Ela Angerer Und die Nacht prahlt mit Kometen

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Inhaltsangabe zu „Und die Nacht prahlt mit Kometen“ von Ela Angerer

„Aber es galten andere Gesetze, wenn man in den Wald hineinging; vorsichtig zuerst und dann immer tiefer; über die erste kleine Holzbrücke, und über die zweite; wenn immer mehr Tannen die letzten Traubeneichen verdrängten. Man konnte es auch so sehen.“ Er ist fremd. Er ist verführerisch. Er schlägt sie, betrügt sie und belügt sie. Bis sie eines Tages schwanger wird. Ein poetisches Lehrstück über Liebeswahn. »Mit bewundernswerter Leichtigkeit erzählen Ela Angerers Bücher Verstörendes und existenziell Verunsicherndes, ohne den Leser je im Stich zu lassen.« Thomas Glavinic »Ela Angerers Blick auf die Welt um sie herum ist röntgenhaft.« Volker Weidermann So jemanden wie Bojan hat Valerie noch nie gesehen. Er ist stark und sanft zugleich, hat zahllose Frauen, macht obskure Geschäfte und bewegt sich durch Wien wie ein junger Gott. Er nennt sie Madame, weil ihm ihre vornehme Herkunft zuwider ist. Sie bemüht sich um die Gunst seiner serbischen Mutter, die an ihrem eigenen Sohn längst verzweifelt ist. Valerie liefert sich Bojan mit ihrer ganzen jugendlichen Naivität aus. Vollkommen bereitwillig begibt sie sich in Bojans Welt, in der andere Gesetze und Regeln gelten. Denn Bojan schlägt sie. Und lange Zeit denkt Valerie, sie hätte diese Schläge verdient. 30 Jahre später: Valerie lebt ein geregeltes Leben und ist bei einem großen Unternehmen angestellt. Die Geschichte von damals hat sie verdrängt – bis Bojan eines Tages wieder Kontakt zu ihr aufnimmt. »Und die Nacht prahlt mit Kometen« ist ein Roman aus einer Zeit, als es in Wien noch Mehrfachtelefonanschlüsse gab, als man Schulterpolster und Neonfarben trug, während man zu Falco tanzte, als die Fernsehsender nachts noch Testbilder zeigten und Tschernobyl und Waldheim die Schlagzeilen dominierten. Ein Roman der beweist, dass Liebe doch falsch sein kann.

Ein Buch über Hörigkeit in der Liebe und die Schwierigkeit, zu sich selbst zurück zu finden. Lesenswert!

— jewi
jewi

Zäh zu lesen, konnte mich leider nicht überzeugen...

— isipisi
isipisi

Ein sprachlich starkes Buch.. Eindringlich, subtil spannend und durchweg mit erschreckendem Tiefblick. Absolute Leseempfehlung!

— Nepomurks
Nepomurks

Verstörende Geschichte, die so leider viel zu oft passiert. Die Figuren bleiben leider flach und die Intention hinter der Geschichte unklar

— Schmiesen
Schmiesen

Eine fast hoffnungslos erscheinende Geschichte, die sich so überall abspielt, Bauchschmerzen bereitet und lange nachhallt.

— Milagro
Milagro

Ein vielversprechender Roman, der aber sein ganzes Potential - vor allem sprachlich - leider nur an manchen Stellen ausschöpft.

— TinaLiest
TinaLiest

Eine überzeugend erzählte Geschichte über Gewalt, Liebe, Selbsttäuschung und dem verzweifelten Festhalten an etwas, das schadet.

— Lovely_Lila
Lovely_Lila

Mich hat das Buch runtergezogen....Sprache, die durch ihre Nüchternheit wohl schockieren sollte

— Nayla
Nayla

Für mich hat Valeries Geschichte weder Hand noch Fuß. Ich habe während des Lesens stets auf den Aha-Effekt gewartet, aber er kam nicht...

— janinchens.buecherwelt
janinchens.buecherwelt

Nicht ganz, was ich erwartet habe. Für die Thematik für meinen Geschmack zu nüchterner Stil, seltsame Protagonistin.

— Arachn0phobiA
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  • Über Hörigkeit in der Liebe

    Und die Nacht prahlt mit Kometen
    jewi

    jewi

    17. April 2017 um 18:42

    Das Buch "Und die Nacht prahlt mit Kometen" von Ela Angerer ist im September 2016 im Aufbau Verlag erschienen. ***Inhalt*** Die junge Valerie ("Vie") lernt in Wien den Serben Bojan kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Bojans Gemüht ist wankelmütig: Mal beschimpft, schlägt und betrügt er Valerie, die dies klaglos über sich ergehen lässt. Mal ist er die Herzlichkeit in Person. 30 Jahre später hat sie keinen Kontakt mehr zu Bojan, kann die Ereignisse von damals aber nicht vergessen. ***Buchkritik*** Das Buch hat zwei Zeitebenen: Wien in den 80er Jahren und in der Gegenwart. Da diese Zeitebenen jeweils von Kapitel zu Kapitel wechseln und nicht angekündigt wurden, war es am Anfang etwas verwirrend, der Geschichte zu folgen. Die Geschichte, Valeries Handlungen und die Liebe zu Bojan sind zum Teil verstörend. Von Vies Seelenleben bekommt man in der Tiefe nicht viel mit, es wird eher durch Handlungen deutlich: Sie trifft sich mit unterschiedlichen Männern, läuft Bojan wie im Wahn hinterher, lässt ihre Ausbildung sausen und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Nähe lässt sie zu niemanden richtig zu: Im Herbst traf sie den Amerikaner wieder und schlief mit ihm. Dabei ließen sie das Licht an, und während sie in seine Augen sah, blieb er ihr angenehm fremd. (S. 68) Ich konnte über das ganze Buch nicht nachvollziehen, was Vie an Bojan findet. Sie beschreibt ihn als schön, wie einen Prinz aus dem Märchen, aber er gibt ihr nichts, beschimpft sie als Hure, nimmt sie finanziell und emotional aus: Du warst keine Jungfrau mehr, als wir uns getroffen haben. So eine Frau wird nie meine richtige Freundin sein. (S. 78) Ich kann von so einer Frau kein Kind bekommen. Sie ist eine Hure, Mama, verstehst du das denn nicht? (S. 89) Über beide Zeitebenen habe ich den Eindruck, dass Valerie sehr eigenständig aber auch einsam ist. Besonders in ihrer Jugend sagt sie dies selbst an einigen Stellen. Die Valerie 30 Jahre später spricht nicht von Einsamkeit. Sie sucht diese, indem sie sich über Weihnachten alleine zuhause einsperrt und leidet trotzdem drunter: Ihre Tochter hat sich von ihr abgewand, die Arbeit erfüllt sie nicht, Freunde hat sie scheinbar keine. ***Fazit*** Ein gutes Buch über eine ungesunde Liebe, die auch nach Jahren noch ihre Spuren bei der Protagonistin hinterlässt. Ich hab das Buch während meines Wien-Kurzurlaubs gelesen und besonders die Nennung der Straßen und Umgebungen hat dieses Buch zu einer passenden Lektüre gemacht.

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  • Ein sprachlich starker Roman.. Eindringlich, durchweg spannend und mit viel Tiefblick!

    Und die Nacht prahlt mit Kometen
    Nepomurks

    Nepomurks

    03. February 2017 um 00:29

    Ela Angerer‘s Erzählung „Die Nacht prahlt mit Kometen“ handelt vordergründig von Valerie und Bojan und einer nicht gerade gelungenen Beziehung. Hintergründig eröffnet sich eine dramatische Geschichte zweier sehr unterschiedlicher Menschen. Sprachlich unglaublich stark, mit viel Tiefgang und durchweg ein packendes Psychogramm der Protagonisten. Ein Roman, den man anhand des Titels wie auch des Covers zunächst nur schwer einzuschätzen vermag. Man stellt wohl eher mit jeder gelesenen Seite fest, dass es sich nicht gerade um leichte Lektüre handelt. Das Buch kommt an vielen Stellen ohne besondere oder maßgebliche Handlung aus, es fließt dahin, wirkt aber trotzdem durchgängig spannend und fesselnd. Der Schreibstil bleibt ebenfalls recht unaufgeregt, inhaltlich knistert es aber fortlaufend. Von subtiler bis hin zu physischer Gewalt, Lug und Trug, sowie emotionaler Abhängigkeit, vielleicht vermeintliche Liebe. Doch wo beginnt zwischen zwei Menschen ein zerstörerischer Prozess? Wo sind die individuellen und gemeinsamen Grenzen, wo der Übergang zu Missachtung und Missbrauch? Ela Angerer hat mit ihrem Roman rund um die beiden Hauptfiguren ein sehr ergreifendes und teils schockierendes Beziehungsdrama skizziert und zudem ein allzu klischeehaftes Rollenbild aufgebröselt. Die Figuren sind unglaublich authentisch und gut konzipiert. Schauplatz ist zum einen die Gegenwart, die den Leser wissen lässt, was letztlich geschah. Daneben wird man immer wieder in die Vergangenheit zurückversetzt und blickt auf die Anfänge und den Verlauf, die Entwicklung zweier Persönlichkeiten und einer Beziehung. Mir gefielen der Stil und die Struktur des Romans sehr gut. Trotz der eigentlichen Schwere des Themas bleibt die Erzählung flüssig und oftmals auch (unerwartet) leicht. Eine bizarre wie überraschende Mischung, eindringlich und eindrücklich, die durchaus nach Beendigung des Lesens noch länger nachklingt. Nicht umsonst für den Deutschen Buchpreis nominiert und hochgelobt, kann ich das Buch nur unbedingt empfehlen! Absolut lesenswert: 5 Sterne.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 18.08.2017: _Jassi                                           ---  73 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   208,5 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   81 Punkte Bellis-Perennis                          ---  564 Punkte Beust                                          ---   260 Punkte Bibliomania                               ---   184 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  350 Punkte ChattysBuecherblog                --- 210 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   103,5 Punkte Code-between-lines                ---  127 Punkte eilatan123                                 ---   46 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   109 Punkte Frenx51                                     ---  72,5 Punkte glanzente                                  ---   75 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   135 Punkte Hortensia13                             ---   113 Punkte Igelchen                                    ---   21 Punkte Igelmanu66                              ---  151 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    79 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   105 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   77 Punkte Katykate                                  ---   94 Punkte Kerdie                                      ---   190 Punkte Kleine1984                              ---   130 Punkte Kuhni77                                   ---   105 Punkte KymLuca                                  ---   100 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   211 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   190 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   82 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  52 Punkte mistellor                                   ---   149 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  115 Punkte Nelebooks                               ---  183 Punkte niknak                                       ----  268 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   180 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   93 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   48 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 57 PunkteSandkuchen                              ---   172 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   153 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   245 Punkte SomeBody                                ---   157,5 Punkte Sommerleser                           ---   168 Punkte StefanieFreigericht                  ---   190,5 Punkte tlow                                            ---   135 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   34 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   64 Punkte Wolly                                          ---   163 Punkte Yolande                                       --   150 Punkte

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    • 2172
  • Zerstörerische Liebe

    Und die Nacht prahlt mit Kometen
    serendipity3012

    serendipity3012

    22. January 2017 um 10:53

    Zerstörerische Liebe Es sind die Weihnachtstage 2015. Valerie ist Ende 40 und alleinstehend. Ihre erwachsene Tochter hat den Kontakt zu ihr abgebrochen, zu oft hatte es Streit gegeben, zu schlecht hatte Valerie Bea in jungen Jahren behandelt, Fehler gemacht, die nur schwer wieder gut zu machen sind. Valerie hat einen Job, den sie nicht mag und es scheint, als sei es schwierig für sie, Beziehungen einzugehen. Ob das an ihrer Vergangenheit mit Bojan liegt? Bojan, ihr Exfreund, mit dem sie vor mehr als 20 Jahren zusammen war, der viel ältere Serbe, der sie als junges Mädchen völlig in seinen Bann zog und mit dem sie eine zerstörerische, von Gewalt geprägte Beziehung hatte, aus der sie sich lange nicht lösen konnte.Mit Bojan hatte Valerie lange keinen Kontakt, über die gemeinsame Zeit immer weniger nachgedacht, als er nun plötzlich Kontakt zu ihr aufnimmt, ihr eine Freundschaftsanfrage über Facebook schickt. Da Valerie sich über die Feiertage allein in ihrer Wohnung zurückgezogen hat, hat sie viel Zeit, nachzudenken, die Geschehnisse von damals Revue passieren zu lassen, Bojan wieder in ihre Gedanken zu lassen, wo sie ihn eigentlich gar nicht haben will. Und der Leser erfährt in alternierenden Kapiteln einerseits von der Zeit mit Bojan damals Ende der 80er Jahre und andererseits von ihrem Leben jetzt, in dem sie sich eingerichtet hat, wobei man nicht umhin kann, sich zu fragen, ob sie wirklich zufrieden damit ist, wie es gekommen ist, erscheint es doch ein wenig trostlos.Ela Angerer erzählt in ihrem zweiten Roman „Und die Nacht prahlt mit Kometen“ in einem knappen, fast kargen Stil ohne Ausschmückungen direkt und ungeschönt von Valeries Leben damals und heute. Gerade die Schilderungen der damaligen Zeit sind dabei zum Teil nicht leicht zu ertragen und natürlich fragt man sich, Außenstehender der man ist, wieso Valerie, die sich damals noch Vie nannte, immer wieder zu Bojan zurückwollte, sich von ihm misshandeln und auch verbal immer wieder demütigen ließ. Da Angerer ihre Protagonistin eher beobachtet als analysiert, muss man ihr Verhalten hinnehmen, was nicht immer einfach ist – aber nicht weniger glaubwürdig. Wenn Bojan zuschlägt, ist es oft Überraschung, die Vie vor allem empfindet. Und es ist sie selbst, die einmal bemerkt, dass sie nun eine dieser Frauen ist, die sie früher bemitleidet hat, wenn sie sie mit eindeutigen Spuren von Misshandlungen auf der Straße gesehen hat und sie wundert sich, wie plötzlich und leicht sie die Seiten wechseln konnte.„Und die Nacht prahlt mit Kometen“ ist ein schmales Buch, das wenig Worte macht und sich voll auf die Protagonistin konzentriert. Durch die Gegenüberstellung der jungen und der älteren Valerie liegt die Frage nach den Verbindungen zwischen beiden nahe, die Frage danach, wie das, was man als junger Mensch erlebt, prägt für das weitere Leben. Valerie hat einen Weg gefunden, das Vergangene zu verarbeiten und abzuschließen, aber ist sie glücklich? Angerer regt zum Nachdenken an, stellt Fragen, bewertet aber nicht, sondern überlässt die Schlussfolgerungen dem Leser.Angerers Roman mag ein etwas sperriges Buch sein, eines, das schockiert gerade angesichts der Gewalt, die darin so nüchtern geschildert wird und die man aushalten muss, ebenso wie die (Nicht-)Reaktion der jungen Vie auf die Misshandlungen. Gerade auch die Tatsache, dass ihre Geschichte sicher nicht aus der Luft gegriffen ist, bestürzt. „Und die Nacht prahlt mit Kometen“ ist ein starkes, ein schwer verdauliches Buch.

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    • 2
  • Was es nicht ist

    Und die Nacht prahlt mit Kometen
    Milagro

    Milagro

    10. December 2016 um 12:32

    Ich finde das Cover nicht gelungen, aber der Titel sprach mich an. Die Bewertungen hier waren überwiegend negativ, gleichwohl zog mich das Buch immer wieder an. Vielleicht muss man mal klarstellen, was dieses Buch NICHT ist, um falschen Erwartungen vorzubeugen: Das Buch ist keine leichte Unterhaltung, es ist kein Erotikroman und kein Buch zum schnellen Lesen am Strand. Das Cover scheint auf ebensolche Genres hinzuweisen, es ist nach meiner Ansicht schlicht falsch gewählt. Es ist eine anspruchsvolle Geschichte, die eine Beziehung und deren Abgründe darstellt, realistisch und sehr schmerzhaft. Es berührt nicht nur, es trifft wie ein Faustschlag in den Magen. Ich habe die Geschichte von Valerie und ihrem gewalttätigen Freund in einem Rutsch durchgelesen, vielleicht ist man geneigt, beim Lesen der 190 Seiten durchatmen zu wollen, Abstand zu gewinnen, ihr solltet es aber ohne Pause weiterlesen. Es ist dann wie der Bericht einer Freundin, mit der ihr beim Glas Wein zusammen sitzt und die euch unerwartet Einblick in ihre Vergangenheit gewährt. Einblick, den man möglicherweise gar nicht so genau haben wollte, der Fragen aufwirft, die man aber gar nicht stellen mag. Es zeigt auf, dass wir unsere Vergangenheit nicht einfach abstreifen können. Es schmerzt, lässt nicht los. Das Buch hallt nach, eine unbedingte Leseempfehlung. Und es ist furchtbar realistisch.

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    • 5
  • Wenn Liebe zerstörerisch ist

    Und die Nacht prahlt mit Kometen
    anushka

    anushka

    24. November 2016 um 23:16

    Valerie, genannt Vie, kommt aus einer gutbürgerlichen, wohlhabenden Familie. Mit 22 lernt sie den 13 Jahre älteren Bojan kennen, der für sie geheimnisvoll und verführerisch ist. Obwohl sie Bojan in Begleitung anderer Frauen antrifft, von ihm herablassend behandelt wird und er sich manchmal wochenlang nicht meldet, ist sie fest davon überzeugt, dass sie zusammen sind. Trotz allem und später auch Schlägen bleibt Vie bei ihm, rechtfertigt sein Verhalten vor sich selbst und kommt nicht von ihm los. Doch dann wird sie schwanger ..."Die Nacht prahlt mit Kometen" hat bei mir großen Eindruck hinterlassen mit seinen nicht mal 200 Seiten. Durch einen bestimmten Auslöser denkt die inzwischen 50-jährige Vie zurück an ihre jugendliche Naivität, als sie mit dem Serben Bojan zusammenkam. Als Akt der Rebellion gegen ihre Eltern kommt und bleibt sie mit ihm zusammen. Gleichzeitig hat sie sich den Rückweg abgeschnitten als die Beziehung kippt, weil sie von ihrem gutbürgerlichen Vater verstoßen wird. Die Autorin zeichnet sehr gut die Entwicklung nach, die Vie nimmt, um sich die Beziehung "schön zu reden". Sie entwickelt die Überzeugung, Bojans Misshandlungen und Beschimpfungen verdient zu haben. In wechselnden Kapiteln erfährt man aus der Beziehung und von Vies Leben 30 Jahre später. Das Ende der Geschichte/des Buches ist ein toller Befreiungsschlag, der mich überzeugt und versöhnt zurückgelassen hat. Ansonsten hat mir auch der Schreibstil sehr gut gefallen. Er ist eher schnörkellos und direkt, jedoch werden die Angriffe nicht detailliert beschrieben, sondern eher jeweils Vies Überraschung oder Empfinden sowie oftmals ihre Ungläubigkeit, dass ihr dies gerade passiert. Man mag sich fragen, warum eine Frau sich das gefallen lässt, aber Vies Jugend, Abhängigkeit und Suche nach Liebe werden sehr gut nachvollziehbar, genauso wie die Tatsache, dass es eines langen Weges und vieler kleiner Schritte bedarf, sich von so einer Beziehung zu befreien.Ich kann mich den kritischen Stimmen nicht anschließen. Im Gegenteil, mir hat das Buch gut gefallen und es hat mich beeindruckt, wie es auf so wenigen Seiten dysfunktionale Beziehungen so eindringlich darstellen konnte. Es hat mir auch glaubhaft vermittelt, wie eine junge Frau in eine solche Abhängigkeit geraten kann. Obwohl ich es oft nicht mag, Andeutungen und lose Fäden in Geschichten serviert zu bekommen, war es für mich in diesem Buch absolut stimmig.

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    • 2
  • Vom Festhalten an etwas, das schadet...

    Und die Nacht prahlt mit Kometen
    Lovely_Lila

    Lovely_Lila

    31. October 2016 um 20:00

    *Achtung! Die Rezension enthält Spoiler!* ~ Eine in angenehmem, aber nüchternem Schreibstil erzählte Geschichte über Gewalt, Liebe, Selbsttäuschung und dem verzweifelten Festhalten an etwas, was wertvoll erscheint, aber eigentlich schadet. ~ Inhalt Bojan ist anders als alle Männer, denen Valerie je begegnet ist. Er macht nur das, was er will, ist stark, aber kann zugleich sanft sein. Er ist mysteriös und undurchschaubar. Doch Bojan hat nicht nur gute Seiten, denn immer wieder verliert er die Kontrolle und schlägt Valerie… Informationen Erzählstil: Personaler Erzähler, Präteritum; Perspektive: aus weiblicher Sicht (Valerie – Vie) Meine Meinung Zuerst einmal ein Lob: Wer immer sich den Titel dieses Buches ausgedacht hat, sollte sich öfter Buchtitel ausdenken. Schreibstil Der Schreibstil der Autorin ist ausnehmend angenehm zu lesen. Frei von Wiederholungen, so komplex wie nötig und niemals oberflächlich, zog mich ihre Art zu erzählen schon auf den ersten Seiten in den Bann. Ich fühlte mich als Leserin trotz der ernsten Thematik wohl im Buch und habe es sehr gerne gelesen. Man könnte natürlich fragen, ob dieser Schreibstil tatsächlich für diese Geschichte passend ist, ist er doch überraschend nüchtern und urteilsfrei, aber ich denke, dass genau diese kühle Art zu erzählen das Buch von anderen des Genres hervorhebt. Hier wird man eben nicht mit Gefühlen und Urteilen überschwemmt, sondern kann Valerie wie ein entfernter Beobachter dabei zusehen (und sich sein eigenes Bild machen), wie sie sich vollkommen Bojan unterordnet und alle seine Verhaltensweisen duldet oder sich schönredet. Interessant ist, wie es die Autorin immer wieder schafft, dass sich bei mir als Leserin ein sehr unheilvolles Gefühl einstellte – man spürte Bojans Launen und andere negative Ereignisse wie ein Unwetter heranziehen. „Auf dem Rückweg brach die Dunkelheit so schnell herein, dass man fast zusehen konnte. Sie wälzte sich heran wie ein schwarzes Meer.“ Seite 70 Personen Allerdings liegt bei dieser Distanz auch gleichzeitig das Problem. Die emotionale Entfernung zu Vie alleine hätte mich nicht wirklich gestört, da es, wie gesagt, einmal eine andere Herangehensweise ist, allerdings versäumt es die Autorin immer wieder, Valeries Handlungen ausreichend (oder überhaupt) zu begründen. Viel zu oft hat man als Leserin das Gefühl bezüglich Vies Motivationen im Dunkeln gelassen zu werden. Viel zu oft versteht man nicht, was in ihr vorgeht, weil ihre Gefühle nicht genau genug beschrieben werden. Prinzipiell war mir Valerie sympathisch. Sie schien mir wie eine zwar naive, aber liebenswürdige Chaotin, die gegen ihre Eltern rebelliert und deren Faszination für Bojan, der alles repräsentiert, was ihre Eltern verabscheuen, ich durchaus verstehen konnte. Allerdings hat Vie dann gegen Ende des Buches etwas getan, was ich ihr einfach nicht verzeihen konnte: Sie ermordet nämlich eine unschuldige Katze. Wie „ArachnOphobiA“ es in ihrer Rezension getan hat, frage auch ich mich: "Was hat dir die Katze getan, Valerie?!" Nicht nur, dass diese Handlung meiner Meinung nach keinen Sinn ergab (sie war vollkommen out-of-character) - nein, auch dachte die Autorin hier, es sei nicht nötig, die Motivation dahinter dem Leser näherzubringen. Soll ich raten? Oder gibt es gar keine Erklärung dafür? Hier hat mich die Autorin schlicht enttäuscht. Am liebsten würde ich für diese sinnlose Grausamkeit zwei volle Sterne abziehen, denn von da an war mir Valerie fast schon verhasst, was mir ziemlich viel kaputt gemacht hat. Da ich jedoch den Rest wirklich gut fand, belasse ich es bei einem Stern Abzug. Bojan wirkte oft undurchschaubar und mysteriös. Seine Art, sich nichts vorschreiben zu lassen und zu tun, was er will, hat auch bei mir eine gewisse Faszination ausgelöst. Diese verflüchtigt sich jedoch schnell, und es bleibt nicht mehr viel übrig außer einem Mann mit einer schwierigen Vergangenheit, der sein Leben und sich selbst nicht im Griff hat und der seine eigenen Probleme versucht dadurch zu lösen, dass er andere verletzt. Meiner Meinung nach rechtfertigt auch die schlimmste Vergangenheit keine Grausamkeiten, schließlich hat jeder Mensch sein Päckchen zu tragen und wenn jeder sich wie Bojan verhalten würde, auf was für einer Welt würden wir leben? Dennoch, und das finde ich schön, hat auch Bojan seine schwachen, traurigen Momente, womit die Autorin es schafft, ihn trotz allem menschlich und dreidimensional wirken zu lassen. Idee und Themen Die Idee hinter diesem Buch hat mir gut gefallen, da es sich hier um ein Problem handelt, das leider immer noch aktuell ist. Die Autorin hat das Umfeld der Personen und deren Geschichte für die geringe Seitenzahl erstaunlich anschaulich beschrieben und gut ausgearbeitet. Die behandelten Themen umfassen unter anderem den Gegensatz zwischen Valeries Elternhaus und Bojans Lebensweise, Gewalt gegen Frauen, Verantwortung, Liebe, Schuldgefühle und Emanzipation. *Spoiler!* Ich finde es sehr positiv, dass Valerie sich schlussendlich von Bojan trennt, auch wenn es etwas traurig ist, dass sie das nur um ihres Kindes willen tut und nicht für sich selbst. Dennoch: das sendet zumindest die Botschaft, dass es immer möglich ist, sich aus dieser Lage zu befreien. Sehr authentisch fand ich die beschrieben Gefühle von Vie: ihre Art, sich alles schön zu reden, ihr Bestreben, Bojans negative Seiten einfach auszublenden. Ich weiß aus meinem Bekanntenkreis, dass es oft wirklich so läuft und dass das (unter anderem) auch ein der Grund dafür ist, dass sich solche Frauen einfach nicht von ihren Männern trennen können. *Spoiler Ende!* Besonders gut hat mir außerdem gefallen, wie selbstverständlich die Autorin die Vergangenheit in die Geschichte einwebt. Wenn Falco, Tschernobyl und ein Telefonanschluss, der sich von fünf Menschen geteilt wird, beschrieben werden, fühlt sich das im positiven Sinne an wie eine kleine Geschichtsstunde. Spannung Richtige Spannung war nicht wirklich vorhanden, allerdings war ich wirklich stets neugierig, wie es weiterging. Mein Fazit Eine in angenehmem, aber nüchternem Schreibstil erzählte Geschichte über Gewalt, Liebe, Selbsttäuschung und dem verzweifelten Festhalten an etwas, was wertvoll erscheint, aber eigentlich schadet. Valeries Situation und Gefühle werden glaubwürdig geschildert und die Vergangenheit wird durch kleine Details zum Leben erweckt. Einen Stern Abzug gibt es dafür, dass man als Leser über Valeries Motive und Gedanken zu oft im Dunkeln gelassen wird und dafür, dass Valerie am Ende etwas tut, was sie in meinen Augen sehr unsympathisch gemacht hat. Meine Empfehlung: Für alle, die das Thema häusliche Gewalt einmal ganz anders behandelt sehen wollen. Bewertung: Idee: 4 Sterne Ausführung: 4 Sterne Schreibstil: 5 Sterne Personen: 3 Sterne Spannung: 4 Sterne Bringt zum Nachdenken: 4 Sterne Insgesamt: ❀❀❀❀ Dieses Buch erhält von mir vier Sterne!

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  • Naivität und Emanzipation

    Und die Nacht prahlt mit Kometen
    BeckyB

    BeckyB

    29. October 2016 um 12:34

    Valerie, kurz „Vie“, trifft bei einem Flohmarktbesuch auf den einige Jahre älteren Bojan und denkt sofort: „Das ist der Mann, von dem ich ein Kind bekommen werde.“ Als sie sich nach einiger Zeit zufällig wiedertreffen, beginnen sie eine Beziehung. Eine Beziehung, die nicht auf Augenhöhe stattfindet. Abwertung und Gewalttätigkeit bestimmen immer mehr Vies Alltag. Es wird kapitelweise abwechselnd die Gegenwart und die Vergangenheit erzählt. Der Erzählstil des außenstehenden Erzählers ist fast schon nüchtern-kühl. Am Anfang fand ich das noch passend; schließlich kann man sich vorstellen, dass Vie genau so eine Distanziertheit benötigt, um überhaupt noch irgendwie klarzukommen. Nach einiger Zeit aber, wenn man tiefer in die Begebenheiten eintauchen möchte, wandelt sich das Kühl-Distanzierte fast schon in Oberflächlichkeit. Dadurch nahm mich das Buch nicht ganz so gefangen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Vie wirkt wie eine ziemlich naive Person, die leider wenig Selbstbewusstsein hat. An einer Stelle nimmt der Erzähler Bezug auf das Verhalten von Vies Eltern ihr gegenüber, als sie noch ein Baby war. Sie ließen sie „nach der Erstfütterung“ - ins Badezimmer abgeschoben - schreien. „Nach den ersten drei Tagen war das Thema erledigt.“ Zum Glück weiß man heute dank engagierter Sozialpädagogen und Wissenschaftler, dass genau das der Psyche eines Kindes dauerhaft schaden kann. Auch wenn es im Buch nicht ausdrücklich gesagt wird, stellt der Leser hier einen Zusammenhang zu Vies Persönlichkeit her, der auch einleuchtend erscheint. Über Bojan wird erzählt, dass er als kleiner Junge oft geweint habe, weil er sich, aus einem anderen Land stammend, in seiner neuen Heimat nicht dazugehörig gefühlt habe. Ob das eine (ausreichende) Erklärung für sein gewalttätiges und abwertendes Verhalten ist, mag jeder für sich selbst entscheiden. Ich fand es aufgrund der Vergangenheit merkwürdig, dass Vie das Bedürfnis verspürte nachzuschauen, ob Bojan noch in seiner alten Wohnung lebte, und das auch noch mehrmals. Irgendwie widerspricht das auch dem eigentlichen Eindruck, dass Vie sich mittlerweile emanzipiert hat. Was mir Vie aber letztendlich regelrecht unsympathisch machte, war der Umstand, dass sie sich an Bojans Katze verging. Wie tief kann man sinken! Die letzten Seiten fand ich sehr gelungen, und ich vergebe vier Sterne, da ich keine halben Sterne vergeben kann (drei erschienen mir doch zu wenig).

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  • Eher Tatsachenbericht als Roman über Abhängigkeit statt Liebe

    Und die Nacht prahlt mit Kometen
    Nayla

    Nayla

    24. October 2016 um 01:05

    "Und die Nacht prahlt mit Kometen" ist das neueste Buch der Wienerin Ela Angerer, erschienen im September 2016. Die 49j. Valerie, erfolgreich im Beruf, aber alleinstehend mit einer Tochter, welche in Washington studiert, möchte Weihnachten alleine verbringen. Sie sagt ihrem Chef, sie sei im Ausland und verkriecht sich in ihrer Wiener Wohnung. Durch eine Freundschaftsanfrage über Facebook stößt sie auf Bojan, den Vater ihrer Tochter, der sie das alte Trauma wieder aufleben lässt... Der zweite Erzählstrang handelt von der jungen Valerie, Vie genannt, die ihr gutbürgerliches Elternhaus hasst und auf der Suche nach Abenteuern durch die Wiener Nachtszene tingelt, flüchtigen Sex und Drogenerfahrungen inbegriffen. In einem Club lernt sie Bojan kennen. Zuerst will sie nichts von ihm wissen, dann aber werden die beiden doch ein Paar. Bojan ist ein wesentlich älterer Jugoslawe, ein Individualist, der nicht arbeitet, sondern "Geschäfte" macht. Er hat eine schwierige Vergangenheit, seine eigenen Ansichten und "Regeln". Vie wird ihm hörig. Von Liebe möchte ich hier nicht sprechen. Er verkörpert wohl alles, was Vie´s Elternhaus, mit dem sie auf Kriegsfuß steht, ablehnt. Bojan ist charismatisch, geheimnisvoll, aber auch brutal, eifersüchtig, kontrollierend. Er demütigt, kontrolliert, schlägt sie auf brutalste Weise, betrügt sie und lässt sich von ihr aushalten. Am Anfang gefiel mir das Buch noch. In den Rückblenden wurde Vie als naive, auch einsame junge Frau beschrieben, die auf der Suche ist. Auf der Suche nach Abenteuern, nach der Intensität des Lebens, nach einem roten Faden, zu sich selbst? Irgend etwas scheint sie auch in Bojan zu suchen, denn sie erträgt alles, zieht sogar zu ihm, nachdem er sie zum ersten Mal verlassen hat, lässt ihn tage -, sogar wochenlang mit anderen Frauen verschwinden, lässt sich schlagen, kontrollieren, wird schwanger, treibt ab, wird wieder schwanger....Spätestens nach den ersten Gewaltausbrüchen konnte ich Vie´s Verhalten nicht mehr verstehen. Warum macht sie alles mit? Antworten oder Erklärungen konnte mir die Autorin nicht geben, da die Sprache zwar flüssig zu lesen, aber kühl und distanziert ist. Als würde jemand einen emotionslosen Bericht runterrattern. Da ich Vie´s Gründe nicht mehr verstehen konnte, konnte ich auch nicht mitfühlen, nicht begreifen und das Buch wurde mir etwas langweilig. Ich habe es aber ausgelesen, weil ich die ganze Zeit hoffte, dass Vie sich endlich irgendwie von Bojan befreit. Leider konnte mich die Geschichte nicht fesseln oder mitziehen, die Aussage des Buches erschliesst sich mir bis heute nicht wirklich. Vielleicht habe ich auch manches überlesen, aber durch die kühle, emotionslose Sprache wirkt das Ganze wie ein Tatsachenbericht. Und irgendwie hat mich das Buch sogar runtergezogen. Leider kann ich nichts anderes schreiben.

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  • Und die Nacht prahlt mit Kometen

    Und die Nacht prahlt mit Kometen
    CanYouSeeMe

    CanYouSeeMe

    20. October 2016 um 11:33

    So jemanden wie Bojan hat Valerie noch nie gesehen. Er ist stark und sanft zugleich, hat zahllose Frauen, macht obskure Geschäfte und bewegt sich durch Wien wie ein junger Gott. Er nennt sie Madame, weil ihm ihre vornehme Herkunft zuwider ist. Sie bemüht sich um die Gunst seiner serbischen Mutter, die an ihrem eigenen Sohn längst verzweifelt ist. Valerie liefert sich Bojan mit ihrer ganzen jugendlichen Naivität aus. Vollkommen bereitwillig begibt sie sich in Bojans Welt, in der andere Gesetze und Regeln gelten. Denn Bojan schlägt sie. Und lange Zeit denkt Valerie, sie hätte diese Schläge verdient. 30 Jahre später: Valerie lebt ein geregeltes Leben und ist bei einem großen Unternehmen angestellt. Die Geschichte von damals hat sie verdrängt – bis Bojan eines Tages wieder Kontakt zu ihr aufnimmt. Schon Cover und Klappentext haben bei mir eine große Neugier und Faszination auf das Buch geweckt. Das Thema ist überaus spannend und hat großes Potential, wenn es denn richtig verpackt ist. Der Schreibstil ist durchgehend flüssig und angenehm zu lesen, jedoch sehr nüchtern und clean. Gerade bei so einem emotionalen Thema wie dem der häuslichen Gewalt wäre mir persönlich ein wenig Emotion in der Sprache ganz lieb gewesen. Die verwendete Sprache ist jedoch an sich authentisch, die Handlung spielt in Wien und man merkt den österreichischen Einschlag der Sprache – das hat gut gepasst. Ich bin sehr gut in die Handlung hineingekommen, man ist in den ersten Seiten gleich mitten im Geschehen und wird mit Bojans vollem Temperament konfrontiert. Die Handlung begann also weit oben auf dem Spannungsbogen, rutsche diesen jedoch mit Verlauf der Handlung immer weiter hinunter. Es gab keine wirklichen Höhepunkte mehr, die Szenen wirkten etwas lieb- und zusammenhangslos zusammengeschustert und konnten mich nicht mehr recht überraschen. Schwierig waren für mich die Zeitsprünge von damals zu heute, die für mich lediglich daran zu erkennen waren, dass Hauptcharakter Valerie in der Gegenwart Vie genannt wurde. Sprachlich oder stilistisch gab es keinen Unterschied zwischen den Zeiten. Nach etwa einem Drittel der Lektüre hatte ich mich daran jedoch gewöhnt. Mit Hauptcharakter Vie/Valerie konnte ich das gesamte Buch über nicht warm werden, ihre Einstellungen und Verhaltensweisen waren für mich größtenteils nicht nachvollziehbar – sie verkörpert ein weltfremdes, verzogenes Mädchen der Wiener Oberschicht, das auf Teufel komm raus gegen ihre Herkunft/ihr Elternhaus rebellieren möchte. Auch mit der erwachsenen Valerie konnte ich mich nicht identifizieren. Der Charakter ist aber durchaus lebensnah dargestellt. Die Nebencharaktere waren etwas schwammig, mir wollte nie so recht ein rundes Bild im Kopf entstehen. Insgesamt ist ‚Und die Nacht prahlt mit Kometen‘ ein Buch, das mich auf den ersten Blick sofort mit seiner brisanten Thematik angesprochen hat, diese jedoch nicht richtig aufgreifen konnte und so zu einem eher enttäuschenden Leseerlebnis geführt hat.

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  • Und die Nacht prahlt mit Kometen

    Und die Nacht prahlt mit Kometen
    janinchens.buecherwelt

    janinchens.buecherwelt

    18. October 2016 um 18:10

    Durch eine Buchverlosung auf Lovelybooks gelang dieses kleine Büchlein zu mir. Beworben hatte ich mich aufgrund der Thematik, die diesem Buch zugeschrieben wurde – häusliche Gewalt. Aufgrund der Kürze des Buches, malte ich mir eine kurze Beschreibung dieses Horrorszenarios aus Sicht der Betroffenen aus.Was mir stattdessen aufgetischt wurde, war ein inhaltsloser, gefühlloser Einblick in das Leben von Valerie, auch Vie genannt, auf zwei Zeitebenen. Damals, als sie ihren Peiniger kennenlernte und heute, knapp 30 Jahre später. Vie ist ein naives, verwöhntes Mädchen, das sich wohl aus Gründen des Widerstands gegen ihre Eltern, mit Parties und Drogen ihre Zeit vertreibt. Sie arbeitet nur, wenn sie Geld braucht und dann auch nur solange, bis sie sich das leisten kann, worauf sie hinarbeitete. Eine langfristige Perspektive scheint sie nicht zu haben. Dann trifft sie Bojan, die vermeintliche Liebe ihres Lebens. Dieser betrügt sie, nutzt sie aus und schlägt sie. Wer könnte solch einen Mann nicht lieben?!? Aber anstatt sich von ihm fernzuhalten, tut sie alles, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen, zieht bei ihm ein, besorgt Geld für seine zwielichtigen Geschäfte und wird schwanger von ihm. Zum Wohle ihres Kindes trennt sie sich schließlich von ihm. Bojan will von ihr und dem Kind nichts mehr wissen und geht seine eigenen Wege.Die Valerie von heute erhält eine Freundschaftsanfrage per Facebook von Bojan. Da sie Angst vor ihm hat löscht sie diese sofort. Ich frage mich, woraus diese Angst resultiert, da Bojan nie den Eindruck erweckt hat, geschweige denn den Versuch gemacht hat, sie zurück haben zu wollen. Im Gegenteil, er wollte mit ihr und seiner Tochter nichts zu tun haben.Sie sucht Bojans alte Wohnung auf und beobachtet die Frau und ihre Katze, die nun darin wohnen, Bojan selbst sieht sie nie. Sie vergiftet die Katze der Frau. Warum?Auf dem Heimweg läuft ihr ein alter, gebrechlicher Mann über den Weg. Als sie an ihm vorbei ist, fällt ihr auf, dass es Bojan war. Er hat sie nicht erkannt, obwohl er sie erst eine Woche vorher über Facebook ausfindig gemacht hat. Hä?Jegliche Gefühle der Charaktere blieben im Verborgenen, was dazu führte, dass ich Vie einfach nicht verstanden habe. Hätte die Autorin hier und da Vies Handlungen erklärt, hätte ich eventuell das ein oder andere nachvollziehen können. So aber konnte ich, gerade zu der Protagonistin, keinerlei Verbindung aufbauen, Mitgefühl kam keines auf. Auch alle anderen Charaktere wurden nur oberflächlich beschrieben, sodass sie für mich teils unwirklich waren, teils einfach unnötig.FazitFür mich hat Valeries Geschichte weder Hand noch Fuß. Ich habe während des Lesens stets auf den Aha-Effekt gewartet, aber er kam nicht. Ein Spannungsbogen fehlt gänzlich. Der Schreibstil ist nüchtern, sachlich, ohne Gefühlsregungen, ohne Ausschmückungen – grau und trüb wie das Wetter vor Vies Fenster. Die Geschichte klingt weder nach, noch regt sie mich zum Nachdenken an. Ich frage mich ernsthaft, ob ich das Buch eventuell nicht richtig verstanden habe, ob mir irgendeine verborgene Botschaft nicht aufgefallen ist. Wenn dem so sein sollte, oder ihr aber anderer Meinung seid, dann teilt es mir doch bitte mit.

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    • 3
  • Ich hab vermutlich etwas Anderes erwartet...

    Und die Nacht prahlt mit Kometen
    Arachn0phobiA

    Arachn0phobiA

    16. October 2016 um 00:44

    ...zumindest aufgrund des Klappentextes, ohne eine Leseprobe gelesen zu haben. Ich bin nicht der Fan von Leseproben, vor allem dann nicht, wenn mich alleine die Beschreibung bereits vom Inhalt überzeugt. Wenn dann noch ein optisch ansprechendes Cover hinzu kommt, bin ich gekauft.Zur Verteidigung des Buches: Der Klappentext lügt nicht. Jedenfalls nicht inhaltlich. Und grundsätzlich fand ich auch den Schreibstil sehr gut. Er sorgte jedenfalls dafür, dass sich das Buch flüssig und schnell weglesen ließ. Bis auf gelegentliche, nüchterne Beschreibungen von alltäglichen Handgriffen empfand ich auch keine Passage als mit Längen behaftet. Die erwähnten Stellen wirkten jedoch schon etwas fehl am Platze bzw. überflüssig.Der Schreibstil an sich ist also nicht der Grund, weshalb mir das Buch nicht wirklich zusagte, sondern eher die Verbindung von Stil und Inhalt, die für meinen Geschmack einfach vorne und hinten nicht passen wollte. Nicht nur der Vorgang des Essenkochens, sondern auch nahezu sämtliche theoretisch emotionalen Szenen sind einfach völlig kühl beschrieben. Nein, ich brauche keinen Liebeskitsch, das hatte ich hier auch nicht erwartet. Aber ich benötige dennoch mehr als diese allgegenwärtige Nüchternheit, um mit einer Protagonistin mitfühlen zu können. Es stellte sich aufgrund der fast schon lieblos hinuntergeschriebenen Misshandlungen, seien sie nun physisch oder psychisch, keinerlei Nähe zu Vie ein. Eher im Gegenteil: Eben weil ihr Gefühlsleben so distanziert, so unerklärlich blieb, war mir ihr Schicksal ehrlich gesagt komplett egal. Sie blieb für mich leider durchweg unsympathisch, da ihre Beweggründe für mich absurd waren und weder durch Stil noch Äußerungen auch nur der Versuch unternommen wurde, daran etwas für den Leser zu ändern.Manchem mag das sicherlich gefallen, es ist auch kein durch und durch schlechtes Buch, aber für mich passten wie gesagt Inhalt und zugehöriger Ausdruck nicht zusammen; dazu eine eher unsympathische Protagonistin. (Und was zur Hölle hat dir die Katze getan, Valerie??)Letztendlich, weil es trotz allem schnell und gut zu lesen war, runde ich meine 2,5 Sterne ganz knapp auf 3 auf.

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  • Buchverlosung zu "Und die Nacht prahlt mit Kometen" von Ela Angerer

    Und die Nacht prahlt mit Kometen
    aylareadsbooks

    aylareadsbooks

    Er ist fremd. Er ist verführerisch. Und er schlägt sie. Wie rechtfertigt man, von jemanden nicht loszukommen, der schlecht für einen ist? Wie abschätzig muss man über sich selbst denken, wenn man sich freizügig für etwas hergibt, das so verletzend ist? Wie findet man seinen eigenen Weg in der Welt?Mit "Und die Nacht prahlt mit Kometen" ist Ela Angerer ein poetisches Lehrstück über Obsessionen, Ängste und Hoffnungen gelungen, das uns tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken lässt. Du bist an Lektüre mit Tiefgang interessiert? Dann bewirb dich für diese Buchverlosung!Zum InhaltSo jemanden wie Bojan hat Valerie noch nie gesehen. Er ist stark und sanft zugleich, hat zahllose Frauen, macht obskure Geschäfte und bewegt sich durch Wien wie ein junger Gott. Er nennt sie Madame, weil ihm ihre vornehme Herkunft zuwider ist. Sie bemüht sich um die Gunst seiner serbischen Mutter, die an ihrem eigenen Sohn längst verzweifelt ist. Valerie liefert sich Bojan mit ihrer ganzen jugendlichen Naivität aus. Vollkommen bereitwillig begibt sie sich in Bojans Welt, in der andere Gesetze und Regeln gelten. Denn Bojan schlägt sie. Und lange Zeit denkt Valerie, sie hätte diese Schläge verdient.30 Jahre später: Valerie lebt ein geregeltes Leben und ist bei einem großen Unternehmen angestellt. Die Geschichte von damals hat sie verdrängt – bis Bojan eines Tages wieder Kontakt zu ihr aufnimmt.Hier geht es zur Leseprobe!Mehr über die AutorinEla Angerer, geboren 1964 in Wien, arbeitet als Schriftstellerin, freie Autorin und Fotografin. Sie ist Herausgeberin der Buchreihe »Moderne Nerven«. Aus den gesammelten Texten des dritten Bandes »Porno« verfasste sie das gleichnamige Theaterstück, das unter ihrer Regie im Wiener Rabenhof Theater uraufgeführt wurde. Im Herbst 2014 erschien ihr erster Roman »Bis ich 21 war«. Unter dem Titel »Stilfragen« schreibt sie eine wöchentliche Kolumne für das NEWS-Magazin.Zusammen mit dem Aufbau Verlag vergeben wir im Rahmen dieser Buchverlosung 30 Exemplare von "Und die Nacht prahlt mit Kometen" von Ela Angerer. Was ihr dafür tun müsst? Bewerbt euch bis zum 07.09.2016 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und beantwortet folgende Frage:Wer oder welche Situation aus eurer Vergangenheit soll nicht wieder an eurer Tür klingeln?Wir wünschen euch viel Spaß und Erfolg! Wir würden uns außerdem wahnsinnig darüber freuen, wenn die glücklichen Gewinner ihr Exemplar auf Instagram, Twitter oder Facebook mit dem #dienachtprahltmitkometen und den Markierungen zu LovelyBooks & Aufbau Verlag posten. Näheres dazu auch im Unterthema!* Bitte beachtet auch unsere Richtlinien für Buchverlosungen & Leserunden. 

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    • 261
  • Kurz und uninteressant.

    Und die Nacht prahlt mit Kometen
    polina_79

    polina_79

    02. October 2016 um 12:18

    Valerie ist jung, stammt aus reichem Hause und ist unglaublich naiv. Um bloß nicht den Erwartungen ihrer Eltern zu entsprechen lebt sie von Tag zu Tag, Wilde Partys, fremde Männer, Drogen. Bis sie zufällig auf Bojan trifft, einen gut aussehenden (? total unnachvollziehbar, er wird nie richtig beschrieben) Jugoslawier mit dunklen Locken, der ihr Leben auf den Kopf stellt.Bei ihrer ersten Begegnung aber ist Valerie total desinteressiert und schmeißt seine Nummer auch weg, die er ihr zugesteckt hat. Als sie sich das zweite mal begegnen, ist sie aber hin und weg von ihm, aus irgendeinem Grund, der überhaupt nicht nachvollziehbar ist. Nicht nur, dass der Typ einem total zwielichtig erscheint, vergewaltigt er Valerie auch noch? Und es macht ihr noch nicht mal etwas aus?? Nicht wirklich oder? Aber es geht noch weiter. Nach langer Zeit (es gibt keine Zeitangaben und überhaupt nichts woran man sich festhalten kann), nach viel Fremdgeherei seiner Seits und Lügen, Misshandlungen, Drohungen und verbaler Erniedrigungen, nimmt es Valerie immer noch hin. Okay, vielleicht ist sie wirklich so dumm, wie sie scheint, aber besonders bei solchen Sachen fehlt es an Erklärungen! Es gibt keine Gefühle, nur leere, unnachvollziehbare Handlungen, welche es dem Leser unglaublich schwer machen eine Beziehung zum Charakter aufzubauen geschweige den sowas wie Mitleid zu haben. Was schon was heißt, weil Thema Misshandlung in der Beziehung unglaublich ernst ist und  nicht einfach so mal ne Erfahrung. Aber hier, finde ich, ist dieses Thema so unglaublich kalt, fast schon lächerlich angegangen worden, dass mir dazu echt die Worte fehlen!Aber zurück zum Buch.Die Geschichte ist gefühlslos, leblos, einfach mal hingeklatscht, ohne Sinn, ohne Erklärung oder Ziel. Das ständig sinnlose Wechseln zwischen der Vie vor 30 Jahren und heute, diese schlechten, uninteressanten Lückenfüller zwischen Handlungen, sind nervig und ermüdend und machen keinen Sinn.Alles in einem hatte ich Erwartungen an das Buch, wenn auch keine Großen, aber diese wurden hier untergraben. Tut mir echt leid, aber das ist ein Flop.

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  • Liebe macht blind

    Und die Nacht prahlt mit Kometen
    radmoth

    radmoth

    01. October 2016 um 11:03

    Weihnachten steht vor der Tür und Valerie möchte die Feiertage allein verbringen. Sie würde sich wünschen, dass ihre Tochter sich bei ihr meldet, doch sie weiß, dass sie nicht hoffen muss.Als sie Facebook öffnet, sieht sie, dass sie eien Freundschaftsanfrage von Bojan hat, dem Mann , der sie damals brutal geschlagen hat und nichts von seiner Tochter wissen wollte.Valerie ist die Tochter wohlhabender Eltern, doch als sie Bojan kennenlernt, der so anders ist als alle anderen, entfernt sie sich noch weiter von ihrer Familie.Valerie hat Bojan geliebt und seine Gewaltausbrüche und Lügengeschichte ertragen. Sie hat immer versucht, es ihm recht zu machen, doch es hat nicht gereicht. Als ihre Tochter zur Welt kommt, beschließt sie, dass es zu gefährlich für ein Kind ist mit diesem Mann zusammen zu wohnen und zieht aus, nachdem sie sich Hilfe bei ihren Eltern gesucht hat. Sie gibt Bojan ganz klar zu verstehen, dass sie ihn nicht mehr sehen möchte.Doch die Freundschaftsanfrage bei Facebook katapultiert sie in ihre Vergangenheit zurück.Der Schreibstil der Autorin ist sehr kühl und oberflächlich, sodass man etwas über die Gedanken und Gefühle der Personen erfährt und dadurch auch kaum bis gar nicht ihr Handeln verstehen kann. Valerie handelt für mich so unglaublich oft naiv. Liebe macht ja bekanntlich blind, aber so blind? Das Buch ist mit 191 Seiten sehr kurz und ich würde sagen, dass auf diesen Seiten kaum etwas passiert. Viele Passagen sind einfach nur Lückenfüller tragen aber nicht zu Handlung bei. Ich würde das Buch nicht weiterempfehlen, auch wenn die Idee der Story gut ist, jedoch meiner Meinung nach nicht so umgesetzt, dass es sich zu lesen lohnt.

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