Die Graphic Novel hätte dem Inhalt gar nicht angemessener gestaltet worden sein - sie ist bunt, wild und eben chaotisch. Mich hat das manchmal auch etwas überfrachtet, aber grundsätzlich mochte ich den Stil gerne.
Die Autorin hat hier keinesfalls einen Ratgeber geschrieben, sondern vielmehr ein liebevolles Plädoyer an chaotische Menschen, diesen Umstand mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu akzeptieren statt dagegen mit aller Kraft anzukämpfen. Ich musste an einigen Stellen sehr lachen, auch wenn mein Chaos-Level doch etwas unter dem Dargestellten liegt.
Auch, wenn ich die Graphic Novel gut habe lesen können und phasenweise eine angenehme Zeit mit ihr hatte, hat mir insgesamt ein wenig die Substanz gefehlt. Ich habe mich immer wieder gefragt, worum es der Autorin im Detail nun ging. Ganz viel wird mit vermeintlichen Fakten, Daten und Untersuchungen gearbeitet, die sicherlich erfunden sind. Das kann ich als Teil der humorvollen Erzählweise zwar akzeptieren, finde es aber auch nicht optimal.
Ich kann mir abgesehen von meiner Kritik gut vorstellen, dass dieses Werk eine richtige Umarmung für chaotische Menschen ist, die sich sicherlich oft verloren fühlen in einer aufgeräumt scheinenden Welt.
3,5 ⭐️
Einat Tsarfati
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Wer hat eigentlich die Schule erfunden?
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Hand aufs Herz - Wie ordentlich seid ihr eigentlich?
Ich würde gerne viel ordentlicher sein, aber bei mir herrscht eigentlich ziemlich oft Chaos. Das merke ich an meinem Arbeits-/Lesezimmer. Wenn bei mir zu viele Dinge im Kopf vorgehen, zu viele Tabs offen sind, dann sieht es auch in meinem Zimmer chaotisch aus. Das wird auch im Buch sehr gut dargestellt, dass es von der emotionalen Verfassung des Menschen abhängt und dass jede Phase im Leben eines Menschen eigenes Chaos mit sich bringt. Jeder Mensch hat seinen eigenen Ballast. Als unordentlicher Mensch beschließt man durchschnittlich in einem Jahr mindestens fünfzehnmal ab der nächsten Woche ordentlich zu sein. Das Buch wird mit vielen lustigen Illustrationen dargestellt, in denen ich mich echt oft wiederfinden konnte. Besonders bei dem Erzfeind dem Stuhl musste ich so lachen, weil es einfach so wahr ist. Das Buch ist kein normaler Ratgeber und versucht nicht einem zu erklären wie man plötzlich ordentlicher wird, sondern stellt auf lustige weise dar, wie man sein Chaos besser ordentlicher wirken lässt. Ich musste einfach so oft lachen beim Lesen, weil es so witzige Tipps gibt. Als Fazit habe ich mir mitgenommen, dass ein Zuhause gerne mal unordentlich sein darf, weil es einfach zeigt dass dort jemand wirklich wohnt.
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