Ob so der ideale Ersatzvater aussieht? Singel, Anfang 40, WOhnort New York, verrückte Freunde und eine Handvoll Neurosen? Vielleicht nicht auf den ersten Blick. Aber als Ed Wintle von seiner Schwester gebeten wird, ihre Tochter Tiffany zu sich auf zu nehmen, sagt er spontan ja. Die rebellische Dreizehnjährige ist ihrer Mutter hoffnungslos über den Kopf gewachsen, und Ed soll den Teenager nun in den Griff bekommen. Schon bald stellt Tiffany den kultiviertesten Greenwich - Village - Alltag ihres Onkels völlig auf den Kopf. Doch als der erste Schock über die neue Situation bei beiden überwunden ist, lernen sie, ihr Zusammenleben zu regeln und ihre jeweiligen Eigenheiten zu tolerieren. Schwierig bleibt es trotzdem, wenn aus einem bezaubernden Mädchen in Sekundenschnelle ein wutschnaubender Satansbraten wird, der Eds Erziehungsversuche mit aller Macht sabotiert - und ihn kurz darauf wieder um den kleinen Finger zu wickeln. Und manche Sorgen bekämpft Ed selbst mit Yoga und beruhigenden Gurkenmasken vergebens. Trotzdem liebt er seine Nichte über alles, und auch sie würde für ihren Onkel durchs Feuer gehen.
Mich hat das Thema des Buches gelockt, es zu lesen, da meine Erfahrungen mit Büchern von solchem Thema nicht sehr gut sind.
In gewisser Weise hat mich dieses Buch dann überrascht. Viel Gefühl und ein guter Schreibstil haben mich das Buch in einem Rutsch durchlesen lassen. Sehr amüsant wird das Zusammenleben eines Onkels und dessen Nichte beschrieben, und auch die weniger gut gelaufenen Dinge wie Streite werden geschildert.
Insgesamt hebt sich das Buch schon von den anderen seiner Art ab, einfach weil der Autor ganz anders mit dem Thema umgeht. Wen das verrückte Zusammenleben eines Onkels und seiner Nichte interessiert, kann mit diesem Buch nicht viel falsch machen.




