Ekkehart Mittelberg

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Autorenbild von Ekkehart Mittelberg (©privat)

Lebenslauf

Wikipedia

Ekkehart Mittelberg (* 1938) ist ein deutscher Germanist, Fachbuchautor, Lyriker, Erzähler und Aphoristiker. Mittelberg legte 1958 das Abitur am humanistischen Gymnasium Hammonense ab. Er wurde am 6. Juli 1966 an der Philipps-Universität Marburg mit einer Arbeit über Wortschatz und Syntax der Bild-Zeitung promoviert. Er tritt als Autor von Kommentaren, Unterrichtsvorschlägen und Lehrerhandbüchern zu Werken der deutschen Literatur hervor sowie durch Lyrik-Anthologien und Erzählungen.

Er ist aktueller Herausgeber der Reihe Klassische Schullektüre.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wortschatz und Syntax der Bild-Zeitung. (Diss.) Marburg 1966 (Marburger Beiträge zur Germanistik 19).Methoden- und Rezeptionswandel in der Literaturwissenschaft am Beispiel der Sesenheimer Lyrik Gothes. Klett, Stuttgart 1976, ISBN 3-12-391900-5.Zugänge zur Lyrik. Text- und Arbeitsbuch. 5. Auflage. Cornelsen, Berlin 2000, ISBN 3-454-50230-6.Tag und Jahr – Gedichte. Verlagshaus Schlosser, Friedberg 2010, ISBN 978-3-86937-124-5.Flug der Kraniche – Gedichte. Verlagshaus Schlosser, Friedberg 2012, ISBN 978-3-86937-363-8.Ich erzähle dir etwas. Verlagshaus Schlosser, Kirchheim 2018, ISBN 978-3-96200-050-9.Sonette über Dichter und zum Thema Leben. Kirchheim 2020, ISBN 978-3-96200-413-2.Fabeln. Lehrhaft witzig amüsant. Verlagshaus Schlosser, Kirchheim 2021, ISBN 978-3-96200-466-8.Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur von und über Ekkehart Mittelberg im Katalog der Deutschen NationalbibliothekOffizielle Seite 

Alle Bücher von Ekkehart Mittelberg

Neue Rezensionen zu Ekkehart Mittelberg

Goethe, Kafka und andere

Ekkehart Mittelbergs neuer Gedichtband besteht, wie im Titel angedeutet, aus zwei Teilen, aus Sonetten über Dichter und über das Leben. Es sind viele Gedichte dabei, die man gerne ein zweites und drittes Mal liest.

Die Sonette auf die Dichter und Dichterinnen im ersten Teil des Bands bestechen durch zwei Merkmale: Dem Autor ist es zum einen gelungen, bekannte Charakteristika der einzelnen Dichter so darzustellen, dass Leserinnen und Leser mit kleinen „Aha“-Erlebnisse daran anknüpfen können. Dadurch wird eine Spannung zwischen Text und Lesern hergestellt: Erwartungshaltungen werden durch die Titel der Sonette geweckt und durch die Inhalte erfüllt, vielleicht ein wenig anders, als die Erwartungen sind; aber das kann dann interessant und aufschlussreich sein.

Es ist Mittelberg zum anderen gelungen, die relative starre Form des Sonetts mit poetischem Leben zu füllen. Das ist deshalb hervorzuheben, weil er ja nicht nur durch die äußere Form des Sonetts „eingeengt“ war, sondern zusätzlich auch durch die Aufgabe, die er sich gestellt hat, nämlich von den jeweiligen Autorinnen und Autoren und deren Werken Typisches und Wichtiges zu zeigen. Trotz dieser Einschnürungen sind ihm leichte, lesbare Zeilen gelungen, die das Formale in keiner Weise überdeutlich, eher wie selbstverständlich machen und das Inhaltliche nicht vernachlässigen. Hervorheben kann man, wenn man das überhaupt will, das Sonett auf Oscar Wilde. Eine Anfangszeile wie „Der Hochmut tänzelt leicht durch deine Werke“ oder Schlusszeilen wie „Wer reuig umkehrt, wird vor Gott bestehen. / Verengt, wer über Gnade räsonieret?!“ sind gleichzeitig poetisch und genau. Sie zeigen, wie gut Mittelberg die Sprache für seine dichterischen Zwecke einsetzt.

Im zweiten Teil waren Mittelberg durch inhaltliche Vorgaben keine Fesseln angelegt. Er  konnte deshalb die Form des Sonetts freier und „geschmeidiger“ behandeln. So ist viel Überraschendes entstanden. Der romantisch-melancholische Grundton nimmt den Leser ein und nimmt ihn mit auf kleine Reisen in sommerliche Gefilden oder zu Tanzabenden der Jugendzeit.

Die Gedichte tragen Titel wie „Morgenlicht auf deinen Wangen“, „Aus den Wolken gefallen“, „Sommerseligkeit“, „Schwerelos“ und „Fröhliche Herbstgedanken“. Immer wieder stößt man auf Zeilen, die nachdenklich, aber auch fröhlich stimmen. Ein Vers zum Beispiel wie „Asche wird einst eine Rose sein.“ (aus „Fröhliche Herbstgedanken“) wird in manchem Leser oder in mancher Leserin für eine geraume Weile haften bleiben.

Und dann gibt es da auch noch das Sonett mit dem Titel „Selbstironie“. Es gehört sprachlich mit zu dem Besten, was der Band zu bieten hat, ist spritzig-ironisch und zeigt den freien, selbständigen „Geist“ des Autors. Kritik kann ihm nicht so schnell etwas anhaben. - Kritik ist bei diesem Band allerdings sowieso nicht notwendig. Im Gegenteil: Mittelbergs neuer Gedichtband kann rundum empfohlen werden.



Cover des Buches Sonette über Dichter und zum Thema Leben (ISBN: 9783962004132)
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Klanggedichte mit viel Gefühl

Ein phantastisches Büchlein, um über den Werdegang großer Schriftsteller/innen ihrer jeweiligen Zeit in poesievoller Weise zu lernen oder sich zu erinnern, welche Werke in welchem zeitgenössischen Umfeld in die Welt gebracht wurden. Kurz und treffend gewinnt man einen Überblick, dargeboten als vergnüglich zu lesende Klanggedichte, die für sich selbst ein kleiner Genuss sind.

Im zweiten Teil des Büchleins erlaubt Ekkehart Mittelberg dem Leser einen kleinen Einblick in sein Inneres mit so wunderbar zärtlichen und gefühlvollen Sonetten wie Morgenlicht auf Deinen Wangen, Auf eine alte Eiche oder Fröhliche Herbstgedanken.

Alles in allem ein kleines Juwel der Dichtkunst, ein wunderbares Geschenk.

Kleinod der Dichtkunst

Ekkehart Mittelberg ist mit diesem Buch ein guter Wurf gelungen. Als Leser bekommt man so nebenbei die Schwerpunkte der Biographien der chronologisch aufgeführten Autoren mit und man erinnert sich gerne. Ich besonders an Stefan Zweig, Thomas Mann und Albert Camus, dessen Fazit mir sehr zusagt: Der Mensch ist für den Menschen da.

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