Edward van de Vendel , Roy Looman Krebsmeisterschaft für Anfänger

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Inhaltsangabe zu „Krebsmeisterschaft für Anfänger“ von Edward van de Vendel

Max ist fünfzehn und mit seinen besten Freunden übers Wochenende auf einem Fußballcamp, als ihm ein komischer Knubbel am Schlüsselbein auffällt. Wird schon nichts sein, sagt er sich, schließlich interessiert er sich für Mädchen, erste Küsse und Fußball. Aber er hat doch ein mulmiges Gefühl. Und das trügt ihn nicht. Bei ihm wird Lymphknotenkrebs diagnostiziert und das bedeutet Chemo, Krankenhaus, Übelkeit bis zum Abwinken. Was für ein mieses, unfaires Spiel! Aber Max gibt nicht auf und er gewinnt den Kampf gegen den Krebs. Doch damit ist es noch längst nicht zu Ende.

Das Buch hat mir super gefallen. Es klärt sehr gut über das, doch ernste Thema Krebs auf, verpackt das jedoch in eine tolle Geschichte!

— Anni-Booklove
Anni-Booklove

Eine wahre Geschichte aus der Sicht eines 16-Jährigen. Leider nicht so berührend wie erhofft aber trotzdem sehr interessant...

— Zyprim
Zyprim

Die Geschichte eines tapferen Jungen auf dem Weg zurück ins Leben.

— Nanniswelt
Nanniswelt

berührendes Buch über einen außerordentlichen Kampf , basierend auf realen Geschehnissen

— Vucha
Vucha

Einfach nur wunderschön! Basiert auf einer echten Erfolgsstory!

— Pippo121
Pippo121

Ein wundervolles Buch, das auf einer wahren Geschichte basiert und den Leser unbewusst so viel über das Leben lehrt!

— startbeingabooklover
startbeingabooklover

Tolle Geschichte, authentisch geschrieben

— -Bitterblue-
-Bitterblue-

Eine schöne wahre Geschichte, aber der Klappentext spoilert extrem.

— Bucheleganz
Bucheleganz

3,5 / 5 Sterne - sehr interessant beschrieben. Es kamen zwar nicht wirklich viele Gefühle rüber, aber es war trotzdem nicht schlecht

— Leseeule96
Leseeule96

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  • Sehr traurig, aber auch spannend

    Krebsmeisterschaft für Anfänger
    Anni-Booklove

    Anni-Booklove

    28. February 2017 um 11:05

    Inhalt & Informationen In dem Buch "Krebsmeisterschaft für Anfänger" von Edward van de Vendel und Roy Looman geht es darum, gegen den Krebs zu kämpfen und nicht aufzugeben. Der fünfzehnjährige Max geht über das Wochenende in ein Fußballcamp, als ihm eine seltsame, glatte Stelle an seinem Schlüsselbein auffällt. Zunächst macht er sich keine Gedanken, denn er hat schließlich andere Probleme: seine Freunde, und vor allem Mädchen. Trotzdem hat er ein seltsamen Gefühl und als er seine Mutter von dem Knubbel erzählt, reagiert auch die ängstlich. Im Krankenhaus wird es dann festgestellt: Lymphknotenkrebs. Doch Max gibt nicht auf und gewinnt den Kampf gegen den Krebs, aber auch danach, ist sein Wettkampf noch lange nicht zu ende. "Das hier ist das kränkeste Spiel, das ich jemals gespielt habe. Aber ich bin ein unglaublich schlechter Verlierer, das heißt: Ich sterbe nicht. Damit ihr das schon mal wisst."  Titel:Krebsmeisterschaft für Anfänger Verlag: Carlsen Autor: Edward van de Vendel & Roy Looman Seiten: 202 Erschienen: 28.07.16 Preis: 13,99€ (D)  Meine Meinung Schon wenn man den Klapptext ließt, weiß man, dass Max überleben wird. Trotzdem ist das Buch überhaupt nicht langweilig, denn manchmal denkt man eher, dass, was auf dem Klapptext steht, ist gelogen. Dadurch, dass Max genauso alt wie ich ist, konnte ich mich ihn hineinversetzten, auch wenn ich dass, was er durcherleben musste, natürlich nicht ganz verstehen kann, ich denke, dass kann man nur, wenn man selbst so etwas schlimmes erlebt hat. Aber sein ununterbrochener Mut und Enthusiasmus, sein Wille, das ganze zu überstehen, dass hat mich begeistert. Ich glaube, viele hätten, wenn sie die Nachricht bekommen hätten, sie haben Lymphknotenkrebs, aufgegeben, und nicht ihren persönlichen Wettkampf darauf gemacht. Ich finde es auch super, dass auch seine Freunde, seine Familie und sein ganzes Fußballteam zu ihm stehen und sich nicht von ihm abwenden, so nach dem Motto, vielleicht ist das ja ansteckend. Ich möchte später selbst mal Medizin studieren, deshalb fand ich das Buch auch aus dieser Sicht sehr interessant. Es gibt immer wieder Stellen, die in einer anderen Schriftart geschrieben wurden. Das ganze Buch ist eine Nacherzählung eines echten Ereignisses, und an manchen stellen wird dann in die Zukunft gegriffen oder Kommentare von Roy Looman, dessen Geschichte in Max verkörpert wird. Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen, auch wenn an manchen wenigen Stellen sich etwas gezogen hat und langweilig gewirkt hat. Aber diese wenigen Stellen machen nichts aus, denn das machen andere, sehr interessante Stellen wieder wett, in denen ich mit Max gebangt habe und mich mit ihm gefreut habe, wenn er ein Ziel erreicht hat. Auch nachdem Max den Krebs besiegt hat, hat er immer noch Ängste. Er bekommt Depressionen und muss so auch nach seinem Kampf gegen den Krebs weiterkämpfen, aber Max ist ein sehr schlechter Verlierer und so gewinnt er auch diesen Kampf. Fazit Mir hat das Buch "Krebsmeisterschaft für Anfänger" sehr gut gefallen. Dadurch, dass es nach einer wahren Begebenheit ist, konnte ich mich viel besser in Max hineinversetzten, weil ich wusste, dass alles wahr ist. Man bekommt nicht nur die schönen Seiten des Lebens und die nicht so schlimmen Momente im Leben mit dem Krebs gezeigt, sondern man bekommt auch Einblick in die Zeiten, in denen der Krebs fast gewinnt, und es einem ziemlich schlecht geht. Ich finde es toll, dass Roy Looman diese Geschichte mit und teilt, sodass wir mehr über diese schlimme Krankheit erfahren. In dem Buch wurde dieses ernste Thema wunderbar verbaut, sodass es eine schöne Geschichte ist, die trotzdem einen harten Kern hat und zum Nachdenken angeregt. Ich kann das Buch auf jeden Fall jedem weiterempfehlen! 5 von 5 Sterne! Danke an den Carlsen-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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  • Die Geschichte eines tapferen Jungen auf dem Weg zurück ins Leben

    Krebsmeisterschaft für Anfänger
    Nanniswelt

    Nanniswelt

    02. December 2016 um 06:29

    Die Geschichte ist die Biografie von Roy Looman aka Max, der im Alter von 15 Jahren an Lymphknotenkrebs erkrankt. Für ihn und seine Familie bricht erst einmal eine Welt zusammen. Doch Max, der mit Leidenschaft Fußball spielt und auch ein Junge ist der das Leben genießt, legt sich seine eigene „Strategie“ im Kampf gegen den Krebs zurecht. Diese lautet vor allen, sich dem Gegner zu stellen und zu bezwingen. Und zu sterben ist schon mal so GAR KEINE Option! Er muss 16 Chemotherapien über einen Zeitraum von 8 Monaten über sich ergehen lassen. Bei 1/16 schwört er sich mental darauf ein, seine ganz persönliche Meisterschaft gegen einen schweren Gegner zu führen und diesen zu bezwingen. Aber auch die Zeit nach der Chemotherapie 16/16, ist kein Zuckerschlecken und neue Probleme tauchen auf, denen er sich ebenfalls entgegen stellen muss. Da das Buch in der ICH-Perspektive von Roy selbst geschrieben wurde in Zusammenarbeit mit dem Autor Edward van de Vendel, bewegt den Leser die Geschichte nochmal mehr. Man bekommt auch die schwierige Zeit für die Angehörigen des kranken Jungen mit, begleitet ihn durch seine schweren Nebenwirkungen und ist doch sehr erstaunt, über die Gradlinigkeit, mit der Max sein Ziel wieder gesund zu werden verfolgt. Ich habe oftmals sehr mit gelitten, als er von den körperlichen und mentalen Strapazen berichtet hat. Aber ich musste auch über seinen Humor schmunzeln, der ihn offensichtlich aufrecht halten konnte. Da fallen mir die ewig stinkenden „Chemofürze“ ein, oder die witzigen Anekdoten über die Gespräche mit seinen besten Freunden über Mädchen und den Schulalltag. Beeindruckt hat mich diese Willensstärke des Jungen und den Umgang mit der Erkrankung. Roy aka Max zeigt mit seiner Geschichte, dass es sich lohnen kann, den Kampf gegen einen so bösartigen Gegner wie den Krebs anzugehen. Mit der Hilfe seiner Familie und Freunden hat er es geschafft und berichtet in dieser Biografie über den schweren Weg zurück ins Leben. 

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  • Meisterschaft mal anders

    Krebsmeisterschaft für Anfänger
    liberiarium

    liberiarium

    04. October 2016 um 09:38

    PLOTMax hängt gerne mit seinen Freunden ab und lebt für den Fußball. Dass ihm mit seinen fünfzehn Jahren aber ein Strich durch seine Jugend gemacht wird, nimmt er sportlich. Lymphknotenkrebs, so die Diagnose. Er bezeichnet seine Zeit mit Tabletten, Chemo und Krankenhausbesuchen als seine eigene Krebsmeisterschaft und so viel ist klar, Max denkt nicht einmal ans Aufgeben. Dass mit der Krankheit aber auch Depressionen und Angstzustände einhergehen, beunruhigt ihn viel mehr, als der Krebs es je tun kann. Dabei will er nur eins, das Ganze irgendwie bekämpfen, aufrecht stehen und die Meisterschaft gewinnen. MEINUNG Krebsmeisterschaft für Anfänger ist zwar von Edward van de Vendel geschrieben, erzählt aber eigentlich die Geschichte von Roy Looman, der gemeinsam mit dem Autor an dem Roman gearbeitet hat. Keine Szene ist ausgedacht, was die unglaubliche Authentizität des Buches ausmacht. Man merkt, dass zwischen den Buchstaben viele Emotionen stecken und spürt, wieecht das alles ist. Ich habe tatsächlich auch erst nach Beendigung des Titels davon erfahren, dass Max eigentlich Roy ist und plötzlich verstand ich, warum mich der Text so mitgenommen hat. Ich fragte mich, woher der Autor so viel über die Krankheit weiß und die Gefühle von Max so detailliert darstellt. Jetzt weiß ich die Antwort darauf – fiktiv ist hier nämlich eigentlich nichts. Die Geschichte schildert Max‘ Perspektive und funktioniert wie ein Tagebuch. Er schreibt einfach von der Leber weg auf, wie seine sogenannte Krebsmeisterschaft verläuft. Daher kann man im Fließtext auch schon einmal Auflistungen oder gar mehrere leere Seiten finden. Manchmal wechselt die Schriftart und man liest dann einige Passagen in einer Art Schreibmaschinen-Font. Diese war für meine Augen etwas zu klein geraten und ließ sich daher nicht ganz deutlich erkennen. Ich war dann schon froh, wenn die kurzen Szenen wechselten und wieder die normale Schriftart einsetzte. Damit einher geht auch der Schreibstil, der recht jugendlich ist. Dadurch, dass Max fünfzehn Jahre alt und der Roman aus seiner Sicht geschrieben ist, passt sich auch der Erzählstil sehr den Tagebucheinträgen eines Jugendlichen an. Diese Jugendsprache war mir vor allem zu Beginn doch etwas stark eingesetzt und ich war froh, dass mit Max‘ Älterwerden auch die Sprache etwas erwachsener wird. Dadurch, dass das Buch keine Kapitel hat, weiß man gar nicht, wann man eigentlich mit dem Lesen aufhören soll. Am liebsten will man den Roman in einem Rutsch durchlesen – mit rund 200 Seiten ist das auch gar nicht mal so schwer. Krebsmeisterschaft für Anfänger las sich für mich sehr flüssig und ich war daher auch recht schnell mit dem Titel durch. Wer Angst hat, dass dieses Buch nur traurig ist, kann jetzt aufatmen: ja, ich habe mehrfach eine Träne vergossen, aber ich habe noch mehr gelacht. Max will sich nicht unterkriegen lassen und hat tolle Freunde, die ihm – und mir – immer wieder ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Der Ton wechselt ständig, je nachdem in welcher Phase von Max‘ Leben sich der Leser befindet. Die Thematik des Buches ist relativ klar, es geht um einen Jungen, der an Krebs erkrankt. Allerdings behandelt Krebsmeisterschaft für Anfänger eben nicht nur einseitig die Krankheit. Max lernt auch andere Menschen mit Krebs kennen und erfährt, wie man als Angehöriger mit der Krankheit umgehen kann. Besonders gut gelungen war auch die Darstellung der Depressionen und Angstzustände. Dass eben nicht nur Krebs eine schwarze Wolke sein kann, sondern man auch von psychischen Schwierigkeiten begleitet wird, muss Max selbst erkennen. Und obwohl Max mit allem irgendwie fertig werden muss, gibt er sein normales Leben nicht auf.Fußballfans kommen durch zahlreiche Anspielungen auf ihre Kosten und können sich an einigen Sportszenen erfreuen. Für mich, als jemand der mit Fußball nicht so viel zu tun hat, stellte sich die Thematik glücklicherweise nicht so sehr in den Vordergrund, dass es mich gelangweilt hätte. FAZIT Ich bin quasi nur so durch das Buch geflogen – ich hatte ständig Lust, wieder einige Seiten zu lesen und konnte den Roman daher schnell beenden. Ein rasantes, aber dennoch intensives und emotionales Lesevergnügen. Die Figuren wirken echt, weil sie eben echt sind. Max‘ Geschichte ist die eines Kämpfers, der nur vorwärts und seine Meisterschaft erringen will. Man bekommt durch Max ganz neuen Mut! Mir hat Krebsmeisterschaft für Anfänger wunderbar gefallen und bekommt mitfünf von fünf Lesebrillen meine klare Empfehlung!

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  • Ein wundervolles Buch, das unbewusst so viel über das Leben lehrt!

    Krebsmeisterschaft für Anfänger
    startbeingabooklover

    startbeingabooklover

    11. September 2016 um 16:00

    Das Buch “Krebsmeisterschaft für Anfänger” entstand durch die Zusammenarbeit des niederländischen Autors Edward van de Vendel mit dem jungen Roy Looman, der selbst an Krebs gelitten hat und seine Geschichte in diesem wundervollen Buch festgehalten hat. Inhalt: Max ist gerade einmal 15 Jahre alt als er die schockierende Diagnose von Lymphdrüsenkrebs erhält. Vor allem jetzt wo alles so gut läuft mit dem Fußball, seinen neuen besten Freunden und auch den Mädchen, hätte keiner mit dieser Hiopsbotschaft gerechnet. Doch noch vor der ersten Behandlung ist Max sich sicher: Den Krebs werde ich auf jeden Fall in die Knie zwingen, denn ich bin ein schlechter Verlierer und eine Niederlage kommt für mich gar nicht in Frage! Was darauf folgt ist eine schwierige Zeit, die sowohl Max als auch seinen Freunden und seiner Familie sehr zusetzt und schwarze Schatten über Maxs Leben wirft. Meine Meinung: Mir persönlich hat das Buch wirklich gut gefallen. Sowohl von der Thematik als auch von der Gestaltung her war ich von Anfang an sehr an diesem Buch interessiert und wurde zum Glück nicht enttäuscht. Dieses Buch ist nicht wie jedes Buch, dass das Thema Krebs beinhaltet und eine tragische Liebesgeschichte erzählt - in diesem Buch geht es viel mehr um Max und seine Gedanken und Gefühle während seinen Behandlungen und der Zeit davor. Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen und ist durch den Einschub von tagebuchartigen Textpassagen abwechslungsreich und sehr interessant. Fazit: “Krebsmeisterschaft für Anfänger” ist ein sehr schönes und einzigartiges Buch, das nicht im Geringsten mit den typischen Klischees über Krebsbücher übereinstimmt. Ich empfehle das Buch jedem, der sich für das Thema Krebs und den Umgang mit dieser Krankheit interessiert oder einfach nur auf der Suche nach einem guten Buch für zwischen durch ist.

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  • Ein beeindruckender Kampf gegen einen unsichtbaren Gegner

    Krebsmeisterschaft für Anfänger
    Pippo121

    Pippo121

    07. September 2016 um 10:02

    Max ist 15, als er durch Zufall einen Knubbel am Schlüsselbein entdeckt. Sofort sucht er seinen Hausarzt auf und schon bald folgt das Entsetzen: Max hat Krebs! „Ich sagte nichts und ich fragte nichts, und die neunzigprozentige Chance auf eine Heilung beeindruckte mich auch nicht. Dass man so ausradiert werden kann, als normaler Fünfzehnjähriger, dass man mit einer einzigen Diagnose mitten in einen Albtraum versetzt werden kann: Ich hatte es nicht gewusst. Aber ich sah, wie mir genau das passierte.“ (S.23)Nun muss der Jugendliche mit einem Schlag erwachsen werden und seinen wohl schlimmsten Kampf durchstehen … Der Schreibstil des Autorenduos ist sehr jugendlich, direkt und offen. Die Sprache ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Interessant fand ich auch den Verzicht auf Einteilungen in Kapitel, dafür hat Max quasi zu sich selbst gesprochen und immer wieder Einwürfe und zusätzliche Erklärungen geliefert, die über die eigentliche Erzählung hinausgehen. Max zeigt sich sehr kämpferisch im Umgang mit dem Krebs. Während der gesamten Therapie dachte er nicht einmal an den Tod, dieser war für ihn einfach keine Option. Die Schilderung der Krankheit ist sehr authentisch und zeigt, welchen Mut und welche Kraft Max aufbringt. Er kämpft den Kampf seines Lebens und vergleicht den Krebs mit einem Fußballspiel, das er unbedingt gewinnen muss.„Wenn ich nur ins Spiel komme, dachte ich. Wenn ich nur eine Chance bekomme, zu kämpfen! Wann geht es los mit den ersten Medikamenten?“ (S.27) Auch die Reaktionen und die Verzweiflung der Familie und der Freunde sind sehr glaubhaft dargestellt. Die gesamte Familie rückt enger beisammen, sie werden durch dieses schwere Schicksal zusammengeschweißt. Doch Max lässt sich von der verzweifelten Stimmung nicht anstecken, sondern bleibt kämpferisch.„Selbst wenn ich es an euch weitergeben könnte, ich würde es nicht tun. Das hier ist mein Kampf, na los!“ (S.28)„Das hier ist vielleicht mein bisher kränkstes Spiel, aber ihr wisst ja, ich bin ein unglaublich schlechter Verlierer. Das heißt, ich sterbe auf gar keinen Fall.“ (S.29)Seine beiden kleinen Brüder helfen ihm zudem mit ihrer kindlichen Sicht, mit den Füßen auf dem Boden zu bleiben. Sie können die gesamte Tragweite der Erkrankung natürlich nicht erfassen und halten durch ihre Art und Wiese wenigstens ein kleines Stückchen Normalität in Max‘ Leben aufrecht. Dennoch macht Max auch schwere Zeiten durch und natürlich verliert er manchmal die Fassung, aber wer könnte ihm das verübeln? Besonders die Nächte bereiten ihm Probleme, da er nun alleine ist und in seinen, nicht immer sehr optimistischen, Gedanken versinkt. Eigentlich weiß er, dass seine Überlebenschance sehr hoch ist, denn neunzig Prozent aller Kinder überwinden den Lymphdrüsenkrebs – zehn Prozent hingegen schaffen es leider nicht. „Abends, in meinem erschöpften Kopf, wuchs diese Unglücksmarge, wenn ich nicht aufpasste, auf elf, zwölf, vierzig, siebenundsiebzig Prozent an. Abends fiel ich, wenn ich nicht aufpasste, von meinem Startblock herunter.“ (S. 31) „Die Nacht und der Tod, sie ähneln sich.“ (S.50) Als er wieder die Schule besucht, wird er sich zum ersten Mal so richtig bewusst, dass sein unbeschwertes, normales Teenagerleben vorbei ist. Denn aufgrund seiner Krankheit sticht er aus der Masse heraus und daran muss er sich erst einmal gewöhnen. Er kann nicht mehr zwischen all den Schülern untertauchen, jeder kennt ihn und starrt ihn an. Zum ersten Mal schämt Max sich für seine Krankheit. „Es war, als wäre ich selbst schuld daran, als hätte ich den Krebs bekommen, weil ich eine wichtige Klassenarbeit in den Sand gesetzt, mir keine Mühe gegeben, meine Hausaufgaben in den Wassergraben fallen gelassen hätte.“ (S.42) „Ich war ein seltenes Zootier.“ (S.42) Trotz der Schmerzen und der Übelkeit merkt Max, wie sehr seine Krankheit auch den Rest der Familie belastet. Nicht nur er macht eine schwierige Zeit durch, auch seine Familie und sein engsten Freunde leiden mit und kämpfen an seiner Seite. Krebs hat man nie alleine, er betrifft die ganze Familie. „Mein Krebs hat auch ihr Leben auseinandergenommen und danach wieder schief zusammenmontiert. Ich habe sie einen nach dem anderen angesteckt. Dieses Bobby-Syndrom gibt es also wirklich.“ (S.85) Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern zum Thema Krebs und Krankheit, endet dieses Buch nicht mit dem Sieg über die Krankheit oder dem Tod des Protagonisten. Max triumphiert über den Krebs und weist ihn in seine Schranken, doch damit ist es noch lange nicht vorbei. Denn Max verfällt in Angstzustände, die Angst vor dem Tod sucht ihn erst nach der Krankheit heim. Er fühlt sich schlapp und bildet sich ein, dass hinter jeder kleinen, harmlosen Erkrankung wieder der Krebs steckt. Er verfällt in regelrechte Depressionen, hat aber gleichzeitig das Gefühl, dass er seiner Familie und seinen Freunden damit zur Last fällt. Diese sind einfach nur froh, die Krankheit überwunden zu haben und wollen mit diesem Kapitel abschließen. Sie können sich verständlicherweise nicht in Max‘ Gefühlwelt hineinversetzen, der ja zum Teil auch selber weiß, wie irrational er sich benimmt. Doch die Angst hat ihn fest im Griff und er kann sich aus dieser Umklammerung nicht mehr lösen. Erst als er mit der Krankenhauspsychologin darüber redet und sich ihr ganz öffnet, stellt er fest, dass er nicht alleine mit seiner Angst dasteht und dass sie ihm helfen kann. Diese psychischen Nachwirkungen einer Krebserkrankung waren mir bis dato überhaupt nicht bewusst und haben mich entsetzt. Denn nach überwundener Krankheit sollten die Jugendlichen ihr Leben genießen dürfen, ohne dass der Krebs weiterhin in ihrem Kopf herumspukt und ihr Denken beherrscht. Das Buch basiert auf einer wahren Begebenheit, denn einer der Autoren, Roy Looman, erkrankte als Fünfzehnjähriger an Lymphdrüsenkrebs. Ich habe größten Respekt vor Roy Looman und ziehe den Hut vor seinem kämpferischen Umgang mit einer Krankheit, die schon so manchen Erwachsenen in die Verzweiflung trieb. Es ist seine Geschichte und sein Schicksal, das einen in diesem Buch berührt und dies gibt dem Buch eine ganz besondere Tiefe. Dieses Buch drückt nicht auf die Tränendrüse sondern zeigt eine ganz neue Facette der Krankheit auf, die lange nach der letzten Chemotherapie beginnt. Es regt zum Nachdenken an, zeigt den Überlebenskampf eines jungen Menschen während, aber auch nach der Erkrankung und versprüht dennoch eine gehörige Portion Optimismus und Hoffnung. Absolute Leseempfehlung!

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  • Ich bin der Chemo Kasper und ich jage schlechte Zellen

    Krebsmeisterschaft für Anfänger
    -Bitterblue-

    -Bitterblue-

    15. August 2016 um 11:45

    Im Rahmen einer Blogtour durfte ich dieses Buch lesen. Das Thema „Krankheit“ und auch „Krebs“ fand ich schon immer sehr interessant. „Krebsmeisterschaft für Anfänger“ unterscheidet sich von den anderen Büchern, die ich bisher zu dem Thema gelesen habe.  Die Geschichte wird aus der Sicht von Max erzählt, der mit 15 an Krebs erkrankt. Mir gefiel vor allem der jugendliche Schreibstil, der das Buch so authentisch machte. Max nimmt kein Blatt vor den Mund, spricht aus was er denkt, lässt aber auch mal Sachen weg. Man hat das Gefühl persönlich mit Max zu sprechen.  Max ist ein Kämpfer, gibt nie auf und lässt sein Leben nicht durch den Krebs bestimmen. Sicherlich agiert er nicht immer schlau und durchdacht, aber er ist nun mal auch erst 15 Jahre alt. Doch Krebs ist nicht alles was in diesem Buch behandelt wird. Es zeigt eher den kompletten Ablauf einer Erkrankung. Das Davor, aber auch das Danach. Welche positiven als auch negativen Folgen entstehen können. Ein wirklich umfangreiches Buch, das dennoch auf eine unterhaltsame Weise informiert. Lediglich den Titel finde ich persönlich etwas unpassend. 4 Sterne

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  • 3,5 von 5

    Krebsmeisterschaft für Anfänger
    Leseeule96

    Leseeule96

    08. August 2016 um 01:36

    Ich habe dieses Buch im Rahmen einer Blogtour vom Verlag als Leseexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank dafür! Max ist erst fünfzehn, als bei ihm Lymphknotenkrebs diagnostiziert wird. Obwohl er in seinem Alter eigentlich andere Probleme haben sollte, stellt er sich seiner Krankheit und beginnt den Kampf gegen den Krebs, den er auch gewinnt. Aber obwohl jetzt eigentlich alles wieder in Ordnung sein sollte, erkrankt er an noch einer anderen Krankheit. Schafft Max auch diesen Kampf?Das Buch ist mit seinen 200 Seiten ja relativ dünn, also habe ich mir schon gedacht, dass ich es schnell gelesen haben werde. So war es dann auch, denn ich konnte das Buch prima in einem Rutsch durch gelesen. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich daher zügig lesen.Max ist in der Pubertät und sein Leben besteht nur aus Fußball, Schule, seinem Nebenjob im Supermarkt und feiern mit seinen Freunden. Dabei wirft er natürlich auch den einen oder anderen Blick auf Mädchen. Als er dann mit seiner Diagnose konfrontiert wird, verhält er sich wirklich bemerkenswert. Natürlich ist er erst einmal geschockt und auch während der Chemo-Therapie hat er die einen oder anderen Zusammenbrüche, aber wer hätte das in seiner Situation nicht? Ich finde, er ist schon ziemlich gut an die Sache heran gegangen, hat von Anfang an daran geglaubt, dass er den Krebs besiegen kann und ist mit einer entsprechenden Kampfhaltung an das Ganze heran gegangen. Das fand ich echt beeindruckend, zumal ich immer im Hinterkopf hatte, dass diese Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht.Ich habe schon einige Bücher gelesen, in denen es um die verschiedensten Krankheiten ging - oft auch um Krebs - aber die gewünschten Emotionen sind in diesem Buch leider nicht so ganz übergesprungen. Ich bin also eher mit einer distanzierten Sichtweise durch das Buch gegangen und konnte nicht so richtig mitfühlen, wie ich es mir gewünscht hätte.Der zweite Teil des Buches hat mir leider nicht so gut gefallen. Max hat den Krebs besiegt und versucht nun sein Leben ganz normal weiter zu leben, wie vor der Diagnose. Auch wenn er sehr motiviert ist und gut an die Sache heran geht, gelingt es ihm nicht so gut und schließlich erkrankt er auch noch an Panikattacken und Depressionen. Dieser Teil war mir leider viel zu schwammig und ungenau. Man hätte vielleicht noch ein bisschen besser darauf eingehen können, wie auch auf die vorherige Erkrankung. Den Teil fand ich wiederum sehr informativ und interessant.Nichtsdestotrotz ziehe ich meinen Hut vor Roy Looman, der an diesem Buch mitgewirkt hat, denn es ist seine Geschichte, die hier erzählt hat und er kann wirklich stolz auf sich sein, was er alles geschafft hat.Ich empfehle dieses Buch trotzdem gerne weiter, denn es ist ein gutes, durchschnittliches Jugendbuch, auf einer wahren Begebenheit und da es auch kein großer Wälzer ist, verschwendet man nicht seine Zeit und kann sich auch gut auf die Geschichte einlassen.

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