Eleanor Catton Die Gestirne

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Inhaltsangabe zu „Die Gestirne“ von Eleanor Catton

Neuseeland zur Zeit des Goldrausches 1866: Als der Schotte Walter Moody nach schwerer Überfahrt nachts in der Hafenstadt Hokitika anlandet, trifft er im Rauchzimmer des örtlichen Hotels auf eine Versammlung von zwölf Männern, die eine Serie ungelöster Verbrechen verhandeln: Ein reicher Mann ist verschwunden, eine opiumsüchtige Hure hat versucht, sich das Leben zu nehmen, und eine ungeheure Summe Geld wurde im Haus eines stadtbekannten Säufers gefunden. Moody wird bald hineingezogen in das Geheimnis, das schicksalhafte Netz, das so mysteriös ist wie der Nachthimmel selbst.

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    Die Gestirne

    Bookmarked

    15. July 2017 um 13:36

    Mit diesem Buch gewann Eleanor Catton als jüngste Autorin den Booker Prize und obwohl ich mich bei Preisträgern oftmals schwertue, bin ich um dieses Buch sehr lange herumgeschlichen und bin nun froh es gelesen zu haben. Der Schotte Moody kommt nach Neuseeland um dort wie viele andere sein Glück als Goldgräber zu suchen, denn es ist das Jahr 1866 und damit die Zeit des Goldrausches in Australien. Als er nach einer turbulenten Überfahrt in der kleinen Hafenstadt anlandet, gerät er in seinem Hotel in eine geheime Versammlung von 12 Männern, die über drei rätselhafte Ereignisse debattieren und ihn ins Vertrauen ziehen. Diese Ereignisse haben zwar oberflächlich betrachtet nichts miteinander zu tun, ihr Zeitpunkt deutet allerdings doch auf einen größeren Zusammenhang hin und da alle 12 Männer mehr oder weniger in diese Sache verwickelt zu sein scheinen, versuchen sie dieses mysteriöse Geflecht von Beziehungen, Geheimnissen und Verbrechen aufzudecken. Mein Eindruck:Als erstes fiel mir die opulente Sprache auf. Die Autorin lässt sich viel Zeit für ihre Geschichte, die Beschreibung der Charaktere und die geschilderten Ereignisse und entsprechend aufmerksam muss man dieses Buch lesen. Wer am liebsten Bücher liest, die schnell zum Punkt kommen, wird mit „Die Gestirne“ nicht glücklich. Mich erinnerte der Erzählstil an Charles Dickens, denn die Autorin genießt das Ausschweifen, nutzt einen großen Wortschatz und lange Sätze. Leider driftet sie dabei hin und wieder in die Belanglosigkeit ab, sodass einige Sätze oder Passagen zwar gut klingen aber keinen Inhalt tragen. So beschreibt sie bspw. die Charaktereigenschaften jeder auftretenden Person über viele Seiten hinweg unheimlich differenziert, obwohl sich diese beschriebene Persönlichkeit, in meinen Augen, nicht in der Handlung der Figur wiederfindet. Und so konnte ich die Sprache über weite Teile des Buches hinweg sehr genießen, empfand sie an anderer Stelle hingegen als gewollt.Die Komplexität der Geschichte hat mich sehr beeindruckt, denn obwohl man von Anfang an immer mehr Details erfährt und sich das Netz der Verstrickungen vor dem Leser ausbreitet, gelangt man erst mit dem Ende zu voller Erkenntnis. Dabei wirken die Ereignisse und Begegnungen oftmals sehr schicksalshaft und dadurch konstruiert und unwahrscheinlich. Meines Erachtens ist das aber kein Kritikpunkt, da Schicksal ein wesentliches Element dieser Geschichte ist. Die Autorin nutzt dafür Elemente der Astrologie, denn die 12 Männer aus der Versammlung sind Sternzeichen zugeordnet während die anderen handelnden Personen durch Planeten symbolisiert sind und so werden die einzelnen Teile des Buches durch eine grafische Planeten-/Sternenkonstellation eingeleitet, die Aufschluss über die handelnden Personen gibt. Der Aufbau des Buches ist also zusätzlich etwas Besonderes.Fazit:Eine sehr komplexe Kriminalgeschichte mit vielen handelnden Personen zur Zeit des Goldrausches in Neuseeland, die ich jedem Leser empfehlen kann, der langsame, eher ruhige Geschichten und eine opulente Sprache mag. Ich habe sie sehr genossen. 

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