Egyd Gstättner

 4 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor*in von Klagenfurt, Das Geisterschiff und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Egyd Gstättner, geboren 1962, lebt als freier Autor in seiner Heimatstadt Klagenfurt. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Im Picus Verlag erschienen unter anderem »Das Geisterschiff«, »Karl Kraus lernt Dummdeutsch«, »Wiener Fenstersturz«, »Mein Leben als Hofnarr«, »Klagenfurt«, »Leopold der Letzte« sowie die Erzählungen »Ich bin Kaiser«. Zuletzt erschien »Der große Gogo« (2023). www.egydgstaettner.com

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Destroy Nestroy (ISBN: 9783711721730)

Destroy Nestroy

Erscheint am 09.09.2026 als Gebundenes Buch bei Picus Verlag.

Alle Bücher von Egyd Gstättner

Cover des Buches Das Geisterschiff (ISBN: 9783711720016)

Das Geisterschiff

(2)
Erschienen am 01.08.2013
Cover des Buches Klagenfurt (ISBN: 9783711720917)

Klagenfurt

(2)
Erschienen am 04.03.2020
Cover des Buches Arrivederci Adria! (ISBN: 9783990296851)

Arrivederci Adria!

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Erschienen am 06.06.2025
Cover des Buches Der große Gogo (ISBN: 9783711721389)

Der große Gogo

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Erschienen am 11.09.2023
Cover des Buches Mein Leben als Hofnarr (ISBN: 9783711720849)

Mein Leben als Hofnarr

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Erschienen am 28.08.2019
Cover des Buches Am Fuß des Wörthersees (ISBN: 9783711720122)

Am Fuß des Wörthersees

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Erschienen am 25.08.2014
Cover des Buches Der Mensch kann nicht fliegen (ISBN: 9783854526353)

Der Mensch kann nicht fliegen

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Erschienen am 01.08.2008
Cover des Buches Der Untergang des Morgenlands (ISBN: 9783711750723)

Der Untergang des Morgenlands

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Erschienen am 01.11.2011

Neue Rezensionen zu Egyd Gstättner

Cover des Buches Arrivederci Adria! (ISBN: 9783990296851)
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Rezension zu "Arrivederci Adria!" von Egyd Gstättner

aus-erlesen
Von Klischees und solchen, die es werden wollen

Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieses Buch liest man am besten am Strand. Spiaggia. Bei Sonnenschein. Umgeben von Landsleuten muss man nicht zwingend sein. Aber auch nicht von ewig Folklore verströmenden Einheimischen…

So wie in der Geschichte von Julius Frauenstädt. Der will mit seiner Familie und dne Großeltern nach Rimini. Dorthin, wo Fellini geboren wurde. Dorthin, von wo aus Fellini schnell wegwollte. In die große weite Welt und berühmt wurde. Erstmal wird einer nach dem Anderen krank. Dann spielt das Wetter verrückt. Von wegen bel tempo. Und zum Lesen – Moravia – kommt Julius Frauenstädt auch nicht. Als dann – endlich - Abreisetag ist, verkehrt sich alles ins Gegenteil. Die Sonne scheint, Fellini hat ihn tagträumenderweise an die Hand genommen, San Marino war eine Enttäuschung und die Heimfahrt … ach nee. So muss, so darf ein Italienurlaub einfach nicht sein.

Egyd Gstättner macht es den Helden in seinen Geschichten nicht einfach. La dolce vita gibt es nur auf der Leinwand. Schreiende Kinder, frutti di mare im Überfluss, aber so richtig Urlaub? Das gibt’s ned! Woran liegt das? Sich mal so richtig gehen lassen, wie die Italiener – Klischees sind doch was Wunderbares – ist einfach nicht drin. Und wenn doch, dann schwebt die tickende Uhr über der an sich entspannten Stunde.

„Arrividerci Adria!“ liest man mit Genuss. Immer, wenn es einem besser geht als den Protagonisten, fühlt man sich gut. Und wenn man doch nicht recht entspannen kann, so weiß man doch, dass man nicht der einzige ist, dem es so geht. Manchmal brennen seine Geschichten wie Grappa in der vertrockneten Kehle. Manchmal sind sie Seelenmassage wie Tiramisu nach einem heißen Strandtag. Doch sie gehen immer sofort unter die Haut wie ein laues Lüftchen, dass die brennende Sonne erträglich macht.

Cover des Buches Der große Gogo (ISBN: 9783711721389)
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Rezension zu "Der große Gogo" von Egyd Gstättner

Bellis-Perennis
Glück und Unglück, Erfolg und Misserfolg liegen ganz knapp nebeneinander

Der Klagenfurter Autor Egyd Gstättner widmet sich in seinem neuen Roman „Der große Gogo“ dem Fußballer Günther „Gogo“ Golautschnig, der heuer seinen 70. Geburtstag feiert. Sein Leben und seine Karriere sind die Vorlage für das Buch. Golautschnig schaffte es aus dem Kärntner Jauntal zur Austria Klagenfurt und dann ins Nationalteam. Der Linksaußen gilt als einer der besten Fußballer der österreichischen Fußballgeschichte. 

Als der begeisterte Fußballfan und Jungautor Egyd Gstättner im November 1982 sein Krankenhauszimmer mit dem Fußballer Günther „Gogo“ Golautsching teilt, weiß er noch nicht, dass er einen biografischen Roman über ihn schreiben wird.  

Wer ist er nun, der große Gogo, der im Roman Gustav Goggerwenig heißt und als Ich-Erzähler über sein Leben berichtet? Und wie viel Günther steckt in Gustav? 

Gustav kickt bei Austria Klagenfurt unter Trainer Walter Ludescher und arbeitet, wie die meisten Fußballer, um den Lebensunterhalt für sich und seine Familie zu verdienen. Der damalige Teamchef Erich Hof ist immer auf der Suche nach neuen Teamspielern und so fällt ihm der nur 1,68m große und stämmige Goggerwenig auf. Mit Bart hat er eine entfernte Ähnlichkeit mit Bomber Gerd Müller.  

Als er am 17. November 1982 als erster Kärntner  seit 37 Jahren mit der National-Elf ins Stadion einläuft, hat sich sein Traum erfüllt. Es geht um nichts Geringeres als die EM-Teilnahme, Gegner ist die Türkei. Seite an Seite steht er mit Toni Polster, Walter Schachner, Hans Krankl, Erich Obermayer, Bruno Pezzey, Friedl Koncilia, Josef Degeorgi, Felix Gasslich, Herbert Prohaska, Heribert Weber, sowie den Ersatzspielern Herbert Feurer, Gernot Jurtin, Peter Pacult, Leo Lainer, Bernd Krauss und Anton Pichler als die Österreichische Bundeshymne erklingt.  

Just dieser sportliche Höhepunkt seiner Karriere ist gleichzeitig auch deren Ende, denn in der 55. Minute des Länderspiels verletzt sich der Gogo schwer. Dass das Team trotz numerischer Unterlegenheit (man hat das Austauschkontingent bereits ausgeschöpft) mit 4:0 gewinnt, tröstet den Gogo nur wenig. 

Meine Meinung: 

Wie knapp Glück und Unglück, Pech, Reichtum und Armut, Erfolg und Misserfolg, Komödie und Tragödie beieinanderliegen, erzählt der Autor in seinem Buch.  

Trotz Rehabilitation und harter Arbeit kann sich Gogo nicht erholen und an seine frühere Form anschließen. Statt Austria Klagenfurt heißt sein letzter Verein SV Bleiburg, als er 1984 die Fußballschuhe endgültig an den Nagel hängt. Tragisch dabei ist, dass er miterleben muss, wie die Karriere seines damals knapp 18-jährigen Kollegen, der bei der Wiener Austria spielt, zu einem steilen Höhenflug ansetzt: Der Name Anton „Toni“ Polster.  

Golautschnig erleidet das typisch österreichische Fußballerschicksal dieser Zeit: Als Amateur muss er einem Beruf nachgehen („Schepfen gehen“ wie die Kärntner und Steirer sagen), denn vom Fußball kann man in den 1980er-Jahren nicht leben. Spieler der großen Vereine wie Austria Wien oder Rapid erhalten zum Karriereende entweder eine Trafik oder eine Tankstelle, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Ausnahme ist Ex-Fußballer und Trainer Walter Ludescher, der als Lehrer ein geregeltes Einkommen hat. Als der große Sportschuhhersteller sein Werk in Kärnten schließt, verliert Gogo nach 23 Jahren seine Arbeit. 

Geschickt vermischt Egyd Gstättner Fakten mit Fiktion. Er „kennt“ Günther Golautsching nur aus den Tagen im Krankenhaus und hat die sportlichen Eckpfeiler recherchiert. In einem Interview mit einer Kärntner Tageszeitung erzählt Gstättner, dass in diesem biografischen Roman neben der Geschichte Kärntens auch das eine oder andere Persönliche eingeflossen ist. 

Passend dazu stellte Egyd Gstättner sein Buch „Der große Gogo“ am 28. September 2023 im Klagenfurter Fußballstadion vor.  

Fazit: 

Gerne gebe ich diesem biografischen Roman, der auch gleichzeitig ein zeitgeschichtliches Dokument ist, 5 Sterne. 

 

 

Cover des Buches Mein Leben als Hofnarr (ISBN: 9783711720849)
C

Rezension zu "Mein Leben als Hofnarr" von Egyd Gstättner

COBuchacher
Es ist verdammt hart, Egyd Gstättner zu sein...

Der Autor Egyd Gstättner vermischt in einer Art Autofiktion reale Ereignisse aus seinem Leben mit Fiktion und nimmt sich dabei wie der klassische Hofnarr, der ja alles sagen durfte, kein Blatt vor dem Mund. Der Text ist chronologisch aufgebaut wie ein Tagebuch, liest sich aber eher wie ein Roman, nur ein echtes Ende gibt es nicht.

Habe es genossen, wie Hr. Gstättner rundum austeilt und dabei auch sich selbst nicht verschont, und beim Lesen schon lange nicht mehr so viel gelacht. Man muss nicht unbedingt Kärntner sein, um das Buch zu verstehen, aber es ist definitiv lustiger, wenn man über Kärnten Bescheid weiß. Und für diese Auserlesenen spreche ich eine absolute Leseempfehlung aus!

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