Edward St Aubyn Lost For Words

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Inhaltsangabe zu „Lost For Words“ von Edward St Aubyn

From Edward St Aubyn, the bestselling author of the Patrick Melrose novels, this is a thought-provoking and entertaining insight into a sniping world of literature, celebrity culture and ambition. Each of the judges of the Elysian Prize for literature has a reason for accepting the job. For the chairman, MP Malcolm Craig, it is backbench boredom, media personality Jo Cross is on the hunt for a 'relevant' novel, and Oxbridge academic Vanessa Shaw is determined to discover good writing. But for Penny Feathers of the Foreign Office, it's all just getting in the way of writing her own thriller. Over the next few weeks they must read hundreds of submissions to find the best book of the year, and so the judges spar, cajole and bargain in order that their chosen title gets the recognition it deserves. Meanwhile, a host of authors are desperate for Elysian glory, including brilliant writer and serial heart-breaker Katherine Burns, lovelorn debut novelist Sam Black, and Sonny, convinced that his magnum opus, The Mulberry Elephant, will take the literary world by storm. Lost for Words is razor-sharp and fabulously entertaining. It cuts to the quick of some of the deepest questions about the place of art in our celebrity-obsessed culture, and asks how we can ever hope to recognize real talent when everyone has an agenda.

Unterhaltsam, satirisch, witzig, aber ein bisschen verschwurbelt.

— IkeC
IkeC

Ein genialer Blick hinter die Kulissen der Literaturpreise.

— miss_mesmerized
miss_mesmerized
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  • Dieses Werk ist ein bisschen "lost for words"

    Lost For Words
    IkeC

    IkeC

    31. January 2015 um 21:23

    Was hat man von einem Schriftsteller zu erwarten, der über die Vorgänge schreibt, die sich rund um die Vergabe eines Literaturpreises ereignen? Sehr viel, aber nicht zu viel. Edward St Aubyn dreht in seiner Geschichte das Karussell ziemlich schnell mit den Autoren, solchen, die sich dafür halten, Kritikern, Lektoren, Juroren und vielen anderen, die nicht besonders viel von Literatur verstehen. Amüsant, spitzzüngig und vermutlich mit jeder Menge Einblicke in den Literaturbetrieb ist sein Roman. Aber so richtig hat mich die Handlung rund um die promiskuitive Autorin Katherine, ihre zahlreichen Lover und Ex-Lover und die Mitglieder der Jury für den Elysia Literaturpreis nicht gepackt. Jeder Strang plätschert so vor sich hin. Katherine zum Beispiel könnte eine bedauernswerte Figur sein - wunderschön, klug und begehrt, aber unfähig, sich fest zu binden. Wenn sie einen Mann aus ihrem Leben verbannt, dann leidet er wie ein Hund. Sam, ihr Kollege, oder ihr Lektor Alan sind solche Fälle. So tief kann die Liebe aber dann doch nicht sein, wie sich die Probleme wieder lösen lassen. Sam kommt auf die Shortlist für den Preis und Alan zieht wieder bei seiner Frau ein, die er zuvor für Katherine verlassen hatte.  Der indische Adelige Sonny hofft ebenfalls auf den Gewinn des Preises, aber so überzogen von sich selbst überzeugt, wie er dargestellt wird, ist ziemlich schnell klar, dass er darauf wenig Chancen hat. Die Jury, teilweise bestehend aus politischen Hinterbänklern, ist total überfordert mit ihrer Aufgabe und reagieren auf die Suche nach dem besten Buch mit dem Versuch, ihre jeweiligen Favoriten um jeden Preis durchzudrücken. Der Vorsitzende etwa hat den Posten nur angenommen, um länger im Fernsehen zu sein als bei all seinen Reden im Parlament zusammen. Ein anderes Mitglied der Jury ist ein aufstrebender Schauspieler, der so gut wie jedes Vortreffen verpasst und per Postkarte berichtet, welche Bücher er schon halb gelesen hat. Zwei chinesische Industrielle, die das Agrarunternehmen Elysia, das den Preis vergibt, übernommen haben, und die nur kurz im letzten Kapitel erwähnt werden, erscheinen als sympathischer und fähiger als die komplette Jury.  Ziemlich passend finde ich den Titel, wenn es um St Aubyns Humor geht: Ich bin nicht sicher, ob der immer ein Stilmittel ist, oder ob er teilweise die Fehler macht, die er seinen Protagonisten vorwirft. Autorin Penny hat ein Computerprogramm, das ihr Synonyme und Beschreibungen vorschlägt, die sie ständig begeistert nutzt. Genauso schwurbelt St Aubyn aber in Teilen seines Buchs herum, beschreibt die Gefühle der Protagonisten, als werde für Füllwörter bezahlt.  Vielleicht ist es ein Witz, vielleicht auch nicht. Wenn man bei Witzen über so etwas nachdenken muss, ist ihre Wirkung natürlich verpufft.  Ich hatte einige sehr begeisterte Rezensionen zu diesem Buch gelesen und war dadurch neugierig geworden. Ich bedauere es nicht, den Roman gelesen zu haben und fühlte mich gut unterhalten, aber irgendetwas hat mir gefehlt. 

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  • Edward St Aubyn - Lost for Words

    Lost For Words
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    15. November 2014 um 06:02

    Der „Elysian Prize for Literature“ soll vergeben werden. Das Komitee wird offenbar recht willkürlich nach Standesdünkel und zweifelhaften Kriterien ausgewählt und es ist klar, dass hier eine Einigung nicht einfach wird. Aber auch die Schriftsteller warten auf die Veröffentlichung der Long- und Später Short-List und bereiten sich schon auf ihre Siegesreden vor. Katherine Burns, brillante Schreiberin mit Herz für allerlei Männer, ist sich fast sicher, dass man an ihr nicht vorbeikommt – doch ihr Verleger vermasselt die Teilnahme und schickt das falsche Manuskript. Dies wiederum gehört einer Inderin, die lediglich ein Kochbuch schreiben wollte. Deren Neffe hofft seinerseits auf den Sieg und schmiedet Mordpläne, als er in der Short-List nicht berücksichtigt wird. Ein satirischer Blick auf die Vergabe von Literaturpreisen. Die Hybris der Autorenschaft, die sich weder um Publikum schert noch einen Bezug zur Realität hat, die Juroren, deren Kriterien nicht nur absurde Züge tragen, sondern die sogar glaubwürdig nach diesen Handeln und den Leser sich fragen lassen, ob da nicht doch ein Funken Wahrheit dran sein könnte. Viel Komik, herrlich absurd und das Ende kommt, wie es einfach kommen muss.

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