Eileen Chang

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Autor von Das Reispflanzerlied, Das goldene Joch und weiteren Büchern.

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Eileen ChangDas Reispflanzerlied
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Das Reispflanzerlied
Das Reispflanzerlied
 (7)
Erschienen am 14.01.2011
Eileen ChangGefahr und Begierde
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Gefahr und Begierde
Gefahr und Begierde
 (4)
Erschienen am 13.05.2009
Eileen ChangDas goldene Joch
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Das goldene Joch
Das goldene Joch
 (4)
Erschienen am 16.09.2011
Eileen ChangGefahr und Begierde
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Gefahr und Begierde
Gefahr und Begierde
 (0)
Erschienen am 01.03.2008
Eileen ChangThe Fall of the Pagoda
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The Fall of the Pagoda
The Fall of the Pagoda
 (0)
Erschienen am 15.04.2010
Eileen ChangRed Rose, White Rose
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Red Rose, White Rose
Red Rose, White Rose
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Erschienen am 24.02.2011
Eileen ChangNaked Earth
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Naked Earth
Naked Earth
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Erschienen am 05.05.2015
Eileen ChangLove in a Fallen City
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Love in a Fallen City
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Erschienen am 10.10.2006

Neue Rezensionen zu Eileen Chang

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Rezension zu "Das Reispflanzerlied" von Eileen Chang

Rezension zu "Das Reispflanzerlied" von Eileen Chang
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Mit einfachen, recht nüchternen Sätzen wird hier die Situation einer kleinen Familie im ländlichen China der 50er geschildert. Um etwas Geld dazu zu verdienen, war Yuexiang in die Stadt zum Arbeiten gegangen. Als sie nach drei Jahren wieder zurückkehrt, muss sie feststellen, dass die Geschichten, die in der Stadt übers Leben auf dem Land, das satt und fröhlich sei, erzählt werden, nicht stimmen. Ihr Ehemann Jin'gen ist seit der Bodenreform zwar Landbesitzer, doch die gut ausgefallene Ernte lagert im Kornspeicher der Dorfgemeinde, während die Bewohner hungern müssen.
Auch ein Drehbuchautor kommt ins Dorf, um das Leben der Bauern zu dokumentieren. Von der Reissuppe nicht satt geworden, kauft er Essen in der Stadt ein, das er dann heimlich verzehrt, um ja nicht abzunehmen, da er sein fehlendes Gewicht nicht mit einer Hungersnot erklären kann, da das Land schließlich „in seiner Gesamtheit prosperiert“ und er als Spion verhaftet werden könnte.
Das karge Essen, der Geldmangel und die Bespitzelung durch Parteifunktionäre führen zu Streits zwischen Jin'gen und Yuexiang, die sich eigentlich lieben, aber sich zunehmend weniger verstehen. Als die kleine Tocher A Zhao ihre Mutter um Essen anbettelt, beginnt diese sie zu schlagen.
Schließlich kommt es zum Aufstand, als die Bauern für die im Koreakrieg aktiven Soldaten Schweine und Reiskuchen opfern sollen. Die Volksmiliz beginnt auf die Menge zuschießen. Jin'gen wird schwer verwundet, A Zhao durch die aufgebrachte Meute zu Tode getrampelt. Yuexiang und Jin'gen fliehen durch die Wälder, da sie nun als Konterrevolutionäre gelten...
Eileen Chang zeigt die Missstände der frühen Regierung unter Mao auf. Sie prangert dabei nicht an, sondern beschreibt recht sachlich die Verhältnisse auf dem Land. Diese Nüchternheit hat es mir anfangs etwas schwer gemacht, da die Erzählweise zuerst etwas kühl wirkte. Aber da es vor allem der ständig anwesende Hunger ist, der das Leben von Jin'gen und Yuexiang letztlich zersört, fand ich diesen Stil sehr passend. Ich habe dann auch recht schnell gemerkt, wie es unter dem Text, unter diesen Spannungen brodelt, was mir sehr gut gefallen hat. Vielleicht kein einfaches Buch, aber auf jeden Fall lesenswert.

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emeraldeyes avatar

Rezension zu "Gefahr und Begierde" von Eileen Chang

Rezension zu "Gefahr und Begierde" von Eileen Chang
emeraldeyevor 9 Jahren

Shanghai ist von den Japanern eingenommen. In einem Café wartet nervös eine junge Frau auf den Mann, mit dem sie ein Verhältnis hat: Lao Yi, der mächtige Geheimdienstchef der japanischen Marionettenregierung, soll in dieser Nacht sterben. Die junge Frau soll ihn verraten. Als er vor ihr steht, erkennt sie, dass sie ihn liebt. Sie warnt ihn, und er flieht rechtzeitig. Sie wird verhaftet und hingerichtet. Die von Ang Lee verfilmte Erzählung Gefahr und Begierde fängt das Leben in einer besetzten Stadt ein -wie auch Eileen Changs andere Geschichten aus dem China der vierziger Jahre.
Eileen Changs bildreiche, eindringliche Sprache und ihr schonungsloser Blick auf zwischenmenschliche Beziehungen machen sie zu einer Wegbereiterin der Moderne in China.
Ich war ein wenig enttäuscht, als ich dieses Buch nach Monaten des Hinterherjagens in der Bibliothek endlich lesen konnte.
Mir war nicht klar, dass es sich bei "Gefahr und Begierde" nur um eine Kurzgeschichte handelt. Ich hatte einen Roman erwartet.
Aber da ich Kurzgeschichten sehr gerne mag, habe ich das schnell verschmerzt.
Letztendlich ist es aber so, dass ich kein Fan von Eileen Chang werden kann.
Zu distanziert berichtet sie aus dem Leben ihrer Protagonisten, zu wenig nachvollziehbar ist das, was diese durchmachen. Es ist schwierig, ihnen die Gefühle, die sich mehr durch Auslasssung denn durch Erklärung manifestieren, zu glauben. Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass ihre Erzählungen die Mitte des vergangenen Jahrhunderts und eine sehr fremdartige Kultur als Themen haben. Aber Gefühle sind Gefühle, in welcher Kultur auch immer. Und sie sollten nahe gehen....
Positiv ist zu bewerten, wie selbstbewußt die Frauen in Changs Geschichten auftreten. Das ist sicherlich im Asien der 40iger Jahre etwas ganz besonderes gewesen. Es wundert mich nicht, dass die Kommunisten in China ihre Bücher verboten haben

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Lunasonnes avatar

Rezension zu "Gefahr und Begierde" von Eileen Chang

Rezension zu "Gefahr und Begierde" von Eileen Chang
Lunasonnevor 11 Jahren

Das Buch „Gefahr und Begierde“ vereint fünf Kurzgeschichten der chinesischen Schriftstellerin Eileen Chang (eigentlich Zhang Ailing) in einem Band. Zhang Ailing, geboren 1920 in Shanghai gilt als Wegbereiterin der Moderne in China.
Ihre literarische Karriere beginnt 1942 in der von Japanern besetzen Stadt. Ihre Erzählungen gelten damals als Liebesgeschichten, weil sie immer wieder das Verhältnis von Mann und Frau aufgreifen, doch sind sie weitaus mehr. Denn die Liebe wird nur typisch unterkühlt chinesisch dargestellt wie in der Kurzgeschichte „Straßensperre“. Vielmehr spiegelt jede Erzählung die damalige vorkommunistische Shanghaier und Hongkonger Gesellschaft mit ihren Widersprüchen zwischen alten Konventionen, neuen westlichen Eindrücken und den damaligen Krieg wider, weshalb die Autorin lange vom kommunistischen China verschmäht wurde.
Zhang Ailings Kurzgeschichten waren zudem für mich eine Herausforderung, weil ich aus dem asiatischen Raum bis jetzt nur japanische Literatur kenne, die sich sprachlich langatmig hinziehen kann. Doch ihre Erzählungen waren sprachlich eine Wohltat! Virtuos werden Situationen und Begebenheiten auseinander genommen und dem Leser erscheinen diese detailliert vor dem inneren Auge. Von Langatmigkeit und einer Ausschlachtung bis zum bitteren Ende bleibt der Leser verschont.

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