Elea Brandt Unter einem Banner

(15)

Lovelybooks Bewertung

  • 6 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 14 Rezensionen
(13)
(2)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Unter einem Banner“ von Elea Brandt

Blutroter Schnee. Brennende Zelte. Sterbende Kameraden.
Jede Nacht durchleidet Reykan erneut die Schrecken des Krieges, in dem er mehr verloren hat als nur eine Schlacht. Reykan sehnt sich nach Frieden, aber sein Pflichtgefühl kettet ihn an den Königshof und zwingt ihn mitten in die Unruhen, welche die Hauptstadt in Atem halten. Als feindliche Truppen die Mauern stürmen und der König vor Reykans Augen stirbt, fällt ihm die undankbare Aufgabe zu, den verwöhnten Kronprinzen Benrik in Sicherheit zu bringen.
Gejagt von skrupellosen Gegnern geraten die beiden ungleichen Männer immer wieder aneinander, bis Reykan beginnt, hinter Benriks Fassade zu blicken. Doch ihre Verfolger kommen näher und Reykan muss sich fragen, wie viel er wirklich für Benrik empfindet und was er bereit ist, für ihn zu opfern.

tolles Buch mit einer Liebe und dem schrecklichen Krieg absoluter Lesetipp

— Fantasy Girl

Ein solider Roman mit einem toll umgesetzten Mittelaltersetting

— Der_Buchdrache

Ein tolles Lesevergnügen, für mich war die Geschichte ein Volltreffer, sie hat mich mitgenommen und eingefangen. Daher ein Lesetipp!

— engelchen2211

Kurzweilig und schnell zu lesen, mit tollen Details.

— Dominique_Stalder

mitreißendes, tiefgängiges und fesselndes Leseerlebnis, bis zum bitteren Ende

— hyen

Unglaublich fesselnde und mitreißende Geschichte, voller Tiefgang und mit zwei großartigen Hauptprotagonisten.

— Meine_Magische_Buchwelt

Zwischen Liebe und dem Horror des Krieges. Unter einem Banner kann auf voller länge Überzeugen!

— Solvejg

Krieg, Tod, Gewalt und zwei großartige Protagonisten mit perfekter Gay-Würze!

— nickypaula

Ein unwiderstehlich charmantes Heldenpaar, eine abenteuerliche Reise und packende Kämpfe - absolut lesenswert!

— AnnaEichenbach

Spannend und lebendig erzählt, mit wundervoll ausgearbeiteten Protagonisten

— SillyT

Stöbern in Fantasy

Die dreizehn Gezeichneten

Komplexe Geschichte, tolle Charaktere, eine düstere Stadt und ein einzigartiges Magiesystem

Nenatie

Die Dämonenkriege

Ein unglaublicher Autakt, den jeder Fantasy-Fan und selbst die, die es noch nie ausprobiert haben, lesen sollte!

KlaasHarbour

Die Grimm-Chroniken (Band 1)

toller Auftakt, der Lust auf mehr macht :) Luft nach oben ist auf jeden Fall noch

Caramelli

Blood Destiny – Bloodfire

Fantasievolle Story mit kleinen Schwächen.

SteffiFee

Der Schwarze Thron - Die Königin

Genauso packend wie der erste. Schade, dass die Reihe von 2 auf 4 Bücher verlängert wurde, aber ich freue mich trotzdem auf die Fortsetzung!

BlueSunset

Nevernight - Das Spiel

Fazit: Nicht ganz so stark wie Band eins aber nichtsdestotrotz eine super Geschichte!

Saruna

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • absoluter Lesetipp

    Unter einem Banner

    Fantasy Girl

    22. April 2018 um 15:53

    Klappentext: Blutroter Schnee. Brennende Zelte. Sterbende Kameraden. Jede Nacht durchleidet Reykan erneut die Schrecken des Krieges, in dem er mehr verloren hat als nur eine Schlacht. Reykan sehnt sich nach Frieden, aber sein Pflichtgefühl kettet ihn an den Königshof und zwingt ihn mitten in die Unruhen, welche die Hauptstadt in Atem halten. Als feindliche Truppen die Mauern stürmen und der König vor Reykans Augen stirbt, fällt ihm die undankbare Aufgabe zu, den verwöhnten Kronprinzen Benrik in Sicherheit zu bringen. Gejagt von skrupellosen Gegnern geraten die beiden ungleichen Männer immer wieder aneinander, bis Reykan beginnt, hinter Benriks Fassade zu blicken. Doch ihre Verfolger kommen näher und Reykan muss sich fragen, wie viel er wirklich für Benrik empfindet und was er bereit ist, für ihn zu opfern.   meine kurze Meinung: also mir ist seit langem ein Fantasy Buch in die Hände gefallen, was mich absolut gefesselt hat. "Unter einem Banner " ist ein Werk wo ich genau nach dem Klappentext alles bekommen, was mein Herz sich vorgestellt hat :)  Mittelalter, tolle Protagonisten und eine Welt wo ich gerne Mäuschen gespielt hätte ;) Bin sofort ins Geschehen gekommen und war sehr angetan von Reykan und später auch von Benkir. Vielen lieben Dank an  Elea Brandt das ich bei dieser Leserunde dabei sein durfte, und ich melde mich hiermit schon einmal an, für das nächste Buch ;) mein Fazit: mit großen Vergnügen volle Punktzahl

    Mehr
  • Überzeugt mit tollen und tiefgründigen Charakteren

    Unter einem Banner

    Der_Buchdrache

    22. April 2018 um 14:26

    Ich durfte »Unter einem Banner«, den neuen Fantasy Roman von Elea Brandt, im Zuge einer Leserunde lesen und habe mich sehr darüber gefreut. Daher an dieser Stelle noch einmal Danke dafür! Nachdem mir schon »Opfermond« so ausnehmend gut gefallen hatte, hatte ich ohnehin schon seit längerem ein Auge auf diesen Roman geworfen. Da war natürlich die Freude umso größer, als ich die Gewinnbenachrichtigung erhielt. Die Freude wurde definitiv nicht enttäuscht!Nachdem Hauptmann Reykan in einem sinnlosen und obendrein verlorenen Kriegszug seines Königs nicht nur zahlreiche seiner unter seinem Kommando stehenden Männer, sondern auch seinen Geliebten Kadur verloren hat, will er sich aus dem aktiven Kriegsdienst zurückziehen. Doch der König, dem er trotz allem treu ergeben ist, verweigert ihm diesen Wunsch und will ihn sogar zum Kommandanten seiner Leibwache ernennen. Als selbiger König jedoch kurz darauf bei einem Attentat getötet wird, sieht sich Reykan gegen seinen Willen erneut zum Dienst an seinem Königreich verpflichtet, als er mit dem Thronerben Benrik flieht und diesem dazu verhelfen will, seinen geraubten Thron wiederzuerlangen. Benrik aber ist ein verwöhnter Schönling, von dem niemand denkt, dass er jemals das Zeug zum König haben wird. Beide werden auf dieser Reise aneinander wachsen müssen, um ihre Ziele zu erreichen und alte Wunden heilen zu lassen.Wie schon bei Opfermond kam ich auch hier sehr schnell und sehr gut in die Welt hinein und hatte alsbald große Freude am Lesen. Elea hat einfach einen Schreibstil, der das einem unheimlich leicht macht. Außerdem schafft sie es einfach spielend, Charaktere zu erschaffen, die einem unheimlich schnell ans Herz wachsen mit all ihren Ecken und Kanten und liebenswürdigen Seiten und den kleinen Details. Ich wollte mehr als nur einmal durch den Bildschirm meines eReaders greifen und Benrik für seine großmäulige Art links und rechts eine verpassen! Und gleichzeitig ging es mir doch sehr nahe, seinen Werdegang bei der Rückeroberung des Throns zu verfolgen, weil schnell klar wurde, dass unter der Maske des oberflächlichen Großmauls, das alles begattet, das nicht bei drei auf den Bäumen ist, ein ziemlich verletzlicher Mensch steckt, der endlich aus dem Schatten seines Vaters treten will.Auch Reykan hat die vielen kleinen Details, die ihn einfach zu einem tollen Protagonisten machen. Er hat beispielsweise immer ein kleines Märchenbüchlein bei sich (ob wir diese Märchen vielleicht eines Tages in einem Spin off lesen dürfen?), aus dem er liest, wenn er etwas Trost braucht. Da es mir ebenso geht mit meinen Märchenbüchern, war das einer der vielen Punkte, die mir Reykan so sympathisch gemacht haben.Vor dem Hintergrund der Rückeroberung des Throns ist »Unter einem Banner« vor allem eine Geschichte zweier Menschen, die aneinander wachsen. Reykan muss vergangene Traumata überwinden, ausgelöst durch den Krieg und den Verlust vieler vertrauter und auch geliebter Menschen. Gleichzeitig steht er immer wieder im inneren Konflikt mit seinen eigenen Bedürfnissen (so zum Beispiel, endlich dem Krieg zu entkommen, indem er aus dem Dienst austritt) und seinen Treueschwüren König und Land gegenüber (so zum Beispiel, als er sich dem Willen seines Königs beugt, der ihm den Austritt verweigert, und später, als er sich verpflichtet, Benrik zu helfen).Für Benrik heißt diese Reise, aus dem Schatten seines Vaters zu treten und zu lernen, ein selbstständig und verantwortungsbewusst handelnder und Entscheidungen treffender König zu werden. Dabei muss er etliche Hürden überwinden und das Vertrauen seiner künftigen Untertanten gewinnen, in denen sich sein Bild eines hurenden Schönings festgesetzt hat. Er muss aus sich heraus wachsen und zeigen, dass er seines Erbes würdig ist.Dabei unterstützen sich nach anfänglichen Startschwierigkeiten Benrik und Reykan gegenseitig. Das heißt auch, dass sich allmählich romantische Gefühle zwischen ihnen entwickeln. Manch einer mag homosexuelle Beziehungen in Büchern vielleicht nicht so. Denen sei gesagt: Ich persönlich fand diesen Aspekt des Romans als nicht allzu aufdringlich. Klar, er ist deutlich da, aber die persönliche Entwicklung der Charaktere steht immer noch im Vordergrund, von der das nur ein Teilaspekt ist. Außerdem fühlt es sich nicht an, als sei die homosexuelle Beziehung beider Charaktere nur drin, weil das gerade »in« ist, sondern wurde ganz im Gegenteil ganz natürlich eingeflochten. Mir persönlich hat auch dieser Aspekt des Romans zugesagt.Der psychologische Aspekt der Charaktere wurde wirklich toll herausgearbeitet und dargestellt. Für mich war das mit die größte Freude am Lesen.Auch weg von den Charakteren und hin zur Welt kann der Roman überzeugen. Das Mittelalterfeeling wurde toll zum Leser transportiert. So spricht der König beispielsweise von sich in der ersten Person Mehrzahl und es gibt Pfalzen. Positiv fiel zudem auf, dass wir auch die Folgen des Krieges für die einfache Bevölkerung zu sehen bekommen und nicht nur den Blick von oben auf die Situation erhalten. Das gibt dem noch einmal mehr Tiefe.Wie schon »Opfermond« kann ich auch »Unter einem Banner« wärmstens empfehlen. Zu einem atmosphärisch umgesetzten Mittelaltersetting kommen wunderbar herausgearbeitete Charaktere und eine genussvoll zu lesende Dynamik zwischen diesen Charakteren hinzu. Die Charaktere selbst wachsen einem unheimlich schnell ans Herz.

    Mehr
  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2018

    Bücher sind treu

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2018 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Da sich ja einige gewünscht haben, dass die Challenge auch in 2018 weiter geht, habe ich einen neuen Beitrag dazu erstellt. Die Regeln sollen so einfach wie möglich bleiben - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Die Sammelbeiträge werden ich dann hier im Startbeitrag verlinken, damit nicht jeder lange nach seinem Beitrag suchen muss. Jeder kann seinen Beitrag so gestalten wie er möchte, wichtig wäre nur am Anfang des Beitrages die Gesamtpunktzahl. Ich werde keine monatliche Auswertung der Punkte machen. Es wird dann Anfang 2019 wenn die Challenge vorbei ist eine Übersicht der Punkte geben. Eventuell werde ich auch schon mal eine nach einem halben Jahr machen, aber da möchte ich mich heute noch nicht festlegen. Wer seinen Punktestand zwischendurch wissen will, kann ja die Sammelbeiträge der anderen durchgehen und sieht wo er ungefähr steht.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2018 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2017 angefangen erst in 2018 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus (Achtung - die Seitenzahl hat sich geändert und es gibt eine Extra-Regel, damit man auch mal die dicken Wälzer zur Hand nimmt):  Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2018 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 300 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 500 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was über 800 Seiten hat, gibt es doppelte Punkte. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbücher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2018-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 10 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer: GrOtEsQuE Arachn0phobiA Code-between-lines hannipalanni lisam natti_ Lesemaus karinasophie jenvo82 Buchgespenst Frau-Aragorn Buchperlenblog KymLuca jala68 Beust Somaya tlow Janina84 Frenx51 Kerdie ChattysBuecherblog Bellis-Perennis Akantha Wuschel Meeko81 niknak kattii Icemariposa TodHunterMoon glanzente Kleine1984 MissB_ schokoloko29 Salander007 LadySamira091062 Yolande janaka Hortensia13 PMelittaM SomeBody Ritja once-upon-a-time paevalill Curly84 ReadingEmi carathis Kuhni77 Fadenchaos Schluesselblume eilatan123 Steffi_Leyerer miau0815 BettinaForstinger linda2271l Sutchy Larii-Mausi erazer68 nordfrau QueenSize Sommerkindt lieblingsleben StefanieFreigericht darkshadowroses secretworldofbooks EnysBooks Ecochi pinucchia Sandkuchen mistellor Nannidel Veritas666 papaverorosso DieBerta Musikpferd  Sportloewe

    Mehr
    • 716
  • Phänomenale Story !

    Unter einem Banner

    engelchen2211

    19. April 2018 um 13:11

    Cover: Das Cover gefällt mir mega gut, es passt hervorragend zu der Geschichte und zu dieser düsteren Zeit. Auch der Ritter Reycan ist gut getroffen. Der Klappentext hat mich sofort angesprochen ich wollte die Story unbedingt lesen. Dies ist mein erstes Buch von Elea Brandt und wird nicht mein letztes sein, den ich fand die Story phänomenal. Die Autorin hat einen sehr mitreißenden, spannenden, lebendigen und flüssigen Schreibstil, ich wurde sofort in die Geschichte hineingezogen. Mein Kopfkino lief auf vollen Touren auch das Setting fand ich gut beschrieben. Es war so spannend, das ich nicht aufhören konnte und eine Nachtschicht eingelegt habe. Es geht um eine Zeit, die sehr düster und von Grausamkeit, Armut und Krieg beherrscht wurde. Bei mir waren auch sämtliche Emotionen vorhanden. Die Protagonisten sind wunderbar detailliert gezeichnet. Klar hat mir am besten der Hauptprotagonist Reycan gefallen. Ein toller Krieger, sehr pflichtgetreu, akkurat, jedoch auch sehr gefühlvoll und dem König voll ergeben. Was er alle durchmachen muss, manch einer wäre daran zerbrochen. Durch den Verlust seiner großen Liebe, zweifelt er jedoch an seinem Dienst und möchte aus der Armee austreten. Doch es kommt wie immer anders als man denkt, da kommt Benrik der Sohn des Königs ins Spiel, den er durch ein Versprechen des sterbenden Königs in Sicherheit bringen soll. Ben ist für mich am Anfang ein unwahrscheinlich, verwöhnter, lukullischer, selbstherrlicher von sich eingenommener Prinz, doch mit der Zeit versteht man seine Situation warum er so geworden ist, gut fand ich jedoch das er seine Persönlichkeit peu a` peu auf der Flucht vor den feindlichen Soldaten geändert hat. Da ich noch nie Gayromane gelesen habe waren die Liebesszenen für mich erst einmal gewöhnungsbedürftig. Doch ich fand das ganze Liebesleben toll beschrieben und nicht zu schnulzig. Ganz toll fand ich wie Reycan und Benrik, ganz langsam ihre Gefühle für einander gefunden und eingestanden haben. Zu dieser Zeit bestimmt nicht einfach, da die gleichgeschlechtliche Liebe verpönt war. Erzählt wird das ganze aus Reycans Sicht. Ich fand alle Charaktere super ausgearbeitet. Auch das Setting ist noch einmal hervorzuheben, ich befand mich mittendrin, ob das die Kriegsschauplätze waren oder die Flucht durch den Wald mit den wilden Tieren, ich habe mitgekämpft, mitgelitten und mitgefühlt. Fazit: Was für tolles Lesevergnügen, die Geschichte war ein Volltreffer, sie hat mich mitgenommen und eingefangen. Das zeigt schon das ich sie in einem Rutsch durchlesen musste. Phantastische Charaktere wie aus dem wahren Leben! Ich empfehle sie daher gerne und bedanke mich bei der Autorin für die historischen, abenteuerlichen und gefühlvollen Lesestunden!!!

    Mehr
  • Mittelalter Fantasy für jedermann

    Unter einem Banner

    Dominique_Stalder

    18. April 2018 um 21:41

    Inhalt (Klappentext) Blutroter Schnee. Brennende Zelte. Sterbende Kameraden.  Jede Nacht durchleidet Reykan erneut die Schrecken des Krieges, in dem er mehr verloren hat als nur eine Schlacht. Reykan sehnt sich nach Frieden, aber sein Pflichtgefühl kettet ihn an den Königshof und zwingt ihn mitten in die Unruhen, welche die Hauptstadt in Atem halten. Als feindliche Truppen die Mauern stürmen und der König vor Reykans Augen stirbt, fällt ihm die undankbare Aufgabe zu, den verwöhnten Kronprinzen Benrik in Sicherheit zu bringen.  Gejagt von skrupellosen Gegnern geraten die beiden ungleichen Männer immer wieder aneinander, bis Reykan beginnt, hinter Benriks Fassade zu blicken. Doch ihre Verfolger kommen näher und Reykan muss sich fragen, wie viel er wirklich für Benrik empfindet und was er bereit ist, für ihn zu opfern. Ich habe das Buch extrem schnell durchgelesen. Das spricht ganz klar für den Schreibstil von Elea und auch ihre Spannungskurve ist gut gewählt. Man wollte stets weiter lesen. Das ist schon essentiell für ein gutes Buch und "Unter einem Banner" hat das voll erfüllt. Die Charaktere sind vielseitig und glaubhaft. Ich kann Reykan verstehen, auch wenn er mir gerade zu Beginn ein wenig weinerlich erscheint. Ich bin ein klarer Benrik Fan. Aber auch abseits der beiden gibt es viele unterschiedliche Personen, die man entdecken kann. Was mir besonders gut gefallen hat, sind die "Kleinigkeiten". Hier wird erklärt, wie man Tau sammelt, um genug Wasser zu haben, dort wird die Nahrung rationiert. Politisches Kalkül, Verhandlungen und Lehren aus dem Geschehenen runden das Buch stets wunderbar ab. Sie geben Leben, Tiefe und machen Spaß. Nicht gefallen... da muss ich vor allem die Endschlacht nehmen. Die Handlungsweise von Harrenstein ist für mich nicht nachvollziehbar. Mit den Rankanern hat er einen mächtigen Verbündeten, aber statt sich vom Meer aus zu versorgen und auf Verstärkung zu hoffen, wagt er einen Ausfall gegen eine in etwa gleich starke Gegnergruppierung. Das ist schlicht dumm. Reykan erobert den Tribok des Gegners und nutzt ihn nicht. Warum? Er ist immer derart um seine Männer besorgt, dass es wie Hohn klingt, diese Waffe nicht gegen den Feind einzusetzen. Weniger Opfer auf der eigenen Seite wären die Folge gewesen. Natürlich könnte man argumentieren, er hat einen Schlag weg, wegen der Belagerung zu Beginn, aber mich befriedigt das nicht. Überhaupt erscheint mir der Thronraub "zu klein". Die Stadt wirkt riesig, allein dafür müsste die Garde nicht klein sein. 200 Rankaner erscheinen dann doch eher mickrig. Selbst mit Bestechung und Drohungen. Theoretisch müsste man genug Truppen haben, um das Volk zur Not im Schach zu halten. Oberflächlich scheint das alles in Ordnung zu sein, aber ich hatte mir hier mehr erhofft.  Homosexualität im Buch Ich wusste, dass dies ein Thema ist, daher nehme ich auch alle subjektiven Empfindungen diesbezüglich aus der Bewertung, möchte aber dennoch ein paar Worte darüber verlieren. Ist es nötig, dass Reykan schwul ist? Ganz klare Antwort: JA. Die Liebe und der Verlust von Kadur ist wichtig. Eine einfache Kameradschaft hätte hier nicht genügt. Reykan ist innerlich gebrochen und das wäre anders nicht glaubhaft. Die Annäherung der beiden ist logisch und wohl dosiert. Die beiden längeren Sexszenen hätten aber meines Erachtens deutlich kürzer sein dürfen und können von den Lesern, die das ähnlich empfinden, übersprungen werden, ohne die Handlung zu missachten. So könnte man hier tatsächlich argumentieren, dass man den Sex hätte weg lassen können... aber gut, wer es mag. Schwieriger habe ich empfunden, wie steht das Reich zur Homosexualität? Der Prinz lebt es recht offen, aber er ist der Skandalprinz. Reykan verheimlicht es im Feld und nur auf Rabenstein lebte er es offen. Graf Harrenstein bezeichnet die Vorliebe als krankhaft. Hier ist meines Erachtens viel Potential verschenkt worden. Die Normalität von Homosexualität hätte gerade in solchen Situationen deutlicher hervorgehoben werden können. Ich mag so Gay-Stories ja nicht, soll ich das Buch dennoch lesen? Auch hier ein klares JA. Die beiden Sexszenen kann man überfliegen, wenn es einen stört, aber der Rest ist eine tolle, leicht zu lesende und spannende Lektüre, die sich lohnt. Ich hab viel gemeckert, oder? Nun ... dennoch will ich hier gern 4 Sterne vergeben. Das Buch hat mich unterhalten, ich hatte Spaß am Lesen. Der Stern Abzug resultiert aus den Ungereimtheiten um Sturz und Rückeroberung der Hauptstadt, wobei diese nicht unbedingt der Fokus des Buches sind.

    Mehr
  • Spannender und mitreißender Mittelalterroman.

    Unter einem Banner

    seekingzamonia

    18. April 2018 um 12:22

    Reykan, einer der höchsten Offiziere unter der Flagge des Königs Renard kämpft eine aussichtslose Schlacht um das Ansehen der Krone. Seine Truppen unterliegen dem Reich Notia und Reykan verliert nicht nur den Krieg, sondern auch seinen Gefährten, dem seit fast zwanzig Jahren sein Herz gehörte.  Er fängt an zu trinken, verfällt in Depressionen und hadert mit seiner Berufung, Soldat zu sein.  Renard aber befördert ihn zu einem seiner Leibwächter und Reykans Pflichtbewusstsein kettet ihn an eine Aufgabe, die er so nicht ausführen wollte.  Als die Königsstadt Arlis überfallen wird und ein Putsch stattfindet wird König Renard getötet und nimmt Reykan das Versprechen ab, seinen Sohn Benrik zu beschützen und in Sicherheit zu bringen.  Eine Aufgabe, die Reykan mehr als widerstrebt, ist der offen homosexuell lebende Benrik doch ein selbstgefälliger und verwöhnter junger Prinz, weltfremd und voller Allüren. Die beiden machen sich auf eine Reise, die sie überraschend immer näher zusammenbringt. Während Gefahren und Intrigen an jeder Ecke lauern und sie mehr als einmal um ihr Leben bangen müssen fangen sie an, sich mehr und mehr zu verstehen, aufeinander verlassen zu können und voneinander zu lernen.  Jedoch steht Benrik die große Aufgabe bevor, das Reich seines Vaters von den Putschisten zurückzuerobern - wird er es schaffen? Wie wird es weiter- und ausgehen für ihn und Reykan? - Für mich ein sozusagen halb-neues Genre. Mittelalter und Fantasy immer gerne - Gay Romance in diesem Zusammenhang noch Neuland für mich. Und ich bin wirklich begeistert. Vom Buch, vom Aufbau, von den Charakteren - und auch von der „mal ganz anderen“ Liebesgeschichte. Man fällt mit dem Buch in die Schlacht sozusagen, ohne großen Firlefanz steht man zwischen den brennenden Zelten und sterbenden Soldaten. Es bleibt keine Zeit, sich zurecht zu finden, man ist kurz überfordert und ist dann mittendrin im Kampfgetümmel. So wie es den Soldaten vermutlich selber auch geht. Und man kämpft und leidet mit, man friert und fühlt mit ihnen. Der Schreibstil zieht einen hinein in eine wirklich dramatische Situation - und auf einmal ist man auch im Bilde über Reykans sexuelle Orientierung.  Und auch hier wird man nicht blumig und romantisch an die Hand genommen und zum blondgelockten Gefährten gezogen, sondern sie küssen sich einfach. Ende. Ohne Vorrede. Ach so. Ok, die beiden sind also zusammen. So ist das halt. Ist eben einfach selbstverständlich, dass sich zwei mögen. Ob Mann und Frau oder Mann und Mann.  Und dann ist er schon tot, Reykans große Liebe. Und auch hier, zum Dritten: ohne letzte Worte, ohne Liebesschwüre mit dem letzten Atemhauch, er ist einfach tot. Gestorben in der großen Schlacht und ohne Vorbereitung ist Reykan alleine.  Und das gefällt mir alles wahnsinnig gut.  Das „es ist wie es ist“ in diesem Buch. Das „nimm es hin“. Es wird gekämpft, es wird gestorben, es wird geliebt. Punkt.  Nicht alles muss einem persönlich gefallen, aber die Fakten sind so wie sie sind. Auch die Charaktere. Lange nicht Jeden muss man mögen - oder nicht sofort. Benrik, der Prinz ist sicherlich auf den ersten Blick ein verwöhnter Schnösel, aber seine treffsicheren, ironischen Bemerkungen und seine oft offensichtliche Fassade machen ihn schneller sympathisch als ihm vielleicht selber lieb ist. Er legt eine faszinierende Wandlung hin, vom weltfremden Königssohn zum Selbst-Gekrönten mit Sinn und Verstand. Viel Realismus legt er an den Tag und charmant klar sieht er sich und seine eigenen Fehler. König möchte er sein und wird er - aber er weiss um seine (noch) bestehenden fehlenden Qualifikationen, spricht sie offen an, nimmt Hilfe an und durchdenkt.  Ein schlauer Junge, der garantiert ein besserer und wesentlich menschlicherer König sein wird als sein Vater. Auch mit Hilfe seiner vielleicht nicht unbedingt besseren, aber manchmal beruhigenden Hälfte Reykan. Natürlich kommen sich die Beiden nicht nur auf „beruflicher Ebene“ näher, das ist schon Jedem klar. Spätestens wenn man die Herren bei ihrem ersten Trainingskampf und ihrem gegenseitigen Angezicke erlebt weiss man: da geht noch was. Aber dieses eine Mal geht es nicht zackzack, sondern es entwickelt sich. Und das auch mit Stolpersteinen, trauert Reykan doch seinem verstorbenen Partner noch hinterher. Und er trauert nicht nur um den Partner, sondern auch um sich selbst. Anstrengend ist er manchmal, der prinzipientreue Soldat, der … ist er denn der Held? Vieles macht er falsch durch seine Regelkonformitäten, sein „ich muss das machen obwohl es falsch ist“. Man kann ihm eigenständiges Denken gar nicht absprechen, denn er denkt ja durchaus drüber nach, dass König Renard gerne mal falsche Befehle gibt. Aber alles Denken hilft nichts wenn man doch brav salutiert und entgegen seiner eigenen Moralvorstellungen handelt.  Harrenstein, der große Putschist, der hats direkt erkannt. Und damit einen kurzen Moment im Buch, wo man ihn nicht ganz so furchtbar findet.  Vielleicht schafft Benrik ja, Reykan ein bisschen lockerer zu machen, ein bisschen davon abzubringen, nur zu folgen.  Immerhin ergänzen sich Beide hervorragend - wie man im Laufe der sehr spannenden Reise des Buches immer wieder feststellt. Langweilig wird es zu keiner Passage, viele kleine und große Dramen und Gefahren sorgen dafür, dass man immer und gerne am Ball der Geschichte bleibt, weiterlesen und wissen möchte, wie es ausgeht. Mit Reykan und Benrik, mit dem Königreich.  Ein in sich wunderbar harmonierender Aufbau der Geschichte, plastische und gut vorstellbare Charaktere mit teils spannenden Entwicklungen und ein schlüssiges Ende, das alle Fäden zusammenführt. Ein wirklich schönes Buch, ich würde mich freuen, wenn es noch weitergehen würde. 

    Mehr
  • Leserunde zu "Unter einem Banner" von Elea Brandt

    Unter einem Banner

    EleaBrandt

    Leserunde zu "Unter einem Banner""Ein nutzloser Leibwächter und ein nutzloser König - ich schätze, wir verdienen einander."Liebe Leserinnen und Leser,gemeinsam mit dem Dead Soft Verlag lade ich euch sehr herzlich zu einer Leserunde meines Low Fantasy Romans "Unter einem Banner" ein. Der Roman entführt euch nach Serin, in ein raues Land mit dunklen Wäldern, kalten Nächten und mächtigen Festungen und erzählt eine Geschichte von Krieg, Schuld, Verantwortung und der Beziehung zwischen zwei ungleichen Männern.Für die Leserunde stelle ich 10 Ebook-Exemplare des Romans zur Verfügung. Neugierig geworden? Hier kommt der Klappentext:Blutroter Schnee. Brennende Zelte. Sterbende Kameraden. Jede Nacht durchleidet Reykan erneut die Schrecken des Krieges, in dem er mehr verloren hat als nur eine Schlacht. Reykan sehnt sich nach Frieden, aber sein Pflichtgefühl kettet ihn an den Königshof und zwingt ihn mitten in die Unruhen, welche die Hauptstadt in Atem halten. Als feindliche Truppen die Mauern stürmen und der König vor Reykans Augen stirbt, fällt ihm die undankbare Aufgabe zu, den verwöhnten Kronprinzen Benrik in Sicherheit zu bringen. Gejagt von skrupellosen Gegnern geraten die beiden ungleichen Männer immer wieder aneinander, bis Reykan beginnt, hinter Benriks Fassade zu blicken. Doch ihre Verfolger kommen näher und Reykan muss sich fragen, wie viel er wirklich für Benrik empfindet und was er bereit ist, für ihn zu opfern.Wenn ihr an der Leserunde teilnehmen möchtet, bewerbt euch einfach innerhalb der nächsten Woche und lasst mich wissen: Lest ihr gerne mittelalterliche Fantasy und wenn ja, was gefällt euch daran?Bitte gebt auch an, welches Ebook-Format ihr bevorzugt (MOBI oder EPUB) und wo ihr eure Rezension zum Roman veröffentlichen wollt. Falls ihr einen Blog habt freue ich mich, wenn ihr mir einen Link hier lasst.Der Verlag und ich freuen uns schon auf euer Feedback und auf eine spannende gemeinsame Leserunde. Und los gehts!Viele Grüße,eure Elea BrandtWebsite: www.eleabrandt.comFacebook: www.facebook.com/eleabrandtTwitter: www.twitter.com/eleabrandtPS: Der Roman enthält Gewaltszenen (FSK 16) und (vereinzelt) Homoerotik zwischen Männern. Für Details zu Triggerwarnungen folgt bitte dem Link am unteren Ende dieser Seite: https://eleabrandt.com/unter-einem-banner/

    Mehr
    • 235
  • mitreißendes, tiefgängiges und fesselndes Leseerlebnis, bis zum bitteren Ende

    Unter einem Banner

    hyen

    15. April 2018 um 18:12

    Schon der Auftakt zu diesem Buch ist wirklich irre. Nicht nur dass man sofort in die Geschichte hineingezogen wird, direkt zwischen den Zelten der Soldaten, als wäre man ein stiller Zuschauer direkt vor Ort, bleibt man dort gefangen, gebeutelt zwischen Leid, Lügen, Intrigen, Liebe und Verrat, bis man schweratmend das Buch oder halt den Kindle beiseitelegt und einfach nur noch ein „wow“ oder „oh man“ auf den Lippen hat.   Gleich zu Anfang schließt man die Protagonisten ins Herz, leidet, bangt und fiebert mit ihnen mit. Reykan wie Benrik wachsen im Verlauf der Geschichte über sich hinaus, ohne an Menschlichkeit zu verlieren. Genau das hat mich an dem Buch besonders beeindruck. Keine glorifizierten Helden, an denen das Leid anderer einfach so vorbeigeht, als wäre Krieg, Hunger und Heimtücke das Normalste der ganzen Welt, mittelalterliche Zeit hin oder her. Sie machen Fehler, haben Wutausbrüche, Ängste, Alpträume und werden von den Geistern ihrer Vergangenheit gnadenlos heimgesucht, während sie doch irgendwie versuchen, das Richtige zu tun.   Ob dies ihnen wirklich gelingt, müsst Ihr selbst herausfinden. 😉 Nur so viel: Stellt Euch darauf ein von einer atemberaubenden Reise mitgerissen zu werden, die nichts für schwache Nerven ist. Mein armes Herz kam zumindest kaum zur Ruhe, sei es durch die beindruckend beschriebenen Schlachten und Kämpfe, durch das Bewältigen der unterschiedlichsten Widrigkeiten, die ihnen auferlegt werden oder die Annäherungsversuche und Zweisamkeiten der Charaktere, die mir rote Wangen bescherten.   Für mich ist diese Geschichte eine der Schönsten und vor allem Aufregendsten, die ich je lesen durfte. Wenn es ginge, würde ich glatt 10 Sterne vergeben!

    Mehr
  • Atemberaubend, mitreißend & emotional - ich liebe dieses Buch

    Unter einem Banner

    Meine_Magische_Buchwelt

    15. April 2018 um 14:07

    Blutroter Schnee. Brennende Zelte. Sterbende Kameraden.  Jede Nacht durchleidet Reykan erneut die Schrecken des Krieges, in dem er mehr verloren hat als nur eine Schlacht. Reykan sehnt sich nach Frieden, aber sein Pflichtgefühl kettet ihn an den Königshof und zwingt ihn mitten in die Unruhen, welche die Hauptstadt in Atem halten. Als feindliche Truppen die Mauern stürmen und der König vor Reykans Augen stirbt, fällt ihm die undankbare Aufgabe zu, den verwöhnten Kronprinzen Benrik in Sicherheit zu bringen.  Gejagt von skrupellosen Gegnern geraten die beiden ungleichen Männer immer wieder aneinander, bis Reykan beginnt, hinter Benriks Fassade zu blicken. Doch ihre Verfolger kommen näher und Reykan muss sich fragen, wie viel er wirklich für Benrik empfindet und was er bereit ist, für ihn zu opfern. Meine Meinung: Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, sprachlich der Zeit angemessen und sehr angenehm zu lesen. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des Hauptprotagonisten Reykan. Dadurch bekam ich einen wunderbaren Einblick in seine Gedanken und Gefühlswelt und konnte mich so gut in ihn reinversetzen, dass ich mit ihm mitgefühlt und mitgelitten habe. Die Charaktere wurden toll herausgearbeitet, allen voran der Hauptmann Reykan. Sein gutes Herz und seine sanfte, ruhige und mitfühlende Persönlichkeit haben ihn mir vom ersten Augenblick an sehr sympathisch gemacht und ich habe ihn im Laufe der Geschichte ganz fest in mein Herz geschlossen. Prinz Benrik war dagegen anfangs ziemlich anstrengend. Ein verwöhnter und arroganter Schönling, der überbehütet aufgewachsen ist und erst in seine Rolle hineinwachsen musste. Dennoch mochte ich auch ihn auf seine ganz eigene Art und Weise sehr gerne und habe ihn ebenfalls ins Herz geschlossen. Die Handlung ist von der ersten bis zur letzten Seite absolut fesselnd, mitreißend und unheimlich berührend, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und es in einem Rutsch regelrecht verschlungen habe.  Es gibt diese ganz besonderen Bücher, die einen so sehr in den Bann ziehen, dass man die Zeit vergisst und die Nacht mal eben zum Tag macht. Dieses ist so ein Buch für mich. Neben den kriegerischen Schlachten und brutalen Szenen gibt es auch eine kleine Liebesgeschichte, die sich ganz langsam entwickelt und Herzklopfen verursacht. Dafür hat Elea Brandt den Gefühlen genug Zeit und Raum gegeben, um zu wachsen und sich zu entfalten, was es umso authentischer machte.  Reykan und Benrik haben es wahrlich nicht leicht und ein Weg voller Gefahren, Hinterhalte und Mordanschläge liegt vor ihnen. Ich habe die beiden sehr gerne auf ihrem Weg begleitet und mit ihnen mitgefühlt und mitgelitten. Dabei sind Reykan und Benrik so unterschiedlich wie Tag und Nacht, wodurch sie anfangs ständig aneinander geraten. Die Landschaften und Umgebungen wurden bildreich beschrieben, so dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, mittendrin statt nur dabei zu sein.  Elea Brandt hat einen unglaublich schönen und fesselnden Erzählstil, ich bin absolut begeistert und überwältigt. Das Cover möchte ich an dieser Stelle auch noch kurz erwähnen, das ich wunderschön und absolut gelungen finde. Es ist in dunklen Farben gehalten und passt perfekt zum Inhalt des Buches. Für mich ein richtiger Eye-Catcher. Fazit: Mit „Unter einem Banner“ hat Elea Brandt eine fesselnde und atemberaubende Geschichte zu Papier gebracht, die trotz Gewalt und Krieg mit ganz viel Gefühl und Tiefgang aufwarten kann.  Ein Buch, das mich begeistert, berührt, überwältigt und so sehr in seinen Bann gezogen hat, dass ich es in einem Rutsch durchlesen musste und alles um mich herum, sowie das Atmen so manches Mal ganz vergessen habe. Von mir gibt es daher von Herzen gerne volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

    Mehr
    • 2
  • Starker Roman, der viel bieten kann. Ein Strudel aus Emotionen

    Unter einem Banner

    Chibi-Chan

    11. March 2018 um 18:36

    Meine Meinung Allgemein Mitten im Grauen der Soldaten beginnt das Abenteuer und die Selbstfindung des Soldaten Reykan. Die beginnende Atmosphäre, die schnell aufbauenden Gefühle zu den Charakteren und die Spannung. Alles gute Gründe, warum mich das Buch sofort packen konnte. Ich war sehr schnell drin in der Geschichte und es gab direkt Szenen zum mitfiebern und trauern. Schon in Brandts Erstlingswerk gefiel mir die Atmosphäre sehr gut und in „Unter einem Banner“ bewies die Autorin, dass sie Gefühle in allen möglichen Situationen mitreißend darstellen kann.Das fiel mir vor allem in den Gay-Aspekten auf. Hier mischt sich das Genre Fantasy mit einer homosexuellen Beziehung in einer historischen Kulisse. Ob das eine komische Mischung ist? Nein, auf keinen Fall! Gerade die Echtheit der Gefühle transportierte eine tolle Stimmung in die Umgebung, die wir in der heutigen Zeit nur aus Erzählungen kennen. Gefühle unterscheiden sich von Person zu Person. Ob homosexuell oder heterosexuell und deshalb finde ich es oft schwer, das Gefühl der Liebe und vor allem dessen Entwicklung in Büchern darzustellen. Die Liebesgeschichte zwischen beiden Männern in diesem Buch konnte mich jedoch mitreißen. Die Autorin erzählt so gefühlvoll, überstürzt nichts und lässt einen mitfiebern. Ich hatte wohl eher mit dem Charakter an sich ein Problem.Wichtig war mir vor allem, dass die historischen und kämpferischen Aspekte nicht zu kurz kommen. Nach diesem Einstieg habe ich noch viel erwartet und wurde auch nicht enttäuscht. Viele kleinere Geschichten wurden thematisiert. Die Thronfolge, Verrat, häusliche Gewalt, Zweikampf, Ehre, Krankheit. Man begleitete die Charaktere bei einem Überlebenskampf im Wald und lernte die Härte der damaligen Zeit kennen. Eine Geschichte, die alles zu bieten hat.Froh war ich auch, dass das Ende der Geschichte nicht dem Anfang glich. Es hätte darauf hinauf laufen können, doch unterschied sich in mehreren Aspekten, ließ die Spannung und Sorge um die Charaktere noch einmal hochkochen und fand einen würdigen Höhepunkt. Charaktere Hier kommen wir zum Knackpunkt der Geschichte. Keine Frage: Ich liebe Reykan. Er ist so natürlich, hat Ängste und Sorgen und steht dennoch seinen Mann. Er macht eine schwierige Zeit durch und seine Gedankengänge, sowie Gefühle waren für mich immer nachvollziehbar und gaben mir das Gefühl ihn einmal fest drücken zu müssen.Mein Problem lag wohl vor allem beim Prinzen Benrick. Ja, er ist schon relativ klischeebeladen. Hat ein behütetes Leben geführt, viele Männer gehabt und sich nie Sorgen müssen. Die Autorin führt gute Gründe für dieses Leben auf und lässt nicht einfach das royale Leben Schuld an der Sache sein. Doch ändert das leider nichts an Benricks Charakter, nur an meinem Verständnis für dieses. Oftmals nervte er mich, hörte nie und sein Dickkopf war größer als sein logisches Denken. Auf der anderen Seite machte er sich nur Sorgen und kämpfte mit seiner persönlichen Entwicklung und den Härten des Lebens. Alles in allem ist er, sowie alle anderen Charaktere auch, ein sehr durchdachter Charakter, der nicht einfach klischeehaft eingebunden wurde. Auch er bringt einen gewissen Tiefgang mit sich, doch war für mich eher ein kleiner Störfaktor. Ich hing emotional dann doch eher an Reykans voriger großen Liebe. Schreibstil & Sichtweise Wie schon erwähnt versteht sich die Autorin darauf eine mitreißende Atmosphäre zu erschaffen. Egal in welcher Situation man steckt, man ist immer mittendrin und fiebert mit. Die Wortwahl ist gut eingesetzt, die Gefühle wirken real. Ich liebe ihren Schreibstil.Geschrieben ist das Buch in der dritten Person aus Reykans Sicht. Cover & Titel Habe ich schon die tolle Atmosphäre im Buch erwähnt? Diese spiegelt sich definitiv auch im Cover wieder! Ich liebe diese Farbwahl. Die düstere Stimmung, wie die Ruhe vor dem Sturm. Auch gefällt mir die Einteilung. Unten die Burg und oben die Person.Der Titel ist für mich ebenfalls passend gewählt. Für mich stellt er dar, dass Prinz wie Soldat „Unter einem Banner“ stehen und dieses Band stark ist. Zitat „Wäre eine Schande, wenn ein anständiger Kerl wie du an diesem verdammten Krieg zerbricht.“ – Position 722, Kapitel 4 Fazit Ein ganz starker Roman. Die Atmosphäre nimmt einen mit auf eine Reise durch alte historische Zeiten, die viele Abenteuer birgt und den Leser in einen Strudel aus Emotionen schmeißt. Auch die Gay-Geschichte ist realistisch ausgearbeitet und fügt sich perfekt.

    Mehr
  • Wunderbares Mittelalterflair

    Unter einem Banner

    RaJaJe

    10. March 2018 um 15:24

    Mit diesem Buch habe ich mal wieder auf ein, für mich neues Terrain, begeben und wurde nicht enttäuscht!Die Geschichte über den Soldaten Reykan und den Prinzen Benrik, ist voller Intrigen, Machtgier und Leidenschaft.Die Szenarien sind so detailgetreu geschrieben, dass man sich sehr schön in die Geschichte hineinversetzen kann.Wer mit Homosexualität allerdings ein Problem hat, der sollte von diesem Buch bitte unbedingt absehen!Für mich ist es ein wundervolles Buch und ich hatte viele tolle Lesestunden damit!

    Mehr
  • Zwischen liebe und Horror des Krieges

    Unter einem Banner

    Solvejg

    01. March 2018 um 06:59

    Inhalt:Reykan ist Soldat durch und durch, doch die Schrecken und der Horror des Krieges machen ihm schwer zu schaffen. Zu viel hat er im Krieg verloren. Er hofft auf Frieden und ein ruhiges Leben, doch als der König in seinen Armen stirbt, scheint alle Hoffnung verloren. Plötzlich findet er sich selbst auf einer Reise durchs Land wieder, um den verwöhnten Kronprinzen Bendrik zu beschützen. Als er feststellt, dass mehr hinter Bendrik steckt als er zunächst dachte, muss Reykan nicht nur gegen die Gefahren die auf sie lauern kämpfen, sondern sich auch über seine Gefühle klar werden.Rezension:"Unter einem Banner" habe ich im Rahmen der Fantasywoche 2018 gelesen und hatte vorher nie über das Buch oder die Autorin gehört. Daher bin ich ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen und wurde komplett überrascht! Das Buch gehört zum Genre der "Gay-Romance", welches ich zuvor nie gelesen hatte und daher ech t gespannt war. Im Grunde ist es letztendlich natürlich nicht viel anders als die Romance-Geschichten zwischen Mann und Frau, eben nur zwischen zwei Männern. Ich persönlich habe damit absolut kein Problem, aber ihr solltet es im Hinterkopf behalten wenn ihr es lest. Denn ja, die Sexszenen werden gut beschrieben, was ich aber als wichtig empfinde... schließlich sieht es bei anderen Romancebüchern nicht anders aus. Ich erwähne es auch nur, weil ich weiß das es (leider!) immer noch genug Menschen gibt die damit ein Problem haben. Bevor ihr euch am Ende also darüber aufregt, sage ich dies euch vorher. Nun aber zur Rezension!"Unter einem Banner" überzeugt durch mehere Aspekte. Beginne wir mal mit den Protagonisten. Reykan und Bendrik sind zwei super ausgearbeitete Charaktere, die so real wirken wie du und ich. Meiner Meinung nach, hätten die beiden auch in einem meiner ehemaligen Geschichtsbücher vorkommen können. Insbesondere da es in einem mittelalterlichen Setting spielt. Sie wirkten real, menschlich und waren alles andere als perfekt. Bendrik z.B. hat viele Macken: er ist verwöhnt, jammert viel und ist stur. Doch gerade die Entwicklung seines Charakters wurde von Elea Brandt unglaublich gut ausgearbeitet. Es kommt schleichend, nicht zu plötzlich. Man merkt wie er sich verändert aber fühlt sich nicht erschlagen von der plötzlichen Veränderung. Beim lesen habe ich gemerkt, wie gut die Autorin ihre Charaktere ausgearbeitet hat und ihnen Raum zur eigenen Entwicklung gegeben hat. Auch den Handlungsort bzw. die Welt wurde klasse ausgearbeitet. Viele Aspekte aus der Zeit des Mittelalters wurden hervorragend recherchiert, übernommen und durch eigene Aspekte ergänzt. Man merkt, dass die Autorin sich mit diesem Zeitalter auskennt. Daher wirkt die Welt unglaublich real. Elea Brandts Schreibstil ist einfach klasse! Das Buch ließ sich so flüssig lesen, dass die Seiten nur so flogen. Zudem sind dem Zeitalter angemessene Wörter und Begrifflichkeiten im richtigen Kontext genutzt worden, woran man erneut merkt, wie gut sie sich damit auskennt. Die Beschreibungen von Szenen und Personen sind hervorragend gelungen, da man sich sofort als Teil der Welt fühlt. Sie schafft es mit einer Leichtigkeit Bilder im Kopf des Lesers zu kreieren und Emotionen zu übertragen. Ich bin begeistert von ihrer Art zu schreiben! Ein Aspekt der mich schlussendlich überzeugen konnte wäre, dass Elea Brandt viele wichtige Themen in ihrem Roman anspricht. Nicht direkt, sondern durch die Handlung und ihre Charaktere. So muss Reykan mit den Erlebnissen des Krieges klar kommen und leidet deutlich unter einen posttraumatischen Belastungsstörung und den Folgen, welche daraus resultieren. Schlafprobleme, Alkoholkonsum, Flashbacks und Alpträume. Es zeigt, was Krieg aus Soldaten macht und wie es das Leben eines Menschen für immer verändern kann. Das Leid des Krieges, die Momente des Kampfes, des Todes und des Verlusts werden dem Leser knallhart vor Augen geführt. Dies lässt sie Szenen äußerst realistisch wirken und man mag sich kaum vorstellen, dass es noch heute so in Kriegszeiten abläuft. Das Buch zeigt die Abgründe der Menschheit in Zeiten des Krieges, aber auch wie wichtig Hoffnung, Liebe und Vertrauen ist.Auch die Problematik der Homosexualität und der Anerkennung durch die Gesellschaft werden aufgegriffen. Vorurteile, Ablehnung und Zweifel als ständiger Bestandteil des Lebens. Fazit:"Unter einem Banner" konnte mich auf voller Länge überzeugen und gehört zu einem meiner Mustreads. Ich hätte am liebsten noch mehr Kapitel gelesen und würde sofort wieder ein die Welt Reykans abtauchen.Die Charaktere wirken real und haben Ecken und Kanten. Ihre Entwicklung wurde klasse ausgearbeitet und fast hatte man beim Lesen das Gefühl, dass die Autorin ihnen nur einen Stups gegeben hat und sie sich von selbst entwickelt haben. Das Trauma des Krieges wurde durch Reykans Charakter gut verdeutlicht und scheint gut recherchiert. Aber auch für die Romance-Fans ist natürlich gesorgt. Die Liebesgeschichte ist toll ausgearbeitet und entwickelt sich genau im richtigen Tempo. Von einem kleinen Funken, zu einem großen Feuer. Dieses Buch ist es definitiv wert, gelesen zu werden. 

    Mehr
  • Krieg, Tod, Gewalt und zwei großartige Protagonisten mit perfekter Gay-Würze!

    Unter einem Banner

    nickypaula

    25. February 2018 um 12:30

    Heute möchte ich euch >Unter einem Banner< von Elea Brandt vorstellen. Die Autorin wurde 1989 in Passau geboren. Sie liebt Rollenspiele und das entwickeln skurriler Charaktere. ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Um was geht es? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Reykan unser Protagonist, sehnt sich nach Ruhe und Frieden, doch beides ist ihm leider nicht vergönnt. Statt endlich den ganzen Schlachten den Rücken zu kehren, muss er mit ansehen, wie der König vor seinen Augen stirbt und so bleibt ihm letztlich nichts anderes übrig, als den Kronprinzen Benrik zu beschützen und ihn in Sicherheit zu bringen. Dabei ist Benrik alles andere als angenehm und so sind Auseinandersetzungen unvermeidbar. Hinzukommen ihre Feinde, die unerbittlich Jagd auf den Kronprinzen machen und so ist das Chaos perfekt.   ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Meine Meinung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~Nachdem ich wie so oft den Klappentext nur angelesen habe und mich so komplett überraschen lassen konnte, was mich erwarten würde, bin ich wirklich begeistert über die Entwicklung der Charaktere, den Handlungsstrang und vor allem der angenehmen Liebesgeschichte, die sich nach und nach entwickelt. Nach dem Buch >Die Prinzen< hatte ich keine Gay-Liebesgeschichte mehr, die mich so gefesselt und in ihren Bann gezogen hat. Vorallem wohl deshalb, weil die Handlung auch aufregend, gut durchdacht und sehr actionreich ist und die Liebesgeschichte nicht im Vordergrund steht. So etwas finde ich großartig. Elea weiß einfach, wie sie Dinge beschreiben muss, damit das Buch wie ein echter Film im Kopf abläuft.  So etwas liebe ich einfach <3 Auch die ganze düstere Atmosphäre und die ganzen Intrigen verleihen dem Buch die perfekte Würze. Das einzige, mit dem man als Leser klarkommen muss, ist die Gewalt und die Kämpfe im Buch. Die Autorin beschönigt nichts, wodurch die ganzen Auseinandersetzungen aber gerade deshalb echt wirken. Kurzum: Wer Lust auf Kriegsgeschichten hat, nichts gegen eine gleichgeschlechtliche Liebesgeschichte und vor allem ein dickes Fell wegen all der Kämpfe und anderen Grausamkeiten besitzt, wird dieses Buch sicher genauso sehr lieben wie ich : ) Ich bin jedenfalls sehr froh, durch die Fantasywoche eine ganz neue deutsche Autorin kennengelernt zu haben und freue mich schon auf weitere Werke von Elea Brandt <3 ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Fazit des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~Krieg, Tod, Gewalt und zwei großartige Protagonisten mit perfekter Gay-Würze! 5 von 5 Sternen Nicky von >Die Librellis< ehemals Nickypaulas Bücherwelt

    Mehr
  • Ein unwiderstehlich charmantes Heldenpaar

    Unter einem Banner

    AnnaEichenbach

    24. February 2018 um 14:59

    Mit Unter einem Banner habe ich mich literarisch auf einen Ausflug in für mich eher unbekannte Gefilde eingelassen. Der Klappentext deutete es bereits an: Reykan, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, fühlt sich zu Männern hingezogen. Bislang habe ich eher selten Romane mit homosexuellen Protagonisten gelesen. Aber im Grunde genommen sollte die sexuelle Orientierung eines Charakters eine untergeordnete Rolle spielen, viel wichtiger ist wie er selbst und seine Gesellschaft damit umgehen - und wie sie die Geschichte beeinflusst, die er zu erzählen hat. Und Reykans Geschichte ist eine packende. Eine Geschichte voller Verrat, widerstreitender Gefühle, Gewissensbisse, traumatischer Erinnerungen - und der Frage, wie weit seine Loyalität als Soldat seiner Majestät reicht. Reykan ist ein Bastard, dem es gelungen ist, sich im Heer bis zum Hauptmann hochzuarbeiten. Als seine Heimat Serin mit Skarat im Krieg liegt, muss er tatenlos mit zusehen, wie sein König gute Männer aus falschem Stolz in den Tod schickt. Reykan hat viel durchgemacht - und viel verloren. Was er auf dem Schlachtfeld erlebt hat, verfolgt ihn bis in seine Träume, lässt ihn nicht mehr los. Dennoch binden ihn sein Schwur und sein Pflichtgefühl an den serinischem König, dem er trotz allem loyal ergeben ist. „Er ertrug es nicht, die Schreie der Sterbenden zu hören, sobald er die Augen schloss. Die Bilder aus Notia hatten sich tief in seinen Verstand gebrannt.“(Elea Brandt, Unter einem Banner, EBook S.38) Von Beginn an war mir Reykan sympathisch. Er ist ein Protagonist mit Prinzipien, mit Ehrgefühl und ja, man kann ihn getrost als ritterlich bezeichnen. Er ringt mit den Schrecken der Vergangenheit, mit seinem Verlust. Obwohl er den Glauben an das, was er tut, längst verloren hat, kann er sich nur schwer dazu durchringen, dem Leben als Soldat den Rücken zu kehren. Doch als der König einem Komplott zum Opfer fällt, nimmt er Reykan noch im Sterben den Schwur ab, seinen Sohn zu beschützen. Ein Soldat, der nicht mehr kämpfen will, als Leibwächter für einen verzogenen Kronprinzen? Das klingt nicht nur nach einer explosiven Mischung, das ist sie auch. Prinz Benrik entspricht nämlich so gar nicht den Vorstellungen, die Reykan sich von einem künftigen König macht. Er ist verzogen, ein Lebemann, der Genuss und Ausschweifung über die Pflicht stellt. Im Gegensatz zu Reykan, der unnötiges Gerede vermeiden will, lebt Benrik hingegen seine Homosexualität offen aus - was nicht bei allen Untertanen auf Toleranz stößt. Schon von ihrer ersten Begegnung an ist klar: Hier prallen zwei starke, starrköpfige Charaktere aufeinander. Und dann ist es ausgerechnet an Reykan, den verwöhnten Benrik in Sicherheit zu bringen. „Das würden die längsten zwei Wochen seines Lebens werden, so viel stand jetzt schon fest. Und er hoffte inständig, dass er den Prinzen nicht irgendwann aus einer Laune heraus erschlagen würde.“(Elea Brandt, Unter einem Banner, EBook S.97) Beiden gelingt es zunächst nur schwer, sich mit einander zu arrangieren. Prinz und Leibwächter geraten oft aneinander - und ihre oft unheimlichen witzigen Wortgefechte haben mich das ein oder andere mal zum Schmunzeln gebracht. Doch je länger ihre Reise dauert, umso mehr raufen sie sich zusammen - und Reykan erhascht allmählich einen Blick hinter die Fassade des verzogenen Prinzleins. Zwischen Reykan und Benrik gibt es von Beginn an diese ganz besondere Dynamik. Ein Knistern, dass zwischen Ablehnung und Faszination schwankt. Ein Zögern, sich die eigenen Gefühle einzugestehen. Beide - aber auch sämtliche Nebenfiguren - sind plastisch gezeichnet und allesamt außergewöhnlich. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, direkt ins Leben der Figuren zu springen, und nicht, dass sie erst während des Lesens lebendig werden. Auch die Handlung konnte mich absolut überzeugen. Reykan, der Benrik vor den Attentätern in Sicherheit bringen muss. Die Gefahren, die auf ihrer Reise lauern. Die Suche nach Verbündeten, damit Benrik seinen Thron zurückgewinnen kann - und nicht zuletzt die Entwicklung ihrer Beziehung, die mit der Zeit immer enger, immer vertrauter wird. „Die grauen Augen des Prinzen fesselten ihn und das Feuer, das darin loderte, raubte ihm schier den Atem. Wie wildes Sturmmeer, dessen Sog ihn nicht mehr losließ.“(Elea Brandt, Unter einem Banner, EBook S.153) Eine Prise Erotik kommt dabei ebenso wenig zu kurz wie packende Kampfszenen. Unter einem Banner spielt in einem mittelalterlichen Low Fantasy Setting. Der Weltenbau, der geschickt in die Erzählung eingeflochten wird, ist komplex und scheint bis ins Detail durchdacht. Dadurch werden die Geschichte und die Figuren noch lebendiger. Hinzu kommt noch Elea Brandts fesselnder Schreibstil, die grandiosen Dialoge und stimmungsvollen Beschreibungen. Die Autorin braucht nicht viele Worte, um mich so tief in den Roman versinken zu lassen, dass ich alles andere um mich herum ausgeblendet habe. Fazit Unter einem Banner trumpft mit einem Heldenpaar auf, dessen Charme man sich einfach nicht entziehen kann. Große Intrigen, unzählige Gefahren und packende Kampfszenen. Wer militärische Low Fantasy mag und obendrein gern erlebt, wie sich Charaktere und ihre Beziehung weiterentwickeln, dem kann ich diesen Roman nur ans Herz legen.

    Mehr
  • Rundum gelungen

    Unter einem Banner

    SillyT

    18. February 2018 um 16:42

    Reykan von Torat gehört zu den ranghöchsten Offizieren an König Renards Seite und das, obwohl er nur ein Bastard ist, aber dank seiner Loyalität und seinem übergroßen Pflichtbewusstsein ist er unersetzlich geworden. Doch nach einem verlorenen Krieg gegen das Reich Notia hat auch Reykan mit seinen Dämonen zu kämpfen, denn er verlor nicht nur den Kampf, sondern auch den Mann, dem sein Herz gehörte. Nichts wäre ihm lieber, als seinen Dienst zu quittieren, aber das sieht König Renard anders, stattdessen soll Reykan an seinem Hofe als einer seiner Leibwächter dienen. Als Arlis, die Königsstadt, heimtückisch überfallen wird, stirbt Renard und bittet Reykan um einen letzten Dienst. Er soll den Prinzen Benrik beschützen und in Sicherheit bringen. Eine gar nicht allzu leichte Aufgabe, denn Benrik ist mehr als ein wenig verwöhnt und Gefahren und Intrigen lauern überall.Meine Meinung: Low Fantasy und dazu noch eine leichte Brise Gay Romance/Erotik - das klang nicht unbedingt nach einer Geschichte für mich, doch die Autorin Elea Brandt hatte mich kurz zuvor mit ihrem Debüt Opfermond völlig fesseln können, somit war ich dann doch sehr neugierig und wollte diese Geschichte unbedingt lesen. Das Cover passt hervorragend zum Inhalt der Geschichte und dadurch hatte ich gleich von Beginn an ein Bild von Reykan vor Augen. Doch das Highlight für mich ist der Schreibstil der Autorin, der einfach so lebendig ist, dass sofort das Kopfkino anspringt und Charaktere und Ereignisse Gestalt annehmen. Elea Brandt schreibt flüssig und einnehmend, dabei passt sie ihre Sprache durchaus den Zeiten, in der die Geschichte spielt, an, ohne dabei verstaubt oder langweilig zu klingen. Der Einstieg beginnt gleich sehr düster, aber auch spannend und somit wird auch umgehend die passende Atmosphäre geliefert. Man spürt hier die Not und die Verzweiflung und die Grausamkeiten und Verluste des Krieges und leidet schon zu Beginn mit den Charakteren mit. Danach fällt man förmlich gemeinsam mit dem Protagonisten in ein Loch und es wird ruhiger, ohne langatmig zu werden, denn man darf hier sehr intensiv an Reykans Gefühls- und Gedankenwelt teilhaben. Dann nimmt das Schicksal seinen Lauf, Ereignisse überschlagen sich, man befindet sich auf der Flucht und immer wieder passieren Dinge, dich ich nicht im geringsten auf mich zukommen sah. Guten Gewissens kann ich hier sagen, dass ich zu keinem Moment Langeweile verspürte, sondern immer wieder mitfieberte. Dazu passen Worldbuilding und Atmosphäre perfekt, denn Elea Brandt schafft es, hier eine vorstellbare Welt zu erschaffen. Seien es Schmerzen, Verluste oder Entbehrungen, Beschreibungen von rauer Umgebung oder mittelalterlich angehauchten Burgen, ich hatte immer wieder das Gefühl vor Ort zu sein und den Charakteren zuzuschauen.Ein personeller Erzähler in der dritten Person führt den Leser durch die Geschichte, die Perspektive ist die unseres Protagonistens Reykan. Dadurch fühlte man sich schnell mit diesem ungewöhnlichen Helden verbunden.Die Charakterisierung Reykans, aber auch Benriks und der Nebencharaktere ist hier durchweg gelungen. Reykan ist ein sehr interessanter Charakter, den man gleich als pflichtbewussten und loyalen Mann kennenlernt, doch durch seinen Verlust ist er gebrochen und kämpft nun innerlich gegen seine Dämonen und bekämpft sie äußerlich mit Alkohol. Doch all sein Tun habe ich niemals angezweifelt, denn es passte einfach zu der Person, die man hier von Beginn an begleitet. Letzten Endes siegt bei ihm immer wieder seine Loyalität, auch wenn diese ihn immer wieder in Bedrängnis bringt. Benrik hingegen - oh ja, er hat mich am Anfang häufig mit den Augen rollen lassen und nicht gerade selten gingen mir Ausrufe wie: "Nun mach doch, Prinzesschen," durch den Kopf. Ja, er ist natürlich der Prinz, aber man muss ihn erleben, um zu wissen, was ich damit meine. Umso überzeugender war dann aber die Darstellung und Wendung dieses Charakters, denn letzten Endes zeigt Benrik nur allzu gut, was wirklich in ihm steckt. Die Liebesgeschichte zwischen den Beiden mag nach außen hin ein wenig klischeehaft wirken, wurde aber einfach perfekt ausgearbeitet und konnte gerade dadurch überzeugen. Neben diesen beiden Personen lernt man noch den ein oder anderen Nebencharakter kennen und auch diese werden sehr geschickt gezeichnet und lebendig. Doch sie bleiben hinter Reykan und Benrik definitiv eine Nebensache.Mein Fazit:Wie schon im Debüt Opfermond konnte mich Elea Brandt auch hier mit ihren lebendigen Beschreibungen von Welten und Charakteren fesseln und überzeugen. Orte, Gestalten, Personen, alles wird vorstellbar und lebendig. Spannung und Intrigen gibt es, sowie immer wieder Wendungen, die unvorhersehbar blieben. Die beiden Protagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen und der Abschied fiel mir schwer. Ein Buch, das ich gerne allen Fans von mittelalterlich anmutende Lowfantasy ans Herz legen möchte und wer noch ein wenig vor dem Gay Romance zurückschreckt, der kann beruhigt sein, denn es ist weder schmalzig noch schnulzig. Danke, Elea Brandt, für dieses Leseabenteuer!

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks