Egbert Osterwald 2054 - Jahr der Entscheidung

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Inhaltsangabe zu „2054 - Jahr der Entscheidung“ von Egbert Osterwald

Ein fesselnder dystopischer Thriller über eine überalterte Gesellschaft. Deutschland im Jahr 2054: Die Überalterung der Gesellschaft ist so weit fortgeschritten, dass die Über-60-Jährigen die Mehrheit stellen – in der Gesellschaft und der Politik. Die arbeitende Bevölkerung finanziert den kostspieligen Lebensabend und für Kinder bleibt kein Geld. Die Stimmung im Land ist angespannt und droht zu kippen, als der oberste Geheimdienstchef in seinem eigenen Haus ermordet wird. Die Tat lässt auf eine mächtige, perfekt organisierte Gruppe schließen, der sich die zwei Ermittler Cender und Wende gegenübersehen. Bald erhalten sie zudem Hinweise auf einem geplanten Giftgasanschlag anlässlich eines internationalen Fußballspiels, der mit dem Mord zusammenzuhängen scheint. Die Bekennerschreiben stammen allesamt von Alten, die sich vor Entmündigung fürchten. Die eigentlichen Verdächtigen sind jedoch Junge, allen voran die Fortschrittspartei Bewegung 44 mit ihrem charismatischen Vorsitzenden Karsten Meister. Wie lange kann diese zum Scheitern verurteilte Gesellschaft noch friedlich gelenkt werden? Steckt ein größerer Plan hinter dem Anschlag? Und wird es Cender, Wende und Karsten Meisters Pressesprecher, Hagen Conradi, gelingen, den Tod von hunderttausenden unschuldigen Opfern zu vereiteln? Stimmen zum Autor Egbert Osterwald hat seinen Krimi meisterhaft konstruiert und geschickt Spuren gelegt, die zum Kombinieren anleiten. Spannung ist in der wechselvollen Geschichte bis zum überraschenden Schluss garantiert. – SWR2 Buchkritik Viel kriminelle Energie. – Stadtmagazin Schädelspalter Über den Autor Egbert Osterwald, geboren 1952, ist Lehrer für Deutsch und Geschichte an einem hannoverschen Gymnasium. Zu seinen Werken gehören Liebe, Kitsch und Bücherwürmer und Sieben Frauen & ein Mord. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Für mehr Informationen zu unseren Büchern abonnieren Sie unseren Newsletter auf www.endeavourpress.de, um Informationen zu Neuerscheinungen und Werbeaktionen zu erhalten – darunter Angebote für kostenlose E-Books. Außerdem können Sie uns auf Twitter (@EndeavourPrssDE) und Facebook (Endeavour Press Germany) folgen. Endeavour Press – weil die Freude am Lesen verbindet.

Gute Idee und auch rasante Umsetzung

— Feanor
Feanor

4,5 Sterne. Sehr politisch, aber trotzdem aufregend...

— tschulixx
tschulixx
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  • Gute Idee und auch rasante Umsetzung

    2054 - Jahr der Entscheidung
    Feanor

    Feanor

    05. December 2016 um 23:28

    Als Autor einer dystopischen Serie beschäftige ich mich regelmäßig damit, was die "Konkurenz" so schreibt.Ich finde "2054" thematisch sehr gelungen. Alte vs. Junge ist sicher ein zukünftiges Thema, vor allem in der politischen Landschaft. Auch der Schreibstil war äußerst flüssig zu lesen. Schwierigkeiten hatte ich tlw. mit der vertraulichen Anrede, die zwischen allen Personen in der Zukunft angewendet wird. Das "Du" zwischen wildfremden Personen wirkt in Deutsch etwas befremdlich. Aber unabhängig davon war die Geschichte gut überlegt, vielleicht phasenweise etwas zu offensichtlich. Dennoch gerne 4/5 Punkten.

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  • Spannend und aufregend...

    2054 - Jahr der Entscheidung
    tschulixx

    tschulixx

    24. July 2016 um 20:10

    Jung gegen Alt. Grundsätzlich findet das ja auch heute schon im kleinsten Ausmaß statt. Die Alten lästern wie schlimm die Jugend geworden ist, und die Jugend will mit den Alten nichts zu tun haben. Ich glaube, dass viele Jugendliche so denken und auch genervt sind. Sei es in der Straßenbahn, wo man für die Alten Platz machen muss und seinen geliebten Sitzplatz hergeben muss. Oder diese Diskussionen die ich oft im Bus schon mit anhörte, dass unsere Pension einmal sehr schlecht ausfallen wird. Oder einfach nur, wenn den Jungen der Respekt gegenüber den Äleren fehlt, oder die Älteren der jüngeren Generation nicht Platz macht. Natürlich denken viele nicht so, aber leider denken viele genau so. Der Roman von Egbert Osterwald greift dieses jetzt noch kleine Problem auf und entführt den Leser in eine Welt, in der die Alten die Mehrheit haben und die Jungen nichts bewegen können. Eine Welt in der die Jungen die Alten hassen und die Alten die Jungen unterdrücken. Ach....es könnte so schlimm werden! Kurz zum Inhalt: Deutschland im Jahr 2054: Die Überalterung der Gesellschaft ist so weit fortgeschritten, dass die Über-60-Jährigen die Mehrheit stellen – in der Gesellschaft und der Politik. Die arbeitende Bevölkerung finanziert den kostspieligen Lebensabend und für Kinder bleibt kein Geld. Die Stimmung im Land ist angespannt und droht zu kippen, als der oberste Geheimdienstchef in seinem eigenen Haus ermordet wird. Die Tat lässt auf eine mächtige, perfekt organisierte Gruppe schließen, der sich die zwei Ermittler Cender und Wende gegenübersehen. Bald erhalten sie zudem Hinweise auf einem geplanten Giftgasanschlag anlässlich eines internationalen Fußballspiels, der mit dem Mord zusammenzuhängen scheint. Die Bekennerschreiben stammen allesamt von Alten, die sich vor Entmündigung fürchten. Die eigentlichen Verdächtigen sind jedoch Junge, allen voran die Fortschrittspartei Bewegung 44 mit ihrem charismatischen Vorsitzenden Karsten Meister. Wie lange kann diese zum Scheitern verurteilte Gesellschaft noch friedlich gelenkt werden? Steckt ein größerer Plan hinter dem Anschlag? Und wird es Cender, Wende und Karsten Meisters Pressesprecher, Hagen Conradi, gelingen, den Tod von hunderttausenden unschuldigen Opfern zu vereiteln?    1.Kriterium: Die Idee des Buches. Wie ihr sicher schon in meiner Einleitung mitbekommen habt, bin ich von der Idee sehr angetan, weil es für mich sehr realistisch ist. Es behandelt viele verschiedene Themen, von Terrorismus über Politik bis hin zu den Jugendlichen die sich gegen das System wehren. Aber hier sind ja auch noch die Alten im Altersheim die das System ausnutzen. Es herrscht Krieg, wie es im Buch beschrieben wird, und ich kann es auch verstehen. Stellt euch eine Welt vor, in der es normal ist, dass alte gebrechliche Menschen im Café zusammengeschlagen werden. Schrecklich aber leider auch vorstellbar. In diesem Buch fragt man sich: "Wie weit wird die Welt gehen? Wie schrecklich könnte es werden?" Heute könnte sowas nie passieren, aber in der Zukunft? Wer weiß... Alles ist irgendwie verrückt... Der Autor hatte eine spannende Idee, die mich überzeugt hat.   2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte. Ich brauchte einige Zeit, bis ich richtig ins Buch hineingefunden habe. Es sind sehr viele verschiedene Sichtweisen, die oft gewechselt werden. Das war für mich anfangs etwas verwirrend, weil ich auch mit den Namen durcheinander kam. Ich fand diese teilweise sehr ähnlich. Im Nachhinein dachte ich mir, warum habe ich diese Personen bloß verwechselt. Das Buch ist so aufgebaut, das man Einblicke in viele Schichten bekommt. Polizisten, alte sowie junge Politiker, Sportler und Journalisten. Ich fand das sehr interessant zu beobachten, denn es führte mich mehr in das Buch hinein. Hier hab ich jedoch eine Kleinigkeit auszusetzen. Ich mag kein Fußball und ich fand es irgendwie nicht so toll, dass der Autor auch auf diesen Sport eingegangen ist. Ist halt Geschmackssache, mich hats gestört, obwohl es so selten vorkam...   3. Kriterium: Die Charaktere. Die Charaktere fand ich sehr unpersönlich, obwohl man viel Einblicke in ihr Leben bekommt, bzw. eher in ihren Beruf. Der Leser wurde in dieser Weise eher auf Distanz gehalten und ich konnte mich gefühlsmäßig nicht in die Personen hineinfühlen. Man versteht zwar ihre Reaktionen und diese sind auch komplett logisch, aber dennoch baut man keine Beziehung zu ihnen auf. So wie das Buch aufgebaut und geschrieben ist, passen die Charaktere, so wie sie beschrieben werden, wider rum sehr gut dazu. Das Buch soll ja eher auf das Problem und die Lage des Landes mit den Charakteren aufmerksam machen. Die Gefühle spielen in dem Sinn eine Rolle, weil man ihren Hass sehr stark spüren kann. Also die Art von Charakteren für diese Art von Buch perfekt.   4. Kriterium: Die Spannung, bzw. ob mich das Buch gefesselt hat.  Es dauerte etwas, bis mich das Buch komplett gefesselt hat, denn ich hätte nicht mit so viel Politik gerechnet. Anfangs fand ich es zu viel, dann aber fand ich meinen Gefallen daran. Es war sehr spannend die Parteien und die Reaktionen der Bevölkerung zu beobachten. Auch die Polizeiarbeit fand ich interessant und komplex aufgebaut. Der Leser bekommt ja durch die vielen Sichtweisen mehr Einblicke und fiebert mit, dass die Polizei auf die richtige Spur kommt, denn man selbst weiß ja genau wie es abgelaufen ist.   5. Kriterium: Die Schreibweise. Das Buch ist sehr hochwertig und mit viel durchdachten Sätzen ausgearbeitet. Man merkt, dass sich der Autor sehr mit seiner Idee beschäftigt und diese mit viel Liebe ausgearbeitet hat. Trotz der vielen Politik wurde nicht fachgesimpelt, weswegen das Buch sehr einfach und flüssig zu lesen ist. Das Buch ist trotzdem sehr anspruchsvoll, denn es passieren viele Dinge sehr plötzlich. Wenn man im Zug liest, und zum Beispiel lärmende Kinder neben einen sitzen hat, würde ich eher davon abraten. Da ist ein einfacherer Liebesroman besser. ;) Man muss sich also schon Zeit dafür nehmen und es in Ruhe lesen. Denn man will sicher nichts verpassen!   Das Buch hat mich wirklich begeistert, die Idee sowie die Ausarbeitung fand ich durchdacht und spannend geschrieben. Ein dystopischer Thriller der einen zum nachdenken bringt und einem sicher nicht mehr so schnell loslässt. Und glaubt mir: jeder der vorher nicht seinen Platz in der Straßenbahn für ältere Menschen hergeben wollte, wird das nach diesem Buch sehr gerne tun.

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  • Deutschland in der Krise - gar nicht so dystopisch ...

    2054 - Jahr der Entscheidung
    Dirri

    Dirri

    06. July 2016 um 10:41

    „2054 - Jahr der Entscheidung“ ist ein dystopischer Triller von Egbert Oswald, erschienen 2016 bei Endeavour Press Ltd.Die demografische Entwicklung von heute hat sich fortgesetzt und führt im Jahr 2054 Deutschland endgültig in die Krise. Die jungen Leute, die für die weitaus größere Gruppe der Alten zahlen müssen, sind unzufrieden. Sie haben keine Chance, einen politischen Wandel durch Wahlen herbeizuführen, die ’Alten' bestimmen mit ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit seit Jahren, welche Partei die Regierung bildet.In dieser Atmosphäre spitzt sich der Kampf jung gegen alt immer weiter zu und eine Gruppe hochrangiger Staatsbediensteter wird aktiv und plant den Sturz der Regierung.Der Autor schildert auf spannende Art eine düstere Zukunft, die durchaus Realität werden könnte. Viele Handlungsfäden, die locker miteinander verknüpft sind, ermöglichen unterschiedliche Sichtweisen auf eine überalterte Gesellschaft und ihre Probleme. Dabei hebt Oswald weder den moralischen Zeigefinger, noch bietet er eine allumfassende Lösung an.Auch die Figuren - ob machthungriger Politiker, der davon überzeugt ist, dass Beste zu wollen, politischer Aufsteiger, der seine Fahne gern in den Wind hängt, oder karrierebesessener BND Mitarbeiter - sind glaubwürdig und 'Leute wie du und ich'.Das Buch „2054 - das Jahr der Entscheidung“ gibt tiefe Einblicke in eine Gesellschaft, in der Überwachung, Terror und Zukunftsängste herrschen, die durch Unzufriedenheit und Ungerechtigkeit destabilisiert.Freunde von Dystopien und Spannungsliteratur kommen hier voll auf ihre Kosten.Auch 'Whodunit'-Fans könnten gefallen an diesem Buch finden. Ich habe mich jedenfalls lange gefragt, wer hinter dem Komplott gegen die Regierung stecken könnte.

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    • 2
  • Ein Blick in unsere nähere Zukunft

    2054 - Jahr der Entscheidung
    mistellor

    mistellor

    27. June 2016 um 01:31

    Europa im Jahre 2054. Die Welt hat sich verändert. Es gibt sehr viele alte Menschen, die über 100 Jahre werden. Sie sind der Hauptbestandteil der Bevölkerung, die jungen Menschen müssen mehrere alte Menschen finanzieren. Dementsprechend groß sind die Konflikte zwischen den Generationen. Aber die alten Menschen bestimmen die Politik, sind die Abgeordneten, sind die Regierung. Sie erhöhen die Steuern, müssen viel von den Staatsfinanzen für Altenheime oder Wohnanlagen für alte Menschen ausgeben. Den Jungen werden die Gehälter gekürzt, sie zahlen zwischen 70% bis 80% Steuern, können sich keine Familie mehr leisten.Die Bevölkerung nimmt daher auch immer mehr ab, Städte verweisen und verfallen. Allerdings geht es nicht allen Alten gut. Viele leben auf der Straße, sind obdachlos und müssen betteln. Doch es regt sich Widerstand. Und mehr verrate ich hier nicht. Das Buch hat viele Elemente in sich vereint. Elemente aus den Genres Krimi, Thriller, Actionroman, Dystopie und Politthriller. Für mein Empfinden ein wenig zuviel Genremix. Weniger wäre mehr gewesen. Aber diese Vision einer überalternde BRD ist sehr interessant und regt zum Nachdenken an. Zumal unsere Realität aus dem Jahr 2016 erschreckend zeigt, dass schon jetzt die Bevölkerung älter wird, immer weniger Kinder geboren werden. Die jetzigen Arbeiternehmer müssen immer länger arbeiten und benötigen für ihre Altersversorgung zusätzliche Eigenfinanzierung. Menschen, die gerade jetzt oder in näherer Zukunft in die Arbeitswelt einsteigen, erwarten schon heute kaum noch staatliche finanzielle Unterstützung im Alter. Und sie ahnen, dass die Politik die Lebensarbeitszeit noch verlängern wird. Wie sieht die Vision von Egbert Osterholz aus? Hier zwei Beispiele: "Peine war einmal eine aufblühende Industriestadt zwischen Braunschweig und Hannover gewesen. Zu ihren guten Zeiten hatte sie über dreißigtausend Einwohner beherbergt, …. Obwohl es eine gesichtslose Industriestadt geblieben war, musste sie einmal von Wohlstand gezeugt haben. Ein aufwändiges Rathaus, kleinere Villenvororte, liebevoll restauriertes 18. Jahrhundert. Heute war Peine nur noch vergammelt. Es war einer der Orte, die den Absprung nicht geschafft hatten. Schon aus der Luft konnte man die riesige rostbraune Fläche verrottender Industriebrache erkennen. Direkt am Bahnhof neben filigranen Eisenbahnschienen verfallende Hallen. Kein Feuer erhellte mehr des Nachts die Stadt, keine Rauchwolke stand über dem Himmel, wie früher, als die gewaltigen Stahlträger von eineinhalb Metern Profil durch die Walzwerke geschoben worden waren. Die Stadt zählte noch vierzehntausend Einwohner, die meisten alt." oder "Das vor einem Jahr in Neubrandenburg nördlich von Berlin eröffnete Pflegeheim ist ein Glaspalast, der 50.000 Pflegefälle aus Berlin und Mecklenburg beherbergt. Die Anlage ist rationalisiert, die Pflege nach modernsten Maßstäben organisiert. Der allgemeine Pflegenotstand hat dazu geführt, dass das ärztliche, pflegerische und therapeutische Personal auf fünfhundert Personen gesenkt worden ist.  Erreicht wird dieses kleine Wunder durch den Einsatz modernster Technik, …..Die Betten mit den Siechenden werden durch Videokameras überwacht, jedes Bett ist eine eigene kleine Pflegemaschinerie. In das Gestell sind verschiedene Geräte eingebaut, die den Zustand der Patienten überwachen, auch an einen Fütterungsautomaten hat man gedacht."  Ist diese Vision von Egbert Osterwald das, was uns erwartet? Das kann wohl keiner beantworten. Aber erschreckend ist, dass Osterwald das Buch bereits 2004 geschrieben hat, also vor 12 Jahren, und er belegte es mit Fakten: "Nach diesen Hochrechnungen wird die Bevölkerung Deutschlands bei einer moderaten Einwanderung von gegenwärtig über 80 Millionen auf etwas mehr als 60 Millionen zurückgehen. Dieses Schrumpfen ist verbunden mit einer dramatischen Verschiebung der Altersstruktur. Wurde 1970 ein Rentner noch von drei Arbeitnehmern ernährt, so wird dieses Verhältnis im Jahre 2050 nahezu ausgeglichen sein. Dieser Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass jede Frau in ihrem Leben durchschnittlich etwa 1,6 Kinder bekommt – eine ziemlich optimistische Annahme, denn gegenwärtig ist die Geburtenrate auf 1,3 abgesackt. Mitte dieses Jahrhunderts wird fast die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung Deutschlands über 60 sein........ Zu glauben, dass die vor uns liegende Entwicklung nicht ähnlich tiefgreifende Auswirkungen auf unser Leben, die Gesellschaft, die Politik haben wird, ist naiv. Unsere Zukunft werden wir nur dann positiv meistern können, wenn wir die Augen nicht vor drohenden Krisen verschließen und den Kopf in den Sand stecken, sondern sie bewusst zu gestalten versuchen. Viel Zeit haben wir allerdings nicht mehr. Hannover, im Herbst 2004 " Und ist die Politik naiv? Hat die Politik in den letzten 12 Jahren auf die Zahlen reagiert? Hat die Politik etwas verändert ? Wird unsere Zukunft tatsächlich so grauenvoll, wie im Roman beschrieben ? 

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    • 3
  • Rezension zu "2054 - Jahr der Entscheidung"

    2054 - Jahr der Entscheidung
    ElkeK

    ElkeK

    25. June 2016 um 06:18

    Inhaltsangabe: Deutschland im Jahre 2054: Die deutsche Gesellschaft ist veraltet. Junge Menschen oder gar Kinder sind in der Minderheit. Die arbeitende Bevölkerung ächzt unter den hohen Abgaben, teilweise bis zu 70 oder 80% vom Einkommen muss für Sozialabgaben oder Steuern entrichtet werden, während die Rentner immer älter werden und bis ins hohe Alter vital sind. Wer das Glück hatte, für seinen Ruhestand noch zusätzlich zu sorgen (was häufig nur mit wenigen oder gar keinen Kindern ging), kann im Alter ein Leben ins Saus und Braus führen. „Die Alten“, wie sie verächtlich von den jungen Menschen genannt werden, wählen schon seit vielen Jahren die gleiche Partei. Die Partei, die ihren Bedürfnissen gerecht wird und somit herrscht politischer wie auch gesellschaftlicher Stillstand. General Bertram, ranghoher Offizier beim Militärischen Abschirmdienst, kurz MAD genannt, wird zusammen mit seiner Frau eines nachts in seinem Bett ermordet, bevor er der Kanzlerin Trude von Tadden sehr geheime und wichtige Informationen anvertrauen kann. Murat Cender, ein fähiger Mann vom MAD, soll zusammen mit Kommissar Wende vom BKA den Mord an Bertram untersuchen, doch dieser wird schnell als Selbstmord ad acta gelegt. Verdeckt sollen sie weiter ermitteln, bis sie auf die Spur einer terroristischen Vereinigung stoßen. Eine Terror-Gruppe plant Anschläge im großen Stil mit Giftgas Sarin und offensichtlich soll es beim Europa-Liga-Spiel Hannover96 gegen Juventus Turin freigesetzt werden. Damit wären hunderttausende Menschenleben in Gefahr und die nationale Sicherheit wäre ebenfalls erheblich gefährdet. Doch viel zu spät erkennt Murat Cender, dass hinter dem Ganzen etwas ganz Anderes, etwas viel Größeres, steckt … Mein Fazit: Erstmal möchte ich mich beim Endeavour Press-Verlag ganz herzlich für die Überlassung des Rezensions-Exemplares bedanken. Wie man im Vorwort schnell erkennt, hat der Autor Egbert Osterwald diesen Roman bereits 2004 geschrieben. Inwiefern der Autor den Roman in jüngster Zeit noch einmal bearbeitet hat, weiß ich nicht. Aber der Grundtenor ist sowohl interessant als auch gruselig, denn das Bild von einer überalterten Bevölkerung und deren Folgen können durchaus realistisch anmuten. Einige Nebensätze lassen darauf schließen, das sich der Autor dies aber nicht nur für Deutschland vorgestellt hat, sondern eben in allen europäischen Nachbarstaaten. Nun, mit Krimis tue ich mich manchmal schwer, daher lese ich auch nicht soo viele Krimis. Dieser dystopische Roman enthält eigentlich einen Thriller, genauer gesagt einen Polit-Thriller, der als ganz normaler Krimi beginnt. Im Laufe der Geschichte wandelt es sich, denn die Politik spielt eine große Rolle. Die derzeitigen großen Volksparteien gibt es nicht mehr. Es herrscht schon seit Jahren die Partei, die die Bedürfnisse der „Alten“ befriedigt. Karsten Meister, ein aufstrebender wie skrupelloser Politiker der „Gruppe 44“, versucht dem entgegen zu halten. „Gruppe 44“ ist deshalb so benannt, weil im Jahre 2044 erstmals mehr Menschen über 60 als unter 60 in Deutschland lebten und sie somit das politische Geschehen durch ihre Wahlstimme bestimmen und für die Zukunft blockieren. Ebenso gibt es natürlich mehr Technik im Roman. Visafon (Telefon mit Bild), Holovision (3D-Fernseher) und die Autos werden überwiegend mit Wasserstoff betrieben. Und selbstverändlich gibt es flächendeckende Überwachung durch Kameras, Datenschutz wird der Sicherheit untergeordnet. Und die jungen Menschen werden dazu genötigt, drei viertel ihres Einkommens an den Staat abzugeben, um die „Alten“ zu bezahlen, was immer mehr zu Unruhen und Unmut führt. In dieser Atmosphäre muss Murat Cender, Offizier beim MAD mit Migrationshintergrund, den Mord an General Bertram aufklären. Es soll wie Selbstmord aussehen, ist es jedoch nicht. Da es von dem Mörder gar keine Spur gibt, wird berechtigterweise vermutet, dass eine größere Organisation dahinter steckt. Doch in wie weit die Verflechtung der Organisation wirklich geht, ahnt Murat zu dem Zeitpunkt nicht. Innerhalb von sechs Tagen verändert sich seine Welt auf grundlegende Art und Weise. Die Geschichte hat sechs Kapitel, für jeden Tag einen, beginnend mit Montag und es endet am Samstag, wo das Fußball-Spiel Hannover96 gegen Juventus Turin stattfindet (nebenbei bemerkt: Es ist ja ein schöner Traum, wenn die Roten tatsächlich im Jahre 2054 zum dritten Mal (in Folge) ihren Titel als Europa-Meister in der ersten Europa-Liga gewinnen würden *hach*). An jedem Tag passieren Dinge, auf die die Ermittler in irgendeiner Weise reagieren und agieren müssen und erst allmählich wird die Tragweite des Ganzen klar. Ja, ich habe mich am Anfang sehr schwer getan mit der Geschichte und es gab auch Momente, wo ich es nicht weiterlesen wollte. Aber ungefähr ab der Hälfte wurde mir als Leserin dann klar, dass es sich nicht nur um einen normalen Krimi handelt, sondern um einen Polit-Thriller. Je mehr die Informationen durchsickerten (die jedoch noch immer nicht das vollständige Bild abgaben), desto spannender wurde es. Und oft genug habe ich ja bei den Geschichten eine Ahnung, so auch dieses Mal, aber das Ende übertraf meine Ahnung bei weitem. Es gab sehr viele Personen, häufig wechselnde Orte und Begebenheiten. Das verwirrte mich sehr und bremste meinen Lesefluss. Ich hätte mir davon weniger und von den wichtigen Persönlichkeiten wie Murat Cender oder Hagen Conradi (Presse-Sprecher der „Gruppe 44“) mehr Profil und mehr Hintergrund gewünscht. Leider konnte ich sie nicht wirklich kennen lernen außer durch ein paar Infos und Häppchen. Ansonsten kann ich dem Roman durchaus 4 Sterne vergeben. Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

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  • Leserunde zu "2054 - Jahr der Entscheidung" von Egbert Osterwald

    2054 - Jahr der Entscheidung
    EndeavourPress_Verlag

    EndeavourPress_Verlag

    Liebe Spannungs-Junkies, dieser dystopische Thriller über eine überalterte Gesellschaft ist von unserer Realität nicht so weit entfernt, wie es scheint … Deutschland im Jahr 2054: Die Überalterung der Gesellschaft ist weit fortgeschritten. Die ökonomischen Reserven neigen sich dem Ende zu, die Jungen wenden sich gegen die Alten. Doch die Alten haben nicht nur die Mehrheit, sondern auch die Bereitschaft, diese rücksichtslos auszunutzen. Die über 60-Jährigen stellen die Mehrheit – in der Gesellschaft und der Politik. Die schwindende arbeitende Bevölkerung finanziert ihnen den kostspieligen Lebensabend und für Kinder bleibt kein Geld. Die Stimmung im Land ist angespannt und droht zu kippen, als sich eine Aufständlergruppe der Alten zu dem brutalen Mord am obersten Geheimdienstchef bekennt. »Ich habe eine ganze Reihe von Anti-Terroreinsätzen miterlebt. Gegen alles, was du willst. Rechte Spinner, Neonazis, linke Weltverbesserer, Anarchisten ... Aber ein solcher Haufen wie wir ihn heute jagen, ist mir noch nicht untergekommen.« Doch die Ermittler Cender und Wende trauen dem Bekennerschreiben nicht. Sie haben die Jungen im Verdacht, allen voran die Fortschrittspartei Bewegung 44 mit ihrem charismatischen Vorsitzenden Karsten Meister. Bald häufen sich Hinweise auf einen geplanten Giftgasanschlag anlässlich eines internationalen Fußballspiels. Welcher größere Plan steckt hinter dem Anschlag? Wird es gelingen, den Tod von hunderttausenden unschuldigen Opfern zu vereiteln? Und wie lange kann diese zum Scheitern verurteilte Gesellschaft noch friedlich gelenkt werden? >>Zur Leseprobe Mehr zum Autor Egbert Osterwald, geboren 1952, ist Lehrer für Deutsch und Geschichte an einem hannoverschen Gymnasium. Zu seinen Romanen gehören Schneeschmelze und Sieben Frauen & ein Mord. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Egbert Osterwald hat seinen Krimi meisterhaft konstruiert und geschickt Spuren gelegt, die zum Kombinieren anleiten. Spannung ist in der wechselvollen Geschichte bis zum überraschenden Schluss garantiert. – SWR2 Buchkritik Teilnehmen und mitlesen Endeavour Press Germany verlost 20 E-Books von 2054 – Jahr der Entscheidung unter allen Lesern, die verpflichtend und aktiv an der Leserunde teilnehmen und abschließend eine Rezension auf LovelyBooks und Amazon (gerne auch weiteren Plattformen) schreiben möchten. Bewerbt euch noch bis morgen, zum offiziellen Erscheinungstermin des Buches, für euer Wunschformat (epub, mobi, PDF), indem ihr folgende Frage beantwortet: Welche Probleme würden eurer Meinung nach eine überalterte Gesellschaft am meisten belasten?

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    • 42
  • 2054 – Jahr der Entscheidung

    2054 - Jahr der Entscheidung
    AmberStClair

    AmberStClair

    17. June 2016 um 20:00

    Klappentext: Ein fesselnder dystopischer Thriller über eine überalterte Gesellschaft. Deutschland im Jahr 2054: Die Überalterung der Gesellschaft ist so weit fortgeschritten, dass die Über-60-Jährigen die Mehrheit stellen – in der Gesellschaft und der Politik. Die arbeitende Bevölkerung finanziert den kostspieligen Lebensabend und für Kinder bleibt kein Geld. Die Stimmung im Land ist angespannt und droht zu kippen, als der oberste Geheimdienstchef in seinem eigenen Haus ermordet wird. Die Tat lässt auf eine mächtige, perfekt organisierte Gruppe schließen, der sich die zwei Ermittler Cender und Wende gegenübersehen. Bald erhalten sie zudem Hinweise auf einem geplanten Giftgasanschlag anlässlich eines internationalen Fußballspiels, der mit dem Mord zusammenzuhängen scheint. Die Bekennerschreiben stammen allesamt von Alten, die sich vor Entmündigung fürchten. Die eigentlichen Verdächtigen sind jedoch Junge, allen voran die Fortschrittspartei Bewegung 44 mit ihrem charismatischen Vorsitzenden Karsten Meister. Wie lange kann diese zum Scheitern verurteilte Gesellschaft noch friedlich gelenkt werden? Steckt ein größerer Plan hinter dem Anschlag? Und wird es Cender, Wende und Karsten Meisters Pressesprecher, Hagen Conradi, gelingen, den Tod von hunderttausenden unschuldigen Opfern zu vereiteln? Meine Meinung: Dieses Buch war sehr interessant und die Geschichte war spannend. Viele Intrigen, Verschwörungen und politische Spiele die sehr glaubhaft herüber kamen. Eine beängstigte und unheimliche Zukunft die hier beschrieben wurde. Einerseits konnte man die jungen Menschen, sowie aber auch die Alten verstehen. Ein Leben lang hatten sie gearbeitet und wollten jetzt gut Leben, aber leider auf die Kosten der Jungen. Die mußten vieles zurückstecken und einige begehrten auf. Dieses "altenklatschen" fand ich schon sehr heftig. Allerdings sind nicht alle Alte sehr reich gewesen und konnten ihren Ruhestand genießen. Ob diese sogenannte Partei 44 es besser macht bezweifle ich sehr. In allem war es ein ganz schönes mieses Spiel, voller Intrigen und Verschwörungen. Ich denke mal es gibt keine reelle Lösung, man kann es wenden wie man will. Entweder sind die einen oder die anderen unzufrieden. Ein Ende mit einige Überraschungen. In allem war das Buch super. Mir hat es hat es sehr gut gefallen. Ich bedanke mich das ich das Buch lesen durfte!

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