Egbert Osterwald

 3.6 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor von 2054 - Jahr der Entscheidung, Herzblut und weiteren Büchern.

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2054 - Jahr der Entscheidung

2054 - Jahr der Entscheidung

 (7)
Erschienen am 24.05.2016
Schneeschmelze

Schneeschmelze

 (2)
Erschienen am 17.01.2016
Schwarz Rot Blond

Schwarz Rot Blond

 (2)
Erschienen am 20.03.2009
Sieben Frauen und ein Mord

Sieben Frauen und ein Mord

 (2)
Erschienen am 01.12.2015
Liebe, Kitsch und Bücherwürmer

Liebe, Kitsch und Bücherwürmer

 (1)
Erschienen am 15.11.2015
Eisvogel, flieg!

Eisvogel, flieg!

 (1)
Erschienen am 27.01.2016

Neue Rezensionen zu Egbert Osterwald

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Rezension zu "2054 - Jahr der Entscheidung" von Egbert Osterwald

Gute Idee und auch rasante Umsetzung
Feanorvor 2 Jahren

Als Autor einer dystopischen Serie beschäftige ich mich regelmäßig damit, was die "Konkurenz" so schreibt.
Ich finde "2054" thematisch sehr gelungen. Alte vs. Junge ist sicher ein zukünftiges Thema, vor allem in der politischen Landschaft. Auch der Schreibstil war äußerst flüssig zu lesen. Schwierigkeiten hatte ich tlw. mit der vertraulichen Anrede, die zwischen allen Personen in der Zukunft angewendet wird. Das "Du" zwischen wildfremden Personen wirkt in Deutsch etwas befremdlich. Aber unabhängig davon war die Geschichte gut überlegt, vielleicht phasenweise etwas zu offensichtlich. Dennoch gerne 4/5 Punkten.

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tschulixxs avatar

Rezension zu "2054 - Jahr der Entscheidung" von Egbert Osterwald

Spannend und aufregend...
tschulixxvor 2 Jahren

Jung gegen Alt. Grundsätzlich findet das ja auch heute schon im kleinsten Ausmaß statt. Die Alten lästern wie schlimm die Jugend geworden ist, und die Jugend will mit den Alten nichts zu tun haben. Ich glaube, dass viele Jugendliche so denken und auch genervt sind. Sei es in der Straßenbahn, wo man für die Alten Platz machen muss und seinen geliebten Sitzplatz hergeben muss. Oder diese Diskussionen die ich oft im Bus schon mit anhörte, dass unsere Pension einmal sehr schlecht ausfallen wird. Oder einfach nur, wenn den Jungen der Respekt gegenüber den Äleren fehlt, oder die Älteren der jüngeren Generation nicht Platz macht. Natürlich denken viele nicht so, aber leider denken viele genau so.

Der Roman von Egbert Osterwald greift dieses jetzt noch kleine Problem auf und entführt den Leser in eine Welt, in der die Alten die Mehrheit haben und die Jungen nichts bewegen können. Eine Welt in der die Jungen die Alten hassen und die Alten die Jungen unterdrücken. Ach....es könnte so schlimm werden!

Kurz zum Inhalt:

Deutschland im Jahr 2054: Die Überalterung der Gesellschaft ist so weit fortgeschritten, dass die Über-60-Jährigen die Mehrheit stellen – in der Gesellschaft und der Politik. Die arbeitende Bevölkerung finanziert den kostspieligen Lebensabend und für Kinder bleibt kein Geld.

Die Stimmung im Land ist angespannt und droht zu kippen, als der oberste Geheimdienstchef in seinem eigenen Haus ermordet wird. Die Tat lässt auf eine mächtige, perfekt organisierte Gruppe schließen, der sich die zwei Ermittler Cender und Wende gegenübersehen. Bald erhalten sie zudem Hinweise auf einem geplanten Giftgasanschlag anlässlich eines internationalen Fußballspiels, der mit dem Mord zusammenzuhängen scheint.

Die Bekennerschreiben stammen allesamt von Alten, die sich vor Entmündigung fürchten. Die eigentlichen Verdächtigen sind jedoch Junge, allen voran die Fortschrittspartei Bewegung 44 mit ihrem charismatischen Vorsitzenden Karsten Meister.

Wie lange kann diese zum Scheitern verurteilte Gesellschaft noch friedlich gelenkt werden? Steckt ein größerer Plan hinter dem Anschlag? Und wird es Cender, Wende und Karsten Meisters Pressesprecher, Hagen Conradi, gelingen, den Tod von hunderttausenden unschuldigen Opfern zu vereiteln? 

 

1.Kriterium: Die Idee des Buches.

Wie ihr sicher schon in meiner Einleitung mitbekommen habt, bin ich von der Idee sehr angetan, weil es für mich sehr realistisch ist. Es behandelt viele verschiedene Themen, von Terrorismus über Politik bis hin zu den Jugendlichen die sich gegen das System wehren. Aber hier sind ja auch noch die Alten im Altersheim die das System ausnutzen. Es herrscht Krieg, wie es im Buch beschrieben wird, und ich kann es auch verstehen. Stellt euch eine Welt vor, in der es normal ist, dass alte gebrechliche Menschen im Café zusammengeschlagen werden. Schrecklich aber leider auch vorstellbar. In diesem Buch fragt man sich: "Wie weit wird die Welt gehen? Wie schrecklich könnte es werden?" Heute könnte sowas nie passieren, aber in der Zukunft? Wer weiß... Alles ist irgendwie verrückt...

Der Autor hatte eine spannende Idee, die mich überzeugt hat.

 

2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.

Ich brauchte einige Zeit, bis ich richtig ins Buch hineingefunden habe. Es sind sehr viele verschiedene Sichtweisen, die oft gewechselt werden. Das war für mich anfangs etwas verwirrend, weil ich auch mit den Namen durcheinander kam. Ich fand diese teilweise sehr ähnlich. Im Nachhinein dachte ich mir, warum habe ich diese Personen bloß verwechselt.

Das Buch ist so aufgebaut, das man Einblicke in viele Schichten bekommt. Polizisten, alte sowie junge Politiker, Sportler und Journalisten. Ich fand das sehr interessant zu beobachten, denn es führte mich mehr in das Buch hinein.

Hier hab ich jedoch eine Kleinigkeit auszusetzen. Ich mag kein Fußball und ich fand es irgendwie nicht so toll, dass der Autor auch auf diesen Sport eingegangen ist. Ist halt Geschmackssache, mich hats gestört, obwohl es so selten vorkam...

 

3. Kriterium: Die Charaktere.

Die Charaktere fand ich sehr unpersönlich, obwohl man viel Einblicke in ihr Leben bekommt, bzw. eher in ihren Beruf. Der Leser wurde in dieser Weise eher auf Distanz gehalten und ich konnte mich gefühlsmäßig nicht in die Personen hineinfühlen. Man versteht zwar ihre Reaktionen und diese sind auch komplett logisch, aber dennoch baut man keine Beziehung zu ihnen auf.

So wie das Buch aufgebaut und geschrieben ist, passen die Charaktere, so wie sie beschrieben werden, wider rum sehr gut dazu. Das Buch soll ja eher auf das Problem und die Lage des Landes mit den Charakteren aufmerksam machen. Die Gefühle spielen in dem Sinn eine Rolle, weil man ihren Hass sehr stark spüren kann.

Also die Art von Charakteren für diese Art von Buch perfekt.

 

4. Kriterium: Die Spannung, bzw. ob mich das Buch gefesselt hat. 

Es dauerte etwas, bis mich das Buch komplett gefesselt hat, denn ich hätte nicht mit so viel Politik gerechnet. Anfangs fand ich es zu viel, dann aber fand ich meinen Gefallen daran. Es war sehr spannend die Parteien und die Reaktionen der Bevölkerung zu beobachten. Auch die Polizeiarbeit fand ich interessant und komplex aufgebaut. Der Leser bekommt ja durch die vielen Sichtweisen mehr Einblicke und fiebert mit, dass die Polizei auf die richtige Spur kommt, denn man selbst weiß ja genau wie es abgelaufen ist.

 

5. Kriterium: Die Schreibweise.

Das Buch ist sehr hochwertig und mit viel durchdachten Sätzen ausgearbeitet. Man merkt, dass sich der Autor sehr mit seiner Idee beschäftigt und diese mit viel Liebe ausgearbeitet hat. Trotz der vielen Politik wurde nicht fachgesimpelt, weswegen das Buch sehr einfach und flüssig zu lesen ist.

Das Buch ist trotzdem sehr anspruchsvoll, denn es passieren viele Dinge sehr plötzlich. Wenn man im Zug liest, und zum Beispiel lärmende Kinder neben einen sitzen hat, würde ich eher davon abraten. Da ist ein einfacherer Liebesroman besser. ;) Man muss sich also schon Zeit dafür nehmen und es in Ruhe lesen. Denn man will sicher nichts verpassen!

 

Das Buch hat mich wirklich begeistert, die Idee sowie die Ausarbeitung fand ich durchdacht und spannend geschrieben. Ein dystopischer Thriller der einen zum nachdenken bringt und einem sicher nicht mehr so schnell loslässt. Und glaubt mir: jeder der vorher nicht seinen Platz in der Straßenbahn für ältere Menschen hergeben wollte, wird das nach diesem Buch sehr gerne tun.

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D

Rezension zu "2054 - Jahr der Entscheidung" von Egbert Osterwald

Deutschland in der Krise - gar nicht so dystopisch ...
Dirrivor 2 Jahren


„2054 - Jahr der Entscheidung“ ist ein dystopischer Triller von Egbert Oswald, erschienen 2016 bei Endeavour Press Ltd.

Die demografische Entwicklung von heute hat sich fortgesetzt und führt im Jahr 2054 Deutschland endgültig in die Krise. Die jungen Leute, die für die weitaus größere Gruppe der Alten zahlen müssen, sind unzufrieden. Sie haben keine Chance, einen politischen Wandel durch Wahlen herbeizuführen, die ’Alten' bestimmen mit ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit seit Jahren, welche Partei die Regierung bildet.
In dieser Atmosphäre spitzt sich der Kampf jung gegen alt immer weiter zu und eine Gruppe hochrangiger Staatsbediensteter wird aktiv und plant den Sturz der Regierung.

Der Autor schildert auf spannende Art eine düstere Zukunft, die durchaus Realität werden könnte. Viele Handlungsfäden, die locker miteinander verknüpft sind, ermöglichen unterschiedliche Sichtweisen auf eine überalterte Gesellschaft und ihre Probleme. Dabei hebt Oswald weder den moralischen Zeigefinger, noch bietet er eine allumfassende Lösung an.
Auch die Figuren - ob machthungriger Politiker, der davon überzeugt ist, dass Beste zu wollen, politischer Aufsteiger, der seine Fahne gern in den Wind hängt, oder karrierebesessener BND Mitarbeiter - sind glaubwürdig und 'Leute wie du und ich'.

Das Buch „2054 - das Jahr der Entscheidung“ gibt tiefe Einblicke in eine Gesellschaft, in der Überwachung, Terror und Zukunftsängste herrschen, die durch Unzufriedenheit und Ungerechtigkeit destabilisiert.

Freunde von Dystopien und Spannungsliteratur kommen hier voll auf ihre Kosten.
Auch 'Whodunit'-Fans könnten gefallen an diesem Buch finden. Ich habe mich jedenfalls lange gefragt, wer hinter dem Komplott gegen die Regierung stecken könnte.

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Gespräche aus der Community

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EndeavourPress_Verlags avatar

Liebe Spannungs-Junkies,

dieser dystopische Thriller über eine überalterte Gesellschaft ist von unserer Realität nicht so weit entfernt, wie es scheint …

Deutschland im Jahr 2054:

Die Überalterung der Gesellschaft ist weit fortgeschritten. Die ökonomischen Reserven neigen sich dem Ende zu, die Jungen wenden sich gegen die Alten. Doch die Alten haben nicht nur die Mehrheit, sondern auch die Bereitschaft, diese rücksichtslos auszunutzen.

Die über 60-Jährigen stellen die Mehrheit – in der Gesellschaft und der Politik. Die schwindende arbeitende Bevölkerung finanziert ihnen den kostspieligen Lebensabend und für Kinder bleibt kein Geld.

Die Stimmung im Land ist angespannt und droht zu kippen, als sich eine Aufständlergruppe der Alten zu dem brutalen Mord am obersten Geheimdienstchef bekennt.

»Ich habe eine ganze Reihe von Anti-Terroreinsätzen miterlebt. Gegen alles, was du willst. Rechte Spinner, Neonazis, linke Weltverbesserer, Anarchisten ... Aber ein solcher Haufen wie wir ihn heute jagen, ist mir noch nicht untergekommen.«

Doch die Ermittler Cender und Wende trauen dem Bekennerschreiben nicht. Sie haben die Jungen im Verdacht, allen voran die Fortschrittspartei Bewegung 44 mit ihrem charismatischen Vorsitzenden Karsten Meister.

Bald häufen sich Hinweise auf einen geplanten Giftgasanschlag anlässlich eines internationalen Fußballspiels. Welcher größere Plan steckt hinter dem Anschlag? Wird es gelingen, den Tod von hunderttausenden unschuldigen Opfern zu vereiteln?

Und wie lange kann diese zum Scheitern verurteilte Gesellschaft noch friedlich gelenkt werden?

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Mehr zum Autor

Egbert Osterwald, geboren 1952, ist Lehrer für Deutsch und Geschichte an einem hannoverschen Gymnasium. Zu seinen Romanen gehören Schneeschmelze und Sieben Frauen & ein Mord. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Egbert Osterwald hat seinen Krimi meisterhaft konstruiert und geschickt Spuren gelegt, die zum Kombinieren anleiten. Spannung ist in der wechselvollen Geschichte bis zum überraschenden Schluss garantiert. – SWR2 Buchkritik

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