Eleanor Catton

 4.1 Sterne bei 171 Bewertungen
Autorin von Die Gestirne, Die Anatomie des Erwachens und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Eleanor Catton

Eleanor Catton wurde 1985 in Kanada geboren, wuchs aber in Neuseeland, Christchurch auf. Sie studierte Englisch und Kreatives Schreiben. Für ihren Debütroman "Anatomie des Erwachens" erhielt sie gleich mehrere Auszeichnungen. Ihr derzeit aktueller Roman "Die Gestirne" wurde sie als jüngste Autorin aller Zeiten mit dem renommierten Booker-Preis ausgezeichnet. Catton lebt und arbeitet in Auckland.

Alle Bücher von Eleanor Catton

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Die Gestirne

Die Gestirne

 (118)
Erschienen am 09.11.2015
Die Anatomie des Erwachens

Die Anatomie des Erwachens

 (25)
Erschienen am 11.07.2016
Die Gestirne

Die Gestirne

 (4)
Erschienen am 27.03.2017
Die Gestirne

Die Gestirne

 (8)
Erschienen am 09.11.2015
The Luminaries

The Luminaries

 (13)
Erschienen am 07.10.2014
The Rehearsal

The Rehearsal

 (2)
Erschienen am 01.09.2009
Las luminarias

Las luminarias

 (0)
Erschienen am 01.11.2014
The Luminaries

The Luminaries

 (1)
Erschienen am 07.10.2014

Neue Rezensionen zu Eleanor Catton

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seekingzamonias avatar

Rezension zu "Die Gestirne" von Eleanor Catton

Faszinierender Roman
seekingzamoniavor 3 Monaten

1036 Seiten. Als Fantasy-Leser für mich nichts ganz Neues, aber immer wieder ein wenig einschüchternd. Daher haben „Die Gestirne“ auch eine ganze Weile bei mir im Regal gestanden, ehe ich mich getraut habe, sie anzufangen. 


Neuseeland 1866, zur Zeit des Goldrausches. Walter Moody kommt nach langer Überfahrt nachts in Hokitika an. Genauso wenig wie der Leser kennt er die Stadt, die Menschen und das, was kurz vor seiner Ankunft dort passiert ist. Zusammen mit ihm gehen wir in ein Hotel, in dem sich 13 Männer treffen, die alle etwas zu erzählen haben - und alle sind verwickelt in einen Betrugsfall, ausgelöst durch den Tod eines Goldgräbers, in dessen Haus ein beträchtliches Vermögen gefunden wurde. 

Zig Fäden, Charaktere, Handlungen … und alle sind verwickelt in einen Kriminalfall, in dem es um Liebe geht, um viel Gold, Betrug und vor Allem Schicksal. Die Charaktere werden wie von einer höheren Macht geleitet, keiner entgeht seiner Bestimmung.


Sprachlich wirklich faszinierend (den Booker-Preis kriegt man vermutlich auch nicht einfach so) geschrieben, oft fast poetisch - sehr selten etwas langatmig, interessanterweise nie verwirrend. Und das heisst was bei der Anzahl der Charaktere und einzelnen Handlungsstränge. Anfangs hat man viele Fragezeichen - aber das geht Moody ja auch nicht anders - aber das Buch schafft es, sie nach und nach zu beantworten. Es ist wie ein Puzzle aus einzelnen, fantastischen, teils mysteriösen Handlungen, die zum Schluss ein fertiges Puzzle ergeben. 


Für mich zugegebenermaßen nicht selbsterklärend: die Astrologie dabei, die vor jedem Abschnitt des Buches anhand von Diagrammen auftaucht. 


Definitiv kein Buch für „mal eben nebenbei“. Nicht nur wegen der reinen Menge, sondern auch wegen der dichten Handlungsstränge - man muss definitiv mitdenken.

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Toxicass avatar

Rezension zu "Die Gestirne" von Eleanor Catton

Ein spannend inszeniertes literarisches Kunstwerk
Toxicasvor 8 Monaten

Um was geht es? Walter Moody landet im Jahr 1866 per Schiff in Neuseeland, genauer gesagt in Hokitika, der Goldgräberstadt. Das ganze Land steckt offenbar in einem gewaltigen Goldrausch. Im Crown Hotel, wo er sich ein Zimmer mietet, trifft er in einem Raucherzimmer auf zwölf unbekannte Männer. Die zwölf Sterne. Die gesamte Handlung samt Protagonisten steht unter dem Aspekt der Sterne und Planeten. Man ahnt, dass jeder dieser Männer etwas zu verbergen hat. Eine Reihe von rätselhaften Verbrechen, verbindet die Zwölf schließlich. Eine Hure wird halbtot auf der Straße aufgefunden, ein wohlhabender Geschäftsmann verschwindet spurlos und ein beträchtlicher Schatz wird im Zuhause eines armen Alkoholikers entdeckt. Zufälle? Zusammen widmen sich die Männer den ungelösten Fällen und versuchen, ihnen auf den Grund zu gehen.

Drei verschiedene, oft statische Handlungsstränge führen also die Charaktere dieses Buches wie Fäden eines Netzes zusammen. Jeden einzelnen Strang hier nun kurz wiederzugeben, erscheint mir nicht passend und beinahe unmöglich, denn die Autorin selbst brauchte dafür immerhin über 1000 Seiten. Nur so viel sei noch gesagt: Erst wenn man "Die Gestirne" gelesen hat, weiß man wirklich, was Komplexität bedeutet. Uffz! Gerüst um Gerüst baut sich das Finale auf und verlässt die Bühne mit einem beeindruckenden Knall. Wumms!

Eine Freundin gab mir den Rat, mir ausgiebig Zeit zu nehmen für dieses Buch. Ich hab ihren Rat leichtfertig abgetan. "Was sind schon 1040 Seiten?". An dieser Stelle, liebe Maya: Touché! Der nächste Caipirinha geht dann wohl auf mich ...

Die Charaktere sind grundverschieden in ihren Persönlichkeiten und Eigenarten. Charlie Frost zum Beispiel zeichnet sich durch eine dominante Ichbezogenheit aus. Passend zum Sternzeichen Stier arbeitet er als Bankier. Man sagt den Stieren nach, dass sie mit ihren goldenen Nasen dort Geld riechen, wo auch immer es zu finden ist. Die vermutlich stereotype Reaktion auf ihn ist: wie unsympathisch! Bäh!

Anna Wetherell wirkt hingegen äußerst naiv und unbeholfen. Als Hure fristet sie ihr Dasein in Gegenden und bei Leuten, die man als junge Frau unbedingt versuchen sollte zu vermeiden. Man möchte sie am liebsten in flauschige Watte packen und beschützen. Eine Frau mit schwächeren Charakterzügen, leider, wenngleich sie mir äußerst authentisch und sympathisch erscheint.

Die zweite weibliche Hauptprotagonistin Lydia bringt jede Menge Intrigen, Manipulationen und Unberechenbarkeit in die Geschichte. Ich erlebe sie als eine autarke und resolute Person.

Der Schreibstil ist zeitgenössisch angehaucht und trägt dazu bei, dass man gefühlt durch den Roman fliegt. Auf einer magischen Wolke zwischen Zeit und Raum, Gut und Böse, Schicksal und Bestimmung. Dennoch bedacht darauf, den ernsten und ironischen Unterton zu bewahren, denn dies ist keine Lektüre, die man "mal eben so" liest. Man muss sie verinnerlichen und ihr die notwendige Aufmerksamkeit schenken. Die astrologische Struktur der Geschichte gefällt mir besonders. Sie weckt in mir den Gedanken, dass jedes Schicksal der Protagonisten nicht zufällig, sondern vorherbestimmt sein könnte. Und doch finden sie beinahe en passant zueinander. "Alle Wege führen nach Rom", kommt mir in den Sinn. Wobei Rom hier ein ziemlich verworrenes Labyrinth darstellt.

Das Cover ist schlicht gehalten mit einem hellen Cover, einem künsterlisch abstrakt wirkenden Gesicht einer jungen Frau sowie dem in goldenen Buchstaben geschriebenen Buchtitel.

Fazit: Ein spannend inszeniertes literarisches Kunstwerk.

Tipp: Geduldig sein und durchhalten! ;)

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FrauSchafskis avatar

Rezension zu "Die Gestirne" von Eleanor Catton

Das Geheimnis des verlorenen Goldes
FrauSchafskivor 9 Monaten

Alles beginnt mit einem Abend, an dem sich 13 Männer im Raucherzimmer eines Hotels treffen. In Rückblicken erzählt jeder von ihnen, was sie an diesem Abend dorthin geführt hat, und es zeigt sich, dass sie alle auf unterschiedlichste Art und Weise in einen Betrugsfall verwickelt sind. Auslöser ist der mysteriöse Tod eines allein lebenden Goldgräbers, in dessen Haus ein beträchtliches Vermögen gefunden wurde. Doch wem gehört dieses Gold? Schnell zeigt sich, dass die Hintergründe viel umfassender und weitläufiger sind, als es die Männer ahnen. Und so entspinnt sich ein regelrechter Kriminalfall um Gold, Liebe, Ehre und Betrug.

 

Die Autorin versteht es ganz hervorragend, die Zeit des Goldrausches in Australien wiederauferstehen zu lassen. Der Leser fühlt sich mittendrin, wandelt durch die Goldgräberstadt und beobachtet das Geschehen, als hätte er es selbst erlebt. Selbst die Sprache nimmt ihn mit auf eine Zeitreise, weil sie so authentisch anmutet. Es ist faszinierend, wie sich die Handlung nach und nach Aufbaut und klar wird, dass alle Figuren, alle Ereignisse in irgendeiner Weise miteinander verbunden sind. So als würde eine all übergreifende Macht die Geschehnisse in die ein oder andere Richtung treiben. Man mag es Schicksal nennen, aber keiner der Figuren kann der ihr vorbestimmten Rolle entgehen, sondern muss sich nach dem ihm vorgegebenen Charakter verhalten. Einen freien Willen gibt es hier nicht. Aber auch wenn alle Protagonisten so zu Spielfiguren auf einem Schachbrett werden, deren Position zueinander von einer höheren Macht geleitet wird, empfindet man dies vor dem Hintergrund der authentischen Erzählung keinesfalls so. Im Gegenteil nimmt der Leser seine ganz eigenen Position in diesem Kosmos ein und wird ähnlich wie die Figuren über das Schachbrett geschoben. Man darf hier keinen Pageturner erwarten, das ist aber auch gar nicht nötig. Im Gegenteil sollte man dieses Buch mit viel Genuss, Zeit und Ruhe lesen, um all seine Facetten richtig auskosten zu können.

 

Fazit: Ich schätze, dass man astrologische Kenntnisse haben muss, um die tiefergehenden Feinheiten des Romans zu erfassen. Das ist etwas schade, da ein Teil dieses Werks dem Unkundigen immer verschlossen bleiben wird, das kostet in der Bewertung einen Stern. Aber auch als Nicht-Astrologin habe ich diesen Ausflug in die Goldgräberstadt sehr genossen.

 

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Gespräche aus der Community

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Ginevras avatar

Ihr liebt das gesprochene Wort genauso wie das geschriebene? Und Hörbücher und Hörspiele gehören in euer Bücherregal genauso wie das gedruckte Buch? Dann seid ihr bei der LovelyBooks Hörbuch Challenge 2016 genau richtig. 

Ziel der Challenge ist, das wir in diesem Jahr 15 Hörbücher/ Hörspiele hören und rezensieren.

Ablauf: 

1. Melde dich mit einem Sammelbeitrag zu Challenge an. Ich werde unter diesem Text eine Teilnehmerliste anlegen mit allen Teilnehmern und diese mit Eurem Sammelbeitrag verlinken.

2. Zwischen dem 06.01. und 31.12.2016 hörst zu 15 Hörbücher/Hörspiele mit einer Mindestlänge von 3 Stunden, egal aus welchem Genre oder wann erschienen.

3. Wenn du nun ein Hörbuch/Hörspiel gehört und auf LovelyBooks rezensiert hast, schreibe den Link zur Rezension hier in einem Kommentar. Es werden nur rezensierte Hörbücher und Hörspiele gezählt, deren Rezension auf LovelyBooks erschienen sind.

Drei Rezensionen dürfen durch Kurzmeinungen ersetzt werden!

4. Die Unterkategorien dienen dem Austausch untereinander - Du darfst natürlich frei wählen, was Du hören möchtest!

5. Trage den Link zu Deinen Rezensionen auch in Deinen Sammelbeitrag ein.

6. Unter allen TeilnehmerInnen, die die Vorgaben erfüllt haben, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost!

Ihr könnt jederzeit einsteigen und mitmachen oder euch wieder abmelden. Denn die Challenge soll vor allen Dingen eins machen: Spaß!

Habt Ihr noch Fragen? Dann meldet euch! Ansonsten freue ich mich auf viele Anmeldungen.

Falls Eure Links nicht funktionieren sollten, bitte melden!!

Teilnehmerliste:

Antek
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Smilla507
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Thaliomee
Wayland
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TinaLiests avatar

"›Die Gestirne‹ ist ein Buch, das Staunen macht (...) Eine Welt eröffnet sich vor unseren Augen und verschließt sich wieder, und die Seele der Menschen wird in all ihrer Widersprüchlichkeit enthüllt. Und in ihrer Größe." The New York Times

Eleanor Catton hat mit ihrem zweiten Roman "Die Gestirne" eine literarische Sensation geschafft: Sie wurde zur jüngsten Booker-Preisträgerin aller Zeiten gekürt. Ihr habt bei unserer Lesechallenge im November nun die Möglichkeit diesen außergewöhnlichen Roman zu entdecken, der so eindrucksvoll vom Goldrausch und der Astronomie und ebenso von der Liebe und von Neuseeland im 19. Jahrhundert erzählt.

Mehr zum Inhalt:
Neuseeland zur Zeit des Goldrausches 1866: Als der Schotte Walter Moody nach schwerer Überfahrt nachts in der Hafenstadt Hokitika anlandet, trifft er im Rauchzimmer des örtlichen Hotels auf eine Versammlung von zwölf Männern, die eine Serie ungelöster Verbrechen verhandeln: Ein reicher Mann ist verschwunden, eine opiumsüchtige Hure hat versucht, sich das Leben zu nehmen, und eine ungeheure Summe Geld wurde im Haus eines stadtbekannten Säufers gefunden. Moody wird bald hineingezogen in das Geheimnis, das schicksalhafte Netz, das so mysteriös ist wie der Nachthimmel selbst.

Hier könnt ihr reinlesen!

Interviews mit der Autorin, der Übersetzerin und weitere Artikel zum Buch könnt ihr hier lesen!

Nehmt ihr die Herausforderung an und lest mit uns die literarische Sensation des Jahres, stellt euch den Aufgaben, die wir euch aufgeben und diskutiert mit euren Mitlesern über diesen unbeschreiblichen Roman?

Dann bewerbt euch gleich für die Lesechallenge im November und für eines von 50 Leseexemplaren von Eleanor Cattons "Die Gestirne", indem ihr den  auf obigen blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und uns verratet, warum ihr das Buch gerne lesen möchtet!

Wir stellen euch regelmäßig und womöglich auch überraschend und kurzfristig Aufgaben, die es zu bewältigen gilt. Für das Erfüllen der Aufgaben könnt ihr Punkte sammeln. Wer am Ende der Challenge die meisten Punkte sammeln konnte, gewinnt den grandiosen Hauptpreis der Monatschallenge, der euch genauso unvergessliche Stunden bereiten wird, wie die Lektüre von "Die Gestirne":  einen mydays Wert-Gutschein in Höhe von 100 Euro. Auch die Plätze 2 - 10 gehen nicht leer aus: Sie erhalten jeweils ein Buchpaket auf dem btb Verlag!

Alle, die mit ihrem eigenen Exemplar an der Lesechallenge teilnehmen möchten, sind natürlich herzlich willkommen! Ihr könnt jederzeit in die Challenge einsteigen.

Die Frist für die Bearbeitung der Aufgaben der Lesechallenge im November ist Sonntag, der 03. Januar 2016 - d.h. alle Aufgaben müssen bis einschließlich diesen Datums vollständig bearbeitet sein, damit sie in die Punktewertung mit einfließen.

* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde, dem Bearbeiten der Aufgaben, sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt (Die Frist läuft bis zum 03. Januar 2016). Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir nur Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.
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Zusätzliche Informationen

Eleanor Catton wurde am 24. September 1985 in Kanada geboren.

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