch - beißend bis ätzend ein Sittengemälde der sogenannten englischen upper-class zu zeichnen. Und das immer getreu dem Motto: "... wichtig den Blick nicht zu niedrig anzusetzen, damit man am Ende nicht in einem Labyrinth von Tunneln knietief durch die Scheiße watete. ..." Wendet man die aufgezählten Jury-Kriterien auf St. Aubyns "Der beste Roman des Jahres" an, so erfüllt er auf jeden Fall die gewünschte RELEVANZ des Themas und die eingeforderte besonders gut umgesetzte Schreibe. Darüber hinaus strapaziert er sämtliche Lachmuskeln und lenkt damit und durch seine überaus witzigen Ideen und Wendungen wohltuend sowohl von der Relevanz als auch von der guten Schreibe ab. Denn eines kann er wirklich: Schreiben. Und das in den unterschiedlichsten Genres ... Ausgefeilt humorig, umwerfend detailreich und von Beginn an zum Schlapplachen für ironie- und satiregeneigte Leser, welche tatsächlich "besonders gut geschriebenes" zu schätzen wissen, so wie die Gemeinschaftsrezensenten Thursdaynext und Bri.

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  • Buchverlosung zu "Der beste Roman des Jahres" von Edward St Aubyn

    Der beste Roman des Jahres

    Haveny

    11. December 2014 um 23:29

    Hey :D Heute habt ihr die Chance anlässlich unseres 12. Adventskalender-Türchens ein Exemplar von "Der beste Roman des Jahres" von Edward. St. Aubyn oder ein Exemplar von Emma Wagners Roman "Liebe und andere Fettnäpfchen" zu gewinnen :D Ich würde mich freuen, wenn ihr zahlreich mitmacht, dazu müsst ihr nicht mehr tun, als auf meinem Blog im jeweiligen Post einen Kommentar zu hinterlassen: http://www.buecherhimmel.blogspot.de LG LaLeLu26

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  • Herrlich satirisches Lesevergnügen!

    Der beste Roman des Jahres

    Kerstin2505

    07. November 2014 um 09:31

    Der erste Satz: Als Sir David Hampshire, ein wahres Relikt aus dem kalten Krieg, ihn darauf ansprach, ob er den Vorsitz der Jury für den Elysia Preis übernehmen wolle, hatte Malcolm Craig um vierundzwanzig Stunden Bedenkzeit gebeten. Wann und wo? London 2013 Herbstzeit ist die Zeit der großen Buchpreise, und eines ist ihnen in der Regel gleich: Longlist, Shortlist und der letztendliche Gewinner sind selten unumstritten. Ob es nun darum geht, dass zu wenig Frauen auf der Longlist stehen, die ausgewählten Romane für Otto Normalleser zu hochtrabend sind oder wieder einmal zu wenig kleine Verlage Berücksichtigung gefunden haben – irgendein Kritikpunkt findet sich immer, und schon geht es in den Feuilletons dieser Welt drunter und drüber. Eigentlich ein gefundenes Fressen für eine satirische Betrachtung des ganzen Spektakels, dachte sich Edward St. Aubyn. Worum geht’s? Der Elysia Preis ist der wichtigste Literaturpreis des Commonwealth. Die Zusammensetzung der Jury ist gleichermaßen von persönlichen Beziehungen wie auch strategischen Gedanken geprägt, der Literatursachverstand der einzelnen Mitglieder ist eher zweitrangig bis unwichtig. Der Weg hin zur letztendlichen Preisverleihung wird im Roman aus vielen unterschiedlichen Perspektiven geschildert: auf der einen Seite haben wir die teils überforderten, teils gelangweilten Jurymitglieder, auf der anderen Seite die nominierten Autoren – oder solche, die es doch nicht auf die Liste geschafft haben. Herausheben will ich an dieser Stelle nur Katherine Burns, deren vielversprechender Roman es nicht auf die Longlist geschafft hat, da eine Verlagsmitarbeiterin fälschlicherweise das Kochbuch einer indischen Hausfrau an die Jury weitergeleitet hat – für das wiederum die Longlist noch nicht Endstation ist. St. Aubyns Roman „Der beste Roman des Jahres“ (im englischen Original übrigens „Lost for Words“, eine wie ich finde geniale Titelformulierung) ist eine herrliche Satire – teilweise fast schon Farce – auf den Literaturbetrieb, seine Mechanismen und vor allem Eitelkeiten. Der Aufhänger, an dem all das sichtbar wird, ist in erster Linie das fälschlicherweise an die Jury abgeschickte "Palast-Kochbuch" auf der Longlist. Herrlich, wie die einzelnen Jurymitglieder ihre Ratlosigkeit zu überdecken versuchen und sich in irgendwelchen postmodernen Interpretationsversuchen verstricken, immer darum  bemüht, die intellektuelle Fassade aufrecht zu erhalten: "Du behauptest, du seist Expertin für Gegenwartsliteratur, und dann wirst du mit einem spielerischen, postmodernen, multimedialen Meisterwerk konfrontiert und leugnest ganz naiv, dass es sich dabei überhaupt um einen Roman handelt." (Seite 139) oder auch "Ganz offensichtlich [...] bewegen wir uns hier im Grenzbereich zwischen Text und Textilie, wo die Fabrik-kation eines feinen, aber das scheinbare Thema verhüllenden Schleiers ausschlaggebend ist, womit dem Vorrang der figurativen Sprache vor der inhaltlichen Bedeutung oder, allgemeiner ausgedrückt, dem Vorrang des Boten vor jeglicher Botschaft, die er transportieren könnte, das Wort geredet wird." (Seite 171). Mit diesem Roman lassen sich einige heitere Lesestunden verbringen, ich kann ihn nur wärmstens empfehlen. Perfekt für alle, die spontan mit den Augen rollen, wenn es im Feuilleton mal wieder mehr um die Selbstbeweihräucherung des Rezensenten als um das eigentliche Thema geht und Literaturpreise so vergeben werden, dass man möglichst viele potenzielle Leser von vornherein ausgrenzt, weil Literatur in den Augen gewisser Kritiker nunmal eine möglichst exklusive Veranstaltung bleiben sollte.  Vielen Dank an dieser Stelle an den Piper Verlag, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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  • Literarisches Gelächter

    Der beste Roman des Jahres

    thursdaynext

    Teamwork Rezension by Bri & Thursday " ... Was ist Literatur ... Was ist das Privileg, das wir bestimmten Wortkombinationen zugestehen, selbst wenn sie sich exakt derselben Wörter bedienen, mit denen wir unser Brot kaufen oder unser Geld zählen? Wörter sind unsere Sklaven: Wir benutzen sie, um uns die Pantoffeln bringen zu lassen oder um die große Pyramide von Gizeh zu bauen: Sie dedürfen der Syntax, um die Ordnung in der Welt manifest zu machen, um aus Steinen Bögen zu formen und aus Bögen Aquädukte. ..." "Der beste Roman des Jahres" wird gesucht. Und Elysia - eine Firma, die sich aufgrund ihrer Genmanipulationen im Agrarbereich nicht allzu höchster Beliebheit erfreut - lobt den nach der Firma benannten Preis aus. Die handverlesene Jury macht sich an die ehrenvolle Aufgabe, aus 200 eingereichten Manuskripten letztendlich die sechs besten Romane des Jahres gegeneinander abzuwägen und einen gemeinsamen Sieger zu küren. Doch wie gelingt es einem Autor gerade sein Buch zumindest auf die Shortlist der Jury zu hieven? Wege gibt es derer einige, und Edward St. Aubyn kennt sie alle! Hier schreibt ein Autor über das, was er aus nächster Nähe und bestens kennt: Andere Autoren, Jurymitglieder, Befindlichkeiten der Buchbranche per se und die englische upper-class. Die Jury: Malcolm Craig, frischbestellter und gebauchpinselter Juryvorsitzender fragt sich, weshalb der Literaturpreis auf den „imperialen Aschehaufen des Commonwealth“ beschränkt bleibt und welchen Bekanntheitsgrad er mit der Übernahme des Juryvorsitzes erreichen kann, um seine Karriere ein wenig voranzutreiben. Schließlich hat er eine Sekretärin zu beschäftigen. Jo Cross, bekannte Journalistin und Medienpersönlichkeit, ist bekannt für ihre vehementen Meinungsäußerungen. RELEVANZ ist das, was sie von einem Buch erwartet. Oxbridge Akademikerin Vanessa Shaw – Expertin – ist vor allem interessiert an „gut geschriebenem, an besonders gut geschriebenem!“. Penny Feathers, Schrifstellerin (ausgesucht dämlicher Thriller), ehemals im Auswärtigen Amt tätig, ist nun nach eigener Aussage „Mitglied in einem Team von dem in diesem Jahr das Wohl der englischen Literatur abhängt." Tobias Benedict, Schauspieler, begeisterter Leser seit früher Kindheit, „wenn auch nicht körperlich, so doch im Geiste anwesend“. Sein Herausstellungsmerkmal: Harmoniestiftend gutaussehend. Man sieht: Schon alleine die Jury hat es in sich. Die Romane selbst und was aus ihnen (gemacht) wird - jeder hat so seine eigene Lesart - ist einerseits unglaublich erheiternd und klug auf die Spitze getrieben, andererseits jedoch fast schon gruselig, da zu befürchten steht, dass die beschriebenen Vorgänge nicht nur aus der Luft gegriffen sind. Ob Edward St. Aubyn in diesem Roman seine eigenen Erfahrungen der eigenen Nominierung zum Man Booker Prize darin verarbeitet hat, wissen wir zwar nicht, es ist aber nicht ganz abwegig. Hat er doch in seinen früheren Romanen bereits tief in die Erfahrungskiste seines Lebens gegriffen, um satirisch - beißend bis ätzend ein Sittengemälde der sogenannten englischen upper-class zu zeichnen. Und das immer getreu dem Motto: "... wichtig den Blick nicht zu niedrig anzusetzen, damit man am Ende nicht in einem Labyrinth von Tunneln knietief durch die Scheiße watete. ..." Wendet man die aufgezählten Jury-Kriterien auf St. Aubyns "Der beste Roman des Jahres" an, so erfüllt er auf jeden Fall die gewünschte RELEVANZ des Themas und die eingeforderte besonders gut umgesetzte Schreibe. Darüber hinaus strapaziert er sämtliche Lachmuskeln und lenkt damit und durch seine überaus witzigen Ideen und Wendungen wohltuend sowohl von der Relevanz als auch von der guten Schreibe ab. Denn eines kann er wirklich: Schreiben. Und das in den unterschiedlichsten Genres ... Ausgefeilt humorig, umwerfend detailreich und von Beginn an zum Schlapplachen für ironie- und satiregeneigte Leser, welche tatsächlich "besonders gut geschriebenes" zu schätzen wissen, so wie die Gemeinschaftsrezensenten Bri & Thursdaynext.

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  • So viel Leben passt in eine winzige Schachtel.

    Der beste Roman des Jahres

    Laupez

    28. September 2014 um 19:23

    Den diesjährigen Gewinner des Elysia-Preises, der normalerweise für Literatur vergeben wird, ernennt die wohl kompetenteste Jury überhaupt. Warum nur häufen sich die Probleme? Intrigen und Skandale, Beziehungen und Bindungen, Familiengeschichten und seltsame Zufälle erschweren die Wahl. Befinden wir uns hier in der Literaturbranche oder drehen wir Hollywood-Filme? Jeder Autor ist überzeugt von seinem Werk, bis auf Lakshmi Badanpur, deren Kochbuch es durch ein Missverständnis auf die Longlist geschafft hat. Und wessen Werk einfach unbeachtet blieb, der hat mit noch viel größeren Schwierigkeiten zu kämpfen: dem Ego eines jeden Künstlers und dem tödlichen Strudel der romantischen Liebe.Auf den ersten Blick kommt Der beste Roman des Jahres daher wie die mit Abstand eleganteste Schachtel Zigaretten weit und breit. Auch sein Inhalt gleicht einem der schädlichen Zylinder, nur eben, dass er im Grunde vollkommen gesundheitsneutral ist, es sei denn, man vergisst das Essen und Trinken oder gar Atmen beim Verzehr der süchtig machenden Lektüre. Es handelt sich hierbei um eine unterhaltsame Satire, die mit überraschenden Wendungen, realitätsnaher und glaubhafter Komik, immer aktueller Thematik und zuletzt sogar mit einer gewissen (kriminellen) Spannung aufwartet. Dem Leser drängt sich angenehmerweise eine unbändige Lust auf, zu schreiben - so hielt auch ich selbst mitten in der nächtlichen Atmosphäre stets einen Notizblock bereit, um eventuell die Lektüre zu unterbrechen, weil mir eigene, verrückte Ideen gekommen waren. Verschiedenste Facetten des Leser- und Schreiberdaseins werden beleuchtet, teilweise liest man Texte mit den Protagonisten mit, die (bezieht sich auf Texte und Charaktere zugleich) unterschiedlicher nicht sein können - eine genüsslichere Inspiration kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Beinahe paradox ist die Liebe zum Detail, die raffinierte Handwerkskunst einer wie mit der Pinzette zurecht gerückten Geschichte, wenn man deren komprimierte Form bedenkt. Angemessene Längen, aber auch beabsichtigte Dynamik hängen gänzlich von der jeweiligen Figur ab, aus deren Perspektive der Leser die Welt gerade beobachtet. In dieser Hinsicht erinnert die spezielle Schreibweise fast Koeppens Tauben im Gras, nur in einer sofort verständlichen und bescheideneren Form, jedoch auch mit dem Fokus der Handlung auf ein öffentliches Event, welches außerdem durch die Anwesenheit aller bekannten Personen ein gewisses Chaos beherbergt. Soll heißen, dass an dieser Stelle die Tendenz zur Überforderung gegeben ist.Der Autor beschäftigt sich mit der Frage nach dem Wesen der Literatur. Ist sie nicht schlicht und ergreifend Kunst? Sind nicht alle wirklich guten Romane Kunstwerke und somit aufgrund ihrer Einzigartigkeit unvergleichbar? Vielmehr spielt scheinbar bei der Erstellung einer Longlist alles andere eine Rolle: Politik, Geld, Macht, Sex, menschliches Versagen, Missverständnisse und nach einer äquatorlangen Kette auch irgendwann, beinahe unbedeutend: der ganz und gar eigene Geschmack. Über dieses Werk enthusiastisch zu behaupten, es sei der beste Roman des Jahres, käme einer Beleidigung gleich, die dreister nicht ausfallen könnte. Wer solch eine Lektüre für irgendeinen Buchpreis nominieren würde, wäre entweder bodenlos frech, oder aber hätte ihre hauptsächlichen Thesen nicht annähernd verstanden. Ich wage jedoch zu behaupten, dass ich für mich persönlich feststellen darf, in diesem Jahr nur wenig Vergleichbares gelesen zu haben.

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