Eileen Chang Das Reispflanzerlied

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Inhaltsangabe zu „Das Reispflanzerlied“ von Eileen Chang

Seit der Bodenreform ist der Bauer Jin'gen sein eigener Herr, doch die Ernte reicht kaum, um ihn und seine Familie zu ernähren. Als der Landbevölkerung eine Sonderabgabe zugunsten der heldenhaften Soldatenfamilien aufgezwungen wird, steht ihre Existenz auf dem Spiel: Die Bauern werden elendig verhungern, wenn sie der Partei folgen- jener Partei, von der sie sich so viel erhofft hatten. In ihrer Not wagen die Dorfbewohner das Unmögliche, den Aufstand gegen die Machthaber- mit katastrophalen Folgen. Eileen Chang gelingt die ergreifende Schilderung menschlicher Not im Angesicht eines unerbittlichen politischen Willens. Ihr Roman erzählt eine zeitlose Geschichte von Hunger, Leid und Tod, aber auch von Hoffnung und Liebe.
"Hinreißend schön, nüchtern und weise." KulturSpiegel, Elke Schmitter
"Ein lange vergessener früher Stern der chinesisch-amerikanischen Literatur ist zu entdecken." Frankfurter Allgemeine Zeitung

Das humanitäre und menschliche Elend der Menschen nach der Bodenreform wird mit brutaler Nüchternheit dargelegt. Absolut erschütternd.

— Dezemberschnee

Das ländliche China unter Mao. Zwischenmenschliche Leere und was der Hunger bewirkt ... Eindrucksvoll!!

— Kerstin_Westerbeck

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  • Rezension zu "Das Reispflanzerlied" von Eileen Chang

    Das Reispflanzerlied

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. August 2011 um 18:34

    Mit einfachen, recht nüchternen Sätzen wird hier die Situation einer kleinen Familie im ländlichen China der 50er geschildert. Um etwas Geld dazu zu verdienen, war Yuexiang in die Stadt zum Arbeiten gegangen. Als sie nach drei Jahren wieder zurückkehrt, muss sie feststellen, dass die Geschichten, die in der Stadt übers Leben auf dem Land, das satt und fröhlich sei, erzählt werden, nicht stimmen. Ihr Ehemann Jin'gen ist seit der Bodenreform zwar Landbesitzer, doch die gut ausgefallene Ernte lagert im Kornspeicher der Dorfgemeinde, während die Bewohner hungern müssen. Auch ein Drehbuchautor kommt ins Dorf, um das Leben der Bauern zu dokumentieren. Von der Reissuppe nicht satt geworden, kauft er Essen in der Stadt ein, das er dann heimlich verzehrt, um ja nicht abzunehmen, da er sein fehlendes Gewicht nicht mit einer Hungersnot erklären kann, da das Land schließlich „in seiner Gesamtheit prosperiert“ und er als Spion verhaftet werden könnte. Das karge Essen, der Geldmangel und die Bespitzelung durch Parteifunktionäre führen zu Streits zwischen Jin'gen und Yuexiang, die sich eigentlich lieben, aber sich zunehmend weniger verstehen. Als die kleine Tocher A Zhao ihre Mutter um Essen anbettelt, beginnt diese sie zu schlagen. Schließlich kommt es zum Aufstand, als die Bauern für die im Koreakrieg aktiven Soldaten Schweine und Reiskuchen opfern sollen. Die Volksmiliz beginnt auf die Menge zuschießen. Jin'gen wird schwer verwundet, A Zhao durch die aufgebrachte Meute zu Tode getrampelt. Yuexiang und Jin'gen fliehen durch die Wälder, da sie nun als Konterrevolutionäre gelten... Eileen Chang zeigt die Missstände der frühen Regierung unter Mao auf. Sie prangert dabei nicht an, sondern beschreibt recht sachlich die Verhältnisse auf dem Land. Diese Nüchternheit hat es mir anfangs etwas schwer gemacht, da die Erzählweise zuerst etwas kühl wirkte. Aber da es vor allem der ständig anwesende Hunger ist, der das Leben von Jin'gen und Yuexiang letztlich zersört, fand ich diesen Stil sehr passend. Ich habe dann auch recht schnell gemerkt, wie es unter dem Text, unter diesen Spannungen brodelt, was mir sehr gut gefallen hat. Vielleicht kein einfaches Buch, aber auf jeden Fall lesenswert.

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