Elena Ferrante Die Geschichte der getrennten Wege

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Inhaltsangabe zu „Die Geschichte der getrennten Wege“ von Elena Ferrante

»Ein großer Wurf.« Die Zeit
Elena und Lila, die Mädchen aus "Meine geniale Freundin" und "Die Geschichte eines neuen Namens", sind inzwischen 22 Jahre. Lila, die schon mit 16 heiratete, verlässt ihren Mann, kämpft mit den Problemen einer alleinerziehenden Mutter und versucht sich als Fabrikarbeiterin über Wasser zu halten. Für Elena, die Neapel verließ, öffnen sich neue Türen zur Welt der Wohlsituierten und Intellektuellen. Wir begleiten die Freundinnen durch die Jahre 1968 bis 1976: RAF und Rote Brigaden verbreiten Terror, Studenten gehen auf die Straße. Und die verkrusteten Rollenklischees zeigen erste Risse ...
Gelesen von Eva Mattes.
(Laufzeit: 15h 10)

Sehr kurzweiliges Hörbuch, wenn auch nicht so kraftvoll und spannend wie der Vorgängerband.

— Siri_quergetipptblog

Der Zauber der ersten Bände verläuft sich in Oberflächlichkeit, Verrat und Betrug. Interessante soziale Ansätze, aber recht sexorientiert.

— Irve

3. Band hat mir sogar besser gefallen als der 2., die (Vorlese)Stimme von Eva Mattes ist sehr überzeugend

— vielleser18

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    Die Geschichte der getrennten Wege

    missNaseweis

    10. October 2017 um 17:58

    Dieses Hörbuch wurde mir vom Hörverlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!Zum Inhalt: Elena und Lila sind nun im Erwachsenenalter angekommen und sehen sich erneut mit diversen Problemen konfrontiert. Wer möchten sie sein? Wo wollen sie hin? Beide Frauen haben was das betrifft unterschiedliche Ansichten und gehen deshalb ihren eigenen Weg.Und es geht weiter mit den zwei ungleichen Freundinnen, bei denen ich mich nicht entscheiden kann, ob ich sie bewundere oder verteufele. Wie immer glich das Hörbuch einer wilden Achterbahnfahrt, wenn ich auch sagen muss, dass der dritte Band für mich bis jetzt der schwächste ist.Da sich das Hörbuch auf die Erwachsenenjahre konzentriert, habe ich gehofft, dass Elena ihre Eigenschaft, sich ständig von anderen Menschen komplett verunsichern zu lassen, endlich ablegt oder sich wenigstens nicht mehr wie ein Fähnchen im Wind dreht. Leider geschieht nichts dergleichen. Trotz allem, was sie bereits erreicht und durchgemacht hat, gerät sie ins Straucheln, sobald jemand mit ihren persönlichen Entscheidungen oder damit, wie sie ihr Leben lebt, nicht einverstanden ist. Es hat mich so unfassbar wütend gemacht, was sie sich mitunter wieder gefallen lässt, sodass ich die meiste Zeit einen ziemlichen Groll gegen sie gehegt habe. Ich habe das Gefühl, sie hat sich in gewissen Punkten überhaupt nicht verändert und ist noch immer das kleine Mädchen, das es jedem Recht machen möchte. Für mich ist das völlig unverständlich und dadurch war es, als würde man zusammen mit Elena in einer Zeitmaschine stecken und gar nicht vorankommen.Dieses nicht Vorankommen betrifft vor allem auch die Freundschaft zu Lila. Ich dachte wirklich, gewisse Reibungspunkte würden der Vergangenheit angehören, schließlich hat man es mit erwachsenen Frauen zu tun, doch Pustekuchen. Die beiden spielen die gleichen Spiele, machen in meinen Augen die gleichen Fehler und stehen sich so nur selbst im Weg. Natürlich konnte man ihre Beziehung noch nie als einfach bezeichnen und ich mochte auch immer, dass Elena Ferrante eine Freundschaft zeichnet, die schonungslos ehrlich ist, aber der Bogen wird irgendwie überspannt. Was für mich im Kindes- und Jugendalter noch akzeptabel war, war für mich hier weder nachvollziehbar noch gesund. Die Geschichte lebt nach wie vor davon, dass sie beim Hörer/Leser Emotionen weckt und das gelingt ihr wie schon bei den anderen beiden Teilen tadellos, ich meine, keine andere Reihe treibt mich so auf die Palme und fasziniert mich gleichzeitig mit ihrer Schonungslosigkeit, aber diesmal hat es mich zum ersten Mal gestört, mich überreizt.Auch was das Tempo betrifft kam es mir vor, als würde die Story wesentlich langsamer vorangehen. Zunächst geht alles die gleichen Bahnen und im Zentrum steht vor allem das Wiedersehen mit alten Bekannten und Freunden aus Neapel und welche Wege sie in den letzten Jahren gegangen sind. Die Grundstimmung ist eher betrübt und alles wird sehr deprimierend und schmucklos dargestellt. Mir fehlten die Wendungen und das Tempo aus Band eins und zwei. Zum Ende hin findet die Geschichte aber wieder zu gewohnter Spannung und überraschenden Verzweigungen zurück, zum Glück.Obwohl ich mit dem Teil insgesamt eher weniger zufrieden bin, werde ich das Gefühl nicht los, dass Elena Ferrante sich etwas dabei gedacht hat und den Weg für das Finale ebnet. Trotz meiner Kritikpunkte ist das Hörbuch sprachlich wieder ein kleines Meisterwerk und bündelt so viele Themen, stellt so viele Bezüge her, dass ich wieder sehr beeindruckt von dieser Arbeit bin. Die Autorin macht es einem eben nicht leicht, sondern verlangt einem als Leser ein gewisses Maß an Durchhaltevermögen und Energie ab – genau das macht diese Reihe einfach so besonders und genau deswegen habe ich keine Ahnung, was mich im letzten Band erwarten wird.

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  • Einfühlsames Zeitgeschehen der 60-ger und 70-ger Italiens

    Die Geschichte der getrennten Wege

    Gwhynwhyfar

    09. October 2017 um 17:20

    Im ersten Band haben wir die Mädchen des Rione von Neapel kennengelernt, Lila und Elena. Im zweiten Band wird die Jugend behandelt, das junge Erwachsein, Lila heiratet bereits mit sechzehn einen reichen Lebensmittelhändler, Elena geht weiter zur Schule und studiert, eine neidet der anderen das Leben.Im dritten, vorletzten Band, erleben wir Lila und Elena in den stürmischen Jahren von 1968 bis 1976. In Italien stehen sich Kommunisten, Kirche und die sich immer weiter entwickelnde Camorra gegenüber. Arbeiterbewegung, linke Studentenbewegung und Feminismus, Lila und Elena erleben das Ganze aus verschiedenen Perspektiven. Elena, alleinerziehend, arbeitet in einer Wurstfabrik, die Arbeitsbedingungen sind miserabel, der Lohn ist schlecht. Die Gewerkschaft rebelliert, Studenten stehen vor der Fabrik, prangern Arbeitsbedingungen an. Die alten Faschisten haben sich bei der Mafia organisiert, schicken Schlägertrupps, um Linke zusammenzuschlagen. Lila hat kein Interesse, sich zu organisieren, sie bezeichnet das Ganze als »Männerkriege«. Elena kommt zu Besuch nach Neapel, hat Kontakt zu Linken Intellektuellen, hört Lila zu und bittet sie, ihre Position als Frau in der Wurstfabrik schriftlich zu fixieren: Schlechte, gesundeitsschädigende Arbeitsbedingungen, noch schlechtere, sobald man rebelliert oder sich von den Chefs nicht begrabschen lässt. Der Handzettel wird ein Erfolg. Elena verfasst nun einen Artikel für eine Zeitung und erhält italienweit Anerkennung, schert sich aber nicht um die Auswirkung im Rione. Letztendlich hat sie wieder von Lila geklaut. Lila verachtet die Feministinnen, wie auch die Linken: Sie schreiben (klugscheißen) über den Arbeiter und die Frauenrechte, haben aber noch nie in einer Fabrik gearbeitet, leben nicht als Frau in Arbeiterstrukturen, kommen aus bürgerlichen Familien, haben keine Vorstellung von dem, was sie reden. «Sie hatte ein bewegtes Leben, meines stand still.» Getrennte Wege, Lila bleibt in Neapel verhaftet, ihr einstiger Aufstieg ist nun ein Rückschritt in die proletarische Klasse. Elena hat durch Studium und Heirat mit Pietro Airota den Aufstieg in die intellektuelle, bürgerliche Klasse geschafft, sie hat das Mezzogiorno verlassen, lebt in Florenz, die Schwiegereltern sind wohlhabend und bekannt in Italien. Immer wieder kreuzt , Elenas große Liebe, ihr Leben. »Mein Verlobter sprang auf, umarmte mich. Von Nino hatte ich ihm nie erzählt. Über Antonio hatte ich einige, wenige, Worte verloren, und auch über meine Beziehung mit Franco, die in den Studentenkreisen von Pisa ohnehin allseits bekannt gewesen war, hatte ich mit Pietro gesprochen. Doch Nino hatte ich nie erwähnt. Diese Geschichte tat mir weh, enthielt peinliche Momente, für die ich mich schämte. Sie zu erzählen hätte bedeutet, einzugestehen, dass ich seit jeher einen Menschen liebte, wie ich Pietro nie lieben würde.«Man erwartet ein zweites Buch von Elena, doch sie bekommt keine Zeile aufs Blatt. Sie entschuldigt sich mit der Mutterschaft. Elena steht unter innerem und äußerem Druck. Sie fühlt sich unwohl als Hausfrau, zumal ihr Ehemann ihren Roman nie als intellektuelle Leistung respektiert hat. In den UNI’s fühlt sie sich ausgeschlossen, auch nicht den feministischen Gruppen zugehörig, die ihr zu radikal sind, wie auch die gesamte Linke. Sie liest feministische Literatur und stellt ernüchternd fest: »Die Kultur ist männlich.« Pietro hat Schwierigkeit an der UNI, anerkannt zu werden, man wirft ihm vor (im Streit auch Elena), die Professorenstelle in Altphilologie nicht a.G. seiner Leitung erhalten zu haben, sondern nur, weil sein Vater ihm dazu verholfen hat. Pietro ist konservativ, genauso ist sein Verhalten zu Frauen, abwertend, gefühlskalt. Elena ist wieder schwanger, etwas was ihr nicht in ihre Lebensplanung passt. »›Schreib über Gigliola oder sonst wen. Aber nicht über mich, wag es ja nicht, versprich es mir. .... Ich komme und durchforste deinen Computer, ich lese deine Dateien und lösche sie.‹ – ›Ich weiß, dass du das kannst. Aber ich weiß mich zu schützen.‹ Sie lachte auf ihre alte, boshafte Art. ›Nicht vor mir.‹ Diese drei Worte habe ich nicht mehr vergessen, es war das Letzte, was sie zu mir gesagt hat: Nicht vor mir. Seit Wochen schreibe ich nun schon fieberhaft, ohne Zeit damit zu verlieren, meine Sätze erneut durchzulesen.«Doch endlich schafft Elena es, eine Erzählung zu schreiben. Ihre Schwiegermutter und ihr Mann lesen das Manuskript, finden es schlecht, ebenso Lila, auf deren Meinung Elena Wert legt. So landet das Manuskript im Schrank. Elena hat zwar den sozialen Aufstieg geschafft, aber sie ist bedeutungslos. Eines Tages tritt wieder Nino in ihr Leben. Damals liebte sie Nino, aber Lila hatte ihn ihr weggenommen, mit ihm ein Kind bekommen. Und da war noch eine Frau, die Elena kennt, sitzengelassen mit einem Kind von Nino. Wie viel mag es noch geben? Nino, jetzt verheiratet mit einer reichen, hübschen und jungen Frau, sie haben ein gemeinsames Kind. Nino ist immer noch Elenas große Liebe. Alles was mit Nino zusammenhängt, muss scheitern, sagt Elenas Verstand. Am Ende des dritten Bandes ist Elena stehengeblieben, unzufrieden. Mit dem Gehalt des Ehemanns kann man leben, aber keine weiten Sprünge machen. Lila hat durch Fernstudium des Programmierens sich aus der Wurstfabrik herausgearbeitet, sich in einer Computerfirma durch Leistung hervorgetan. Sie und ihr Lebenspartner verdienen dort ein anständiges Gehalt. Michele Solara, der widerliche Camorrista, macht Lila zur Leiterin seines Computer-Lochkartenzentrums im Rione (das er nur für sie aufmacht, um sie zu ködern), sie verdient ein hohes Gehalt. Elena ist entsetzt, wie sich Lila in die Hände des Mannes begibt, der den gesamten Rione beherrscht. Lila hat sich untergeordnet, hat am eigenen Leib erfahren, dass einzelne Kämpfer keine Chance haben. Strukturelle Gewalt durch die Patrone, die Schlägertrupps der Camorra, Vergewaltigungen, Todesschüsse, zu viele Tote. Brutalität beherrscht den Rione, dem man sich nur entgegenstellt, wenn man lebensmüde ist. Lila stellt fest, dass »alles Schwindel ist«: die Kultur, die Gewerkschaft, der Kommunismus und der Feminismus, nur Geld regiert die Welt. Michele liebt Lila, sie hasst ihn. Es hat den Anschein, er hätte sie am Ende doch bekommen, gekauft, zumindest ihre Arbeitskraft. Letztendlich kann Lila Michele um den Finger wickeln. Wir werden sehen, was sie im nächsten Band daraus macht. »Ich ertrug die Leere nicht, die dadurch entstand, dass sie sich mir entzog.«Lila geht ihren eigenen Weg, sie braucht Elena nicht. Diese wiederum braucht Lila, um sich zu inspirieren und ihren eigenen Weg auszuloten, sich zu messen. Letztendlich bleibt Eifersucht zurück, denn Lila schafft es immer wieder, sich aus der Schlinge zu ziehen, sich aus eigenen Kräften nach oben zu arbeiten, ein erfülltes Leben zu haben, erfüllte Ziele. Elena arbeitete hart für ihre Bildung, lernte, bestand Prüfungen. Doch wer ist sie? Sie hat einen Roman geschrieben, aus der Inspiration von Lilas Aufzeichnungen, einen Zeitungsartikel, inspiriert durch Lilas Pamphlet. Sie ist die bekannte Schriftstellerin Elena Airota, die nur einen Roman zustande bekam, die Frau von Professore Airota, eine Hausfrau. Man zieht den Hut vor ihr, nur wie lange noch? Lila lebt in einer kameradschaftlichen Beziehung, gleichwertig, mit einem Mann, der sie achtet, bewundert, liebt, hat einen achtbaren Job, verdient viel Geld. Elena lebt an der Seite eines mürrischen Mannes, der sie als Beiwerk betrachtet, mit dem sie sich nichts zu sagen hat, den sie nicht liebt, von seiner Liebe ist auch nicht viel übrig geblieben, sie ist unbedeutend. Ein Wechselspiel zwischen beiden Frauen ein auf und ab.Der Roman beschreibt die gesellschaftliche Entwicklung Italiens auf der Arbeiterseite, auf der intellektuellen Seite, bürgerlich und kommunistisch, die Emanzipationsbewegung der Frauen. Die Verquickung des Mezzogiorno mit der Mafia und die Straßenkämpfe um die Macht der Gewerkschaften sind auch hier fein herausgearbeitet, genauso wie die brutale Entwicklung von mafiösen Strukturen und deren Ausweitung. Katholische Strukturen des Südens versus intellektueller Freizügigkeit und Atheismus des Nordens, Frauen, die sich Rechte erkämpfen, trotzdem in den Strukturen verfangen sind, sind ein weiteres Thema. Insofern ist auch der dritte Teil der Saga ein Portrait der italienischen Gesellschaft des letzten Jahrhunderts. Die Geschichte von Lila und Elena konnte mich auch dieses Mal fesseln. Doch gemessen an Band eins und zwei fehlt die Intensität der Vorgänger, die Spannung, die aus der Rivalität der Frauen entspringt. Insgesamt ein wunderbarer Roman, und leider müssen wir bis zum letzten Teil warten …

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  • Überraschende Entwicklungen!

    Die Geschichte der getrennten Wege

    EmmaZecka

    02. October 2017 um 11:53

    Gestaltung Auch der dritte Band der neapolitanischen Saga wird wieder von Eva Mattes gelesen. Während sie in den ersten beiden Bänden durch ihre schlichte, aber feine Art positiv aufgefallen ist, glaubte ich, dass sie im dritten Band noch einen Zahn zulegte. Sie transportierte die schwierige teils brenzlige Atmosphäre der Geschichte. Sie interpretiert beispielsweise Elenas zeternde Mutter oder eine weinende Lila. Ich hatte das Gefühl, dass Eva Mattes die Charaktere im dritten Band nochmal um einiges greifbarer gemacht hat, als in den ersten beiden Romanen, obwohl diese bereits schon sehr gut gelesen waren. Ich blicke mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf den letzten, noch ausstehenden Teil.Zum einen bin ich gespannt, welche Überraschungen Eva Mattes für uns bereit hält und zum anderen finde ich es natürlich schade, mich dann von der neapolitanischen Welt verabschieden zu müssen.Inhalt Der Einstieg in Die Geschichte der getrennten Wege fiel mir etwas schwer. Ich konnte mich noch gut an den Cliffhanger von Band zwei erinnern, der zum Glück nicht ganz so schlimm war, wie der des ersten Bandes. Als wir uns zuerst in einer anderen Szenerie wiederfanden, stolperte ich zuerst orientierungslos durch die Geschichte. Da Sprecherin Eva Mattes mit der Steigerung ihrer Interpretation für eine Überraschung sorgte, war ich aber schnell konzentriert dabei.Elena Ferrante spricht in ihrem dritten Band viele Themen, wie beispielsweise die Schere zwischen Arm und Reich, oder besser gesagt gebildet und ungebildet. Lila und andere Bewohner des Rione, die glauben, dass erworbene Bildung für ein intelligenteres Wesen sorgt. Sie hoffen, Bildung bewahrt einen vor den Fehlentscheidungen des Lebens. Sie halten geradezu an dieser Vorstellung fest, was sehr schade ist, da sie sich selbst somit kleiner machen, als sie sind.Elena steht auf der anderen Seite. Sie heiratet in den Sohn einer wohlhabenden Familie und bekommt somit ganz neue Möglichkeiten und hat endlich das Gefühl, etwas bewirken zu können. Dennoch sieht sie ihre Bildung nicht als etwas Besonderes an. So finde ich das folgende Zitat sehr passend:"Wie kann ich dieser Frau nur erklären, überlegte ich, dass ich seit meinem siebten Lebensjahr eine Sklavin von Buchstaben und Zahlen bin."(Die Geschichte der getrennten Wege)Hier bringt Elena zum Ausdruck, dass sie Bildung als nichts Besonderes erachtet und das sie ganz bestimmt kein besserer Mensch ist. Doch je mehr Elena sich in ihre neue Rolle einfindet, desto schwieriger wird die Beziehung zu Lila. Schließlich führen die beiden völlig unterschiedliche Leben. Schön finde ich hier auch, dass Elena Ferrante das Thema Bildung aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Protagonistin Elena kennt nun sowohl die Seite der bitteren Armut als auch die Seite des besseren Lebens. Wir lernen in Die Geschichte der getrennten Wege aber auch Charaktere kennen, die aus einer wohlhabenden Familie stammen und dies als schwierige Herausforderung sehen, ihre Familie sogar hassen. Zudem treffen beide Schichten - ich will das Wort Klassen vermeiden, weil es mir irgendwie fehl am Platz vorkommt - aufeinander. Die Akademiker, denen die schlechten Arbeitsbedingungen der Arbeiterschicht auffallen. Sie wollen etwas dagegen unternehmen. Aber können sie die Probleme wirklich beurteilen? Sind sie für die Arbeiter aufgrund ihrer sicheren Stellung überhaupt greifbar? Ihr seht, in den 70er Jahren ging es in Italien richtig zur Sache. Viele Dinge werden hier thematisiert und ich habe immer noch den Eindruck nicht allen Inhalten des Romanes genügend Raum geben zu können. Wer zuvor an der neapolitanischen Saga zweifelte, wird im dritten Teil hoffentlich auf seine Kosten kommen. Spannung Nachdem mir der Einstieg in die Geschichte etwas schwer fiel, gestaltete sich der Spannungsbogen nach einer Zeit aber fließend. Elena Ferrante spricht Themen gut an, gibt ihnen genügend Raum und leitet dann beinahe ohne das man es merkt, in ein neues Thema über. Und jedes angesprochene Problem passte irgendwie zum anderen und ich war beeindruckt, wie gut Elena Ferrante die Handlung miteinander verbindet. Schreibstil Elena Ferrantes Schreibstil habe ich ja schon in meinen vorherigen Rezensionen ordentlich gelobt. In Die Geschichte der getrennten Wege glaubte ich, dass sich auch etwas an ihrem Stil verändert hat. Ich meinte, dass wir mehr Dialoge zu lesen bekamen. Und diese waren sehr kraftvoll und brachten so einiges an Temperament mit. Während die Geschichte in den beiden vorherigen Bänden manchmal so dahin plätscherte, zeigte sich im dritten Band die Dynamik bis ins kleinste Detail. Gesamteindruck Nach dem zweiten Band war ich mir unsicher, ob ich weitere Bände der neapolitanischen Saga beim Hörverlag als Rezensionsexemplar anfordern sollte. Ich hatte die Idee, nicht wirklich mehr über die Geschichte erzählen zu können. So als ob mein Wortschatz nicht ausrecht, die Reihe so zu beschreiben, dass meine Rezension einen Mehrwert enthält.Und deswegen war ich umso überraschter als ich in Die Geschichte der getrennten Wege eintauchte. Nie hätte ich damit gerechnet, dass hier so viele Themen Raum bekamen. Es gab viele Aspekte, die ich nachvollziehen konnte und über die ich gerne mit jemandem diskutiert hätte. Kurzum: Diese Reihe ist und bleibt eine absolute Leseempfehlung. 

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  • Eva Mattes macht das Buch zu einem wahren Hörerlebnis

    Die Geschichte der getrennten Wege

    WinfriedStanzick

    19. September 2017 um 14:15

    Der hier vorliegende dritte Band der neapolitanischen Saga von Elena Ferrante mit dem Titel „Die Geschichte der getrennten Wege. Erwachsenenjahre“ ist der bisher beste und auch politischste der bisherigen Roman der auf vier Bände angelegten Reihe. Nicht nur weil er in einer ähnlichen Zeit, eben nur in Italien spielt, hat er mich in vielem an das etwa zeitgleich erschienene vierte Buch der Autobiographie Ulla Hahns mit dem Titel „Wir werden erwartet“ erinnert.Lila und Elena sind mittlerweile erwachsen geworden. Lila hat sich von ihrem Mann Stefano getrennt und lebt nun mit ihrem Sohn Gennaro und Enzo in einem armen Stadtteil und fristet in einer Fleischfabrik ein kärgliches Leben. Elena ist mit ihrem ersten Roman erfolgreich und hat ihren Verlobten Pietro, einen jungen Professor aus einer Familie von Intellektuellen, geheiratet. Sie wird zweifache Mutter und lässt sich, nachdem sie zunächst noch mit engagierten Artikeln in der „Unita“ auf sich aufmerksam gemacht hatte, immer mehr in die Rolle der Hausfrau und Mutter drängen.Dabei ist in den Jahren 1968 ff. die Gesellschaft, in der sie lebt, vielleicht noch stärker, als das in Ulla Hahns Deutschland der Fall war, von einem enormen Umbruch und einer revolutionären Energie betroffen, die bis zu den Auswüchsen der Roten Brigaden führt.  Viele der früheren, in den beiden ersten Büchern schon aufgetauchten Freunde von Elena, sind in diese gesellschaftlichen Auseinandersetzungen verwickelt und auch Elena versucht sich damit auseinanderzusetzen. Aber wie schon ihr ganzes Leben lang versucht sie, sich an anderen zu orientieren. Sie will, zu einer Schicht von Menschen gehören, die eine andere Herkunft haben als sie, mit enormen Anstrengungen schafft sie das auch immer wieder, aber sie kommt kaum wirklich zu sich selbst.Das Verhältnis zu ihrer Freundin Lila bleibt entfremdet, auch und gerade dann, als Lila zusammen mit Enzo in der neuen Technik der Computer reüssiert und bei ihrem früheren Erzfeind sich anstellen lässt und eine Menge Geld verdient.  Im zweiten Band stand Elena am Ende einem Mann gegenüber, den sie fast schon vergessen hatte. Dieser Mann taucht wieder auf, und die Beziehung zu ihm scheint dem Leben Elenas eine neue Wendung zu geben. Unklar wird bis zum vierten Band bleiben, ob zum Guten oder zum Schlechten.Es ist beachtenswert, wie es der nach wie vor unbekannten  Autorin gelingt, ihre zahlreichen Figuren (sie werden am Anfang jeden Bandes zum Nachschlagen zwischendurch aufgeführt und vorgestellt) über einen Zeitraum von einem halben Jahrhundert  in immer wieder neuen Verwicklungen und Situationen  auftauchen zu lassen. Neben dem zweifellos vorhandenen unterhaltsamen Charakter der Romanreihe ergibt sich aber zusätzlich ein überzeugendes Gesellschaftsbild Italiens Im Allgemeinen und Neapels im Besonderen.Es geht um den sich entwickelnden Feminismus, um die politischen Kämpfe der Arbeiter und Studenten und um eine ganze Menge Widersprüche, vor allem aber wieder um diese ganz besondere Freundschaft zwischen zwei Frauen, die aus der gleichen sozialen Situation kommen, deren Leben sich aber so unterschiedlich entwickelt.Der vierte, für den Februar 2018 angekündigte Band wird für eine große Leserschaft nicht nur offenbaren, wie es mit der Geschichte dieser beiden Frauen und dem großen Netzwerk von Personen, in dem sie leben, weitergeht, sondern vielleicht auch das Geheimnis von Lila lüften, deren plötzliches Verschwinden im Alter von 66 Jahren der eigentliche Grund war, dass Elena Ferrante ihre Geschichte niederschrieb.Der vollständigen Lesung mit einer Gesamtlaufzeit von über 15 Stunden, die die Schauspielerin Eva Mattes für den Hörverlag eingespielt hat, gelingt es hervorragend, das in Dickens`scher Dichte beschriebene Neapel und Italien der siebziger Jahre ebenso lebendig zu machen wie einer unvergleichlichen Freundschaft mit ihrer Stimme Charakter zu verleihen.Eva Mattes macht das Buch zu einem wahren Hörerlebnis.

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  • Eine stürmische Zeit

    Die Geschichte der getrennten Wege

    monerl

    06. September 2017 um 12:18

    Die Geschichte geht weiter, genau an dem Punkt, an dem sie im Band 2 endet, in der Buchhandlung. Nino ist unverhofft in Elenas Leben hineingeschneit. Ihre schwärmerische Liebe für ihn ist nicht abgeflaut, das muss sie sich eingestehen, auch wenn sie kurz vor der Hochzeit mit Pietro steht. Sie kann sich Nino nicht aus dem Herzen reißen. Doch Nino geht, wie er kommt, ganz plötzlich und ohne Vorankündigung. Und doch läuft es gut für Elena. Sie heiratet in eine angesehene Intelektuellen-Akademiker-Familie ein, ihr Buch wird ein Erfolg, sie mach Lesereisen... und ... wird schwanger. Nicht einmal, sogar zweimal und tappt damit ungewollt in die Ehefrauen-/Hausfrauen-/Mutterfalle! Damit reißt ihr Ideenfaden ab, sie fühlt sich leer und stumpf und ihre Karriere, für die sie sich so sehr abgerackert hatte, bekommt einen Knick. Gleichermaßen, wie es für Elena schlecht und beruflich abwärts geht, befindet sich Lila in der Aufwärtsbewegung. Nachdem sie sich von ihrem gewalttätigen Ehemann Stefano getrennt und mit Enzo und ihrem Sohn Gennaro eine Art Wohngemeinschaft gegründet hat, fängt sie als Arbeiterin in einer Wurstfabrik ganz unten wieder an. Dabei kämpft sie an vielen verschiedenen Fronten, verausgabt sich, wird krank und schafft es letztendlich zu einer angesehenen Chefin mit außerordentlich großem Gehalt. Doch was ist der Preis dafür? Lila und Elena pflegen eine befremdliche Freundschaft, die geprägt ist durch große gegenseitige Eifersucht, Missgunst, Heimlichkeiten und Lügen. Es gibt keine zärtlichen Gefühle füreinander. Alles, was gesagt werden müsste, findet keinen Weg nach außen. So beplänkeln sie sich gegenseitig, nachdem sie nach einer langen "freundschaftlichen" Pause endlich wieder zueinander in Kontakt treten. Dazwischen gerät innerpolitisch im Land alles aus den Fugen. Demonstrationen, Studentenaufstände, Straßenkämpfe, Kommunisten, Gewerkschaften, Faschisten, Widerstandskämpfe, ein hartes Eingreifen der Polizei sowie das Erstarken der Camorra in Neapel und der Region sind an der Tagesordnung. Lila erlebt vieles durch ihre Rückkehr in den Rione hautnah mit dagegen dringt zu Elena das meiste überwiegend aus den Nachrichten zu ihr. Sie ist passiv, zurückgezogen und unglücklich in ihrer Ehe, versucht sich jedoch einzureden, dass kluge und intelligente Menschen ihre Grenzen akzeptieren, die ihnen auferlegt werden. Lila, die augenscheinlich als die Schwache auftritt, ist jedoch innerlich die Starke. Sie erfindet sich immer wieder neu, auch, indem sie Elenas schwache Persönlichkeit und Selbstzweifel für sich ausnutzt und ihr immer wieder einredet, dass Elena für sie beide ein schönes und besseres Leben führen muss, dass sie klug und intelligent sein muss, da sie, Lila, ihre schulische Ausbildung früh abbrechen musste, und Elena sich deshalb für beide nach oben durchzukämpfen hat.  Was ist es nun, dass diese beide Frauen in Freundschaft eint? In meinen Augen nur ihre Herkunft, die keine von beiden abschütteln kann. Je weiter sie sich voneinander entfernen desto stärker wird dieser Knoten geknüpft, der sie ab einem gewissen Punkt wie magisch wieder zueinander zieht.  Das Ende ist ein Knall, von Elena ausgelöst. Der Kreis des dritten Bandes schließt sich und lässt mich gespannt und voller Neugierde auf den letzten Teil zurück! Fazit: Ein dritter Teil, der im Vergleich zu den vorherigen beiden leider etwas abfällt. Es schlich sich ein bisschen Langeweile ein, die es im zweiten Drittel zu überwinden galt. Glücklicherweise ist die Autorin in der Lage den Leser bei Stange zu halten und bekommt die Kurve zur Spannungssteigerung doch noch meisterhaft hin. Nun heißt es warten auf den letzten Teil, der hoffentlich das Rätsel lösen kann... Als Hörbuch von Eva Mattes wieder perfekt eingelesen und stimmlich grandios interpretiert!_____________________________________________http://bit.ly/2w3exig

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  • ‚Ich werde über niemanden schreiben, auch über dich nicht.‘

    Die Geschichte der getrennten Wege

    sabatayn76

    28. August 2017 um 10:19

    ‚Na gut‘, sagte sie. ‚Schreib, wenn du unbedingt willst, schreibt über Gigliola oder sonst wen. Aber nicht über mich, wag es ja nicht, versprich es mir.‘‚Ich werde über niemanden schreiben, auch über dich nicht.‘‚Vorsicht, ich behalte dich im Auge. [...] Ich komme und durchforste deinen Computer, ich lese deine Dateien und lösche sie.‘[...]‚Du glaubst, ich kann das nicht?‘‚Ich weiß, dass du das kannst. Aber ich weiß mich zu schützen.‘Sie lachte auf ihre alte, boshafte Art.‚Nicht vor mir.‘Der dritte Band der Neapolitanischen Saga von Elena Ferrante beginnt mit einer kurzen Rückkehr in die Rahmenhandlung: Elena hat ihre Freundin Lila zuletzt im Jahre 2005 gesehen, also fünf Jahre vor dem Verschwinden Lilas, das Elena dazu bringt, die Geschichte ihrer jahrzehntelangen Freundschaft aufzuschreiben. Der Leser erfährt durch diese Rückblende, dass im Laufe der Jahre ‚zu viel Schlimmes, teils auch Entsetzliches‘ passiert ist, so dass sich die beiden Freundinnen immer weiter voneinander entfremdet und ihr Vertrauen zueinander verloren haben. Durch die Rückblende wird viel Spannung aufgebaut, denn der Leser wird dadurch darauf vorbereitet, dass sich die Geschichte im nächsten Band noch dramatischer gestalten wird und weitere packende Wendungen und Ereignisse auf den Leser warten.Der weitere Verlauf des Romans schließt nahtlos an die Ereignisse am Ende des zweiten Bandes an, als Nino Sarratore bei Elenas Buchvorstellung auftaucht. Elena hat viel erreicht: Sie hat in Pisa an einer Eliteuniversität studiert, einen Roman veröffentlicht und ist mit dem gebildeten und wohlhabenden Pietro Airota liiert. Doch immer wieder wird ihr (und dem Leser) bewusst, dass sie zwar dem Rione, in dem sie mit Lila aufgewachsen ist, räumlich entflohen ist, dass ihre Vergangenheit sie aber immer wieder einholt: Sie fühlt sich unzulänglich, unterlegen, wird von Selbstzweifeln geplagt. Sie ist in sich zerrissen, gehört aufgrund ihrer Bildung nicht mehr in den Rione, passt aufgrund ihrer Herkunft jedoch auch nicht in die Welt der Airota-Familie, nicht zu den Privilegierten und Intellektuellen.Lila konnte durch ihre Ehe mit Stefano Carracci zwar kurzzeitig der Armut des Rione entfliehen, hat durch ihn aber die selbe Gewalt erfahren wie die anderen Frauen im Rione. Nach ihrer gescheiterten Ehe mit Stefano lebt sie nun zusammen mit ihrem Sohn Gennaro und ihrem Kindheitsfreund Enzo Scanno in einer ärmlichen Wohnung und arbeitet in einer Wurstfabrik.Im Verlauf zeigt sich sehr eindrucksvoll, wie Elena und Lila sich zwar weiterentwickelt haben und dass sich ihr Leben in unterschiedliche Richtungen bewegt hat, dass die beiden aber nach wie vor durch ihre Herkunft vereint sind, der sie beide nicht entkommen können, was einer der Gründe dafür sein mag, warum die beiden so unähnlichen Frauen trotz der räumlichen Entfernung und trotz des Konkurrenzkampfes zwischen ihnen nach wie vor befreundet sind.Trotz der zwischen ihnen bestehenden Distanz nimmt Lila Elena eines Tages ein Versprechen ab:‚Falls mir was zustößt, falls ich ins Krankenhaus muss, falls sie mich ins Irrenhaus stecken, falls ich verschwinde, musst du Gennaro nehmen, du musst ihn zu dir nehmen, er muss bei dir aufwachsen.‘Die beiden Frauen verbringen in der Folge wieder mehr Zeit miteinander, und langsam wächst das Vertrauen zwischen den beiden Freundinnen. Doch dann kommt es erneut zu einem Bruch.Der dritte Band der Neapolitanischen Saga liest sich genauso flüssig wie die ersten zwei Bände und ist ebenso anspruchsvoll wie unterhaltsam.Neben der Geschichte um Elenas Karriere, ihren Ehrgeiz und ihre Versagensängste, um Lilas Leben, die trotz ihrer Talente und ihrer Intelligenz die Schule abgebrochen hat und nun in einer Wurstfabrik schuftet, sowie um die Freundschaft zwischen Elena und Lila, die von Konkurrenz und Entzweiung, aber auch von Vertrauen und großer Nähe gekennzeichnet ist, bietet Ferrante in ‚Die Geschichte der getrennten Wege‘ außerdem detaillierte Einblicke in die politische Situation im Italien der 1960er und 1970er Jahre. Der Leser erfährt von den Konflikten zwischen den Kommunisten und den Faschisten sowie von der nach wie vor dominierenden Macht der Camorra, die auch den Rione fest in ihrer Gewalt hat.All diese Aspekte verwebt Ferrante zu einer komplexen Geschichte, die auf jeder Erzähl- und Inhaltsebene überzeugt und fesselt. Ferrante versteht es dabei hervorragend, Spannung zu erzeugen, Emotionen zu schildern und den Leser so an ihre Saga zu binden.Nach dem Lesen des Romans habe ich zudem das ungekürzte Hörbuch zu ‚Die Geschichte der getrennten Wege‘ gehört, das wie ‚Meine geniale Freundin‘ und ‚Die Geschichte eines neuen Namens‘ von Eva Mattes gelesen wird. Mattes liest auch den dritten Band der Saga mit passender Intonation und in perfektem Tempo. Ich persönlich halte Mattes für die perfekte Sprecherwahl, denn ihre Stimme ist so angenehm, dass man ihr gerne lauscht, und sie haucht der ohnehin fesselnden und faszinierenden Geschichte um Lila und Elena zusätzlich Leben ein.Der dritte Band endet - wie die vorherigen Bände - mit einem Paukenschlag, so dass man bereits beim Zuschlagen von ‚Die Geschichte der getrennten Wege‘ sehnsüchtig auf ‚Die Geschichte des verlorenen Kindes‘, den vierten und letzten Band der Saga, wartet, der im Februar 2018 erscheinen soll.www.elenaferrante.de

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

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    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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