Die Fortsetzung konnte mich vollends von sich überzeugen und es war wesentlich mehr Tiefgang als ich erwartet hatte. Zu Beginn können wir erfahren, wie es mit unseren Protagonisten weiter gegangen ist nach dem vorherigen Teil und wie sich ihr gemeinsames, aber doch getrenntes Zusammenleben gestaltet. Ich fand die Vor- und Nachteile sehr plausibel und schön rübergebracht, da man einfach das Gefühl hatte, das sie sich etwas dabei gedacht haben und eine gesunde Beziehung führen in welcher jeder noch ausreichend Freiraum hat. Unterbrochen wird der Frieden durch neue Figuren, die alle auf ihre Art Trigger auslösen und für Unruhe sorgen (zwar nicht beabsichtigt, aber trotzdem). Man wusste bereits das Verlieren für unsere Protagonisten schwer zu verkraften ist, aber hier wird das Thema nochmal auf ein völlig anderes Level gebracht. Durch Rückblenden erfahren wir die Details dazu und mich konnten diese absolut abholen. Die Thematik ist sicher alles andere als leicht und wenn man selbst Kinder hat, ist das sicher nochmal wesentlich intensiver, aber ich fühlte mich stellenweise in meine eigene Kindheit zurückversetzt und mich konnte der Konkurrenzkampf und die ständigen Vergleiche mit anderen durchaus zum Nachdenken anregen. Wie ihr merkt, gibt es hier also nicht nur Belangloses (wie friedlich in den Taghineinlebenn) oder heiße Bettszenen, sondern durchaus auch eine ernsthaftere Story mit Tiefgang. Die Eifersüchteleien hätte ich zwar ehrlicherweise nicht ggebraucht,weil diese auch oftmals komplett übertrieben wurden (Beispiel: Du darfst niemanden mehr außer mich ansehen! Soll er jetzt mit geschlossenen Augen durch die Welt gehen oder was soll diese Aussage bezwecken?), aber zum Glück hielten sich diese letztendlich in Grenzen und endeten in heißen Szenen, die sich sehen lassen konnten (machte zwar nicht alles wieder gut, aber besser als Drama oder ewig sinnlose Diskussionen). Außerdem kam es zu keinen übertriebenen Übergriffigkeiten die im Rahmen von Eifersucht oftmals dargestellt werden und das fand ich genauso willkommen wie angenehm. Alles in allem war es für mich ein interessanter Band mit wunderschönen Zeichnungen, ausreichend unzensierten Bettszenen, jeder Menge Tiefgang und Stoff zum Nachdenken sowie neuen Figuren, die Schwung in die Handlung bringen. Ich kann keinerlei Kritik anbringen und wünsche euch daher viel Spaß mit dieser intensiven Büro Romanze.
Ekaterina Mikulich
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Worum es geht:
"Aki" und "Kanade" treffen sich weiterhin in ihrer Freizeit und genießen die Zeit miteinander, ohne zu wissen, wer sie im "normalen Leben" sind. Die neue Bekanntschaft hebt ihre Laune auch auf der Arbeit, doch besonders bei Sotaro tun sich immer mehr Fragen auf: Ist Aki eigentlich ein Mädchen oder ein Junge? Und ist es nicht vielleicht etwas problematisch, dass Aki natürlich davon ausgeht, dass er ein Mädchen ist? Und dann treten auch noch Akis Jugendfreund Tamotsu und eine unschuldige, kleine Katze auf den Plan und bringen ganz schön Bewegung in die Story!
Meine Meinung:
Im zweiten Band von "Secret Life of Corporate Flowers - On & Off" wird mit Tamotsu eine weitere Figur eingeführt, deren professionelles und privates Leben sich fundamental voneinander unterscheiden. Dem Freund von Aki, der von Beruf Lehrer ist, wird hier viel Raum eingeräumt und die Leser lernen einiges über seine Denkweise und was ihn zu dieser geführt hat. Leider laufen jedoch insgesamt noch sehr wenige Fäden zusammen, sodass man etwas das Gefühl hat, dass die Story auf der Stelle tritt, doch man kann wohl vermuten, dass die Disharmonie zwischen ihm und Kanade später noch eine Rolle spielen wird. Und obwohl der Band zunächst einmal wenig Entwicklung in die Geschichte zu bringen scheint, endet er dann ganz überraschend doch noch mit einem echten Paukenschlag und man ahnt, dass die Beziehung der beiden Hauptfiguren sich nun an einem Wendepunkt befindet!
Obwohl dieser Band für mich nicht ganz an den ersten herangereicht hat, bin ich doch sehr neugierig darauf, wie es nun zwischen Aki und Kanade oder auch zwischen Akira und Sotaro weitergehen wird und werde die Serie mit großem Interesse weiterverfolgen.
"Shinjuku 69 Heaven" startet mit einer klassischen Prämisse und verwandelt sie in eine intensive, sinnliche Kurzreihe: Ein nüchterner Reporter trifft auf einen verführerischen Callboy – und verliert dabei die Kontrolle über seine sorgfältig errichteten Überzeugungen. Journalist Kutani will sachlich bleiben, beobachten, analysieren. Männer lassen ihn kalt. Glaubt er. Doch Hiromu, mit seinem charismatischen Lächeln und der mühelosen Nähe, stellt diese Gewissheit in einer einzigen Nacht auf den Kopf.
Der Reiz des Mangas liegt im inneren Konflikt: Kutanis Rationalität gegen das wachsende Verlangen, Professionalität gegen ein Gefühl, das sich nicht mehr ignorieren lässt. Die Begegnungen sind intensiv, aber nie leer – jede Nähe treibt die Figuren emotional voran. Hiromu bleibt dabei mehr als nur Projektionsfläche: Seine Präsenz ist selbstbewusst, warm und zugleich geheimnisvoll, was die Dynamik glaubwürdig und fesselnd macht.
Zeichnerisch überzeugt Shinjuku 69 Heaven mit sinnlichen, detailreichen Illustrationen, die das nächtliche Tokio in flirrendes Neon tauchen. Blicke, Gesten und Körpersprache erzählen ebenso viel wie die Dialoge. Das hohe Spice-Level (5 von 5 Chilis) richtet sich klar an erfahrene Leser*innen; die Erotik ist explizit, aber stets eingebettet in die aufkeimende Beziehung und Kutanis emotionale Entwicklung. Als abgeschlossene Reihe in zwei Bänden bleibt die Geschichte fokussiert und ohne Längen.
Eine erotische BL-Kurzreihe mit Stil, Atmosphäre und Herz. "Shinjuku 69 Heaven" verbindet sinnliche Zeichnungen mit einer glaubhaften emotionalen Reise und zeigt, wie schnell Gewissheiten im Neonlicht Tokyos zerfallen können.
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