Dunbar und seine Töchter

von Edward St Aubyn 
3,7 Sterne bei17 Bewertungen
Dunbar und seine Töchter
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Positiv (9):
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King Lear in neuem Gewand - großartig umgesetzt, sehr nah am Stück und doch absolut zeitgemäß! Und zusätzlich äußerst spannend!

Kritisch (2):
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Eine Neuinterpretation, die trotz der Sprachgewandtheit des Autors leider nicht überzeugen konnte.

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Inhaltsangabe zu "Dunbar und seine Töchter"

Edward St Aubyns meisterhafter Roman über einen machtbesessenen und eitlen Despot am Ende seines Lebens
Sein ganzes Leben lang hat Henry Dunbar auf nichts und niemanden Rücksicht genommen, besessen von der Vision, seinen kleinen Zeitungsverlag zu einem Medienkonzern auszubauen. Auf dem Zenit seiner Macht hat nur noch einen einzigen, aber mächtigen Feind: das Alter. Dunbar weiß, er muss sein Reich in die Hände seiner Töchter legen. Nur zwei der Kinder hält er für geeignet. Doch das Leben erteilt ihm eine bittere Lektion.
In seinem neuen Roman, inspiriert von Shakespeares König Lear, seziert Edward St Aubyn gekonnt innerfamiliäre Beziehungen. "Dunbar und seine Töchter" ist ein brillantes Lehrstück über Egoismus, Starrsinn und die Erkenntnis, wie leicht einem am Ende des Lebens alles Erreichte aus den Händen gleiten kann.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783813506983
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:Knaus
Erscheinungsdatum:20.11.2017

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Rezensionen und Bewertungen

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    Klene123s avatar
    Klene123vor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Hatte nicht ganz den Sog, den ich erwartet habe
    Durchkämpfen

    Meine Meinung:

    Ich bin Fan der Hogarth Shakespeare Reihe und nach dem tollen letzten Buch, dass ich gelesen habe, wollte ich mich hier wieder in den Sog ziehen lassen.  Leider hat das so gar nicht funktioniert. Das Setting ist super gesetzt um die immer noch aktuellen Themen in Shakespeares Dramen darzustellen. Dunbar befindet sich in unserer aktuellen Wirtschaft und sein Medienimperium soll von seinen Töchtern übernommen werden, die ihn plötzlich nicht mehr brauchen. 


    Dunbar macht sich auf einen kalten steinigen Weg, der ihm zeigt was wirklich wichtig im Leben ist und was er durch Machtbesessenheit und Gier alles verloren hat. Zeitweise lässt sich hier eine gute Verbindung zu ihm aufbauen und man fiebert dem Ende entgegen. 

    Die Geschichte aus seiner Sicht wir jedoch durch Beschreibungen anderer Figuren unterbrochen, die alles andere als sympathisch sind - ihre Erlebnisse teilweise verstörend und vor allem unwichtig. Hier verliert man sich in Details, die zu nichts beitragen und man auch irgendwie nicht wissen wollte. Also zieht sich die Geschichte immer wieder, denn an diesen Stellen habe ich einfach Pause gemacht und konnte auch die Motivation nicht finden weiter zu lesen. 


    Fazit:

    Schade eigentlich, denn der Schreibstil ist angenehm, gut zu lesen und immer wieder mit Humor gespickt. Das Thema ist aktuell interessant und orientiert sich gut an der Vorlage. Man will auch wirklich wissen wie es zu Ende geht, muss sich aber leider - wie Dunbar - durchkämpfen.

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    Bris avatar
    Brivor 2 Monaten
    Der Medienmogul

    William Shakespeares Stücke sind ohne Zweifel Meisterwerke. Auch heute noch sind seine Stoffe aktuell, handeln sie doch von den uns als Menschen maßgeblich bestimmenden Gefühlen und Eigenschaften wie zum Beispiel Liebe und Vertrauen, Hass und Mißgunst, Neid und Hinterhältigkeit. Die Struktur gebenden Elemente seiner Bühnenstücke sind uns bis heute mehr als bekannt und gerade deshalb werden seine Dramen und Komödien nach wie vor überall auf der Welt gespielt. Dabei werden natürlich auch Änderungen und Modernisierungen vorgenommen, die Grundidee adaptiert und in unsere Sprache und / oder Zeit transferiert.Die Protagonisten jedoch sind dieselben.

    Gerade diese Klasse spornt natürlich an, einen Stoff weiterzuentwickeln, neu zu übersetzen oder gar neu zu erzählen. Letzteres wurde durch das Hogarth Projekt initiiert, das acht namhafte Autor*innen anlässlich des 400. Geburtstages Shakespeares damit beauftragte, ihrem Lieblingsstoff aus des Dichters Feder einen neuen Schnitt zu verpassen. Da ich Edward St. Aubyn sehr verehre und vermutete, dass er mit dem Familienkonflikt König Lears aufgrund seiner eigenen Biographie recht gut zu Rande käme, habe ich mich mit Freude auf Dunbar und seine Töchter gestürzt und wurde nicht enttäuscht.

    Zunächst einmal hält sich St. Aubyn sehr nah an die Vorlage – Henry Dunbar allerdings ist nicht König eines Staates, sondern eines Medienkonzerns. Als er öffentlich auffällig wird, lassen ihn zwei seiner Töchter quasi aus dem Verkehr ziehen. Er soll den Weg frei machen, damit die beiden die Firma übernehmen und ihren Reibach damit machen können. Seine dritte Tochter, von ihm enterbt, weil für das Geschäft nicht für geeignet befunden, hat sich zurückgezogen und spielt das Spiel der Intrigen ihrer beider Schwestern nicht mit. Doch anders als Shakespeares König Lear, der erst zum Schluss seine Fehler einsieht und bereut, ist sich Dunbar dieser gleich zu Beginn bewußt.

    »Mit gehörte mal ein ganzes Reich«, sagte Dunbar »Hab ich Ihnen schon die Geschichte erzählt, wie es mir gestohlen wurde?«
    […]
    »Ich hab Wilson gesagt, dass ich den Aufsichtsratsvorsitz behalte« begann Dunbar, »ich behalte das Flugzeug, die Leute, die Liegenschaften und die mir zustehenden Privilegien, aber ich werde mich der Lasten« – er nahm die große Vase mit den Lilien und stellte sie behutsam auf den Boden –, »der Lasten entledigen, die die operative Führung des Konzerns mit sich bringt. von jetzt an, hab ich ihm gesagt, ist die Welt mein privater Spielplatz und, wenn es eines Tages an der Zeit ist mein privates Hospiz.«
    […]
    »›Aber der Konzern ist alles‹, hat mir Wilson gesagt.« Je tiefer Dunbar in die Geschichte vordrang, desto mehr erregte sie ihn. »›Wenn Sie den abgeben, hat er gesagt, dann bleibt Ihnen nichts mehr. Sie können nicht etwas abgeben und gleichzeitig behalten.‹«


    Während die beiden intriganten und überaus bösartigen Töchter Dunbar nicht nur wegsperren, sondern auch ruhigstellen lassen, sucht seine dritte Tochter Florence nach ihm. Denn er hat nicht nur seine Fehler erkannt, sondern auch die Absichten von Abbigail und Megan und ist kurzerhand und mithilfe des schwer Alkoholabhängigen Komikers Peter ausgebüchst. Mitten durch die unwirtliche, weil kalte cumbrische Landschaft – wunderbar beschriebene, nein gezeigte, Natur. Dort überkommen ihn Reue und Erkenntnis und schlussendlich aber auch eine Rettung. Doch diese ist nur von kurzer Dauer und Dunbar muss erkennen, dass all die Dinge, die er als Medienmogul sein Leben getan, den eigenen Töchtern vorgelebt hat, sich nun quasi durch diese gegen ihn selbst wenden.

    Manchen Rezensent*innen ist die Adaption des Dramas um König Lear zu nah am Original geblieben. Auch sprachlich sieht der eine oder die andere St. Aubyn weit hinter Shakespeare – doch mir ist dabei nie ganz klar, ob hier das Original oder die Übersetzung gemeint war. Meine Lektüre war eine durchaus intensive und beglückende. St. Aubyn hat es wieder einmal vermocht, die Familienstrukturen geschickt freizulegen und dabei gleichzeitig mit seinem unvergleichlichen Esprit Szenen zu schaffen, die einen laut auflachen lassen.

    Für mich ist Dunbar und seine Töchter eine durchweg äußerst gelungene Transformation des Shakespearschen Stoffes in unsere medial geprägte Welt, deren scharfsichtige und -züngige Analyse auch Leser*innen einen Heidenspaß bereiten dürfte, die sich sonst nicht an klassische Stoffe wagen.

    Dunbar und seine Töchter von Edward St. Aubyn ist 2017 im Knaus Verlag erschienen. Weitere Informationen zum Buch über Klick auf das im Beitrag abgebildete Cover oder die Verlagsseite

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    Giselle74s avatar
    Giselle74vor 6 Monaten
    Ohn' Macht

    Ein weiterer Band des Hogarth Shakespeare Projects im Knaus Verlag, der vierte für mich inzwischen. Dabei waren bisher Margaret Atwood, Jeanette Winterson und Howard Jacobson. Herausgekommen sind sehr unterschiedliche Interpretationen von Werken Shakespeares, mal als miterlebte Theateraufführung, mal fast soapartig, mal ein Diskurs zum Judentum gestern und heute, aber immer spannend, interessant oder auch lehrreich.
    Nun also Edward St Aubyn, einer der besten britischen Schriftsteller derzeit, bekannt dafür, den Finger in Wunden zu legen, die sonst eher im Verborgenen schwelen und kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Er hat "King Lear" gewählt, ein Familiendrama in höchsten Kreisen, also eigentlich für ihn fast ein Heimspiel.

    Der Medienmogul Dunbar, Vater von drei Töchtern, gibt den Firmenvorsitz an zwei seiner Töchter ab und verstößt die dritte. Diese Entscheidung war falsch, denn Abigail und Megan schieben ihn in ein Sanatorium ab und versuchen, Pläne durchzusetzen, die gar nicht in Dunbars Sinne sind. Dunbar entflieht. Und nun hängt sein Leben davon ab, wer ihn zuerst findet, die ihn liebende Dritte im Bunde, Florence, oder die beiden intriganten Biester, die vor nichts zurückschrecken.
    St Aubyn hatte definitiv Spass. Megan und Abigail sind die bösen Schwestern Cinderellas, getuned für die heutige Zeit, Karikaturen ihrer Art. Zehen fahren sie lieber anderen ab, statt sie selbst zu verlieren. Ihr Umfeld ist ebenso überzeichnet, der Arzt, der sein eigener bester Kunde ist, der Latino-Bodyguard, der für seine Süße auch mordet. Dagegen bleibt Florence blass. Was soll sie auch machen, sie ist die Gute im Stück und das Gute schillert nie so facettenreich wie der Gegenpart. Das muss auch der Autor so gesehen haben, denn rasanter sind definitiv die Szenen mit den Teufelsschwestern. Dunbar selbst ist gebeutelt, unter Medikamenteneinfluss und verstört von den Ereignissen. Ein armer, alter Mann, dessen Welt zerplatzt ist und der nun versucht,die Scherben zu finden.
    St Aubyn ist trotz aller Modernisierungen und Anpassungen recht nah am Stoff geblieben, der Fokus bleibt auf der Familie, darauf, was Macht in den falschen Händen ausrichten kann und wie man gerade denen besonders gut weh tun kann, die einem am nächsten sein sollten, zeigt aber auch die Leere, die diejenigen erfüllt, die Macht besessen und verloren haben.

    "Dunbar und seine Töchter" ist sicherlich das Werk aus der Reihe, das am leichtesten zugänglich ist, für das man eigentlich keine Shakespeare-Kenntnisse braucht, weil es auch eigenständig funktioniert. Keine Werkanalyse, keine anstrengenden Monologe, keine mühsamen Adaptionsversuche. St Aubyn hat einen bösen Unterhaltungsroman über die Medienwelt zum Einen und dysfunktionale Familien zum Anderen geschrieben und ist damit wahrscheinlich sehr nah dran an Shakespeares Intentionen. Gutes Theater, das durch die Darsteller lebt, ohne aus dem Zylinder gezogene Kaninchen, dafür mit einer großen Portion menschlicher Abgründe. Leider allerdings auch mit ein paar Längen. Das Tempo, das das Duo Infernale vorlegt, können die restlichen Mitwirkenden nicht halten. Das ist schade, fällt im Gesamtverlauf aber gar nicht so sehr ins Gewicht.

    Eine leichtfüssige Umsetzung eines schwerer wiegenden Themas, gute Unterhaltung und dafer definitiv lesenswert.

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    Buecherschmauss avatar
    Buecherschmausvor 8 Monaten
    König Lear im Lake district

    Das Hogarth Shakespeare Projekt, jener Versuch, die Stücke des berühmten William Shakespeare durch renommierte zeitgenössische Autoren in die Gegenwart zu versetzen und damit ihre Zeitlosigkeit zu demonstrieren und gleichzeitig eine Würdigung dessen Werkes darzustellen, geht in Deutschland in eine neue Runde.
    Nach Jeannette Wintersons, Howard Jacobsons, Ann Tylers und Margaret Atwoods Beiträgen erscheint nun Edward St. Aubyns Version von „King Lear“: „Dunbar und seine Töchter“.
    Ich finde die Idee des Projekts nach wie vor sehr reizvoll, auch wenn einige der bisher erschienenen Titel nicht ganz den hohen Erwartungen entsprachen, die ich in sie gesetzt hatte. Auch der neueste Band der Reihe bildet da leider keine Ausnahme.
    Dabei ist die Wahl St. Aubyns nahezu perfekt. Er selbst entstammt dem englischen Hochadel und hat einige autobiografisch gefärbte Romane über dysfunktionale Familien geschrieben. Er kennt sich aus mit Machtspielen, Intrigen und Gefühlskälte und erscheint damit prädestiniert, die Geschichte des mächtigen britannischen Königs zu erzählen, der am Ende seines Lebens sein Reich aufteilen und seine Macht übertragen möchte. Doch weniger Vernunft bestimmt diesen Akt als vielmehr Eitelkeit, denn vorher verlangt er von seinen drei Töchtern Bezeugungen ihrer Liebe und Ergebenheit. Ein Wettbewerb, den die beiden von Machtgier getriebenen älteren Schwestern durch Schmeichelei und Heuchelei gegen ihre bescheidene, ihrem Vater aber in ehrlicher Liebe zugeneigte Schwester gewinnen. Diese wird verstoßen. Die schrecklichen Folgen der väterlichen Fehleinschätzung kennen wir aus Shakespeares herausragender Tragödie.
    Bei St. Aubyn ist es der achtzigjährige kanadische Medienmogul Henry Dunbar, der sein milliardenschweres Imperium und seine beträchtliche Macht an die Schwestern Abigail und Megan übertragen hat. Diese haben ihn dazu überredet, nicht nur ihre Halbschwester Florence, sondern auch seinen treu ergebenen engsten Mitarbeiter und Vertrauten, Wilson, zu verdrängen. Mit Hilfe von Medikamenten, die der willfährige Dr. Bob verschreibt, und die Dunbar verwirren und Halluzinationen hervorrufen, haben die Schwestern ihren Vater daraufhin sofort für unzurechnungsfähig erklären lassen und in ein luxuriöses Sanatorium im unwirtlichen Lake District Großbritanniens abgeschoben, um in aller Ruhe die Umstrukturierung des Konzerns zu planen. Florence macht sich auf die Suche nach dem geheimen Aufenthaltsort ihres Vaters, während es diesem gelingt, mit dem sich auf Alkoholentzug befindenden Fernsehkomiker Peter Walker aus der geschlossenen Abteilung zu fliehen. Letzterem ist aber nur an einem Pubbesuch gelegen, so dass sich Dunbar allein aufmacht, um durch die winterliche Gebirgslandschaft in den nächsten Ort zu gelangen. Die verständigten Schwestern machen sich ihrerseits auf die Suche nach dem Flüchtigen und es entwickelt sich eine regelrechte Jagd daraus. Wer findet Dunbar zuerst und bringt ihn unter seine Kontrolle?
    Das Buch entwickelt regelrecht Thrillerqualitäten. Dabei hält es sich sehr nah an den Originalstoff, entfernt aber den zweiten Erzählstrang rund um den Vater/Söhne-Konflikt im Haus Gloucester. Es konzentriert sich ganz auf Lear/Dunbar und seine Töchter. Die Umsetzung des Königshauses in ein Medienimperium und seine Macht empfinde ich als sehr gelungen. Auch die im Originaltext die Geschehnisse von außen bedrängende bevorstehende französische Invasion Britanniens durch eine drohende feindliche Übernahme des Konzerns umzusetzen, ist sehr passend. Nebenbei erfährt man da noch so einiges aus dem Wirtschaftsleben.
    Auf psychologischer Ebene gerät manches recht holzschnittartig. Das ist auch im berühmten Vorbild nicht völlig anders. Gut und Böse sind nicht nur strikt getrennt, sondern die Guten (Florence, Wilson und dessen Sohn Chris) sind auch makellos gut, die Bösen hingegen (Abigail, Megan, Bob) abgrundtief böse. Nur die Komparsen wie Peter Walker, das Krankenhauspersonal oder Abigails Mann Marc sind etwas ambivalenter. Auch Dunbars Reue über sein Verhalten gegenüber Florence, ja seine Vergangenheit an sich, ist zu plötzlich, zu schön, um wahr zu sein und nicht wirklich überzeugend. Aber erstens passt dieses Schwarz/Weiß ein wenig zur Dramatik des alten Stoffs und zweitens würzt St. Aubyn das Ganze mit viel Sarkasmus, Spott und Satire. Ein wenig manieriert ist es schon, auch ein wenig oberflächlich in der Behandlung seiner Thematik, aber sprachlich brillant und unterhaltsam.
    Wie bei allen bisher erschienenen Titeln erwächst die Freude am Text direkt aus dem Bezug zum Original. Die Art der Übertragungen in die Gegenwart, die Parallelitäten, Entsprechungen und Unterschiede sind es, die dem Shakespeare kundigen Leser Spaß machen. Für sich alleine stehend erscheint mir der Text dagegen eher künstlich und reichlich überzogen. Aber vielleicht sollte man das von einem Buch dieser Reihe einfach nicht erwarten. 

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    vielleser18vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Moderne Neuinterpretation von Shakespeares König Lear. Interessant, psychologisch, durchdacht, detailliert,abgründig - aber auch anstrengend
    Abgründe des Bösen

    Eines vorweg - das "Original" - Shakespeares König Lear habe ich nie gelesen. "Dunbar und seine Töchter" ist eine moderne Neuinterpretation. Henry Dunbar ist ein alternder Medienzar, ihm gehört ein großer Konzern, er ist Milliadär. Zwei seiner Töchter haben ihn in ein abgelegenes Altersheim abgeschoben mittels Pharmaka ruhig gestellt und versuchen nun auch die Firmenleitung an sich zu reißen. Doch sie haben nicht damit gerechnet, dass ihr Vater und ihre jüngere Halbschwester ihre Pläne durchkreuzen wollen. Denn Dunbar flieht aus dem Heim - die Suche der unterschiedlichen Schwestern nach ihm aus den unterschiedlichsten Gründen gerät zu einem Wettlauf mit Dunbars Leben.
    Der Roman führt psychologisch die ganze Bandbreite an Abgründen auf. Der alternde Egomane Dunbar, der sich am Ende seines Lebens wandelt, die Boshaftigkeit der älteren Schwestern, deren Grausaumkeiten keine (Schmerz-)Grenzen kennen, die "gute", jüngere Schwester, die den Vater nicht des Geldes wegen sucht, sondern der Familienbande wegen.

    Der Roman wurde gut geschrieben, die Sichtweisen wechseln, die Gefühle und Gedanken, die Abgründe des (modernen) Menschen werden detailliert ausgeführt. Macht und Mammon, Gier und Ehrgeiz, gepaart mit einer unterirdischen Hemmschwelle erschrecken. Dabei liegt der Schwerpunkt eindeutig auf der "bösen" Seite, die "gute" Seite wird Nebenschauplatz.
    St. Aubyn weiß sich auszudrücken, die Situationen zu beschreiben, bildhaft, die krankhaften Züge seiner Protagonisten ausleben zu lassen, und dennoch ab und an mal auch Humor durchblitzen zu lassen.
    Im Laufe des Romanes flacht die Spannung ziemlich ab und manche der Ausführungen waren mir etwas zu ausgebreitet oder auch zu blaß, so dass ich lange schwankte, ob ich drei oder vier Sterne vergeben kann, dennoch, am Ende hat mich das Drama wieder gefangen genommen, so dass ich die 3,5 Sterne, die ich gerne verteilt hätte, gerne aufrunde. Denn eines ist sicher, das Erschrecken über die Abgründe hallt noch lange nach.

    Fazit:
    Moderne Neuinterpretation von Shakespeares König Lear. Interessant, psychologisch, durchdacht, detailliert,abgründig - aber gerade dadurch auch anstrengend zu lesen.

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    Janinezachariaes avatar
    Janinezachariaevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Warum müssen die Neuinterpretationen von Shakespeares Werken immer so sein?
    An sich ist es okay, wenn da nicht die bösen Schwestern wären und ihre ...

    ‘Dunbar und seine Töchter’ von Edward St Aubyn ist eine Neuinterpretation von William Shakespeares ‘King Lear’.

    Mir fehlen ein wenig die Worte für das, was ich gelesen habe. Dabei fing das erste Kapitel vielversprechend in einer Nervenheilanstalt an. Dunbar ist eingeliefert worden und weiß, dass er dort ‘falsch’ ist, denn nicht er hat es entschieden sondern seine Töchter. Zwei der drei, denn die dritte versucht ihn zu finden.

    Es ist ähnlich wie das Original: Vater möchte von seinen Töchtern erfahren, wer ihn am meisten lieb hat (oder wie auch immer man das ausdrücken mag) und zwei der drei Schwestern schmieren ihm Honig um den Bart, während die dritte ehrlich ist. Doch ehrlich wehrt eben nicht am Längsten, sondern führt zu einer Art Verbannung …

    Irgendwann kommt die Einsicht.

    So ist es eben auch hier. Doch dann hab ich das zweite Kapitel gelesen und hätte fast beschlossen das Buch abzubrechen. So etwas in einem Shakespeare Werk …

    Zum Glück sind weitere Kapitel mit Dunbar vorgekommen und auch mit der guten Tochter.

    Doch die abgrundtiefe Boshaftigkeit der zwei Schwestern ist so hässlich, dass ich diese Kapitel am Liebsten nicht gelesen hätte. Wie man auf so was kommen konnte, weiß ich nicht.

    Es ist mir ein Rätsel, denn der Schreibstil St. Aubyn ist ansonsten echt gut und eigentlich auch nicht abgehakt.

    Ich könnte jetzt noch eine pseudo psychologische Interpretation versuchen, warum die Töchter so sind, wie sie sind. Aber das werde ich sein lassen.

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    Angie*s avatar
    Angie*vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Einsame Läuterung,,,
    Einsame Läuterung,,,

    REZENSION
    INHALT: Henry Dunbar, einer der Protagonisten war zeitlebens ein weltweit operierender, einflussreicher Imperienmogul in der Finanzbranche , der ehrgeizig Geld, Macht und sein Firmenwachstum als Lebensziel ersten Ranges gesehen hat. Mit seiner ersten Ehefrau und den zwei bösartig denkenden und handelnden Töchtern Megan und Abigail, die ihren Vater hassen, hat er ein monströses Familienleben geführt. Die dritte Tochter Florence, aus einer zweiten Beziehung hervorgehend, liebt zwar ihren Vater, aber die Beziehung von Vater und Tochter zueinander ist sehr kompliziert. Diese unguten Familienkonstellationen werden dominiert von kaltem Ehrgeiz nach Macht und Einfluss  aller weiteren Familienmitglieder und Geschäftspartner , obskuren und grausamen Bösartigkeiten nach dem Motto *Jeder gegen Jeden* , perversen  sexuellen Neigungen und Handlungen, weitab von jedem menschlichen, fürsorglichem Miteinander und Wertschätzung der anderen Person. 
    Alles verändert sich, als der schon etwas verwirrte , alte Henry Dunbar mit seinem Freund Peter versucht, daß von den Töchtern ausgesuchte Pflegeheim für alte , wohlhabende Personen heimlich zu verlassen und dadurch jeder Bevormundung von Megan und Abigail zu entgehen. Während seiner Flucht durchlebt Henry Dunbar eine seelische Veränderung und überdenkt sein Leben. Schmerzlich wird ihm bewusst, dass er ALLES verloren hat was wichtig ist im MENSCH-SEIN und zwar durch eigene Machtgier und Rücksichtslosigkeit,,,, sogar die Zuneigung seiner ihn eigentlich liebenden Tochter Florence,,,,,
    MEINE MEINUNG: Edward St Aubyn gehört zu den acht bekannten Autoren die beim „Hogarth Shakespeare-Projekt“ des Knaus Verlag mitmachen und indem die Autoren neuzeitliche Fassungen alter Shakespeare Dramen bearbeiten und diese unterschiedlichen Themen in einem eigenen Roman veröffentlichen. Der Autor hat das Drama *King Lear* von William Shakespeare als Vorlage gewählt. Zu Beginn dieser Lektüre war ich etwas durch den doch recht anspruchsvollen und auch kunstvollen Schreibstil des renommierten Autor verunsichert. Ein Buch für den intellektuellen Leser ? DIESEN Eindruck konnte ich einfach nicht abschütteln und loswerden.  Nach ca. 80 Seiten hatte ich mich aber eingelesen und dieses zeitlose Familiendrama mit Entsetzen verfolgt. Von Harmonie, Frieden und liebevoller Zuwendung war nichts zu erlesen.Henry Dunbar’s Flucht mit Peter hatte mich beeindruckt und seine Wahnvorstellungen und einsame Flucht durch die kalte, abgelegene Landschaft haben Mitleid mit ihm in mir hervorgerufen.Diese seelische Veränderung durch die Flucht hat der Autor eindrucksvoll dargestellt und war für mich der beste Teil des Romans. Trotzdem konnte ich zu keinem der Protagonisten eine positive Lesebeziehung aufbauen, da mich JEDE Charakterdarstellung abgestossen hat. Das Buch ist halt keine Familiengeschichte im üblichen Sinne, sondern ein grausames Drama über Kaltherzigkeit und Unmenschlichkeit - dem Drama *König Lear* von William Shakespeare eben nachempfunden und spiegelt realistisch unser unmenschliches Finanz- und Gesellschaftssystem und die möglichen Auswirkungen dieser Einflüsse auf die Psyche. Ich war froh, als ich das Buch beendet hatte und möchte es sicher nicht noch einmal lesen oder mich mit diesem Thema beschäftigen.Viele Leser werden dieses Buch sicher anders erlesen und beurteilen  und ich hoffe, sie können diese ungewöhnliche Lektüre positiver geniessen als ich.
    Für mich kann es nur VIER **** STERNE in meiner persönlichen Wertung geben.
    Dankeschön für das interessante Leseexemplar an den Autor und den Knaus-Verlag in der Random House Group! 

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    killmonotonys avatar
    killmonotonyvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Neuinterpretation, die trotz der Sprachgewandtheit des Autors leider nicht überzeugen konnte.
    Rezension: Dunbar und seine Töchter

    Mit „Dunbar und seine Töchter“ ist im KNAUS Verlag ein weiteres Buch des Hogarth Shakespeare Projekts erschienen. Edward St. Aubyn nimmt sich hier der Neuerzählung von Shakespeares „König Lear“ an. Wie bei den letzten Bänden auch habe ich das Original nie gelesen, deshalb habe ich Anspielungen und Parallelen vermutlich nicht erkannt, sondern kann ausschließlich das Buch für sich beurteilen. Die Geschichte handelt von Henry Dunbar, der von zweien seiner Töchter in ein „Erholungszentrum“ für psychisch Kranke gesteckt wurde. Dunbar hat den beiden nämlich erst kürzlich seinen Teil des Dunbar-Konzerns überschrieben, nachdem seine dritte Tochter, die liebliche Florence, diesen vehement abgelehnt hat. Doch nun wollen die „gierigen Schlampen“, wie Dunbar seine Töchter Abigail und Megan bezeichnet, Dunbar komplett aus seinem eigenen Konzern hinausbefördern – indem sie ihn in vorhin erwähnte Einrichtung verlagert haben. Dunbar gelingt der Ausbruch, und auf vielen, vielen Seiten wird der harte Weg bis zur Sicherheit beschrieben – es ist immerhin Winter. Florence hat zwischenzeitlich von der prekären Lage erfahren, in der sich ihr ältlicher Vater befindet, und macht sich auf den Weg, ihn aus der Kälte zu retten. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt — nicht nur wegen des Wetters, sondern auch, weil die Versammlung, in der Dunbar aus seinem eigenen Konzern entfernt werden soll, unmittelbar bevorsteht.

    »[…] man durfte gar nicht daran denken, man durfte nicht daran denken — seinen Leibarzt erniedrigten sie zu ihrem ganz und gar persönlichenLeibgynäkologen, ihrem Luden, ihrem Beschäler, ihrem Schlangendildo!«

    Ich wollte dieses Buch unbedingt gut finden, doch irgendwie hat es nicht „geklickt“. Zwischen skurrilen Charakteren (Abigail und Megan), abgefahrenen Situationen (Sexspielchen mit Dr. Bob, Dunbars ehemaligem Hausarzt, bei der Brustwarzen abgebissen werden) und bissigen Dialogen wurde immer der eisige Weg Dunbars aus der Einrichtung eingeschoben, der sich fast über das gesamte Buch zog. Erst, als Dunbar völlig vereist von Florence aufgefunden wird und die beiden sich auf den Weg machen, den Beschluss der bösen Schwestern zunichte zu machen, kommt ein wenig Spannung auf, doch diese hat nur noch – grob geschätzt – 50 Seiten Platz, um sich zu entfalten und schafft dieses auch nicht gänzlich. Wer das Original von Shakespeare kennt, kann vermutlich den Plot vorhersehen, aber für alle Unbelesenen wie mich möchte ich nicht zu viel vom Inhalt spoilern. Fakt ist, dass 3/4 des Buchs sich mit Nebensächlichkeiten aufhalten, Nebencharaktere werden eingeführt, zu denen ich bis zum Ende des keine Verbindung herstellen konnte, und auch zu deren Handlungsstränge fand ich irgendwie keinen Zugang. Edward St. Aubyn schafft es zwar, mit luftig-lockerer und sehr humorvoller Sprache zu glänzen, allerdings hat es nicht mehr gereicht, um mich mit seiner Story zu fesseln.

    Die vollständige Rezension findet ihr auf dem Blog: https://killmonotony.de

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    YukBookvor 10 Monaten
    Gelungene Shakespeare-Adation

    Wie viele Schriftsteller haben sich wohl auf die eine oder andere Weise von Shakespeare inspirieren lassen? Im „Hogarth Shakespeare-Projekt“ haben acht renommierte Autoren ein Drama ihrer Wahl sogar ganz konkret neuinterpretiert, darunter der britische Journalist und Schriftsteller Edward St Aubyn. Er hat sich „King Lear“ vorgeknöpft und aus dem Stoff eine zeitlose, dramatische Familiengeschichte gestrickt.

    Sie beginnt in einem Sanatorium in Cumbria im Nordwesten Englands. Henry Dunbar, Chef eines Medienimperiums, wurde von seinen zwei intriganten und machthungrigen Töchtern Abigail und Megan mit Medikamenten vollgepumpt und in die Klinik abgeschoben. Es gelingt ihm jedoch, gemeinsam mit dem trinkfreudigen Komiker Peter Walker auszubrechen. Während Peter nur an einer Sauftour interessiert ist, wird aus Dunbars Flucht eine Reise zur Selbsterkenntnis. Schon bald trennt er sich von seinem Begleiter und versucht, trotz seiner schwachen körperlichen Verfassung allein einen Pass zu überqueren. Dabei reflektiert er voller Reue über sein verpfuschtes Leben, seine geliebte Frau, die er durch einen Unfall verlor und seine jüngste Tochter Florence, die er zu Unrecht enterbte.

    Die körperliche Grenzerfahrung und der völlige Kontrollverlust im tiefsten Wald führen bei Dunbar zu einer seelischen Läuterung. In starken Metaphern beschreibt der Autor, wie psychische und physische Schmerzen sowie Innen- und Außenwelt miteinander verschmelzen. Es kommt einem vor, als suche der einst machthungrige und skrupellose Unternehmer mit dem quälenden Aufstieg auf den Berg die Nähe Gottes, seine Gnade und Erlösung.

    Währenddessen starten sowohl die „bösen“ Töchter als auch Florence mit ihren jeweiligen Verbündeten eine große Suchaktion. Die Spannung wird dadurch erhöht, dass in vier Tagen eine Aufsichtsratssitzung geplant ist, die über die Zukunft des milliardenschweren Konzerns entscheiden soll. Was die Skrupellosigkeit und Grausamkeit von Abigail und Megan betrifft, werden alle Register gezogen. Ihre Kaltblütigkeit und Gewaltbereitschaft erinnert an so manche Figur aus Shakespeares Vorlage. Edward St Aubyn hat in seinem fesselnden Roman nicht nur den Stoff von King Lear geschickt in die Neuzeit versetzt, sondern auch den Fall und die Läuterung eines Menschen, nachdem er auf die nackte Existenz reduziert wurde, stilistisch und dramaturgisch überzeugend umgesetzt.

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    leserattebremens avatar
    leserattebremenvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Leider etwas schwach
    Die Charaktere überzeugen nicht

    Dunbar führt ein Firmenimperium, als er von seinen Töchtern Abigail und Megan entmachtet werden soll. Sie setzen ihn unter Drogen und entführen ihn nach England in ein Sanatorium, wo er als angeblich psychisch krank behandelt wird. Doch seine dritte Tochter Florence glaubt nicht an die Geschichte und versucht, ihren Vater vor den grausamen Schwestern zu retten. Ein Kampf um Macht, Einfluss und die Familie beginnt.
    Mit „Dunbar und seine Töchter“ veröffentlich Edward St Aubyn seinen Beitrag zum Hogarth Shakespeare Projekt mit einer Neufassung von „König Lear“. Unabhängig von der Nähe zur Originalvorlage finde ich seine Umsetzung jedoch nicht sehr gelungen. Für mich sind Intentionen und Gefühle der handelnden Personen nicht richtig deutlich geworden, die Charaktere bleiben schemenhaft und unklar in ihrer Motivation. Die zwei Schwestern werden als bösartig beschrieben, Florence hingegen als die Gute. Doch das ist mir alles zu schwarz-weiß und auch die anderen Figuren bleiben seltsam flach und ohne Bezugspunkte. Die Handlung an sich ist spannend umgesetzt und die Verlagerung von „König Lear“ auf ein Unternehmen und darin stattfindende Zwiste ist zwar naheliegend, überzeugt mich in dieser Konstellation für jedoch nicht. Besonders der Schluss war mir eindeutig simpel und nicht gut genug durchdacht.
    Der Stil des Autors ist zwar gut lesbar, doch die Charaktere und das Setting konnten mich einfach nicht überzeugen. Das ist schade, besonders da ich die Bücher des Hogarth Shakespeare Projekts bisher alle sehr gut fand. Edward St Aubyns „Dunbar und seine Töchter“ war für mich jedoch etwas enttäuschend, ich würde allen Lesern die anderen Bände der Shakespeare Reihe des Knaus Verlags eher ans Herz legen. 

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