Edwin Lefevre Jesse Livermore - Das Spiel der Spiele

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Inhaltsangabe zu „Jesse Livermore - Das Spiel der Spiele“ von Edwin Lefevre

An diesem Buch kommt kein echter Börsianer vorbei. Einer der ganz großen Spekulanten aller Zeiten beschreibt das wechselvolle Auf und Ab mit Aktien und Termingeschäften. Eines der besten Bücher, die über die Börse geschrieben wurden. Das Wertpapier Erstmals 1923 erschienen, gilt Lefèvres Geschichte über Jesse Livermore, einem der genialsten Spekulanten aller Zeiten, längst als Börsenklassiker schlechthin und als eines der meistgelesenen Investmentbücher der Welt. Capital-Urteil: Ein Lehrstück und eine packende Lektüre über das Abenteuer Börse. Capital

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    Jesse Livermore - Das Spiel der Spiele
    R_Manthey

    R_Manthey

    24. June 2015 um 14:43

    Als ich vor vielen Jahren mit dem Traden begann und meine Depotbank allen Interessierten meine Adresse verriet, bombardierte mich ein Verleger in geradezu penetranter Weise mit Werbungen für dieses Buch. Hinzu kamen Empfehlungen für teure Börsenbriefchen, die mir den Himmel auf Erden versprachen, wenn ich nur an die genialen Methoden von Mister Livermore glauben würde. Weil nun offenbar wieder ein neuer Börsenzyklus begonnen hat, kommen neue Werke über Livermore auf den Markt. Da lohnt es vielleicht, sich zunächst an die alten zu erinnern. Als Leser dieses Buches stellte sich mir eine einfache Frage: Was können wir von einem Trader lernen, der sich auf dem Klo erschießt, weil er pleite ist? Die Antwort ist so banal wie das ganze Buch: Entweder wir fügen unserer mehr oder weniger großen Begabung für das Handeln mit Wertpapieren eine profitable Methodik und die eiserne Disziplin, dieser auch treu zu bleiben, hinzu oder uns droht ein schmachvolles Ende, das wir dann unseren Neigungen entsprechend ausleben können. Wir erfahren in der Mitte dieses Buches, dass Livermore diese einfache Wahrheit kannte. Meist liegt aber ein unüberbrückbarer Weg zwischen einer Erkenntnis und der konsequenten Tat. Vielleicht ist das ja die Essenz dieses Werkes. Wer Kinder hat, der weiß, dass man Erfahrungen nicht einfach so durch Erzählen weitergeben kann. Jede Generation hat stets das dringende Bedürfnis, alle Schmerzen von neuem selbst zu erleben. Und weil das so ist, wird wohl kaum jemand aus diesem Buch eine wirkliche praktische Erkenntnis für sich ziehen. Viele werden es sich vornehmen oder es wenigstens theoretisch einsehen. Aber wenn es dann zur Sache geht, werden sie es vergessen. Nur wenn es wirklich weh tut (und das auch noch oft genug), ist man eventuell bereit, Lehren aus den eigenen Handlungen zu ziehen. Wer dies nicht glaubt, wird es erfahren. Warum sollte man dann aber dieses Buch lesen? Es bietet keinerlei wirklich praktische Anleitungen, auch wenn das die meisten Rezensenten recht kühn behaupten. Allenfalls liefert es Verhaltensregeln und allgemeine Erkenntnisse. Aber es unterhält den interessierten Leser. Und es zeigt, dass sich in hundert Jahren eigentlich nichts außer der Geschwindigkeit und der Masse der Trades verändert hat. Livermore lässt uns über seine Schultern sehen. Für die einen ist das faszinierend, weil sie glauben, sie könnten hier etwas lernen, für die anderen, weil sie sehen, dass sich alles wie Ebbe und Flut wiederholt. Zunächst erkennt er als Fünfzehnjähriger, dass man aus bestimmten Preisbewegungen mit einer gewissen Sicherheit erkennen kann, wie sich diese Preise in nächster Zukunft verhalten werden. Livermore arbeitete in einer Art Wettbüro für Aktien- und Rohstoffmärkte, in denen die Kursstellung ähnlich funktionierte wie heute im außerbörslichen Handel. Livermores Fähigkeiten sind so außergewöhnlich nicht, denn jeder einigermaßen begabte Mensch kann aus Tickerbewegungen oder der Betrachtung von Minutencharts nach gewisser Zeit Muster erkennen. Der Punkt ist vielmehr, dass man auch genug Selbstvertrauen hat, um mit großen Summen auf diese Fähigkeit zu setzen. Nachdem Livermore zu einer Bedrohung für die Wettbüros wurde und dort deshalb nicht mehr als Kunde akzeptiert wurde, versuchte er seine Fähigkeiten über Brokerfirmen in Geld umzuwandeln. Er brauchte allerdings mehrere gefühlte Pleiten, um zu begreifen, dass sein System hier nicht mehr so wie früher funktionierte. Die gestellten Kurse liefen anders als in den Wettbüros der Handelsrealität hinterher. An der Tatsache, dass Livermore fünf Jahre und über ein Viertel des Buches für diese uns nicht vom Hocker werfende Erkenntnis brauchte, sieht man, dass inzwischen viele Jahrzehnte vergangen sind. In den restlichen drei Viertel des Buches findet der Leser viele große und kleine Geschichten um Livermores Handelsaktivitäten und sicher auch sehr viel Lehrreiches. Aber all dies sind nur Worte. Zu dem findet man diese Erkenntnisse heute oft viel besser erklärt und mit Charts untermauert in jedem besseren Börsenbuch. Livermores Methodik selbst bleibt in diesem Buch natürlich weitestgehend im Dunkeln. Fazit: Dieses Buch hat seinen historischen Platz, ansonsten ist es ziemlich überbewertet. Außer ein paar allgemeinen Hinweisen zur Psychologie des Börsenhandels erfährt der dem Thema zugeneigte Leser noch etwas aus der Innenwelt eines in seiner Zeit gefürchteten Börsenhändlers. Letztlich verlief dessen Leben jedoch nicht so, dass wir uns unbedingt danach sehnen sollten, es ihm nachzutun. Merkwürdigerweise ist das Buch von Marty Schwartz (Pit Bull), eines tatsächlich nachhaltig erfolgreichen Traders aus der jüngeren Vergangenheit, nicht ein solcher Publikumserfolg zuteil geworden, obwohl es bestimmt nicht schlechter ist. Wer hingegen wirklich etwas Praktisches von einem erfolgreichen und im Leben stehenden Trader lernen will, der sollte zu Joe Ross (Trading ist ein Geschäft) greifen. Sollte jemand bei diesem Buch vom Preis geschockt sein, dann kann er ja mit Livermore weiterträumen.

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