Eleanor Brown Die Lichter von Paris

(79)

Lovelybooks Bewertung

  • 61 Bibliotheken
  • 5 Follower
  • 3 Leser
  • 73 Rezensionen
(44)
(24)
(7)
(4)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Lichter von Paris“ von Eleanor Brown

»Ich liebe ›Die Lichter von Paris‹.« Jojo Moyes
Nach außen scheint alles perfekt. Madeleine ist mit einem erfolgreichen Geschäftsmann verheiratet, sie hat ein schönes Zuhause in Chicago und keine finanziellen Sorgen. Dennoch ist sie nicht glücklich: Wie schon ihre Mutter und ihre Großmutter ist sie gefangen in einem Leben, das aus gesellschaftlichen Verpflichtungen besteht; die eigenen Träume sind auf der Strecke geblieben.
Als Madeleine eines Tages auf dem Dachboden ihres Elternhauses die Tagebücher ihrer Großmutter entdeckt, erfährt sie Unglaubliches: Die strenge, stets auf Etikette bedachte Großmutter Margie war einst eine lebenslustige junge Frau, die der Enge des Elternhauses nach Europa ins wilde Paris der 20er Jahre entfloh, um frei und unabhängig als Schriftstellerin zu leben. Dort verliebte sie sich in einen charismatischen jungen Künstler und verbrachte einen glücklichen Sommer in der Pariser Boheme ...
Von Margies Geschichte ermutigt, fasst sich Madeleine endlich ein Herz, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen …

Schöne Reise ins Paris der 20er Jahre!

— Nina_1986

Suche nach persönlichem Glück

— Sigismund

Brilliant formuliert und wunderbar erzählt.

— Sago68

Gefühlvolle Erzählung aus zwei Generationen

— Sabine_Hartmann

Leider zunehmend anstrengend zu lesen, die Protagonistin in der Gegenwart war mir einfach zu weinerlich

— Isaopera

Eine wunderschöne Geschichte, die mich absolut in ihren Bann gezogen hat. Toller Schreibstil, interessante Charaktere!

— Marion2505

Zwei Frauen auf der Suche nach sich selbst. Leseempfehlung!

— ManjaEls

Wunderschön bildlicher Schreibstil der Autorin!

— Stephanie_Raj

Zwei Frauen auf der Suche nach dem eigenen Glück. eine in den 20er in Paris, die andere im heutigen Chicago. Sehr empfehlenswert.

— Hortensia13

wunderschön!

— Booklove91

Stöbern in Romane

Und es schmilzt

Brutal, grausam ehrlich, gnadenlos offen: Dieses Buch erfüllte für mich alle Erwartungen, die von Lobgesängen geschürt worden waren.

once-upon-a-time

Kleine große Schritte

Dieses Buch lässt einen nicht mehr los und verändert den Blick, mit dem man die Welt und die Menschen sieht.

Tintenklex

Kukolka

Ein erschütterndes Schicksal, welches stellvertretend für leider viele Mädchen und junge Frauen steht, als man vielleicht denkt

Caro_Lesemaus

Das Haus ohne Männer

Frankreich, Frauen WG....eine schöne Geschichte mit Flair.

sunlight

Der Freund der Toten

Hab mittendrin aufgehört. Hat mich leider nicht gefesselt... Schade. Hab mich sehr auf das Buch gefreut.

Kaffeesatzlesen

Die Tänzerin von Paris

Berührend und unfassbar traurig

tardy

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Zwei Frauen, die mit ihrem Schicksal hadern

    Die Lichter von Paris

    schafswolke

    24. November 2017 um 20:24

    1924: Die junge Margie, immer noch unverheiratet, wird als Aufpasserin für ihre Cousine mit nach Paris geschickt. Margie ist das erste Mal in ihrem Leben auf sich selbst gestellt und das auch noch in einem fremden Land.1999: Madeleine, die Enkelin von Margie, hadert an ihrer Ehe. Sie reist zu ihrer Mutter, um ein wenig Abstand zu gewinnen.Die Geschichte spielt abwechselnd in den verschiedenen Zeiten. Margies Erzählstrang hat mir hier wesentlich besser gefallen, denn da passte auch eher der, in meinen Augen, etwas angestaubte Erzählstil. Margie wirkt lebendiger als Margie und ich konnte auch eher mit ihr mitfühlen.Madeleins Abschnitte fand ich im Laufe der Geschichte immer ermüdender. Sie jammert mir zu viel, hadert mit ihrem Schicksal, fühlt sich gefangen in ihrer Ehe und Gesellschaft. Mein Problem besteht darin, dass wir uns hier schon im Jahr 1999 befinden. Sie wirkt auf mich schon so unselbständig, dass ich von ihr genervt bin und es passt für mich einfach nicht mehr in die Zeit.Vielleicht könnte ich mich damit ja noch anfreunden, wenn ich das Gefühl einer Entwicklung hätte, allerdings lässt das eher auf sich warten.Am Anfang war ich noch voller Leselust, aber schon bald ließ diese immer mehr nach. Auf der einen Seite hat mir der Schreibstil zwar gefallen, aber es passieren so wenig aktive Dinge, dass ich mich manchmal fragte, wohin mich dieses Buch noch führen mag.Ach, was habe ich mich auf das Buch gefreut, doch am Ende bin ich leider ein wenig enttäuscht und vergebe 3 Sterne.

    Mehr
  • Leserunde zu "Die Lichter von Paris" von Eleanor Brown

    Die Lichter von Paris

    m_exclamationpoint

    "Ich liebe 'Die Lichter von Paris'!" – Jojo Moyes Schöne Kleider. Ein freundliches Lächeln, welches dauerhaft im Gesicht zu sehen sein muss. Gute Miene zum bösen Spiel. So sieht Madeleines Alltag aus und das schon seit über fünf Jahren. In ihrer Welt wimmelt es nur so von Einschränkungen. Regeln, die ihr von der Gesellschaft, ihrer Mutter und ihrem eigenen Mann auferlegt wurden. Madeleine bleibt kaum Luft zum Atmen. Immer leiser wird die Stimme in ihrem Kopf, die ihr sagt, dass alles seine Richtigkeit hat. Als sie eines Tages auf alte Tagebücher ihrer Großmutter stößt, steht ihre Welt urplötzlich Kopf. Bestärkt durch die lebendigen und abenteuerlichen Geschichten des Alltags im Paris der Zwanziger Jahre, die Ihre Großmutter beschreibt, wagt sie selbst den ersten Schritt zu einer Veränderung. Lies mit uns gemeinsam „Die Lichter von Paris“ von Eleanor Brown und finde heraus, wie Madeleine ihr Leben wieder selbst in die Hand nimmt. Hier gehts zur Leseprobe!Gemeinsam mit dem Insel Verlag vergeben wir in unserer Leserunde 35 Exemplare von "Die Lichter von Paris". Was ihr tun müsst, um dabei zu sein? Bewerbt euch bis einschließlich 22.10. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Wenn du die Chance hättest, ins Paris der 20er Jahre zu reisen, was würdest du dort erleben und wen würdest du treffen wollen? Ich bin schon gespannt auf eure Antworten und drücke euch ganz fest die Daumen. Über die Autorin:Eleanor Brown lebt in Denver, Colorado und hat einen MA-Abschluss in Literatur. Zahlreiche Anthologien, Magazine und Literaturzeitschriften haben ihre Texte und Geschichten veröffentlicht. Ihr erster Roman „Die Shakespeare-Schwestern“ entwickelte sich auf Anhieb zum New York Times-Bestseller. Mehr Infos über die Autorin findet ihr auf ihrer Homepage!Folgt der Autorin auch auf Facebook und Twitter! Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.  

    Mehr
    • 518
  • Was für ein Frauenbild!

    Die Lichter von Paris

    Igela

    24. November 2017 um 17:17

    1919 lebt die 24 jährige Margie völlig gefangen in den Zwängen der damaligen Gesellschaft. Noch unverheiratet, wird sie von ihren Eltern gedrängt, den doppelt so alten Geschäftspartner ihres Vaters zu heiraten. Margie weigert sich und wird als Anstandsdame mit ihrer Cousine auf Reisen geschickt. Margies Traum erfüllt sich…Paris, Rom,London…so viel will sie sehen und erleben. Sie interessiert sich sehr für Literatur und sieht sich schon in den grossen Bibliotheken, sich mit Schriftstellern treffen und ein eigenes Buch schreiben. Doch die Reise entwickelt sich ganz anders, als Margie sich das gedacht hat. 70 Jahre später und 1999 lebt Margies Enkeltochter Madeleine in einer lieblosen Ehe. Ihr Mann bestimmt, was sie anzieht, was gegessen wird und womit Madeleine sich beschäftigt. So ist er dagegen, dass Madeleine ihre Passion, die Malerei ausübt. Madeleine ergreift die Flucht vor dem tyrannischen Ehemann und fährt zu ihrer Mutter. Doch da gerät sie vom Regen in die Traufe. In wechselnden Kapiteln erzählt die Autorin die Geschichte von Margie und ihrer Enkeltochter Madeleine. In meiner Beurteilung muss ich die beiden Geschichten trennen.  Da ist zuerst mal Margie: Sehr typisch für die damalige Zeit, erlebt man als Leser das Lebensziel aller Eltern. Die Tochter soll möglichst schnell und möglichst gut verheiratet werden. Ein Mädchen, das mit 24 Jahren noch bei den Eltern lebt, gilt als alte Jungfer. Margie hat mir sehr gefallen und mich überzeugt. Etwas unsicher im Umgang mit Menschen, doch auch das in der damaligen Zeit wohl die Norm. Als Leser erfährt man, wie sie ihre Zeit in Paris verbringt. Da sie in einer Bibliothek arbeitet und sich für Literatur interessiert, empfand ich diese Kapitel als sehr interessant. Etwas gestört hat mich, dass ab und zu bei Kapitelbeginn, Madeleine in die Rolle der Erzählerin schlüpft und erzählt, was Margie erlebt. Etwa , das rein aus zeitlichen Gründen, gar nicht möglich sein kann, da die Frauen 80 Jahre Altersunterschied trennt. Zudem erzählt Madeleine so, als wäre sie dabei gewesen. Dann also zu Madeleine: Meiner Meinung nach, die grosse Baustelle in diesem Buch. Nicht nur, dass Madeleine sich mit 34 Jahren erst von ihrem Mann und dann auch noch von ihrer Mutter herumkommandieren lässt. Ihr Mann Philip erlaubt ihr zum Beispiel nicht, dass sie in weitem Hemd und Boxershorts schläft. Er stellt auch schon mal die Waage mitten ins Zimmer, wenn er denkt, sie habe wieder mal zu viel gegessen. Madeleine ist auch noch sehr …unselbstständig ?…verwöhnt…? …weinerlich….? Sie fährt nach einem Streit mit ihrem Mann zu ihrer Mutter. Und ist völlig fassungslos und hilflos, als sie bemerkt, dass kein Essen im Haus ist. Mehrere Male wird erwähnt, dass sie hungrig ist…die Gute sucht Küche und Speisekammer ab und findet..nichts. Wohlverstanden: die Frau ist 34 Jahre alt und keine 5 Jahre! Einkaufen gehen?…Nee…daran denkt Madeleine nicht.  Irgendwann konnte ich es einfach nicht mehr hören….beziehungsweise lesen…wie Madeleine ihre dicken Oberarme und ihre Speckröllchen und sich über ihren Mann beklagt. Statt etwas zu ändern, jammert sie vor sich hin. Wobei, wenn sie was ändern würde, ginge wohl auch der gehobene Lebensstandard flöten. Nun zum grossen Finale der Figur Madeleine: Sie empfindet Scham, wenn sie daran denkt, dass Philip und sie sich scheiden lassen, weil niemand im Bekanntenkreis geschieden ist. Falls es noch nicht ganz durchgedrungen ist :Die Frau lebt im Jahre 1999!!!! Meiner Meinung hat die Autorin sich hier in der Zeitepoche vertan. Beide Geschichten wurden so geschrieben, die Figuren so charakterisiert, als ob die ganze Story sich im 1924 abspielen würde. Die gezierte Ausdrucksweise von Madeleine " …und mich noch kein Mann erwählt hatte…" , sowie ihre Gedanken "…es schickt sich nicht, vor den Augen eines Mannes ein Dessert zu essen " zeigen mir, dass die Autorin sich vertan hat. Ach ja…und da werden Debüts von den volljährigen Mädchen erwähnt. Und das im Jahre 1999! Wenn schon eine Story in 2 Zeitepochen aufteilen,dann bitte überzeugend in Charakterisierung, Schreibstil und Einstellung ! Das Frauenbild, das hier beschrieben wird, hat mich die Haare zu Berge stehen lassen. 

    Mehr
  • Schöne Reise ins Paris der 20er Jahre!

    Die Lichter von Paris

    Nina_1986

    23. November 2017 um 15:21

    Dies war mein erster Roman von der Amerikanerin Eleanor Brown und er hat mich sehr begeistert. Das Buch war eine wunderschöne Reise in die 20er Jahre. Die Themen von damals, dass man jung heiraten musste usw. kennt ja in der heutigen Zeit fast keiner mehr.Mir hat der Schreibstil und auch die Geschichte der beiden Frauen sehr gut gefallen. Für mich war die jetzt Zeit mit Madeleine schön zu lesen und auch die Vergangenheit mit Margie. Es war spannend mit zu verfolgen, wie es beiden Frauen ergangen ist und auch ihre Ähnlichkeit war nicht zu übersehen. Das Cover ist liebevoll gemacht und genau so wie ich mir die Protagonistin in Paris vorgestellt habe.Ich würde mich freuen, wenn das Buch irgendwann verfilmt werden würde!Mein Fazit: Eine sehr emotionale Story über zwei Frauen, die doch nicht so unterschiedlich sind, wie man anfangs denkt.Ich vergebe gerne 5 Sterne und empfehle das Buch auch weiter!

    Mehr
  • Familiengeheimnisse

    Die Lichter von Paris

    winddoors

    23. November 2017 um 12:27

    Ein schönes Cover machte mich aufmerksam auf dieses Buch. Eine Frau schaut sehnsuchtsvoll in die Ferne.Das Buch spielt in zwei Zeitebenen. Einmal 1999 in Chicago mit Madeleine und einmal  mit ihrer Großmutter in Paris.Madeleine lebt mit ihren Ehemann in Chicago. Sie ist mit ihrem Leben nicht zufrieden. Sie ist unglücklich und unzufrieden und einsam.  Sie ist nicht berufstätig und das Aushängeschild ihres Mannes. Sie muß die Vorzeigedame spielen.Nach einen Streit mit ihren Mann  reist sie zu ihrer Mutter, aber das verhältnis zu ihr ist nicht viel besser als das zu ihren Mann. Dann entdeckt sie dort auf dem Dachboden  die Tagebücher  ihrer Großmutter. Darin erfährt sie das die Großmutter in den 20iger jahren eine Zeit in Paris gelebt hat.Ab diesen Zeitpunkt springt der Roman zwischen den beiden Frauen immer hin und her.Das Buch war etwas schwierig zu lesen. Ich vergebe 4 Sterne.

    Mehr
  • Nichts für emanzipierte Leserinnen

    Die Lichter von Paris

    yesterday

    22. November 2017 um 00:13

    Dieser (Frauen-)Roman hat einige gute Ideen in sich, leider dominieren meiner Ansicht nach zu sehr das Klischee und die (wenn auch realistischen) Komplexe von Frauen diversen Alters. Gut hierbei ist die Gestaltung: Es wird aus den Leben von Madeleine im Jahr 1999 erzählt, als sie ungefähr Mitte 30 ist, und von Margie, ihrer Großmutter, die 1924 mit Mitte 20 von den USA aus nach Paris reiste. Die Sichtweisen, Schilderungen der so unterschiedlichen Zeiten wechseln sich angenehm ab und erzeugen so etwas Spannung. Man will schließlich immer gerade dann wissen, wir es mit einer von beiden weitergeht, wenn die Perspektive wechselt. Madeleine findet nach einiger Zeit selbst die Tagebücher von Margie und so vermischen sich die beiden Geschichten ein wenig. Das passt insofern gut, als sie ja familiär auch zusammenhängen, wenn sich die beiden auch nicht wirklich kennengelernt haben. Es gibt interessante Parallelen und Unterschiede im Leben der beiden Frauen: so anders die Zeiten geworden sind, so verhaftet sind beide in ihrem Denken rund um Männer, Anstand und die “richtige” Art zu leben, ein Vermächtnis, das über Generationen weitergegeben wurde und nun sogar Madeleine immer noch zu schaffen macht. Dass sie nicht gerade die am meisten gefestigte Person ist, ist auch nicht sehr hilfreich und stürzt die unglücklich Madeleine in seitenlange Selbstmitleids-Monologe und große Zweifel. Hier sind wir auch schon bei den Ähnlichkeiten. Die beiden Frauen scheinen über weite Strecken des Buches die selben Probleme zu haben, was anhand des Zeitunterschiedes seltsam sein mag. Dennoch stehen Margie (damals war es für Frauen einfach schwer, ein von einem Mann unabhängiges Leben z führen) und Madeleine (die es sich selbst schwer macht und der vieles schwer gemacht wird, auch diese Frauen gibt es nach wie vor heutzutage) exemplarisch für viele Frauen. Es kann nicht jeder “Wonderwoman” sein, trotz annähernd Gleichberechtigung, Feminismus und Emanzipation. Punkten kann der Roman mit den Beschreibungen von Personen, Umgebung und der Stadt Paris. Leider gibt es zwischen diesen schönen Momenten und den Ängsten der beiden Frauen sonst nicht viel. Das könnte alle, die keine “eingefleischten” Frauen-Roman-Leser sind, schnell langweilen.

    Mehr
  • Suche nach persönlichem Glück

    Die Lichter von Paris

    Sigismund

    19. November 2017 um 22:12

    Man könnte vermuten, "Eleanor Browns Roman "Die Lichter von Paris" sei ein typischer Frauenroman, da die Protagonistinnen Enkelin Madeleine und Großmutter Margie sind. Beide sind oder waren einst auf der Suche nach ihrem persönlichen Glück, dass sie gesellschaftlichen Zwängen haben opfern müssen. Aber ist dies nur ein Frauenschicksal? Auch Männer haben in ihrer Jugend Träume und nur die wenigstens können sie sich erfüllen, zwingen doch Familie und Berufsabhängigkeit meistens zu einem ganz anderen Leben. Träume sind egoistisch und müssen sich meistens den Bedingungen im realen Leben unterordnen, Leben in Familie und Gemeinschaft verlangt Kompromisse und oft Verzicht. Dies ist das eigentliche Thema des Romans, der sich trotz des schwierigen Themas recht leicht lesen lässt. Brown versteht es, sich des Themas sensibel anzunehmen. Störend sind allerdings die - in modernen Romanen scheinbar unvermeidlichen - Zeitsprünge zwischen Gegenwart (Madeleine) und Vergangenheit (Margie). Doch alles in allem sind "Die Lichter von Paris" eine ansprechende Lektüre.

    Mehr
  • Brilliant formuliert und wunderbar erzählt.

    Die Lichter von Paris

    Sago68

    19. November 2017 um 16:52

    Man könnte denken, dies sei auch nur wieder einer dieser zur Zeit so populären Frauenromane, die auf zwei Zeitebenen spielen: junge Frau findet Tagebücher ihrer Großmutter auf dem Speicher. Tatsächlich gehört der Roman zu dieser Kategorie, wird aber durch Erzählkunst und den bildhaften Sprachstil zu einer wahren Perle.Zudem gelingt es Eleanor Brown im Gegensatz zu anderen Autorinnen, beiden Erzählsträngen gleich viel Leben einzuhauchen, ebenso wie ihren interessanten Protagonistinnen. In der Gegenwart ist das Madeleine, gefangen in ihrer unglücklichen Ehe mit Philipp. Anstatt ihren künstlerischen Neigungen zu folgen, hat sie ihn ihrer Familie zu Gefallen geheiratet, wie es in den besseren Kreisen eben erwartet wird. Eine Frau allein, noch dazu eine Künstlerin, undenkbar! Wie sehr Madeleine sich von Philipp gängeln lässt, ist manches Mal schwer zu ertragen.In den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts erleben wir ihre schriftstellerisch begabte Großmutter Margie. Es fällt ihr schwer, sich den gesellschaftlichen Erwartungen zu fügen, fühlt sie sich doch innerlich und äußerlich völlig aus der Art geschlagen. Eine lieblose Ehe mit einem viel älteren Mann einzugehen, lehnt sie ab. Zur Strafe schicken ihre Eltern sie als Aufpasserin ihrer verzogenen Cousine auf eine Reise nach Europa. Die erste Station führt nach Paris, eine Hochburg der Künstler. Und die Reise entwickelt sich ganz anders, als jeder es erwartet hat. Während Madeleine sich bei einem zeitweisen Rückzug in ihre Heimatstadt Magnolia klarzuwerden versucht, wie es mit ihrem Leben weitergehen kann, folgen der Leser und sie selbst durch die Tagebücher Margies Spuren. Wie wurde die lebenslustige Margie zu Madeleines konventioneller Großmutter, und wie wird sich Madeleine entscheiden? Auch so manches Familiengeheimnis kommt ans Licht.Vor allem mit ihren bildgewaltigen Vergleichen hat mich die Autorin so für sich eingenommen, dass ich künftig alles von ihr lesen möchte.

    Mehr
  • Leider enttäuchent

    Die Lichter von Paris

    Bookofsunshine

    18. November 2017 um 16:45

    Ich freue mich sehr das ich dieses Wunderschöne Buch gewonnen habe. Umso mehr leid tut es mir aber, das es mir so garnicht gefallen hat. Es hat sehr schönes Cover und einen guten Ansatz,aber leider baden sich die Figuren unheimlich in Selbstmitleid, das ich Vorallem die enderklärung schrecklich finde. Der Anfang ist ganz spannend, auch wenn ich ihr Selbstmitleid auch am Anfang schon schrecklich finde. Madeleine ist ja so traurig immer und hat so ein schweres Leben, nimmt aber alles hin. Genauso wie ihre Großmutter. Beide nehmen alle hin, und erwarten das man sie ohne Worte versteht, obwohl sie nie etwas sagen. Beiden verstellen sich und beschweren sich, das sie das müssen. Die Art und weise wie die beiden sich entwickelt ist zwar sehr interessant, doch leider bemitleiden sie sich einfach beide so sehr, das es wirklich nervig ist. Auch wurde mir zuwenig erklärt, warum Paris so zauberhaft ist. Ich war selbst dort und habe das atemberaubend schön gefunden. Ich kann mich heute noch an das Gefühl erinnern, auf dem Eiffelturm zu stehen, auf Paris zu schauen und den Sonnenuntergang zu beobachten. Ich war so unbeschreiblich glücklich und habe es einfach genossen. Ich kann genau beschreiben, was ich an Paris liebe ohne eine Sehenswürdigkeit zu nennen, doch hier war es der einzige Grund scheinbar. Zwar die Leute und die Sehenswürdigkeiten, aber nicht welches Gefühl es auslöst dort zu laufen. Die Vergangenheit zu spüren, zu merken welche Freude und welche Wut durch stattgefunden hat. All das wurde außer Acht gelassen. Sie hätte überall sein können und sie hätte es geliebt. Aber Margi begründete nie, was genau sie so zauberhaft Findet. !!!!!!!!Spoiler!!!!!!!!!!!! Auch das Ende finde ich persönlich ganz schrecklich wenn man darüber nachdenkt. Hier wird erklärt warüm die Mutter von Madeleine ja sooo anders ist, und die Beziehung von Madeleines Mutter und ihrer Großmutter zu schwierig. Ich persönlich finde es eine grausame und keines Wegseine Erklärung, bei de Rich Mitleid für Margi( Madeleines Großmutter) empfinde. Eher im Gegenteil. Wäre ich Madeleine würde ich jetzt ziemlich sauer sein. Es wird gesagt das das Verhältnis der beiden so schlecht ist, da Margis Tocher ihrem geliebten so ähnlich sieht und sie deswegen sie nicht ansehen kann. Was bist das für eine schreckliche Mutter, die sich deswegen nicht um ihr Kind kümmert. Dieses Kind kann nichts dafür, und Margi kann kein Mitleid verdient deswegen. Nur ihr Kind verdient Mitleid, und hat sich nicht so sehr selbst darin gesuld wie Margi und Madeleine. Sie würde von ihrer Mutte ignoriert und hat für ihr eigens leben gearbeitet. Sie hat sich dafür entschieden. Madeleine hätte jederzeit sich anders entscheiden können, sich auflehnen und machen was sie will. Glücklich sein. Doch lieber ist sie unglücklich und erfüllt die Erwartungen der Leute, die sie wenig respektiert. Dieses Buch hat ein wunderschönes Cover, doch leider regt mich der Inhalt sehr auf. Auch wenn es mir so wenig gefällt, verstehe ich wenn manche es lieben.

    Mehr
  • Gefühlvoll

    Die Lichter von Paris

    Sabine_Hartmann

    17. November 2017 um 13:14

    Margie lebt 1924 und wächst mit den Zwängen einer reichen Oberschichtgesellschaft auf. Dadurch kommt sie sich immer wieder und schließlich ständig unvollkommen vor, fehlerhaft, nicht liebenswert. Das führt dazu, dass sie sich zurückzieht und schließlich nicht rechtzeitig (in den Augen der Gesellschaft) verheiratet ist. Sie soll ihre zu lebhafte Cousine nach Europa begleiten. Doch die verschwindet dort und lässt Margie allein in Paris zurück. Die lernt dort den Maler Sébastien kennen und verwandelt sich in Marguerite, die Schriftstellerin.   Madeleine lebt 1999, ist verheiratet und ihr Mann ist so reich, dass sie nicht zu arbeiten braucht, nicht arbeiten darf, da er sie zum Repräsentieren braucht. Doch Madeleine ist unglücklich, sie möchte eine Aufgabe im Leben, will geliebt werden und Dinge tun, die ihr gefallen, z.B. Schokolade essen und Malen. Sie flieht zu ihrer Mutter, als es zu einer Auseinandersetzung mit ihrem lieblosen Mann kommt.   Beide Frauen fühlen sich unsicher, ungeliebt und vor allem so unzulänglich, dass sie kein Recht auf Liebe und Erfüllung zu haben glauben. Eleanor Brown entführt die Leserinnen an den Anfang des Jahrhunderts, die Zeit zwischen den beiden großen Kriegen und fängt dabei die Lebensbedingungen ein, sodass Margie sofort zur Protagonistin wird, der man gerne folgt. Madeleines Leben ist etwas sperriger, der Zugang zu ihr fällt schwerer. Beiden gemein ist, dass sie ihre Sorgen und Probleme (zu ?) oft wiederholen. Als Leserin hat man recht schnell verstanden, wo es bei den beiden Frauen hakt, sodass ein kleiner Zweifel, ein, zwei Sätze ausgereicht hätte, es hätte nicht immer eine ganze Seite sein müssen. Ansonsten ist die Geschichte einfühlsam erzählt, erzeugt ein angenehmes Gefühl von Vertrautheit mit den Figuren und beleuchtet gleichzeitig, wie sehr Schicksale von der Familie einerseits und der individuellen Wahrnehmung und Persönlichkeit andererseits bestimmt werden können.  

    Mehr
  • Leider zunehmend anstrengend zu lesen

    Die Lichter von Paris

    Isaopera

    17. November 2017 um 11:20

    Eine junge Frau, die in den 20er Jahren nach Paris geht, eine heimliche Liebesgeschichte, Kunst & Reichtum in der Gegenwart...all das scheinen solide Elemente für einen tollen Frauenroman zu sein."Die Lichter von Paris" ist mein erstes Buch der Autorin und konnte mich mit der Leseprobe überzeugen. Leider hatte die Begeisterung nicht allzu lange Bestand, denn obwohl mir die Rückblenden gut gefallen haben, fand ich das Buch zunehmend anstrengend zu lesen. Der Grund war die Protagonistin in der Gegenwart, Madeleine. Den Druck, den sie von ihrer Familie erfahren hat und die Gründe für die Unzufriedenheit in ihrer Ehe konnte ich zwar nachvollziehen, aber die Passivität und, ich muss leider sagen, Weinerlichkeit, mit der sie ihre Geschichte erzählt, hat mich sehr ungeduldig gemacht. Immer wieder wollte ich sie gerne an den Schultern packen und ihr sagen: Reiß dich zusammen! und ich denke, dass die Autorin hier zu dick aufgetragen hat. Wäre diese Geschichte nicht aus der Ich-Perspektive geschrieben, hätte ich vielleicht etwas neutraler bleiben können. So aber wurde ich als Leserin einfach zu sehr in ihre Gedanken hineingezogen und die Opfer-Rolle stülpte sich quasi über das ganze Lesevergnügen. Bei allem Verständnis für Madeleine, deren Ehemann wirklich ein fieser Typ ist, war mir diese Emotionalität einfach zu viel.Das Buch konnte mich leider nicht wirklich erreichen. Es ist soweit gut geschrieben, nicht genial, aber gut. Die Rückblende fand ich stärker, aber leider endete sie etwas abrupt. Für mich blieben am Ende zu viele Dinge unausgesprochen und das ganze wurde durch ein schnelles Happy End überlagert. Leider nicht wirklich gut gelungen!

    Mehr
  • lebe dein Leben nicht nach der Vorstellung anderer

    Die Lichter von Paris

    robbylesegern

    16. November 2017 um 19:53

    " Die Lichter von Paris " ist ein Buch, mit dem ich zu Anfang etwas Probleme hatte, auch wohl deshalb, weil ich dachte, des es ein oberflächlicher Gesellschaftsroman wäre, doch je tiefer ich in dieses Buch eintauchte, je mehr sprachen mich die Geschichten von Madeleine und Margie an, und ich wollte wissen , wie es weitergeht. Auf zwei Zeitebenen erzählt Eleanor Brown ihre Geschichte, einmal 1999 in Chicago und einem kleinen Ort namens Magnolia in dem Madeleine die Hauptperson ist, die sich den gesellschaftlichen Zwängen nicht entziehen kann und immer dass getan hat, was ihre Mutter von ihr erwartete und nie das Leben geführt hat, dass sie führen wollte. Sie findet bei einem Aufenthalt in ihrem Elternhaus die Tagebücher ihrer Großmutter, die ein ähnliches Leben geführt hat und sich nur für 3 Monate aus diesem Korsett befreien konnte. Madeleine findet viele Parallelen zu ihrem Leben und viel Stoff zu nachdenken. Wird es ihr gelingen sich freizuschwimmen ?Der zweite Erzählstrang spielt in Washington und Paris und behandelt das Leben ihrer Großmutter Margie. Ich hatte erst ein paar Schwierigkeiten in das Buch hineinzufinden, doch das hat sich nach einer gewissen Zeit gegeben und von da an , konnte ich mich nicht mehr von den Seiten lösen. Es war interessant Madeleine zu begleiten in ihrer Entwicklung von einem "unterdrückten Mäuschen " bis hin zu einem selbstbestimmten Leben.  Die Protagonisten waren für mich insofern interessant , dass sie ihrer Zeit entsprechend eine Entwicklung gemacht haben und sich versucht haben sich dem gesellschaftlichen Korsett, dass man ihnen überstülpen wollte, zu entziehen und sein es nur für eine gewisse Zeit. Die Geschichte ist, erst einmal an Fahrt aufgenommen, flüssig zu lesen und auch spannend. 

    Mehr
  • Auf der Suche nach dem wahren Glück

    Die Lichter von Paris

    Marion2505

    15. November 2017 um 12:09

    Inhalt:Madeleine scheint ein perfektes Leben zu führen: Ihr Ehemann Phillip ist ein erfolgreicher und gutaussehender Geschäftsmann, sie hat eine schöne Wohnung in Chicago und ist finanziell abgesichert. Doch sie kann ihr scheinbares Glück nicht genießen, denn für sie fehlt in ihrem Leben ein wichtiger Bestandteil. Sie liebt die Malerei, wird aber dafür von allen nur belächelt. Da in ihrem Leben kein Platz dafür ist, hat sie ihr geliebtes Hobby aufgegeben und fügt sich ihrem Schicksal.Doch eines Tages entdeckt Madeleine auf dem Dachboden ihres Elternhauses die Tagebücher ihrer Großmutter Margie und erfährt dort Unglaubliches. Denn ihre so strenge und perfekte Großmutter war - genau wie sie - in einem Leben voller Zwänge gefangen. Erst ihr Aufenthalt in Paris in den 20er Jahren öffnet Margie die Augen und sie erfährt, wie sich ein glückliches Leben anfühlt. Durch Margies Erlebnisse ermutigt, beschließt Madeleine auch in ihrem Leben nach dem Glück zu suchen.Meine Meinung:Das Buchcover gefällt mir unglaublich gut. Nicht nur die Farbkombination finde ich perfekt gewählt, sondern mir gefällt auch sehr die abgebildete Frau, die genau die Melancholie ausstrahlt, die ich beim Lesen oft verspürt habe.Der Schreibstil von Eleanor Brown ist wunderbar zu lesen. Sie hat es geschafft, dass ich schon nach den ersten Zeilen ganz tief im Geschehen gefangen war. Ich konnte das tief empfundene Unglück im Leben von Madeleine und Margie sofort nachvollziehen und mitempfinden.Allerdings konnte ich anfangs mit Madeleine nicht ganz so viel anfangen. Sie war sehr weinerlich und unzufrieden und hat sich für meinen Geschmack zu sehr bevormunden lassen. Natürlich ist es schwierig, aus festgefahrenen Lebensmodellen auszubrechen, vor allem, wenn man immer das Gefühl hat, nicht zu genügen. Doch Margie ist in ganz ähnlichen Umständen aufgewachsen, was sie nicht davon abgehalten hat, sich zur Wehr zu setzen und für ihre Träume zu kämpfen. Ihr Verhalten hat mich sehr beeindruckt, denn man muss ja immer im Hinterkopf behalten, dass sie in einer völlig anderen Zeit als Madeleine groß geworden ist. Margie habe ich von Anfang an sehr gemocht und ihr für den Ausbruch aus ihrem unglücklichen Leben alle Daumen gedrückt. Ob es geholfen hat, werde ich natürlich nicht verraten.Wie gesagt, mit Madeleine hatte ich so meine Anfangsschwierigkeiten, die sich aber mit zunehmender Lesezeit gelegt haben. Ich hatte bei ihr allerdings bis zum Schluss das dringende Bedürfnis, ihr immer wieder zuzurufen, dass sie für sich und ihre Träume kämpfen soll und sich nicht wieder einfach unterordnen darf.Aber nicht nur Madeleine und Margie waren tolle Charaktere. Eleanor Brown hat viele wunderbare Menschen in ihrer Geschichte erscheinen lassen. Am meisten überrascht haben mich dabei Sharon und Madeleines Mutter. Denn bei diesen beiden war der erste Eindruck ganz und gar nicht der richtige. Allerdings hat diese Erkenntnis bei Madeleines Mutter deutlich länger gedauert. Es war nicht leicht, auch hinter ihre Fassade zu blicken. Umso mehr gefreut habe ich mich, als es endlich geklappt hat.Aber auch Henry, Sébastien und viele andere Charaktere haben das Lesen dieses Buches zu einem großen Erlebnis gemacht. Jeder war auf seine eigene Art einfach perfekt und hat dazu beigetragen, die Suche nach dem Glück erfolgreich zu gestalten.Perfekt abgerundet wurde das Buch durch die vielen wunderbaren Beschreibungen der Orte und Sehenswürdigkeiten, die Margie in Paris besucht. Alles war so wahnsinnig anschaulich beschrieben, dass ich am liebsten sofort meine Koffer gepackt hätte, um all diese Orte auch zu erkunden. Vor allem die Beschreibungen der Cafés haben es mir angetan. Einfach wunderschön!Mein Fazit:Eine unglaublich faszinierende und sehr emotionale Geschichte, die mich komplett in ihren Bann gezogen hat. Auch nach Beendigung der Lektüre gibt es für mich viele Dinge, über die ich nachdenken möchte. Wer gerne einmal innehalten und über das wahre Glück im Leben nachdenken möchte, sollte zu diesem wunderbaren Buch greifen. Ich bin absolut begeistert und spreche eine uneingeschränkte und nachdrückliche Leseempfehlung aus!!!

    Mehr
  • Zwei Frauen auf der Suche nach sich selbst. Leseempfehlung!

    Die Lichter von Paris

    ManjaEls

    14. November 2017 um 10:22

    Ein perfektes gesellschaftliches Leben, eine tolle Wohnung, ein gutaussehender Ehemann - Madeleine hat alles. Doch irgendwann merkt sie, dass sie dies nicht glücklich macht und sie sich immer mehr selbst verliert. .. Inspiriert von den Tagebüchern ihrer Großmutter Margie macht sie sich auf den Weg auf die Reise ihres Lebens – ins wilde, schillernde, romantische Paris….Bereits das Cover des Romans der amerikanischen Autorin Eleanor Brown ist einladend, es zeigt die Rückenansicht einer jungen Frau, die in die Ferne schaut. Das macht neugierig auf den Inhalt und die Gedanken dieser Person… Ist sie einsam`? Angespannt? Glücklich? Was durchlebt sie und wohin blickt sie? Toll ♥Der Leser findet sich sehr schnell in das Buch ein, schon innerhalb der ersten Seiten zeichnet sich ein interessanter und anmutiger Schreibstil ab und im Laufe des Buches hat man mehr als nur einmal das Gefühl, selbst in Paris zu sein. Auch der Zeit- und Perspektiv-wechsel zwischen den einzelnen Protagonisten ist sehr gut gelungen. Besonders jene Abschnitte, in denen der Roman den Leser in das Paris der 20er Jahre führt, sind eine aufregende Reise.Die Protagonistinnen sind vielseitig und interessant gezeichnet. Beide durchleben im Laufe der Geschichte eine tolle Wandlung und wachsen mit der beeindruckenden Atmosphäre von Paris um sich herum über sich hinaus. Dabei ist besonders interessant, wie anders und doch gleich die beiden sind, was sie verbindet bzw. wie sie sich entwickeln. Madeleine etwa ist zwar sympatisch, in vielen Punkten jedoch viel „rückständiger“ als ihre Großmuttern, ihre Gedanken sind manchmal nicht wirklich nachvollziehbar. Sie ordnet sich sehr stark unter und reift erst im Laufe der Geschichte zu einer immer selbstbewussteren Frau heran. Ihre Großmutter Margie hingegen, die zweite Protagonistin, ist komplexer. Trotz ihrer Zeit setzt sie sich viel mehr durch als ihre Enkelin und kämpft für ihre Träume.Mich stimmte es allerdings ein wenig missmutig, dass das Glück der beiden Frauen trotz ihres in weiten Teilen sehr emanzipatorischen Charakters überwiegend von Männern abhängig war. Natürlich lebt die Geschichte von Gefühlen – und Liebe gehört da unweigerlich dazu – aber die beiden Frauen haben so viel Potenzial und durchlaufen eine bemerkenswerte Wandlung, dass man sie durchaus doch noch stärker hätte zeichnen können. Auch wenn es vor allem bei Margie natürlich dennoch der Zeit und den Umständen geschuldet war, zeigen dennoch reale beeindruckende Frauen der 20er, dass im Paris der damaligen Zeit so viel mehr möglich war: Gertrude Stein, Simone de Beauvoir, ... ! Was das anbetrifft ist der Roman noch ausbaufähig, was aber meinem Lesevergnügen nicht wirklich Abbruch getan hat. Ein wenig regt dies schließlich auch zum Nachdenken an. Auch wenn man sich selbst als emanzipiert, selbstständig und erwachsen sieht – wie sehr ist man vielleicht doch vom Liebesglück und allen damit verbundenen Eigen- bzw. den gesellschaftlichen Erwartungen abhängig? Wie sehr verwirklicht man seine Träume und hört auf sich selbst?Ein toller Roman, der den Leser träumen und aus dem Alltag entfliehen lässt, aber eben auch nachhallt. Daher gibt es von mir gute 4 von 5 Sternen. Lohnt sich. 

    Mehr
  • Reise in das wunderschöne Paris der 20er Jahre!

    Die Lichter von Paris

    Stephanie_Raj

    14. November 2017 um 10:22

    Inhalt:Madeleine lebt nach dem Vorbild der gesellschaftlichen Verpflichtungen, verheiratet mit einem erfolgreichen Mann, ehrenamtlichen Tätigkeiten und immer die brave Hausfrau. Kein Platz für ihr eigenes Glück. Dann findet sie die Tagebücher ihrer Großmutter und reist mit ihr in das Paris der 20er Jahre, wo diese ihre Träume als Schriftstellerin verwirklichen möchte. Eine Geschichte über zwei mutige Frauen, die ihre Träume verfolgen möchten.Meine Meinung:Der Schreibstil der Autorin hat mich absolut fasziniert. Sie konnte so schöne bildliche Beschreibungen verfassen, dass ein regelrechtes Kopfkino entstand. Ich fühlte mich hineinversetzt in die vielen Gassen von Paris und wünschte mir selbst in einem Café zu sitzen und eine Café au lait zu schlürfen. Durch diesen schönen Schreibstil fliegt man regelrecht durch die Seiten.Die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt. Einmal sind wir im Jahr 1999 bei Madeleine und dann erleben wir die 1920er Jahre mit ihrer Großmutter Margie. Besonders die Erlebnisse von Margie haben mir unheimlich gut gefallen, da sie so eine mutige und interessante Frau ist. Sie hat für ihre Zeit sehr eigenwillige Vorstellungen von Ehe und das Leben als Frau und wir erleben ihre Reise nach Paris und ihren Weg, ihre Träume zu erfüllen. Bis zum Schluss fiebert man mit ihr mit und wünscht sich, dass sie ihr Glück findet und das machen darf, wonach sie sich sehnt. Sie gibt niemals auf und selbst als die Situation trostlos wirkt, nimmt sie all ihren Mut zusammen und stürzt sich in das wunderschöne Paris.Dagegen ist Madeleine eine Frau, die ständig im Selbstmitleid schwelgt und allem und jedem die Schuld an ihrem eigene Unglück gibt. Selbst auf Seite 300 gibt sie noch ihrer Mutter die Schuld an ihrer unglücklichen Ehe und ich muss leider gestehen, dass sie mich richtig genervt hat. Das Ende fand ich richtig toll, es ist ein bisschen offen, aber das hat dem Buch gut getan und wirkt sehr glaubhaft. Fazit:Es ist eine tolle Geschichte über zwei Frauenschicksale die ihre Leben in die Hand nehmen, um ihren Platz in der Welt zu finden. Besonders Margie ist eine faszinierende Frau und hat für ganz viele freudige Lesestunden gesorgt. Einen Stern Abzug gibt es, da Madeleine mir leider nie richtig sympathisch wurde und sie für meinen Geschmack erst viel zu spät den Weg zu ihrem eigene Glück einschlägt.Absolut empfehlenswert für schöne Lesestunden!

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks