The Luminaries

von Eleanor Catton 
3,8 Sterne bei13 Bewertungen
The Luminaries
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ElyseoDaSilvas avatar

Langatmig und wenig spektakulär. Die ersten 400 (!) Seiten sind eine Qual. Finger weg.

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9780316074292
Sprache:Englisch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:864 Seiten
Verlag:BACK BAY BOOKS
Erscheinungsdatum:07.10.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 07.10.2014 bei BRILLIANCE CORP erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    walli007s avatar
    walli007vor 3 Jahren
    Sternbilder

    Am 27.Januar 18966 betritt der junge Walter Moody den Aufenthaltsraum seines Hotels. Er hat die lange Reise nach Hokitika in Neuseeland auf sich genommen, weil er sein Glück machen will. Etliche weitere Männer sind bereits in dem Raum versammelt, Walter bemerkt allerdings nicht, dass er stört. Die Männer haben sich Mühe gegeben, dafür zu sorgen, dass sie ungestört bleiben. Doch den Gast im Hotel haben sie vergessen. Um das Gespräch in Gang zu bringen erzählt Walter von seiner Überfahrt auf der rauen See und auch einen Teil der Geschichte, die ihn bewogen hat, den beschwerlichen Weg auf sich zu nehmen. Mit dieser Eröffnung gelingt es Walter, das Eis zu brechen und den Männern ihre Erzählungen der Ereignisse zu entlocken, die zu diesem Treffen geführt haben.


    Ein Buch, das in Koordinaten der Tierkreiszeichen am Himmel gegliedert ist, das über 800 Seiten hat, das zwar in zwölf Teile untergliedert ist, wobei die ersten beiden schon über 500 Seiten umfassen. Eine schwere Aufgabe, bei der man überlegt, ob man sich heranwagen soll. Doch die Begebenheiten, um die es geht, sind so verschachtelt, aber auch so geschickt geschildert, dass die Neugier auf die nächste Seite mit jedem Blättern wächst. Kleinste Hinweise fügen ein kompliziertes und fesselndes Puzzle zu einem Bild, von dem am Anfang nichts zu ahnen war. Jedes Wort, jeder Schritt, jede Tat - alles ist zu einem Netz verwoben, von dem sich der Leser mit Begeisterung gefangen nehmen lässt. Wenn auch durch die der Vergangenheit angepasste Sprache nicht ganz leicht zu lesen, ist man doch von der Lektüre gebannt und kann kaum erwarten, zu erfahren, welche Pläne das Rad des Schicksals noch ins Rollen bringen wird. Zwar wird der größtenteils positive Eindruck auf den letzten Seiten durch einen gewissen Wechsel etwas eingeschränkt. Dennoch kann das Buch wegen seiner außerordentlich beeindruckenden Komposition sehr empfohlen werden. 


    Soll man es Western nennen oder Eastern oder Southern? Auf jeden Fall ein tolles Werk über den Goldrausch in Neuseeland, dem hier eine mitreißende Geschichte gewidmet ist.


    Kommentare: 2
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    wandablues avatar
    wandabluevor 3 Jahren
    Eleanor Catton hat die Fäden in der Hand !

    Catton hat die Fäden in der Hand.
    Eleanor Catton ist die Puppenspielerin von Hokitika. In konzentrischen Kreisen tanzen durch mehrere hundert Seiten Detektivgeschichte ein Reeder, ein Tinkturmischer, ein Zeitungsfritze, ein Goldminenbesitzer und gleichzeitig Zuhälter, ein Banker, ein Hotelier, ein Regierungsangestellter, ein Kaufmann, ein Geistlicher, ein Kupfergräber, ein Goldgräber, ein Opiumhändler und ein Joker, d.i. ein Neuankömmling.

    19. Jahrhundert, Goldgräberzeit. Man sucht sein Glück in der Neuen Welt. Doch die Greenhorns merken schnell, dass nicht alles Gold ist, was glänzt und man leicht auf die Nase fallen kann oder eins auf dieselbe drauf bekommt.

    Die englische Krone hat sowohl ihr Rechtssystem wie auch ihre peinlichen Rassenvorurteile exportiert, so herrschen neben Recht und Gesetz auch Willkür und Großmannsucht. Die Puppen tanzen um das Goldene Kalb, also den Schatz, um Huren, um Liebe, um Alkhohol, Opium, Macht und um einen verschwundenen Koffer. Tarrotkarten werden befragt und eine Séance soll einen verschwundenen Mann zum Vorschein bringen.

    Erstaunlicherweise hat Eleanor Catton die Fäden der Marionetten fest in der Hand und verwirrt sich auch auf Hunderten von Seiten nicht. Der Leser muss allerdings höllisch acht geben, dass er sich nicht verfängt im komplizierten Gefüge. Nur tröpfchenweise sickert die Wahrheit durch. Doch Wahrheit scheint eine Sache der Perspektive. Und nicht alles, was zwischen Himmel und Erde geschieht, scheint begreifbar.

    Dass die Autorin ihren Haupt- und Nebenfiguren den zwölf Sternbildern und den Planeten und deren veränderlichen Konstellation am Himmel gleichsetzt und außerdem die Goldgräberatmosphäre der Neuen Welt aufleben lässt, ist ganz großes Kino! Deshalb hat sie mit „The Luminaries/Die Gestirne“ auch den Man Booker Prize 2013 abgeräumt.

    Dieses Buch ist Kunst, auch wenn es sich „nur“ um eine Detektivgeschichte handelt. Aber das letzte Bildchen scheint verwackelt, die Planeten haben ihre Laufbahn eben nicht ganz vollendet, der Schluss schwächelt und passt nicht zum geschliffenen Rest. Kann auch sein, es ist zu guter Letzt Sternennebel aufgezogen. Wer weiß das schon?

    Fazit: Auch sprachlich von der ersten bis zur letzten Seite auf hohem Niveau ist „The Luminaries, übersetzt „Die Gestirne“ eine phantastische Leistung einer jungen Autorin, die Bewunderung abnötigt. Kompliment an Eleanor Catton, die Puppenspielerin von Hokitika.


    Genre: Krimi und Thriller
    Verlag: Granta, 2013

    Kommentare: 1
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    miss_mesmerizeds avatar
    miss_mesmerizedvor 3 Jahren
    Eleanor Catton - Luminaries

    Walter Moody betritt den Gastraum eines Hotels im Neuseeland des Jahres 1866. Eine seltsame Ansammlung von zwölf Männern findet er dort vor, die offenbar in konspirativer Mission zusammengekommen sind. Im Zentrum steht ein Mord, der offenbar weitaus mehr Fragen aufwirft als nur die nach dem Täter. So wie die Sternzeichen im Laufe des Sonnenweges nach und nach erscheinen, berichten die zwölf Männer von ihrer Verbindung zum Toten und offenbaren, dass in dieser Goldrauschstadt so einiges im Argen liegt.

    Eleanor Cattons Erstlingswerk besticht nicht nur durch seine ausufernde Länge, die dem Leser einiges abverlangt und möglicherweise den einen oder anderen gar verschreckt, sondern auch dadurch, dass es direkt mit dem renommierten Man Booker Prize geehrte wurde. Letzteres völlig zu Recht, ist dieser Roman doch ausgesprochen komplex in seiner Handlung, überzeugend konstruiert und mit der Verbindung zu den Himmelskörpern wirklich in einem gelungenen Gesamtbild aufgebaut. Neben dieser eher formalen Betrachtung verdient die Autorin jedoch vor allem lob für ihre Erzählstimme, die über der Handlung schwebt, diese kommentiert, den Leser begleitet und pointiert die Handlung beurteilt, dass es ein Genuss ist, Zeile um Zeile die Machenschaften der Goldgräber zu verfolgen. Es ist bewundernswert, wenn ein Autor es vermag den Leser auf so einer Länge zu fesseln mit einem doch etwas abgenutzten und so völlig aus der Mode geratenen Thema. Doch Catton gelingt dies und so fällt schon bald nicht mehr auf, wie lange man mit ihr auf die Reise geht, um diesen Mord (und all die anderen kleineren und Größeren Betrügereien) aufzuklären.

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    ElyseoDaSilvas avatar
    ElyseoDaSilvavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Langatmig und wenig spektakulär. Die ersten 400 (!) Seiten sind eine Qual. Finger weg.
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    Felicitas_Sturms avatar
    Felicitas_Sturmvor 7 Monaten
    sumsidies avatar
    sumsidievor 2 Jahren
    LeBoudoirs avatar
    LeBoudoirvor 3 Jahren
    Pezs avatar
    Pezvor 3 Jahren
    MetaEbenes avatar
    MetaEbenevor 4 Jahren
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    MetaEbenevor 4 Jahren

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